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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fortsetzung der Reihe "guten Leuten muss man Absagen"


Autor: derzilp (Gast)
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Wer glaubt den Müll eigentlich ?

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,151...

Autor: Dicker Brocken (Gast)
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Haben wohl Angst, dass die Wirtschaftshiobsbotschaften und 
Erfahrungsberichte im Internet das Frischfleisch demotivieren und der 
Nachschub kleiner wird. Was ist mittelgut und was macht der nicht zu 
verachtende Rest, der unter dem "Mittelgutperzentil" liegt? Und warum 
suchen selbst Top-Leute im Mittelstand, wo da wissentlich die Gehälter 
nicht so prall sind wie bei den Big Playern?
Damit gibt man doch indirekt zu, dass sich selbst die Besten der Besten 
bei den Big Playern schon auf den Füßen stehen und Ausweichmöglichkeiten 
suchen.

Autor: Gast2 (Gast)
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> Und warum
> suchen selbst Top-Leute im Mittelstand, wo da wissentlich die Gehälter
> nicht so prall sind wie bei den Big Playern?

Bei manchen Leuten zählt das Gehalt eben nicht alles. Mancher ist im 
Mittelstand zufriedener und findet die Arbeit dort aus unterschiedlichen 
Gründen interessanter.

Autor: Dr. Wolfram Draht (Gast)
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In der Tat. Ich z. B. hatte nie Lust, bei einem richtig großen 
Unternehmen zu arbeiten, das auch jeder kennt. Stille Riesen sind mir da 
wesentlich lieber. Und in Deutschland gibt's leider fast nur 
Automobilzusammenschrauber. Ich kann diesen Firmen nichts abgewinnen und 
ich verstehe auch nicht die Leute, die unbedingt bei BMW unterkommen 
wollen. Es gibt doch nichts geistloseres, als die 
Unterhaltungselektronik in den Karren zu verbessern.

Autor: Gastino G. (gastino)
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derzilp schrieb:
> Wer glaubt den Müll eigentlich ?
>
> http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,151...

So ganz abwegig ist das nicht. Die Leute, die man einstellt, müssen auch 
irgendwie in den Kollegenkreis passen und auch zu ihrer Aufgabe. Es 
nützt nix, wenn man für einen Durchschnittsjob einen vermeintlichen 
Überflieger einstellt, der entweder nach einem Jahr wieder weg ist oder 
nach einem halben Jahr schon am Stuhl des Chefs sägt. Und Chefs haben 
nur ungern Untergebene, die ihnen (zumindest auf dem Papier) die Show 
stehlen.

Autor: omg (Gast)
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"Unternehmen haben ein Herz für mittelgute Bewerber."

Sollte man das als Aufkleber aufs Auto machen?
;-)

Autor: _Patrick_ (Gast)
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Ich glaube den 'Müll'
Ein Team das nur aus Primadonnas besteht funktioniert nicht. Man braucht 
auch einen guten Mittelbau. Somit überlegt man sich sehr genau wen man 
einstellt (und ja, ich habe Personalverantwortung)

Autor: Dicker Brocken (Gast)
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Gast2 schrieb:
> Bei manchen Leuten zählt das Gehalt eben nicht alles. Mancher ist im
> Mittelstand zufriedener und findet die Arbeit dort aus unterschiedlichen
> Gründen interessanter.

Das stimmt, gilt aber nicht für alle und ganz wichtig, auch nur im 
beschränktem Rahmen. Kein High Potential strebt an, zu Beginn 12.000 
Euro pro Jahr weniger zu verdienen, vor allem nicht, wenn das unterste 
Grundgehalt schon auf ca. 32.000 Euro abgesackt ist und sich der 
Unterschied im späteren Karrierverlauf noch verschärft.
Damit lässt sich nichts aufbauen, da kann die Aufgabe noch so 
interessant sein. Und einmal Mittelstand, immer Mittestand. Ich habe es 
bei mir im Studium gesehen bei Praxissemestervorträgen im Jahr 2006. Die 
kleiner 1,5er Kandidaten haben allesamt ihr Praktikum bei den Großen 
gemacht (Stihl, Thyssen-Krupp, Bosch, Käser, MAN, Kärcher, Fresenius, 
Audi, Porsche, Daimler, BMW, Alstom usw.), danach dort ihre Diplomarbeit 
und dann die Festanstellung.
Wenn jetzt also schon diese Leute beim Mittelstand vemehrt anklopfen, 
weil es oben gesättigt ist, spricht das Bände. Und der Begriff 
"Mittelgute" werden im Mittelstand heute bevorzugt, ist imho Bullshit.
Wenn, dann müsste es eventuell heißen, "Gute". Für Mittelgute bleibt 
heute nur die Arbeitslosigkeit. Der Artikel gibt ja zwischen den Zeilen 
zu, dass es einen schönen Überhang gibt. Da kommt man mit dem 
Ausschlusskriterium "Mittelgut" nicht weit, weil es noch zu viele 
Bewerber erfüllen. Ich sehe es bei mir und meinen Studienkollegen 
(Abschluss zwischen 1,9 und 2,3).

Autor: Gast3 (Gast)
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>> Bei manchen Leuten zählt das Gehalt eben nicht alles. Mancher ist im
>> Mittelstand zufriedener und findet die Arbeit dort aus unterschiedlichen
>> Gründen interessanter.
>
>Das stimmt, gilt aber nicht für alle und ganz wichtig, auch nur im
>beschränktem Rahmen.

Stimmt. Deswegen schrieb Gast2 ja auch "bei manchen Leuten zählt".

> Kein High Potential strebt an, zu Beginn 12.000
> Euro pro Jahr weniger zu verdienen, vor allem nicht, wenn das unterste
> Grundgehalt schon auf ca. 32.000 Euro abgesackt ist und sich der
> Unterschied im späteren Karrierverlauf noch verschärft.

Die absolute Aussage "*kein* High Potential" ist schonmal falsch.

> Für Mittelgute bleibt
> heute nur die Arbeitslosigkeit.

Das war aber Anfang des Jahrtausends auch schon so.

Autor: Apfelessig (Gast)
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Man möchte halt keine Job-Hopper. Ich arbeite in einem Bereich, der mit 
völlig neu ist und man mindestens einen Monat braucht, um sich 
einzuarbeiten.

Ehrlich gesagt kenne ich keine interessanten Firmen mehr. Großkonzerne 
haben mich nie interessiert, beim Kleinunternehmen war ich, beim 
Mittelstand bin ich jetzt. Es gibt nur ein interessantes Unternehmen: 
Das eigene. Ich komme gerade deprimiert von der Arbeit, wieder mal 
ordentlich Überstunden auf dem Buckel und ich habe ja noch nicht mal die 
meisten, und ich fühle mich hundsmiserabel dabei und weiß nicht, was das 
alles soll.

Da es mir auch schwer fällt, Freunde zu finden (Autismus), trägt jeder 
Ortswechsel dazu bei, dass ich die Abende weiterhin alleine verbringe. 
Manchmal möchte ich einfach tot sein, von der Straßenbahn überfahren 
werden, mir eine Kugel in den Kopf jagen oder vom Hochhaus springen.

Autor: Gast2 (Gast)
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"Ehrlich gesagt kenne ich keine interessanten Firmen mehr. Großkonzerne
haben mich nie interessiert, beim Kleinunternehmen war ich, beim
Mittelstand bin ich jetzt. Es gibt nur ein interessantes Unternehmen:
Das eigene."

Interessant vielleicht, aber extrem nervenaufreibend. Ständig von 
Projekt zu Projekt, dabei noch die eigene Zeit einteilen, keine 
Ausweichmöglichkeiten, wenn die Aufträge zu umfangreich sind, da 
Einzelunternehmer, gleichzeitig nach neuen Aufträgen schauen, 
Buchhaltung etc. pp.

Glaube mir, Du würdest es nicht machen wollen!

Und nochmal: Mach blos keinen Scheiß! Wenn Du unterwegs bist, dann 
telefoniere doch einfach viel. Hast Du in Deiner Firma keinen privaten 
Kontakt zu Kollegen?

Autor: 0Fh (Gast)
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Falls du heute
mal wieder einen dieser
"Ich-hasse-meinen-Job"-Tage hast, versuche
es mal damit:

Geh nach Feierabend in eine Apotheke
und geh zu den Fieberthermometern.
Kauf ein Analthermometer der Marke
"Johnson&Johnson" (versichere dich,
dass es dieser Hersteller ist!).

Jetzt öffne die Packung und nimm das
Analthermometer zur Hand. Leg es
vorsichtig neben dich, so dass es nicht
beschädigt wird. Nimm nun die
Packungsbeilage heraus und lies sie Dir
durch.

Du wirst auf den folgenden Satz
stoßen:"Jedes Analthermometer der
Marke "Johnson & Johnson" ist
persönlich getestet." Nun schließ
deine Augen und wiederhole den
folgenden Satz fünfmal laut:

"Ich bin so glücklich, dass ich nicht
in der Qualitätskontrolle bei
der Firma "Johnson & Johnson"
arbeite!!".

Merke: Es gibt immer irgendwo jemanden,
mit einem schlechteren Job
als deinem!

In diesem Sinne noch viele schöne
Arbeitstage

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