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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gehaltsrückstufung - wie seht ihr das?

Autor: Der Anfang vom Ende? (Gast)
Datum: 22.01.2010 21:49

Hi Leutz,

ich bin als IT/TK Admin im Finanzsektor seit neun Jahren in der gleichen
Klitsche tätig.
Heute hat uns der Chef die frohe Botschaft offenbart, dass gespart
werden muss. Das bedeutet für uns (drei Leute) eine Gehaltsrückstufung
(um 1 Stufe) in Kauf nehmen zu müssen. Das wir das nicht müssen hat er
natürlich auch gleich gesagt. Im nächsten Atemzug aber dass, falls wir
ablehnen, nicht sichergestellt ist ob alle drei Arbeitsplätze auch
längerfristig sicher seien.
Als Familienvater mit zwei kleinen Kindern und einem unbezahlten Haus
bedeutet das einen Abschlag von ca. 200 Euro netto.
Mich würd mal interessieren wie ihr das seht, habt ihr Erfahrung mit
sowas? Ich werd dem nach reiflicher Überlegung zustimmen, was bleibt mir
auch anderes übrig? In unseren Strukturschwachen Region hab ich kaum ein
Alternative.
Wär ich nur privat nicht so gefesselt...

...
Autor: Musikus (Gast)
Datum: 22.01.2010 21:52

hm...klar dass das nicht gut ist,
aber genauso gut hätte er einen oder zwei von Euch feuern können....
ist das so nicht die bessere lösung.

Wir gehen mal davon aus, dass das nur auf Zeit ist und sich bei
Besserung der Wirtschaft wieder ändert.
Autor: Hunziker (Gast)
Datum: 22.01.2010 22:18

Hallo,

das wurde bei uns vor 3 Jahren schon gemacht. Allerdings im Einhergehen
mit einer Arbeitszeitverkürzung (wäre evtl. für euch ein
Verhandlungsansatz).

Bei uns musste gespart werden, weil der Umsatz zurück ging auf Grund
fehlenden Auftragseingangs. Wenn das bei euch auch so ist, sollte doch
auch eine Arbeitsverkürzung drin sein, die der Gehaltskürzung
entspricht.
Mit ähnlichen Verpflichtungen hatte ich Anfangs auch Bedenken wegen des
Geldes. Da auch hier kaum Alternativen ähnlicher Beschäftigung sind und
ich in der Firma gerne bleiben wollte, bin ich darauf eingegangen.
Letztendlich ist ja auch mehr Freizeit dabei herausgesprungen und
eigentlich war es schmerzhafter, als die Firma vor einem Jahr die
Sparmaßnahmen und die Arbeitszeitverkürzung aufgehoben hat.
Autor: Pessimist (Gast)
Datum: 22.01.2010 22:47

Hallo,

ich möchte nur anmerken, das es zusätzlich wichtig ist,
sicher zugestellen das es die einzige Sparmassnahme ist.
Nicht das Verträge gehaltsmässig geändert werden und später
trotzdem noch ein Arbeitsplatz gestrichen wird.
Autor: Sabine (Gast)
Datum: 23.01.2010 04:42

Ich habe brutto von 2008 zu 2009 ca. 5% weniger in der Steuererklärung.
Das liegt an der geringeren Gewinnbeteiligung.

Vielleicht wäre ein variabler Gehaltsanteil, der sich nach dem Erfolg
des Unternehmens richtet, besser als eine generelle Reduktion. In guten
Zeiten hättet ihr dann auch in der anderen Richtung etwas davon.
Autor: Gast321 (Gast)
Datum: 23.01.2010 08:19

Ich würde es auch versuchen, in Verbindung mit einer Stundenkürzung
auszuhandeln. So etwas lässt sich schneller zurücknehmen, wenn wieder
Arbeit da ist und es ist auch für den Chef besser als wenn er einen von
drei Leuten rausschmeißen muss.
Autor: sgkgsd (Gast)
Datum: 23.01.2010 09:32

Und vor allen Dingen:
Eine Arbeitsplatzsicherung vertraglich zusichern lassen.
Darin muss auch stehen, dass die Fa. im Falle einer Kuendigung alle
Kuerzungen mit Zinsen nachzahlt.

Gast
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 23.01.2010 09:51

>Darin muss auch stehen, dass die Fa. im Falle einer Kuendigung alle
Kuerzungen mit Zinsen nachzahlt.

Das ist unrealistisch, je laenger die Kuerzungsdauer dauert. So einen
Arbeitnehmer wuerd ich gleich rauswerfen.
Autor: sgkgsd (Gast)
Datum: 23.01.2010 10:03

Und wegen solcher Meinungen bei Chefs wurden Gewerkschaften gegruendet.

Gast
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 23.01.2010 10:06

Ja. ja. Und deswegen gibt's jetzt nur noch Zeitarbeit...
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 23.01.2010 10:48

Das meiste wurde schon gesagt. Solche nachteiligen einseitigen
Vereinbarungen sind leider keine Job-Garantie aber eine Entlassung
dürfte den Chef auch teuer zu stehen kommen(Abfindung). Selbst
Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht so einfach weil dann
vor Gericht die Notwendigkeit nachgewiesen werden muss. Das scheuen
viele Arbeitgeber. Eine Job-Garantie wäre sowieso nicht das Papier
wert. Die Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung scheint mir am
vernünftigsten. Warum macht der Betrieb keine Kurzarbeit? Damit
könnten die auch Kosten sparen und nebenbei qualifizierste dich
weiter. Und wenn der Aufschwung kommt kannst mit der zusätzlichen
Qualifikation wieder mehr Kohle rausschlagen.
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 23.01.2010 10:48

Der Umsatz bricht ein, wegen einer Wirtschaftskrise. Irgendwelche
Theoretiker auf weichen Stuehlen erzaehlen irgendwelche Stories, dh.
Begruendungen mit irgendwelchen Vorhersagen. Als Arbeitgeber mit
begrenzten Resourcen, dh begrenztem Bargeld kann man nicht auf alle Zeit
die ganze Belegschaft behalten. Da muss man Entscheidungen treffen. Die
leicht und schnell Ersetzbaren - raus. Bei den schwieriger Ersetzbaren
muss man andere Loesungen finden, zB weniger Arbeit bei weniger Lohn.
Falls ersichtlich ist, dass man laengerfristig die Kosten senken muss,
da gegenueber der Konkurrenz zu teuer, muss man den Lieferanten die
Preise druecken, die Loehne kuerzen. Ich nehme mal vorweg, dass der
Versuch, sich von der Konkurrenz abzusetzen, sodass man trotzdem die
Preise halten kann, kontinuierlich schon lange am Laufen ist.
Ja. Und wenn es immer schwieriger wird jemanden einzustellen, da eine
Einstellung eine mehrjaehrige Verpflichtung ist, so stellt man eben
niemanden ein, sondern leiht den eben nur aus.
Als Arbeitnehmer kann man sich nun ueber einen Verleiher, der satt
abgreift anstellen lassen, oder sich selbstaendig machen und
Fremdauftrage bearbeiten. Als Selbstaendiger muss man zwingend mehr als
einen Kunden haben, sonst wird das Gesetz umgangen. Sollte man auch,
denn nur ein Kunde bedeutet zuwenig Sicherheit.
Autor: dagger (Gast)
Datum: 23.01.2010 10:57

Max M. schrieb:
> Warum macht der Betrieb keine Kurzarbeit?
Imho scheuen das viele Arbeitgeber, da man sich dem Staat gegenüber sehr
stark in die Bücher schauen lassen muss.

Max M. schrieb:
> Damit
> könnten die auch Kosten sparen und nebenbei qualifizierste dich
> weiter. Und wenn der Aufschwung kommt kannst mit der zusätzlichen
> Qualifikation wieder mehr Kohle rausschlagen.
Ich lese nirgendwo in "Der Anfang vom Ende? (Gast)"-Beitrag, dass es
weniger Arbeit in seiner Firma gibt.
Kann ja durchaus auch sein, dass die Arbeit gleich bleibt, die Kunden
nur ordentlich den Preis drücken bzw. sehr verspätet zahlen.
Autor: zwieblum (Gast)
Datum: 23.01.2010 11:25

@Der Anfang vom Ende?: Bevor du da zustimmst und eine Gehaltsrückstufung
hinnimmst, erkundige dich mal auf was du da langfristig verzichtest. Der
korrekte Weg nennt sich Änderungskündigung. Damit kommt ein Ganzer
Rattenschwanz an Konsequenze auf dich und deinen Chef zu, die er gerne
umgehen möchte (z.B. Abfertigung zahlen etc etc.) Aber für dich ist es
auf alle Fälle der klarere Weg, denn die Gehaltskürzung garantiert
keinesfalls einen Kündigungsschutz, auch wenn das der liebe Chef
schriflich geben sollte.
Autor: Der Anfang vom Ende? (Gast)
Datum: 23.01.2010 16:32

Von wenig oder weniger Arbeit kann überhaupt nicht die Rede sein. Wir
stopfen eh nur die größten Löcher, richtig Arbeiten nenn ich das eh
nicht. Ein Mann ist ausserdem letztes Jahr eh schon weg gefallen, der
hat eine andere Stelle im Betrieb angenommen. Ersetzt wurde er natürlich
nicht.

Ich werd mal versuchen ob ich vielleicht etwas weniger arbeiten kann.
Das käme mir eh sehr gelegen da ich seit letztem Jahr den Techniker
nebenbei mache. Aber ich hab da nicht die Hoffnung dass die mit sich
reden lassen, die wollen das einfach streichen und basta.
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 23.01.2010 16:49

> ob alle drei Arbeitsplätze auch längerfristig sicher seien.

Das sind sie auch nach der Reduktion nicht,
denn wie du siehst schrammt die ganze Firma knapp an der Pleite rum,
wenn es nicht mal für 200 EUR für die Angestellten reicht.
Da hilft der Kündigungsschutz wenig, wenn die Firma pleite ist.
Sollte also der erste Monatslohn ausbleiben, gleich zuhause bleiben
und Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung stellen.

> In unseren Strukturschwachen Region hab ich kaum ein Alternative.

Tja, so ist das, wenn man von einem Einzigen abhängig ist.

> einem unbezahlten Haus

Wer so blöd ist, ist ja auch Freiwild für Arbeitgeber "man hat sich zum
Knecht gemacht und muss nun geknechtet werden". Der weiss, dass du keine
Alternative hast. Schaffe dir also Alternativen. Schau dich nach anderen
Jobs um, nach weiteren Einnahmequellen, nach einem Job für die Frau,
nach einer selbständigen Quelle um. Dazu ist die Idee mit der
Stundenkürzung sinnvoll, dann hast du für das andere mehr Zeit.
Autor: G. L. (glt)
Datum: 23.01.2010 16:55

Persönlich würd ich mich darauf nicht einlassen - wenn die evtl. Stellen
abbauen wollen, machen sie es so oder so.

Wird gekündigt, ist auch das ALG gekürzt.
Erleidest Du einen Unfall oder wirst krank, kürzt sich auch das
Krankengeld.
Autor: Schei...ERA (Gast)
Datum: 23.01.2010 18:01

Vor zwei Jahren wurde mir im Rahmen der Tarifumstellung auf ERA das
Gehalt um 600 Euro/Monat BRUTTO gekürzt... Angeblich war man mit meinen
Leistungen unzufrieden, so daß ich in eine niedrigere Tarifstufe
eingestuft wurde als die Jahre zuvor. Toll was ???

Auf 12 Monate bezogen plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld und anderen
gehaltsabhängigen Komponenten sind das pro Jahr 10.000 Euro/brutto
weniger.
Autor: Der Anfang vom Ende? (Gast)
Datum: 23.01.2010 18:46

MaWin schrieb:
> Wer so blöd ist, ist ja auch Freiwild für Arbeitgeber "man hat sich zum
> Knecht gemacht und muss nun geknechtet werden". Der weiss, dass du keine
> Alternative hast. Schaffe dir also Alternativen. Schau dich nach anderen
> Jobs um, nach weiteren Einnahmequellen, nach einem Job für die Frau,
> nach einer selbständigen Quelle um. Dazu ist die Idee mit der
> Stundenkürzung sinnvoll, dann hast du für das andere mehr Zeit.

Du bist ja ein richtiger Schlaubischlumpf, was? Was glaubst du tut meine
Frau trotz der Kinder? Warum glaubst du tu ich mir eine
berufsbegleitende Fortbildung an die 3,5 Jahre dauert? Warum glaub du
mache ich in meiner knappen Freizeit soviel nebenher wie ich eben
zeitlich schaffe?
Der einzige Fehler war vielleicht, in einer Zeit als es noch gut lief
ein Haus in einer Region gekauft zu haben die Jobmäßig jetzt eben nicht
viel zu bieten hat.
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 23.01.2010 19:59

Ein Fehler genuegt ... leider.

Die ach so dynamische amerikanische Wirtschaft war offensichtlich so
dynamisch weil die Arbeitskraefte so mobil waren. Weshalb waren sie so
mobil ? Wenn ich irgendwo fuer wenig Geld eine Huette kaufen kann und
die nach 2-3 Jahren fuer die Haelfte mehr verkaufen kann, bin ich mobil.
Das war ein Mal. Denn jetzt sitzen viele Amerikaner auf Huetten, bei
denen die Hypotheken den Marktpreis uebersteigt. Und keine Spur von
grosssflaechigen Steigen der Immobilienwerte. Das heisst sie sind
festgenagelt. Bye, bye, dynamische Wirtschaft.
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 24.01.2010 20:34

>eine Gehaltsrückstufung
...sichert noch lange nicht den Fortbestand einer Firma, wenn das
gleiche Management mit den gleichen Kunden die gleichen Fehler
wiederholt.

Nur das Arbeitslosengeld fällt später spärlicher aus.
Autor: Marcel Bbbbb (mpunkt)
Datum: 24.01.2010 20:53

ich hätte den chef mal geragt ob er auch sein gehalt kürzt
Autor: kohlehole (Gast)
Datum: 25.01.2010 10:55

Schei...ERA schrieb:
> Vor zwei Jahren wurde mir im Rahmen der Tarifumstellung auf ERA das
> Gehalt um 600 Euro/Monat BRUTTO gekürzt... Angeblich war man mit meinen
> Leistungen unzufrieden, so daß ich in eine niedrigere Tarifstufe
> eingestuft wurde als die Jahre zuvor. Toll was ???
>
> Auf 12 Monate bezogen plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld und anderen
> gehaltsabhängigen Komponenten sind das pro Jahr 10.000 Euro/brutto
> weniger.

Hi,

bei einem solchen Verlust, müsste man mir die Unzufriedenheit aber schon
detailiert begründen. Und wenn diese Gründe haltlos wäre, ließe sich das
meinerseits auch darlegen und ggf. rechtlich durchsetzen.
Also, entweder hat man einen Bock geschossen, dann kann man sich das
Jammern sparen. Oder es ist unrechtmäßig und man beschäftigt einen
Anwalt mit der Angelegenheit.
Autor: tutnichtzursache (Gast)
Datum: 25.01.2010 10:59

Ich würde auf gar nichts verzichten. Erfahrungsgemäß bringen die
Einsparungen gar nichts und am Ende ist der Laden eh pleite... So war es
bei meinem Ex-Arbeitgeber neben dem Studium.
Ebenso wurde bei uns damals auch gekürzt, in der form, dass ein paar
Stunden im Monat nicht bezahlt wurden. Das Verfahren stellte sich als
rechtlich nicht korrekt heraus und ein paar Monate gabs das Geld weider
nachgezahlt... Nunja, der Laden ist eh pleite gegangen...
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 25.01.2010 11:04

>ich hätte den chef mal geragt ob er auch sein gehalt kürzt
Das wird es dir kaum auf die Nase binden.
Und selbst wenn bekommt der einen Ausgleich über den Boni.

Wieso sollen die Gehälter denn überhaupt gekürzt werden?
Die Firma kann doch auch Verlust machen und somit Steuern sparen.
Geht natürlich nicht ewig so aber bis da die Bank (falls vorhanden)
den Geldhahn schließt kann eine lange Zeit vergehen wenn das Unternehmen
ansonsten gesund ist. Umsatzmäßig ist das ohnehin wie Wechselstrom.
Autor: GefährlichesHalbwissen (Gast)
Datum: 25.01.2010 11:21

tutnichtzursache schrieb:
> Ich würde auf gar nichts verzichten. Erfahrungsgemäß bringen die
> Einsparungen gar nichts und am Ende ist der Laden eh pleite...

Exakt. Durchhalten zum Wohle der Firma ist Quatsch. Das Risiko, dass man
dabei für den Unternehmer übernimmt, bekommt man nicht bezahlt. Man hat
im Gegenteil bewiesen, dass man der Trottel ist, der gern verzichtet.
Würde die Firma bald boomen, würde sie das Geld für neue Leute ausgeben,
die besser bezahlt würden als die "Durchhalter". Die werden irgendwann
wie das Firmenmobiliar behandelt. Warn schon immer da, brauchen keine
Pflege.

Das ist wie bei einer alten Ehe. Der Verlust wird erst deutlich, wenn
der Partner weg ist, aber so muss es eben sein.

Lass da mal einen fähigen Insolvenzverwalter ran, der wird dir schon
zeigen wie man aus der Firma doch noch eine Menge rausholen kann. Und
aus den Mitarbeitern auch.

Habe ähnliches durchgemacht wie der Urposter, bloß mit 4 Kindern statt
mit zweien. Und ich bereue im Nachhinein jede Minute die ich Zeit
vergeudet habe, zu hoffen irgendetwas würde sich von selbst bessern.
Bewege dich selbst, mach Sprünge. Alter und Wohnort sind Hemmnisse aber
keine Hindernisse.
Autor: Mitarbeitermotivation fallend (Gast)
Datum: 25.01.2010 11:26

Nach Managementfehlern: Gehalt kürzen ist die einfachste Art Geld zu
sparen, aber ob dadurch die Mitarbeiter zu Höchstleistungen motiviert
werden???

Besser wäre es, wenn der Chef sich rechtzeitig um ausreichend Aufträge
gekümmert hätte.
Autor: Der Anfang vom Ende? (Gast)
Datum: 25.01.2010 15:16

Der Quatsch den man uns erzählt hat: "Es geht ja nicht ums Einsparen,
nur seid ihr im Vergleich zu den Mitbewerbern viel besser bezahlt. Wir
wollen ja nur diesen Durchschnitt erreichen. Von besser sein, sprich
weniger zu bezahlen als die Mitbewerber, ist ja eh nicht die Rede."

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Autor: Mr.T (Gast)
Datum: 25.01.2010 15:52

Dann macht Euch mal drauf gefasst, dass Ihr die
Unterdurchschnittlichkeit Eures Chefs mit überdurchschnittlichem
Engagement bei - in Zukunft - (unter-)durchschnittlicher Bezahlung
ausgleichen dürft.
Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
Datum: 25.01.2010 17:44

Der Anfang vom Ende? schrieb:
> Der Quatsch den man uns erzählt hat: "Es geht ja nicht ums Einsparen,
> nur seid ihr im Vergleich zu den Mitbewerbern viel besser bezahlt.

Ach, wir haben ja die Krise. Die Konkurrenz nutzt es aus, also muß es
Cheffe ebenfalls ausnutzen. Was sagen die Kollegen? Sprecht euch ab und
verzichtet nicht. Wenn sie jemanden rausschmeißen wollen dann machen die
das auch.
Autor: namenlos (Gast)
Datum: 25.01.2010 20:44

Bei großen Unternehmen ist es seit Jahren üblich die MA geringer zu
bezahlen (bei gleichzeitiger Arbeitszeiterhöhung).
Wegen Konkurrenzfähigkeit und so...
Paar Jahre später kommt die Schließung/Verlagerung.
Beispiele in DE gibt es genug.

Hoffentlich ist die ausgehandelte Abfindung (Dienstjahre*X*Faktor) dann
möglichst hoch...
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 25.01.2010 23:15

@Der Anfang vom Ende?
Nachdem du hier eine wohl eher arbeitgeberfeindliche Stimmungen
gelesen hast würde mich mal interessieren was du nun machen
willst?
Autor: kohlehole (Gast)
Datum: 26.01.2010 14:49

Der Anfang vom Ende? schrieb:
> Es geht ja nicht ums Einsparen,
> nur seid ihr im Vergleich zu den Mitbewerbern viel besser bezahlt. Wir
> wollen ja nur diesen Durchschnitt erreichen.

Da es bei der Durchschnittsberechnung - wie jeder weiß - auch immer
welche gibt, die unterdurchschnittlich bezahlen, ist der Durchschnitt
kaum zu erreichen, weil der ebenfalls sinkt, wenn die
Überdurchschnittlichen ihre Zahlungen senken.

Vielleicht kannst du das etwas mehr management-like deine Chef
darstellen.
Der würde sonst wahrscheinlich sagen: "Machen Sie mir aus dieser
halbseitigen Detaildarstellung bitte ein 10-seitiges
Management-Summary."
Autor: Thisamplifierisloud (Gast)
Datum: 26.01.2010 15:04

Schon soooo oft gelesen und gehört ...

Step 1 : Gehalt kürzen und ausquetschen
Step 2 : Den Laden trotzdem 1-2 Jahre später dichtmachen

Der doppelte Depp ist der Mitarbeiter.
Der kriegt nämlich nicht nur weniger Geld,
sondern auch dementsprechend weniger Arbeitslosengeld.

Die WENIGSTEN Firmen gehen an den Lohnkosten zugrunde.

Wir sollten aufhören, uns das einreden zu lassen.

=> Nur gegen eine 5-Jahres-Garantie unterschreiben.
Autor: Ungläubiger (Gast)
Datum: 26.01.2010 17:55

> => Nur gegen eine 5-Jahres-Garantie unterschreiben.

Und was soll die Wert sein? Keine Vereinbarung kann nicht auch aufgrund
von "unvorhersehbaren" Ereignissen (Insolvenz, Wirtschaftskriese 2012,
usw.) wieder kassiert werden.
Autor: namenlos (Gast)
Datum: 26.01.2010 19:47

Ungläubiger schrieb:
>> => Nur gegen eine 5-Jahres-Garantie unterschreiben.
>
> Und was soll die Wert sein? Keine Vereinbarung kann nicht auch aufgrund
> von "unvorhersehbaren" Ereignissen (Insolvenz, Wirtschaftskriese 2012,
> usw.) wieder kassiert werden.
Unter Umständen kann die 5-Jahres-Garantie sinnvoll sein.
Wie bei uns z.B.

Unsere Firma gibt die 5-Jahres-Garantie für diverse Absprachen
(Lohnkürzung, Arbeitszeitverlängerung...). Dabei geht es der Firma
blendend. Die will ja nicht komplett schließen. Nur die Standorte in DE.
Und, um den Standort zu sichern, lässt sich der BR auf sowas ein. Sonst
wird halt noch früher ausgelagert...
Autor: Der Anfang vom Ende? (Gast)
Datum: 27.01.2010 13:30

Tja, nachdem sich nun auch der Abteilungsleiter erfolglos für uns
eingesetzt hat, werden wir wohl oder übel den Rückzug antreten müssen...
(Im Klartext heißt es nun: Wems nicht passt der kann ja gehen!)


Bin mal gespannt wie das endet!
Autor: Futur2 (Gast)
Datum: 27.01.2010 17:43

Wie war das mit Nokia? Erst ganz innovativ,  dann verschwinden Firmen
ins nächste Fördergebiet mit Eselskarren vor der Tür?

Was bleibt?
http://www.arbeitsagentur.de/nn_25650/Navigation/z...
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 01.02.2010 14:17

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