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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AFSK 1200baud zeitlicher Ablauf


Autor: heinzl (Gast)
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Hallo!

Ich möchte mit einem Mega88 eine 1200 Baud Aussendung realisieren. Die 
Töne sollen 1200Hz und 2200Hz sein. Diese kann ich nun mittels PWM 
erzeugen. Nun habe ich eine grundlegende Frage über den Ablauf der 
Übertragung.

Wie kann ich mir vorstellen, wie die einzelnen Bits "moduliert" werden. 
Ich habe gelesen, dass die einzelnen Töne nicht als vollständige 
Sinusschwingung auftreten, sondern nur bis zur jeweiligen ersten 
Nullstelle. Ist es dann richtig, wenn  z. B. 1=1200Hz und 0=2200Hz ist 
und ich 1010 senden möchte, dass dann der 1200Hz Ton nur ca. 416µs 
anliegt und der 2200Hz Ton dann anschließend ca. 227µs usw.?

Ich habe noch Probleme mir den Ablauf zeitlich vorzustellen. Lieg ich da 
einigermaßen richtig oder bin ich total auf dem Holzweg? Hat irgendwer 
Literatur in der der zeitliche Ablauf ausgeführt wird?

Vielen Dank!

Heinzl

Autor: Route_66 (Gast)
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Hallo!
Deine Baudrate (1200) definiert die zeitliche Länge der Töne. Jedes Bit 
ist also 833µs lang, egal ob mit 1,2kHz- (bei High-Bit) oder 2,2kHz-Ton 
(bei Low-Bit).

Autor: heinzl (Gast)
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Danke für Deine Antwort!

Dann werden also die 2,2kHz einfach bei der zweiten Periode 
"abgeschnitten"?

Ok, jetzt ist es mir um einiges klarer.

Autor: Route_66 (Gast)
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Deshalb werden die Frequenzen normalerweise anders ausgewählt:
Wenn auf der Empfängerseite eine analoge Auswertung stattfindet sollten 
mehrere Perioden in eine Bitzeit passen, um eine gewisse 
"Einschwingzeit" zur Verfügung zu haben. Dann sind auch die Frequenzen 
nicht ganzzahlige Vielfache. Sonst könnte eine analoge Schaltung bei 
Verzerrungen auf die Oberwelle des tieferen Tones reagieren.
Bei einer digitalen Empfangsstelle könnte man durchaus 1,2kHz und 2,4kHz 
verwenden, dann hätte man eine bzw. zwei Perioden zur Auswertung zur 
Verfügung. Und das reicht!

Autor: heinzl (Gast)
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Wenn nach der Ausgabe einen Tiefpaß einfügt wird dürfte sich das mit den 
Oberwellen erledigt haben, oder?
Wieso wurde dann bspw. bei Packet Radio diese "ungünstigen" Frequenzen 
gewählt?

Autor: Route_66 (Gast)
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Tiefpaß ist Quatsch! Du brauchst doch die hohe Frequenz für den zweiten 
Ton! Die kann man doch nicht einfach wegfiltern...

Die Wahl der zwei Frequenzen beim Packet Radio ist historisch begründet:
relativ niedrige Frequenzen wegen der Bandbreite des Funkkanales. Nicht- 
ganzzahliges Verhältnis wegen analoger Verarbeitung durch zwei selektive 
Schaltstufen.

Autor: Warnow (Gast)
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Schau mal bei DH3WR oder RW - weiss nicht genau - aber er hat ein 
APRS-Modem mit ATMEGA 8 entwickelt - als Bausatz sogar! SW ist dabei.
3 Stück laufen bei mir in der Nähe.

73 B

Autor: Dieter Werner (Gast)
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1200 Baud mit 1,2 und 2,2kHz ist in ITU V.23 bzw Bell 202 definiert.
Mit dieser Technik haben auch Modems über Telefonleitung kommuniziert.

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