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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Siemens schafft Arbeitsplätze


Autor: guest (Gast)
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Siemens schafft Arbeitsplätze - in Indien
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Siemens-sch...

Autor: D. I. (Gast)
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Ich würde mir von Siemens ordentlich verhöhnt vorkommen :X

Autor: David (Gast)
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wiso musste ich gleich an dieses forum denken, als ich das auf heise 
las... hmmm

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Was wuerde man von Siemens anderes erwarten als solche Schweinereien?

Autor: Gastx (Gast)
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Der Deutsche, Blond, Blauäugig und Blöd, ausgelutscht und ausgespuckt 
von Industrie und Politik!

Autor: Martin (Gast)
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Eure Reaktionen sind putzig: man kann das Ganze auch aus der Sicht der 
Inder (und positiv) sehen. Ein Land, das sicher nicht auf Rosen gebettet 
ist, erhält 8000 Arbeitsplätze.

Und wir wollen nicht vergessen, es ist vollkommen normal, dass das 
Kapital dort produziert, wo der Profit am höchsten ist.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Das begreifen Herrenmenschen nie, genau wie sie nicht verstehen wie Gott 
ihr gutes Erdöl bei den ungläbigen Arabern verbuddeln konnte.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Martin schrieb:
> Und wir wollen nicht vergessen, es ist vollkommen normal, dass das
> Kapital dort produziert, wo der Profit am höchsten ist.

Jein.

Es ist logisch, dass ein Unternemen Gewinn erwirtschaften will. Wenn ich 
aber sowieso bereits in der Gewinnzone bin, muss ich dann von 
Deutschland nach Indien ziehen, falls dort mein Gewinn höher ausfällt? 
Wenn ich eine AG bin, dann ja, denn die Aktionäre fordern das wohl von 
mir. In einer anderen Rechtsform kann mir das aber relativ egal sein. 
Oder zieht die Müller&Söhne Software GmbH auch nach Indien? ;-)

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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Winfried J. schrieb:
> Das begreifen Herrenmenschen nie, genau wie sie nicht verstehen wie Gott
> ihr gutes Erdöl bei den ungläbigen Arabern verbuddeln konnte.


Eben. Der sitzt ja nur darauf...

Autor: Martin (Gast)
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>>> Jein.

Doch. (Punkt)

>>> Wenn ich aber sowieso bereits in der Gewinnzone bin, muss ich dann von
>>> Deutschland nach Indien ziehen, falls dort mein Gewinn höher ausfällt?

Diese hängt vom zu erwartenden Profit ab. Je höher der Profit - desto 
kühner das Kapital. Das Kapital ist eben nicht national, wie die von 
Winfried erwähnten "Herrenmenschen".

>>> Oder zieht die Müller&Söhne Software GmbH auch nach Indien?

siehe oben.

Autor: MulHollandMan (Gast)
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Es wird sehr wohl auch in D/Ö/etc. gewinnbringend entwickelt und 
trotzdem werden Arbeitsplätze verlagert - aus reiner Profitgier. Die 
ersten Betroffenen waren die Ungelernten und Hilsarbeiter. Nun kommen 
auch immer mehr die sogenannten Gebildeten zum Handkuss.

Wer solche Entwicklungen für richtig hält, ist meiner Meinung nach ein 
Volksverräter. Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben 
- sprich Arm und Reich - und da kann ich nur sagen 
Österreicher/Deutsche/Resteuropäer zuerst.

Autor: Alex (Gast)
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Ich möchte gar nicht wissen zu welchem "Sklavengehalt" Siemens indische 
"Spezialisten" missbrauchen wird!!!!

Autor: Manfred von Antenne (dipol)
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Martin schrieb:
> Und wir wollen nicht vergessen, es ist vollkommen normal, dass das
> Kapital dort produziert, wo der Profit am höchsten ist.

Man muss wohl korrekterweise sagen, dass Kapital dahin geht wo die 
Märkte sind.
Und 1 Mrd. Menschen in Indien sind ein Markt! Dreimal so groß wie die 
EU. Ohne Binnengrenzen und mit enormen Wachtumspotentialen.

Man darf von der indischen Volkswirschaft nicht erwarten, dass die die 
ganze Hochtechnologie hier in D einkaufen ohne das in Indien 
Arbeitsplätze entstehen.

Autor: Martin (Gast)
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... Man muss wohl korrekterweise sagen, dass Kapital dahin geht wo die
Märkte sind. ...

Auch dann, wenn der Mark keine Profite in Aussicht stellt? Wohl nicht. 
Es bleibt bei meiner Aussage - der Profit ist es, der das Kapital 
anzieht.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Alex schrieb:
> Ich möchte gar nicht wissen zu welchem "Sklavengehalt" Siemens indische
> "Spezialisten" missbrauchen wird!!!!

Wird nicht kostenlos sein. Inder sind auch nicht doof, und diejenigen 
die es drauf haben gehen eh in die USA. Aber auch das wird Siemens 
merken <fg>

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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MulHollandMan schrieb:
> Es wird sehr wohl auch in D/Ö/etc. gewinnbringend entwickelt und
> trotzdem werden Arbeitsplätze verlagert - aus reiner Profitgier. Die
> ersten Betroffenen waren die Ungelernten und Hilsarbeiter. Nun kommen
> auch immer mehr die sogenannten Gebildeten zum Handkuss.
hast du "Das Kapital" von Marx studiert? dann wüsstest du warum es ist 
wiees ist.

>
> Wer solche Entwicklungen für richtig hält,

Das hat nichts damit zu tun was man für richtig hält(das tue ich 
wahrlich nicht), sondern damit wie ökonomische Gesetzte wirken.  Deren 
Existenz und Wirksamkeit zu leugnen ist nicht nur dumm, der Versuch sie 
außer Kkraft zusetzen ist noch viel verherender, es kommt darauf an sie 
zu beachten.

> ist meiner Meinung nach ein Volksverräter.
Du bist dir der Herkunft deines Vokabulars bewusst?


> Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben
> - sprich Arm und Reich - und da kann ich nur sagen
Das entspricht nicht gerade sozialen Ansichten eher neoliberalem 
Sozialdarvinismus.

> Österreicher/Deutsche/Resteuropäer zuerst.
Das wieder klingt nach Herrenmenschenmentalität eines Kleingeistes. Pass 
auf das es dir nicht wie ehemals Volksdeutschen Juden ergeht, die 
fühlten sich auch sicher und standen hinter den Nazis, bis die 
Rassengesetze auch sie ereilten. Der Kommende Sündenbock steht noch 
nicht fest.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Wird nicht kostenlos sein. Inder sind auch nicht doof, und diejenigen
> die es drauf haben gehen eh in die USA. Aber auch das wird Siemens
> merken <fg>

Mit anderen Worten: Der hier oft, inoffziell unter Personalern 
verwendete Begriff "Minderleister" wird nicht mehr ausreichen, um das 
Niveau zu beschreiben.
Selbst heute scheiterts ja schon bei Siemens und die Produkte müssen 
beim (Industrie)kunden reifen - liegt aber hauptsächlich an 
unrealistischen Zeitplänen und Materialeinsparungen. Wenn jetzt die 
Arbeitskräfte auch noch gleichziehen, dann wirds lustig werden. Eine 
andere runtergewirtschaftete deutsche Marke ist "Bosch".
Mal gucken, was Bosch noch für Kalauer in der zukünftigen 
Personalpolitik bringen wird. Da drückt ja zudem noch ein 
Riesenschuldenberg drauf. Für die könnten selbst die Inder noch zu teuer 
sein.

Autor: Manfred von Antenne (dipol)
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Martin schrieb:
> Auch dann, wenn der Mark keine Profite in Aussicht stellt?

Ein Markt, der kein Profit generiert gibt es nicht.

In meiner Nachbarstadt wurde der Wochenmarkt am Dienstag geschlossen, 
weil für die meisten Händler kein Profit hängen blieb.

Martin schrieb:
> der Profit ist es, der das Kapital anzieht.

An dieser Erkenntniss ist nichts neues oder verwerfliches.
Seit 1950 haben wir in West-D mit diesem Prinzip ganz hervoragend 
gelebt, da hat sich keiner beschwert. Jetzt sind andere Länder mal dran.

Autor: David (Gast)
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ist doch nur logisch, dass man nahe bei seinen kunden sein will, gerade 
wenn eine gewisse konkurenzsituation herrscht...

Autor: Borgel (Gast)
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Die Siemens streicht sich alles zusammen, was sie hat und die Vorstände 
schauen zu.

Autor: User (Gast)
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Ist doch nicht so schlimm, wenn die Großen eingehen, dann ist wieder 
Platz für 'was Neues.

Autor: Thisamplifierisloud (Gast)
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Ich war mal sehr stolz drauf, bei dem Laden zu arbeiten.
Mittlererweile bin ich froh, da weg zu sein.

Autor: Ein Gast (Gast)
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Hallo Leute,

hier wird so getan, als sollten wir die Entwicklung so akzeptieren, wie 
sie ist. Das würde heißen: raus hier! Oder möchtet ihr auf Dauer in 
Armut und Elend leben? Ich nicht!

Zweitens: ich gönne den Indern die 8000 Arbeitsplätze. Dumm nur, dass 
auf Dauer vermutlich genau diese Arbeitsplätze hier abgebaut werden 
(2000 sind ja bereits jetzt aktuell). Es ist natürlich irgend wie ein 
wenig frustrierend, wenn hier in Deutschland mittel- und langfristig die 
Lichter ausgehen werden. Wer nicht nachvollziehen kann, dass die 
Deutschen unter diesen Umständen an massiven Zukunftsängsten leiden und 
versuchen, die Arbeitsplätze hier zu halten, muss ein Psychopath sein. 
Es ist halt schwierig, wenn dort die Wirtschaft blüht und hier die 
Konzerne reihenweise massiv Stellen abbauen. Das wird außerdem in nicht 
allzu ferner Zukunft die Sozialsysteme zusammenbrechen lassen.

Ich denke, das Problem ist einfach, dass die Schwellenländer scheinbar 
auf Kosten der Industrieländer wachsen. Dass unter diesen Umständen Neid 
aufkommt, darf niemanden verwundern. Letztendlich werden allerdings die 
Konzerne den Zusammenbruch hierzulande zu verantworten haben. Es ist 
nämlich nicht so, dass in Deutsch nicht gewinnbringend produziert oder 
entwickelt werden kann. Nur findet eben eine Gewinnmaximierung statt. 
Das ist keine natürliche Entwicklung, denn diese hätte ja schon vor 
vielen Jahrzehnten einsetzen können, sondern der Gier der Unternehmen 
und Aktionäre geschuldet.

Wer ernsthaft erwartet, dass die Menschen in unserem Land sich einfach 
diesem Schicksal fügen, der hat echt ein Problem!

Autor: D. I. (Gast)
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Ein Gast schrieb:

>
> Wer ernsthaft erwartet, dass die Menschen in unserem Land sich einfach
> diesem Schicksal fügen, der hat echt ein Problem!

Das werden sie und bevor sie etwas merken dass doch was faul ist ist es 
schon längst zu spät.

Autor: ohje (Gast)
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Die Abwanderung ist doch nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Wir haben ein vielmehr strukturelles Problem -> Ressourcenknappheit und 
Überbevölkerung bei wachsender Produktivität.
Das könnt ihr nur mit einem anderen Gesellschaftssystem lösen.

Autor: M. S. (bugles)
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Martin schrieb:
> Eure Reaktionen sind putzig: man kann das Ganze auch aus der Sicht der
> Inder (und positiv) sehen. Ein Land, das sicher nicht auf Rosen gebettet
> ist, erhält 8000 Arbeitsplätze.

MulHollandMan schrieb:
> Wer solche Entwicklungen für richtig hält, ist meiner Meinung nach ein
> Volksverräter. Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben
> - sprich Arm und Reich - und da kann ich nur sagen
> Österreicher/Deutsche/Resteuropäer zuerst.

Ich muss Martin im kern recht geben. Das Firmen an anderen Standorten 
produzieren hat uns doch nie wirklich gestört als es und noch gut ging. 
Das Problem ist, der rest der Welt will auch was vom Kuchen ab und mit 
vollem recht.

Väter in Indien müssen auch zusehen wie sie Ihre Kinder satt bekommen 
das ist kein deutsches oder europäisches Problem. Die freuen sich 
natürlich das eine große Firma vorbei kommt. Außerdem haben die Inder es 
wirklich auf dem Kasten.

Ich glaube das in Zukunft noch viel mehr große Firmen ins Ausland gehen 
werden. Es gibt heute schon Callcenter im Nirgendwo wo irgendwer im 
perfekten Englisch ans telefon geht und dir die Telefonnummer von deinem 
Nachbarn sagt. Wenn wir heute alleine die Probleme in Europa sehen z.B. 
Griechenland dann ist das nur der Anfang.

Wo sollen die Billionen bitte her kommen die die Eu-Länder entschulden 
???

Es gibt einfach sachen die hundert mal billiger sind in Indien und China 
produzieren zu lassen. Software z.B ein Mausklick und schon ist der Code 
hier. Auch Hifi und co. Wenn ich bedenke was man damals für einen 
anständigen CD-Spieler,Speicher etc.. bezahlt hat und für was man die 
Dinger heute hinterhergeschmissen bekommt. Der Trend wird sich 
fortsetzen ob wir wollen oder nicht und es geht dabei nicht nur um AG's.

Autor: Ein Gast (Gast)
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Martin schrieb:

[...]

>Es gibt einfach sachen die hundert mal billiger sind in Indien und China
>produzieren zu lassen.

Na ja, das ist wohl ein wenig übertrieben!

>Software z.B ein Mausklick und schon ist der Code
>hier.

Und in China schreiben die Reispflücker die Software, oder wie?

>Auch Hifi und co. Wenn ich bedenke was man damals für einen
>anständigen CD-Spieler,Speicher etc.. bezahlt hat und für was man die
>Dinger heute hinterhergeschmissen bekommt. Der Trend wird sich
>fortsetzen ob wir wollen oder nicht und es geht dabei nicht nur um AG's.

>Außerdem haben die Inder es wirklich auf dem Kasten.

Und wir Deutschen sind dumme Trottel, oder was? Also mal konkret: wo 
sind die Inder besser als die Europäer?

Übrigens, Kasten gibt es in Indien auch heute noch genügend! (SCNR!)

Autor: M. S. (bugles)
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Ein Gast schrieb:
> Es ist
> nämlich nicht so, dass in Deutsch nicht gewinnbringend produziert oder
> entwickelt werden kann.

Es ist aber zugegeben verdammt schwer in deutschland etwas auf die Beine 
zu stellen. Wer den Mut zur Selbstständigkeit hat und das mit einer 
eigenen Idee wird erstmal sehen welche Brocken hier in D im weg liegen. 
Oft fragen hier im Forum Entwickler ob sie eigene Hardware verkaufen 
dürfen. Bis solche Probleme erstmal geklärt sind braucht man Anwälte und 
Geld.

Das ganze übel fängt schon im kleinen an. Stell dich doch mal mit deiner 
Frittenbude auf den Marktplatz <g> bzw. versuch dafür ersteinmal eine 
Genehmigung zu bekommen. Viel Glück. In anderen Ländern gibt es eine 
solche Bürokratie nicht da stellste dich dazu und verkaufst deine 
Proukte. Das ganze geht weiter beim Meisterzwang.

Es gibt Länder auf dieser Erde da läuft viel unkomplizierter. Und wir 
müssen einfach und endlich und ernsthaft Bürokratie abbauen und nicht 
die nächsten 100 Jahre nur davon reden.

Autor: Ein Gast (Gast)
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"Es gibt Länder auf dieser Erde da läuft viel unkomplizierter. Und wir
müssen einfach und endlich und ernsthaft Bürokratie abbauen und nicht
die nächsten 100 Jahre nur davon reden."

Du überschätzt Die Bürokratie hierzulande allerdings auch ein wenig. OK, 
im Hardwarebereich ist's wirklich nicht einfach, wegen ROHS, Elektro-G., 
CE.
Vor allem das Elektro-G. ist echt ein unglaublicher Schwachsinn.

Außerdem solltest Du nicht dem Irrglauben unterliegen, dass in allen 
anderen Ländern weniger Bürokratie herrscht! Es gibt auch Länder, die 
haben zwar Bürokratie, aber es wird trotzdem vieles "einfach so" 
gemacht. In wieder anderen Ländern geht's nur mit Bestechung.

Was denkst Du, woher die vielen Probleme mit chinesischen Produkten 
kommen? Daran sieht man deutlich, dass die zwar viel billiger wie wir in 
Deutschland produzieren können, aber das Ergebnis ist dann halt oft 
gefährlicher Schrott.

Autor: M. S. (bugles)
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Ein Gast schrieb:
>>Software z.B ein Mausklick und schon ist der Code
>>hier.
>
> Und in China schreiben die Reispflücker die Software, oder wie?

Egal welches Land wir deutschen tun immer so als ob sich um uns die Welt 
dreht. Wir müssen erstmal erkennen und uns zugestehen das andere Länder 
auch Potential haben.

>>Auch Hifi und co. Wenn ich bedenke was man damals für einen
>>anständigen CD-Spieler,Speicher etc.. bezahlt hat und für was man die
>>Dinger heute hinterhergeschmissen bekommt. Der Trend wird sich
>>fortsetzen ob wir wollen oder nicht und es geht dabei nicht nur um AG's.


>>Außerdem haben die Inder es wirklich auf dem Kasten.

> Und wir Deutschen sind dumme Trottel, oder was? Also mal konkret: wo
> sind die Inder besser als die Europäer?

Natürlich nicht. Aber wir können trotzdem von anderen Ländern lernen. 
Deutschland macht in seiner politik eben viel richtig aber auch einiges 
falsch.

Autor: faustian (Gast)
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"> Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben
> - sprich Arm und Reich - und da kann ich nur sagen
Das entspricht nicht gerade sozialen Ansichten eher neoliberalem
Sozialdarvinismus."

Sind soziale Ansichten neuerdings Pflicht?

Autor: M. S. (bugles)
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>Du überschätzt Die Bürokratie hierzulande allerdings auch ein wenig. OK,
>im Hardwarebereich ist's wirklich nicht einfach, wegen ROHS, Elektro-G.,
>CE. Vor allem das Elektro-G. ist echt ein unglaublicher Schwachsinn.

Das Probelm ist in solchen Bereichen durchzustarten. Man gibt schon 
Gelder aus obwohl man keine Einnahmen hat. Sowas irritiert gerade 
Bastler.

>Außerdem solltest Du nicht dem Irrglauben unterliegen, dass in allen
>anderen Ländern weniger Bürokratie herrscht! Es gibt auch Länder, die
>haben zwar Bürokratie, aber es wird trotzdem vieles "einfach so"
>gemacht. In wieder anderen Ländern geht's nur mit Bestechung.

Es mag sein das es andere Länder mit mehr Bürokratie gibt aber gerade 
deshalb muss es bei uns noch weniger geben. Die haben im Fernseh, schon 
3-4 Jahre her, mal Nachbarländer gezeigt. Reporter ist zur Behörde hat 
nur gesagt er möchte hier ne Firma aufmachen und sucht ne Fläche. Der 
Behördenmensch ist sofort mit dem ins Auto gestiegen und hat dem 
potentielle Flächen gezeigt. Das nenne ich verdammt unbürokratisch und 
unternehmerfreundlich.

>Was denkst Du, woher die vielen Probleme mit chinesischen Produkten
>kommen? Daran sieht man deutlich, dass die zwar viel billiger wie wir in
>Deutschland produzieren können, aber das Ergebnis ist dann halt oft
>gefährlicher Schrott.

Entschuldige bitte. Das ist eben das typische deutsche Vorurteil. Weil 
der Dick ist muß er einen guten Charakter haben, weil er es theoretisch 
drauf hat kann er kein Praktiker sein, wir müssen auf Bildung und 
Innovation setzen ( --> Die anderen werden dann ganz sicher nicht machen 
). Das eine schliesst nie das andere aus. Les mal online nach wo deine 
Schuhe produziert werden zumind. wenn es eine bestimmte Marke ist. Die 
ganzen Monitore, Autos, Schiffe, Textilien etc.. die aus dem Asiatischen 
raum kommen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Ein Gast schrieb:
>Außerdem haben die Inder es wirklich auf dem Kasten.

Ich frag mich schon lange, woher dieser Mythos eigentlich kommt.

Autor: Gast9 (Gast)
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>Egal welches Land wir deutschen tun immer so als ob sich um uns die Welt
>dreht. Wir müssen erstmal erkennen und uns zugestehen das andere Länder
>auch Potential haben.

Der Wind weht doch schon längst aus einer ganz anderen Richtung: ständig 
wird uns Deutschen eingeredet, dass wir hier sowieso keinerlei 
Zukunftschancen haben, die Zukunft in China, Indien etc. liegt, wir uns 
hier auf katastrophale Zeiten einrichten müssen, weil wir hier ja alle 
unfähig sind und es in China und Indien nur sehr viel besser 
ausgebildete, leistungsfähigere, intelligentere, begabtere Ingenieure, 
Facharbeiter etc. gibt, und wir diesen Milliarden von Genies nicht im 
Geringsten das Wasser reichen können.

So sieht's aus! Wenn einem täglich um die Ohren gehauen wird, wie viel 
besser die anderen anscheinend sind, wird es wohl erlaubt sein, diese 
Aussagen kritisch zu hinterfragen. Oder wäre es Dir lieber, wir finden 
und mit unserem scheinbaren Schicksal ab, dass wir sowieso die letzten 
blöden Trottel sind und sowieso keine Existenzberechtigung mehr haben 
(in diese Richtung laufen doch viele Berichte!)

>
>> Und wir Deutschen sind dumme Trottel, oder was? Also mal konkret: wo
>> sind die Inder besser als die Europäer?
>
>Natürlich nicht. Aber wir können trotzdem von anderen Ländern lernen.
>Deutschland macht in seiner politik eben viel richtig aber auch einiges
>falsch.

Selbstverständlich bin ich immer dafür, uns zu verbessern! Die 
Motivation wird jedoch dadurch, dass uns hier in Deutschland täglich der 
Untergang prophezeit wird, nicht gerade gefördert. Ich habe das Gefühl, 
wir befinden uns hier derzeit in einer lethargischen Depression. Diese 
muss verlassen werden, und dafür braucht es Motivation, keine 
Untergangsprophezeihung.

Autor: Gast9 (Gast)
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"Wir müssen erstmal erkennen und uns zugestehen das andere Länder
auch Potential haben."

Ich denke, das hat auch der letzte Deutsche längst erkannt! Nicht 
nachvollziehbar ist für viele dagegen die grenzenlose Überlegenheit der 
Schwellenländer in scheinbar allen Belangen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Michael S. schrieb:
>>Außerdem solltest Du nicht dem Irrglauben unterliegen, dass in allen
>>anderen Ländern weniger Bürokratie herrscht! Es gibt auch Länder, die
>>haben zwar Bürokratie, aber es wird trotzdem vieles "einfach so"
>>gemacht. In wieder anderen Ländern geht's nur mit Bestechung.
>
> Es mag sein das es andere Länder mit mehr Bürokratie gibt

Das mag nicht nur so sein - das ist tatsächlich so. Geh mal nach Indien 
oder auch China und versuch dort eine Genehmigung (konkret ging es da um 
ein einfaches Handelsunternehmen) zu kriegen. Dagegen ist die Bürokratie 
hier mehr als harmlos.
Und im Gegensatz zu dort funktioniert diese hier - ganz ohne Schmierung 
und deutlich schneller.

Die funktionierende Verwaltung hier ist ein großer Pluspunkt für 
Unternehmer.

Aber natürlich kann man da noch entschlacken - das räume ich 
selbstverständlich ein.

> deshalb muss es bei uns noch weniger geben. Die haben im Fernseh, schon
> 3-4 Jahre her, mal Nachbarländer gezeigt. Reporter ist zur Behörde hat
> nur gesagt er möchte hier ne Firma aufmachen und sucht ne Fläche. Der
> Behördenmensch ist sofort mit dem ins Auto gestiegen und hat dem
> potentielle Flächen gezeigt. Das nenne ich verdammt unbürokratisch und
> unternehmerfreundlich.

Das war hier bei mir auch so: bei der Anmeldung des Unternehmens (10 
Euro für die Anmeldung, 10 Minuten Zeit) hat mich die nette Dame direkt 
zur Entwicklungsgesellschaft geschickt um nach mietbaren 
Gewerbeimmobilien oder Grundstücken zu schauen. Ich hätte da am 
Nachmittag einen Besichtigungstermin haben können.
Dass ich das nicht benötigte, weil ich alleine angefangen habe, konnten 
die ja nicht wissen - aber das zeigt doch: das alles geht hier auch :-)

Ich habe oft das Gefühl, dass man die wirklich guten Strukturen hier 
verkennt - das fängt bei der Post an, geht über die hervorragende 
Infrastruktur bis eben hin zu Gemeinden, denen wirklich etwas an ihren 
"Kunden" liegt.

Wie gesagt: Verbesserungen kann und muss es geben - aber es gibt 
deutlich schlechtere Orte auf diesem Globus als Deutschland, um sich 
selbstständig zu machen.

Das Gejammere der Konzerne sollte man getrost ignorieren.

Chris D.
(nein, das Morgengebet des Unternehmers ist nicht immer die Klage ;-)

Autor: Gast9 (Gast)
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>Ich hätte da am
>Nachmittag einen Besichtigungstermin haben können.
>Dass ich das nicht benötigte, weil ich alleine angefangen habe, konnten
>die ja nicht wissen - aber das zeigt doch: das alles geht hier auch :-)

>Ich habe oft das Gefühl, dass man die wirklich guten Strukturen hier
>verkennt - das fängt bei der Post an, geht über die hervorragende
>Infrastruktur bis eben hin zu Gemeinden, denen wirklich etwas an ihren
>"Kunden" liegt.

FULL ACK!

Autor: MulHollandMan (Gast)
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>Das hat nichts damit zu tun was man für richtig hält(das tue ich
>wahrlich nicht), sondern damit wie ökonomische Gesetzte wirken.  Deren
>Existenz und Wirksamkeit zu leugnen ist nicht nur dumm, der Versuch sie
>außer Kkraft zusetzen ist noch viel verherender, es kommt darauf an sie
>zu beachten.

Wo habe ich geschrieben, dass die Gesetze des Marktes außer Kraft 
gesetzt werden können/sollen? Ich sprach davon, dass zum Teil 
Arbeitsstellen verlagert werden OBWOHL gewinnbringend 
entwickelt/produziert wird - jetzt klar?

> Du bist dir der Herkunft deines Vokabulars bewusst?
Bin ich mir natürlich. Also komm mir jetzt nicht mit Sippenhaft. Dieses 
andauernde Geschwafel von wegen 
böse/fremdenfeindliche/rassistische/antisemtische/blabla 
Österreicher/Deutsche kann ich nicht mehr hören.


> Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben
> - sprich Arm und Reich - und da kann ich nur sagen
Das entspricht nicht gerade sozialen Ansichten eher neoliberalem
Sozialdarvinismus.
Ja und? Es wird niemals möglich sein, dass es allen Menschen auf der 
Welt gleich gut geht. Das war immer so und wird immer so sein.

> Österreicher/Deutsche/Resteuropäer zuerst.
Das wieder klingt nach Herrenmenschenmentalität eines Kleingeistes. Pass
auf das es dir nicht wie ehemals Volksdeutschen Juden ergeht, die
fühlten sich auch sicher und standen hinter den Nazis, bis die
Rassengesetze auch sie ereilten. Der Kommende Sündenbock steht noch
nicht fest

Herrenmenschenmentalität? Lächerlich, wer ist hier der Kleingeist? Man 
kann sich für sein eigenes Volk einsetzen ohne gleich an 
Vernichtungspolitik zu denken. Und noch was, wir sind noch die Mehrheit, 
aber wer weiss, vielleicht sind die Österreicher/Deutschen aufgrund von 
linksliberaler Gesellschaftspolitik in ferner Zukunft wirklich eine 
Minderheit.

Autor: M. S. (bugles)
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Chris D. schrieb:
> Das war hier bei mir auch so: bei der Anmeldung des Unternehmens (10
> Euro für die Anmeldung, 10 Minuten Zeit) hat mich die nette Dame direkt
> zur Entwicklungsgesellschaft geschickt um nach mietbaren
> Gewerbeimmobilien oder Grundstücken zu schauen. Ich hätte da am
> Nachmittag einen Besichtigungstermin haben können.
> Dass ich das nicht benötigte, weil ich alleine angefangen habe, konnten
> die ja nicht wissen - aber das zeigt doch: das alles geht hier auch :-)

Klasse genau so muss das immer sein.

> Ich habe oft das Gefühl, dass man die wirklich guten Strukturen hier
> verkennt - das fängt bei der Post an, geht über die hervorragende
> Infrastruktur bis eben hin zu Gemeinden, denen wirklich etwas an ihren
> "Kunden" liegt.

Stimmt auch die stabile Energieversorgung etc..

> Wie gesagt: Verbesserungen kann und muss es geben - aber es gibt
> deutlich schlechtere Orte auf diesem Globus als Deutschland, um sich
> selbstständig zu machen.

Definitiv. Ich will unseren Standort auch nicht mardig machen. Wir haben 
einen Vorsprung und viele viele Vorteile. Und den gilt es weiter 
auszubauen.

Autor: Chris (Gast)
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@ Chris D. (myfairtux)

Stimmt alles, wir wollen aber auch nicht verkennen, dass es hier auch 
Gesetze und Regelungen gibt, die insbesondere dem Startup-Unternehmer 
das Leben schwer machen. Siehe WEEE-Umsetzung und Abmahnrecht.

Es gibt eben 2 Seiten der Medaille.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Chris schrieb:
> @ Chris D. (myfairtux)
>
> Stimmt alles, wir wollen aber auch nicht verkennen, dass es hier auch
> Gesetze und Regelungen gibt, die insbesondere dem Startup-Unternehmer
> das Leben schwer machen. Siehe WEEE-Umsetzung und Abmahnrecht.

Natürlich - dieser Blödsinn gehört abgeschafft.

Vor Abmahnungen kann man einigermaßen sicher sein, wenn man sich 
vorher gut informatiert. Auch wenn ich mich wiederhole: die IHK ist da 
echt erste Adresse - da gibt es Leute, die machen nichts anderes als 
z.B. Widerrufsbelehrung.

> Es gibt eben 2 Seiten der Medaille.

Ja.

Aber das sollte kein Grund sein, ein Land mit wirklich vielen 
Möglichkeiten für Unternehmer zu verlassen.

Chris D.

Autor: Martin (Gast)
Datum:

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... Es wird immer einen "Überlebenskampf" auf der Welt geben ...

Um es kurz zu machen, MulHollandMan: was du hier verbreitest ist brauner 
Mist.

---

Was die Welt am wenigsten braucht ist Nationalismus. Deutschland, 
Österreich etc. sind genauso wertvoll wie Indien, Birma o. a. Länder.

Der Mensch steht im Vordergrund, nicht die Nation - also weg mit ihr.

Autor: David (Gast)
Datum:

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@Martin...
es wird weltweit immer gewinner und verlierer geben...
das sich jeder selbst der nächste ist, dürfte klar sein...

so gesehen sind nationen absolut nötig, sie geben die möglichkeit, das 
umfeld, die voraussetzungen im wettbewerb zu verbessern, so das es 
schlussendlich dem idividium selbst besser geht... sie sorgen für einen 
gewissen sozialen ausgleich...
das dies automatisch einen sagen wir mal nationalismus in sehr schwacher 
form mitbringt (wie ich sagte, in sehr schwacher form!!!!) ist nur 
logisch, und meines erachtens auch wünschenswert...

man denke es ist fussball wm, und weder italien, noch brasilien spielen 
mit, weils die nationen nicht geben würde.... brrrr

Autor: Gast9 (Gast)
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@David:

Wettbewerb in der jetzigen Form ist sowohl volkswirtschaftlich als auch 
global völlig unökonomisch und damit extreme Ressourcenverschwendung. 
Würde die Menschheit wirklich global an dem Ziel der Verbesserung der 
Lebensbedingungen für alle interessiert sein, wären wir schon sehr 
viel weiter. Da aber viele Gruppen und Nationen weltweit in Konkurrenz 
zueinander stehen, kann niemals ökonomisches Handeln entstehen. Lokal 
mag dieses Verhalten vereinzelt Erfolge bringen, ist jedoch global 
gesehen völlig unsinnig. Aber so lange sich die Menschen auf der Erde 
noch in Kriegen oder durch religiösen Extremismus verschiedenster 
Ausprägung die Köpfe einschlagen, brauchen wir über Vernunft nicht zu 
diskutieren.

Autor: MulHollandMan (Gast)
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>Um es kurz zu machen, MulHollandMan: was du hier verbreitest ist brauner
>Mist.

Ewig und immer die gleichen haltlosen Anschuldigungen von - sagen wir 
mal - linksgerichteten Träumern. Ja reißt die Grenzen nieder. Jeder soll 
sich niederlassen wo er will und alles bekommen ohne etwas zu geben - 
willkommen im linken Träummännlein-Land.

Autor: Haupschul-Ing. (Gast)
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Wir Deutsche machen uns das Problem doch leider auf der ganzen Linie 
selbst:

- Geiz ist geil
- Denunzieren und Abmahnen
- Neid
- Obrigkeitshoerig

Der "Schei** egal" Faktor um irgendwas durchzuziehen fehlt leider fast 
gaenzlich. Da mag es Laender mit mehr Buerokartie etc. geben die aber 
durch den SE Faktor in den Hintergrund tritt weil man nicht staendig 
Angst hat dass der Nachbar einen verpfeifft.

Autor: hahalol (Gast)
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>> Außerdem haben die Inder es wirklich auf dem Kasten.

> Ich frag mich schon lange, woher dieser Mythos eigentlich kommt.

Das ist ganz einfach statistisch beweisbar.
Wenn man kein Rassist ist, haben die Inder genausogute Vorraussetzungen 
wie wir Deutschen.
Jetzt kommt aber der Bevölkerungsfaktor ins Spiel:
Die sind einfach so viele, dass sie mehr Leute mit IQ 130 haben als wir 
ueberhaupt Leute in der Uni haben. Dagegen kann man langfristig nicht 
antreten, da muss man nen Stueck vom Kuchen abgeben.
Dazu kommt der Elendsdruck (ohne Harz4) in Indien, der die Menschen zu 
hoher Leistungsbereitschaft anspornt.

Gewöhnt euch einfach daran, jede Kultur hat ihre Hochphase und ihren 
Niedergang, das war schon immer so und wird immer so sein.

Autor: Unbekannt (Gast)
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"Gewöhnt euch einfach daran, jede Kultur hat ihre Hochphase und ihren
Niedergang, das war schon immer so und wird immer so sein."

Na ja, die Hochkultur Europas war dann eine ganz schön kurze 
Gastvorstellung.

Du bist also der festen Überzeugung, dass der Nidergang der Deutschen, 
vermutlich der Europäer überhaupt, bereits unausweichlich besiegelt ist? 
Dann sollten wir die Füße in die Hände nehmen und nach Indien oder China 
abhauen. Dort wird vermutlich wenigstens mittelfristig ein deutscher 
Akademiker eine Chance haben. Jedenfalls können wir nicht einfach hier 
bleiben und den Untergang abwarten.

Welchen Zeitraum bis zum kompletten Zusammenbruch Europas schätzt Du? 
Zehn Jahre, zwanzig Jahre, fünfzig Jahre?

Und wie wird es anderen Kulturkreisen/Nationen ergehen, z.B. Russland, 
die arabischen Länder, USA, Osteuropa?

Ich bin jedenfalls froh, dass ich mir noch kein Haus gekauft habe. Somit 
bin ich frei beweglich. Irgendwo auf der Erdkugel wird sich für fähige 
Leute wie mich sicher eine weitere Chance bieten.

Autor: Unbekannt (Gast)
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"Das ist ganz einfach statistisch beweisbar."

Das hat zwar mit Statistik eigentlich eher weniger zu tun, aber sei's 
drum:

"Wenn man kein Rassist ist, haben die Inder genausogute Vorraussetzungen
wie wir Deutschen. Jetzt kommt aber der Bevölkerungsfaktor ins Spiel:
Die sind einfach so viele, dass sie mehr Leute mit IQ 130 haben als wir
ueberhaupt Leute in der Uni haben."

für wen werden die Waren un Dienstleistungen in Indien und China zur 
Verfügung gestellt? Ich meine, als nach dem Krieg Deutschland wieder 
aufgebaut wurde, bedeutete das ja nicht gleichzeitig als Folge den 
Untergang anderer Nationen. Warum wird es jetzt bei China und Indien so 
sein?

Autor: Unbekannt (Gast)
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"Gewöhnt euch einfach daran, jede Kultur hat ihre Hochphase und ihren
Niedergang, das war schon immer so und wird immer so sein."

Eigentlich haben wir unseren Untergang mit zu verantworten, da wir große 
Teile unseres Know Hows nach China und Indien transferiert haben.

Autor: hahalol (Gast)
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> Welchen Zeitraum bis zum kompletten Zusammenbruch Europas schätzt Du?
> Zehn Jahre, zwanzig Jahre, fünfzig Jahre?

Kompletter Zusammenbruch nicht, aber die Welt wird sich ändern. Unsere 
Luxusoase ist vorbei. Gemessen an der Welt sind wir ein kleines, armes 
überbevölkertes Stückerl Land ohne Bedeutung. Vielleicht 20 Jahre, dann 
redet niemand mehr über Deutschland als grosses Industriewunder.

Autor: hahalol (Gast)
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> Warum wird es jetzt bei China und Indien so
> sein?

Weil Deutschland vom Export von Industriegütern lebt. Und da werden wir 
zwangsläufig Marktanteile verlieren, die von ihrer Größenordnung noch 
nicht absehbar sind. Wir sind ein kleines, geknechtetes Volk und diese 
Rolle werden wir auch in Zukunft spielen, die Zeiten, da alles um uns 
herum Rückstänidg war, sind vorbei.

Autor: Gastx (Gast)
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Unbekannt schrieb:
> Eigentlich haben wir unseren Untergang mit zu verantworten, da wir große
>
> Teile unseres Know Hows nach China und Indien transferiert haben.

JEIN, wir und ich haben unser Know Hows nicht transferiert, das machen 
die Konzerne bzw deren Führung. Die verpokern unsere Existens und der 
Staat schaut zu. Ist sowas nicht Staatsverrat?

Autor: tom (Gast)
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Mindestlohn in Deutschland 7Eus die Stunde, in Indien wahrscheinlich 2-3 
Eus am Tag, Produktpreis gleichtlassen und gucken was übrig bleibt, wenn 
dann der Aktionär nicht strahlen tut, was muss dann noch passieren.

Autor: M. S. (bugles)
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Autor: Gast9 (Gast)
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>Kompletter Zusammenbruch nicht, aber die Welt wird sich ändern. Unsere
>Luxusoase ist vorbei.

Na ja, Luxusoase betrifft wohl die wenigsten hier. Ich z.B. fahre ein 
zehn Jahre altes Auto, wohne mit meiner Freundin in einer kleinen 
Mietwohnung, und wir waren vor sechs Jahren zum letzten Mal im Urlaub. 
Ich habe nicht das Gefühl, dass ich luxuriös lebe (obwohl ich's mir 
schon leisten könnte ;-)
OK, das Urlaubsproblem ist beruflich bedingt, da ich einfach keine Zeit 
habe.

Wenn man natürlich fließendes Wasser schon als Luxus bezeichnen möchte, 
na ja, dann lebe ich im Luxus.

Autor: Gast9 (Gast)
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Interessant finde ich auch, dass man bereits heute weiß, was in zwanzig 
oder fünfzig Jahren sein wird.

Autor: Inder (Gast)
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Schau dir Indien an, dann weisst du was in DE Luxus ist (und was es 
evtl. zu verlieren gibt) ! Du musst nicht barfuss zu Fuss laufen. Du 
bekommst Trinkwasser in deine winddichte Wohnung, hast sogar Heizung und 
eine Schlafstaette ohne Ungeziefer. Jungs, ihr muesst erst mal sehen wo 
der Boden ist um zu begreifen wie gut es euch (noch) geht !
Maden im Speck - so siehts in DE aus ! Egal ob mit oder ohne Arbeit. Wer 
so statt ist der bewegt auch nichts. Schaut mal wer in Indien den Dreck 
von der Strasse frisst und begreift dann mal die Motivation die dieses 
Land antreibt und Europe ueberrollen wird !

Autor: smoerre (Gast)
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> Schau dir Indien an, dann weisst du was in DE Luxus ist (und was es
> evtl. zu verlieren gibt) !
Du mußt nur erst einmal die notwendige Kohle haben, um dahin zu kommen!
Das kann sich nicht jeder hier leisten.

> Du musst nicht barfuss zu Fuss laufen. Du
> bekommst Trinkwasser in deine winddichte Wohnung, hast sogar Heizung und
> eine Schlafstaette ohne Ungeziefer. Jungs, ihr muesst erst mal sehen wo
> der Boden ist um zu begreifen wie gut es euch (noch) geht !
schön, Du bekommst Deine Droge Hartz4 und hast ansonsten Deine Fresse zu 
halten - ein äußerst erstrebenswerter Zustand und aus dem Zirkel 
auszubrechen wird Dir erschwert, weil der Hartz4 Zustand erwünscht ist.

> Maden im Speck - so siehts in DE aus ! Egal ob mit oder ohne Arbeit. Wer
> so statt ist der bewegt auch nichts
Dummes Gelaber - Du warst noch nie in den Elendsbezirken einer deutschen 
Großstadt. Geh mal nach Berlin, da wühlen Leute in Mülltonnen und 
betteln - wahrscheinlich nur so aus Spaß ?!

> Schaut mal wer in Indien den Dreck
> von der Strasse frisst und begreift dann mal die Motivation die dieses
> Land antreibt und Europe ueberrollen wird !
Indien ist ein Atomstaat - dafür haben die komischerweise genug Geld!
Problem ist deren Kastensystem, aber das ist nicht unsere Aufgabe denen 
die Lösung zu präsentieren, sondern deren eigene Hausaufgabe.

Deutschland ist ein reiches Land ... fast richtig, nur das war füher 
einmal.

Autor: Gast9 (Gast)
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>Schau dir Indien an, dann weisst du was in DE Luxus ist (und was es
>evtl. zu verlieren gibt) ! Du musst nicht barfuss zu Fuss laufen. Du
>bekommst Trinkwasser in deine winddichte Wohnung, hast sogar Heizung und
>eine Schlafstaette ohne Ungeziefer. Jungs, ihr muesst erst mal sehen wo
>der Boden ist um zu begreifen wie gut es euch (noch) geht !

Zuerst einmal gibt es derart drastische Unterschiede des Lebensstandards 
in Indien, dass man das so pauschal nicht sagen kann. Klar, in den 
Elendsvirteln abseits der Großstädte führen die Menschen ein 
erbärmliches Leben.

Du willst uns also klar machen, dass und genau dieses Leben blühen wird? 
Wie kommst Du da drauf?


"Maden im Speck"

Sorry, aber Du spinnst! Wie kommst Du drauf zu behaupten, ein Dach überm 
Kopf mit Heizung und fließend Wasser wäre ein Leben wie die Made im 
Speck? Nur weil es nicht überall auf der Welt so ist? Man sollte nicht 
immer die schlimmstmögliche Variante als "normal" definieren! Außerdem 
sind wir in Deutschland nicht für die noch immer teilweise dramatische 
Armut in China und Indien verantwortlich.

>Motivation die dieses Land antreibt und Europe ueberrollen wird !

Überrollen, wieder so ein tolles Wort. Warum werden die Inder uns 
"überrollen"? Hört sich irgend wie nach Krieg an.

In Indien und China gibt es ein Problem: die Unterschiede zwischen arm 
und reich sind derart gewaltig, dass von sozialer Gerechtigkeit keine 
Rede sein kann. Aber selbst in Russland ist die Lage nicht viel besser. 
Schaut man mal in die Randbezirke von Moskau, sieht man ganz andere 
Dinge wie die Hochglanzpaläste im Zentrum.

Autor: Ländle (Gast)
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Europa wird nicht untergehen. Aber da wir vom Export von Industriegütern 
leben und die anderen diese Güter kaufen sollen, muß man Zugeständnisse 
machen. Es müssen Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten in diesen 
Ländern geschaffen werden, um einen Teil der Positionen in DE zu 
sichern. So wird eben ein Teil der Arbeitsplätze abgegeben um einen 
anderen Teil zu retten. Würden wir nicht so handeln, wären die 
Arbeitnehmer in DE noch viel schlimmer dran. Denn die Konkurenz in 
anderen Exportländern wartet nur darauf DE den Rang abzulaufen. 
Schmerzhafte Einschnitte, auch beim Gehalt, sind nötig um in DE 
Arbeitsplätze zu erhalten. Dann müssen eben wir alle den Gürtel enger 
schnallen.

Autor: Gastx (Gast)
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Ländle schrieb:
> Schmerzhafte Einschnitte, auch beim Gehalt, sind nötig um in DE
>
> Arbeitsplätze zu erhalten. Dann müssen eben wir alle den Gürtel enger
>
> schnallen.

Habe nichts dagegen wenn die Einschnitte erstmal bei den Jahresgehältern 
über 100 k€ vorgenommen werden und wenn dann meine "Gehaltshöhe"  beim 
absenken erreicht wird bin ich dann auch gern bereit bei Einschnitten 
mitzuziehen.
Warum sollten die mit schon wenig Gehalt in eine Vorbildrolle treten?

Autor: smoerre (Gast)
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> Europa wird nicht untergehen.
Das sagen unsere Politiker auch immer - wobei Europa nicht mit 
Deutschland gleichzusetzen ist; Deutschland macht so ziemlich alles mit 
- selbst wenn Griechenland pleite gehen würde, wär das für unsere 
deutsche Regierung gar kein Thema, dann würde eben hier der Gürtel noch 
enger geschnallt und die eigene Bevölkerung müßte leiden, gar kein Thema 
für die.
Die Frage ist auch, ob nicht noch Frankreich, etc. aus der jetzigen 
EU-Verbund aussteigen wird, wenn es denen zu bunt wird - die sind in der 
Beziehung weitaus empfindlicher.

> Aber da wir vom Export von Industriegütern
> leben und die anderen diese Güter kaufen sollen, muß man Zugeständnisse
> machen. Es müssen Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten in diesen
> Ländern geschaffen werden, um einen Teil der Positionen in DE zu
> sichern.
Das sind jetzt Behauptungen, die so in den Raum gestellt werden - das 
kann man auch anders sehen!
... und was heißt hier ein Teil der Positionen (50%, 10%, 1%)

> So wird eben ein Teil der Arbeitsplätze abgegeben um einen
> anderen Teil zu retten. Würden wir nicht so handeln, wären die
> Arbeitnehmer in DE noch viel schlimmer dran.
Wir haben doch jetzt schon eine kaschierte Arbeitlosigkeit, die zwischen 
10% bis 15% liegt - ein irrsinniger Zustand, weil man immer weiter 
bürokratisiert und verkompliziert und Arbeitsplätze hier kampflos 
aufgibt!

> Denn die Konkurenz in
> anderen Exportländern wartet nur darauf DE den Rang abzulaufen.
Das wird sowieso passieren, es gibt keine ewige Spitzenposition!
Aber man könnte in anderen Bereichen, die komplett flach liegen 
gegensteuern, statt krampfhaft den Export per indirekter Subvention oben 
zu halten.

> Schmerzhafte Einschnitte, auch beim Gehalt, sind nötig um in DE
> Arbeitsplätze zu erhalten. Dann müssen eben wir alle den Gürtel enger
> schnallen.
Die Bürger oder wie unsere Politiker zu sagen pflegen die Menschen sind 
nicht alle völlig verblödet - wer nicht irgendwie gebunden ist oder es 
sich noch nicht völlig mit allem abgefunden hat, der wird Alternativen 
suchen und finden. Irgendwann reicht es auch mal!
Was heißt in dem Zusammenhang eigentlich "wir alle" - daran glaubst Du 
selbst doch nicht ernsthaft ?!
Das könnte hier ein schönes Land sein, wenn politisch nicht immer völlig 
versagt würde und durch die ewigen Neid- und Mißgunstkampagnen von den 
eigentlichen Problem des Nichtstuns abgelenkt würde.

Autor: Gast9 (Gast)
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>Aber da wir vom Export von Industriegütern leben und die anderen diese Güter 
>kaufen sollen, muß man Zugeständnisse machen. Es müssen Fertigungs- und 
>Entwicklungskapazitäten in diesen Ländern geschaffen werden, um einen Teil >der 
Positionen in DE zu sichern.

Diese Sätze verstehe ich semantisch leider nicht. Von welchen 
Zugeständnissen redest Du? Und warum werden nach Deiner Behauptung 
Arbeitsplätze hier erhalten, wenn man diese ins Ausland verlagert 
<fragend schauend und Stirn runzelnd>

>Denn die Konkurenz in anderen Exportländern wartet nur darauf DE den Rang 
>abzulaufen. Schmerzhafte Einschnitte, auch beim Gehalt, sind nötig um in >DE 
Arbeitsplätze zu erhalten. Dann müssen eben wir alle den Gürtel enger
>schnallen.

Hier in DE werden langfristig keine Arbeitsplätze mehr existieren, 
jedenfalls nicht in einem Umfang, der den Menschen dauerhaft das 
Überleben sichert!

Was bedeutet "den Rang ablaufen"? Das Problem ist, dass viele Menschen 
in Deutschland vermutlich den Gürtel nicht mehr viel enger schnallen 
können.

Ich plädiere für:

1.) Keine weitere "Pflicht" der Deutschen zum Kinder kriegen

2.) MINT-Studiengänge drastisch begrenzen und den Leuten klar machen, 
dass ein MINT-Studium langfristig in der Armut enden wird.

3.) Wer noch die Möglichkeit hat: so schnell wie möglich raus aus 
Deutschland.

Alle anderen Varianten bewirken langfristig Anarchie und Bürgerkriege.

Autor: M. S. (bugles)
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>Die Frage ist auch, ob nicht noch Frankreich, etc. aus der jetzigen
>EU-Verbund aussteigen wird, wenn es denen zu bunt wird - die sind in der
>Beziehung weitaus empfindlicher.

Man kann nicht einfach aussteigen. Das gibt es nicht. Hessen kann Morgen 
auch nicht sagen tralla wir machen jetzt mal für 20 Jahre alleine 
weiter. Ich erklärs jetzt nicht :-)

Gast9 schrieb:
> Ich plädiere für:
>
> 1.) Keine weitere "Pflicht" der Deutschen zum Kinder kriegen

Wer hat denn die Pflicht zum Kinder kriegen ? Bzw meinst um unsee 
Sozialsysteme zu retten ??????

> 2.) MINT-Studiengänge drastisch begrenzen und den Leuten klar machen,
> dass ein MINT-Studium langfristig in der Armut enden wird.

Quatsch. Dann schreibt der Staat also vor was ich lernen muss und soll 
weil er weiß was morgen gefragt ist. Willkommen im 18 Jahrhundert.

> 3.) Wer noch die Möglichkeit hat: so schnell wie möglich raus aus
> Deutschland.

Kann ja auch jeder halten wie er will.

Autor: Gast9 (Gast)
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>Wer hat denn die Pflicht zum Kinder kriegen ? Bzw meinst um unsee
>Sozialsysteme zu retten ??????

1.) Die Medien und die Politik tun alles, um uns zum Kinderreichtum zu 
bewegen.

2.) Ja, es betrifft die Sozialsysteme. Allerdings wird in der 
Öffentlichkeit hier derart unmoralisch argumentiert (Kinder als 
Rentengarantie), das wird dann allerdings unter dem Deckmantel "Kinder 
sind die Zukunft", "alternde Gesellschaft" etc. etwas hübscher verpackt. 
Letzten Endes stehen dahinter doch knallharte ökonomische Interessen. 
Dass für eine langfristige Sicherung der Sozialsysteme durch eine höhere 
Geburtenrate immer mehr Kinder notwendig sind, sagt natürlich niemand. 
Langfristig wird uns lediglich der Umstieg von der umlagefinanzierten 
Rente zur kapitalgedeckten Rente vor dem Kollaps des rentensystems 
retten. Dass unsere und noch weitere Generationen nach uns dadurch eine 
Doppelbelastung erfahren, ist zwar schwierig, jedoch der einzig gangbare 
Weg. Ich begrüße deshalb den langsamen Umstieg, auch wenn ich selbst von 
der Mehrbelastung betroffen bin. Als nächstes sollten wir versuchen, 
endlich diesen irrwitzigen Schuldenberg zu begrenzen. Gerade jetzt, da 
der Euro durch massive Finanzprobleme einiger europäischer Staaten stark 
schwächelt, sollte Deutschland ein Zeichen setzen und statt der 
versprochenen "Steuersenkung" eine geringstmögliche Neuverschuldung 
anstreben. Kurzfristig bedeutet das harte Einschnitte, langfristig 
würden wir aber froh über die Entscheidung sein. Unabhängig von meinen 
politischen Präferenzen stellt die FDP hier eine ernste Gefahr dar, da 
in der Parteispitze fernab jeglicher Vernunft und entgegen allen Stimmen 
aus Wirtschaft und Politik agiert wird.

Oh, jetzt bin ich ein wenig vom Thema abgekommen. ;-)

Autor: Gast9 (Gast)
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>Quatsch. Dann schreibt der Staat also vor was ich lernen muss und soll
>weil er weiß was morgen gefragt ist. Willkommen im 18 Jahrhundert.

An allen Ecken fordert die Politik doch mehr Ingenieure bzw. 
MINT-Studenten. Das ist doch reiner Irrsinn!

Autor: Tommi (Gast)
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>Langfristig wird uns lediglich der Umstieg von der umlagefinanzierten
>Rente zur kapitalgedeckten Rente vor dem Kollaps des rentensystems
>retten.

Kapitalgedeckte Rente verschafft lediglich dem Staat günstigere 
Kreditzinsen(Stichwort: Angebot und Nachfrage). Könnte den 
Staatsbankrott also um ein paar Jahre rauszögern. Du wirst also trotzdem 
nur eine umlagefinanzierte Rente bekommen.

Autor: Gast9 (Gast)
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>Kapitalgedeckte Rente verschafft lediglich dem Staat günstigere
>Kreditzinsen(Stichwort: Angebot und Nachfrage).

Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Eine kapitalgedeckte Rente 
bedeutet doch, dass die Rentenempfänger zuvor das Kapital angespart 
haben. Ich könnte doch so z.B. mein Geld einfach möglichst gut verzinst 
selbst auf ein Konto legen oder in andere sichere Anlageformen 
investieren. Welche Vorteile hätte da "der Staat"? Prinzipiell könnte 
ich meine Rente auch unterm Kopfkissen sammeln. Wäre natürlich ungünstig 
wegen fehlender Verzinsung.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Tommi schrieb:
> Kapitalgedeckte Rente verschafft lediglich dem Staat günstigere
> Kreditzinsen(Stichwort: Angebot und Nachfrage). Könnte den
> Staatsbankrott also um ein paar Jahre rauszögern. Du wirst also trotzdem
> nur eine umlagefinanzierte Rente bekommen.

Man wird schon bald sehen, wieviel Wert die global verknüpften 
Schuldscheine noch haben werden. Da wird sich so manche Forderung in 
Luft auflösen.
Das Problem ist auch weniger, dass wir zu wenig Kinder haben. Wir haben 
eine hohe Produktiviät, brauchen wenig Arbeitskräfte, die unser 
Überleben sichern. Man sollte lieber den vielen Kindern, die jetzt und 
in der Zukunft schon von klein auf dahinvegetieren, bessere Bildung und 
Betreung zukommen lassen, als sie dem Hatz-System zu überlassen.
Das einzige Problem, was es in Zukunft geben wird, ist Energieknappheit 
und Ressourcenmangel. Das Beschissene in Deutschland ist, viel zu 
schwaches Militär, kaum eigene Ressourcen und sehr dicht besiedelt. Wenn 
ich irgendeine Wirtschaftssimulation mit diesem drohenden Szenario 
spielen würde, wäre der erste Schritt, die gezielte Reduzierung der 
Bevölkerung. Bis ca. 2040 muss mindestens die Hälfte der Bevölkerung 
hier weg sein. Auf der übrigen Welt auch, denn sonst fallen die 
hungrigen Menschen über sich her und suchen Lebensraum. Dann sind zwar 
am Ende auch Viele weg, aber es ist blutiger, schmerzhafter als eine 
kontrollierte, langsame Schrumpfung, die darauf ansetzt, den Nachwuchs 
so zu begrenzen, dass man kontinuierlich schrumpft. Leider dürfte es für 
diesen friedlichen Weg schon zu spät sein. Man wird wohl in ferner 
Zukunft unvorstellbare Massengräber mit zig Millionen Tonnen Biomasse 
sehen. Wohl dem, der bis dahin seine Prime Time schon hinter sich hat. 
Nach mir die Sintflut.

Autor: M. S. (bugles)
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Gast9 schrieb:
> Letzten Endes stehen dahinter doch knallharte ökonomische Interessen.
> Dass für eine langfristige Sicherung der Sozialsysteme durch eine höhere
> Geburtenrate immer mehr Kinder notwendig sind, sagt natürlich niemand.
> Langfristig wird uns lediglich der Umstieg von der umlagefinanzierten
> Rente zur kapitalgedeckten Rente vor dem Kollaps des rentensystems
> retten. Dass unsere und noch weitere Generationen nach uns dadurch eine
> Doppelbelastung erfahren, ist zwar schwierig, jedoch der einzig gangbare
> Weg. Ich begrüße deshalb den langsamen Umstieg, auch wenn ich selbst von
> der Mehrbelastung betroffen bin. Als nächstes sollten wir versuchen,
> endlich diesen irrwitzigen Schuldenberg zu begrenzen.

Das wir immer mehr Kinder brauchen finde ich auch Krank. Aber ganz 
ehrlich das Umlagefinanzierte System hat gegenüber dem Kapitalgedeckten 
System viele viele Vorteile.

Das Umlagefinanzierte System wird von Inflationen nicht getroffen da 
keine großen Geldmengen auf der Bank liegen die weniger Wert werden 
könnten. Und Deutschland hatte schon einige Inflationen das wird bei 
dieser Forderung sehr gerne vergessen. Außerdem verdient bei 
Kapitalgedeckten Anlagen immer irgend wer mit. D.h. du sorgst dabei 
nicht nur für deine Rente. Ganz zu schweigen davon das deine Rente 
später verstuert wird , ggf, Krankenkasse. Auch kann Sie dir bei 
arbeitslosigkeit abgenommen werden aber das ist in nächster Zeit eher 
unwahrscheinlich <g>.

Aber jeder hat seine eigene Meinung dazu. Ich glaube es kommt drauf an 
was man verdient, verdienst du richtig gut sollte man aufjedenfall 
Kapitalgedeckt was beiseite legen. Verdienst du nicht so gut würde ich 2 
mal drüber nachdenken.

Tommi schrieb:
> Kapitalgedeckte Rente verschafft lediglich dem Staat günstigere
> Kreditzinsen(Stichwort: Angebot und Nachfrage). Könnte den
> Staatsbankrott also um ein paar Jahre rauszögern. Du wirst also trotzdem
> nur eine umlagefinanzierte Rente bekommen.

Ich verstehe zwar auch nicht genau was Tommi hier sagen will aber ich 
glaube er meint das wenn eine Umlagefinazierte rente nicht mehr 
funktioniert z.B. weil Steuereinnahmen wegbrechen die Lücken 
gegenfinanzieren könnten wird Zeitgleich eine Kapitaldeckte Rente auch 
nicht mehr funktionieren weil Märkte zusammenbrechen mit denen sich das 
alles finanziert Bsp. Immobilien im goldenen Osten. Die haben echte 
Probleme da , wußte man aber vor 15 Jahren noch nicht.

Autor: Gast9 (Gast)
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"Das Umlagefinanzierte System wird von Inflationen nicht getroffen da
keine großen Geldmengen auf der Bank liegen die weniger Wert werden
könnten."

Dagegen hat das umlagefinanzierte System, wenn man nicht gerade 
explodierende Geburtenraten als Grundlage nimmt, schon von vornherein 
eine sehr schlechte Rendite.

"Und Deutschland hatte schon einige Inflationen das wird bei
dieser Forderung sehr gerne vergessen."

Erstens: es gibt immer eine Inflation, ganz kurze Momente wie ein paar 
Monate in 2009 mal ausgenommen. Normalerweise übersteigen jedoch die 
Renditemöglichkeiten immer die Inflationsrate.

Zweitens: man kann die Anlagen auch so streuen, dass das Verlustrisiko 
minimiert wird.

"Außerdem verdient bei Kapitalgedeckten Anlagen immer irgend wer mit. 
D.h. du sorgst dabei nicht nur für deine Rente."

Warum, eine kapitalgedeckte Rente kann im Prinzip genauso staatlich 
organisiert sein wie die umlagefinanzierte. Das Modell ist doch 
austauschbar.

"Ganz zu schweigen davon das deine Rente später verstuert wird"

Das wird sie nur abhängig davon, in welche Variante ich einbezahle. Zum 
Beispiel wird die Rürupp-Rente bei der Einzahlung steuerlich begünstigt, 
dafür muss die Rente zum Auszahlungszeitpunkt teilweise versteuert 
werden.
Bei einer "echten" Privatrente wird das bereits versteuerte Kapital 
angelegt. Später muss dann nur die Rendite versteuert werden.
Im Übrigen musst Du natürlich auch Deine umlagefinanzierte Rente 
versteuern. Die Steuernachzahlungsforderungen an die Rentner ist doch 
gerade in den Medien präsent.

" , ggf, Krankenkasse."

Die musst Du selbstverständlich auch aus Deiner umlagefinanzierten Rente 
bezahlen! Du solltest Dich mal über die Modalitäten des Rentensystems 
informieren. Nicht, dass Du später bei Renteneintritt große Augen 
machst.

"Auch kann Sie dir bei arbeitslosigkeit abgenommen werden"

Das ist nicht korrekt. Altersvorsorge ist AFAIK vor dem Zugriff des 
Sozialamts sicher.

"aber das ist in nächster Zeit eher unwahrscheinlich"

Allerdings.

Autor: M. S. (bugles)
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Gast9 schrieb:
> "Das Umlagefinanzierte System wird von Inflationen nicht getroffen da
> keine großen Geldmengen auf der Bank liegen die weniger Wert werden
> könnten."
>
> Dagegen hat das umlagefinanzierte System, wenn man nicht gerade
> explodierende Geburtenraten als Grundlage nimmt, schon von vornherein
> eine sehr schlechte Rendite.

Das stimmt. Die Frage ist aber in welcher GEsellschaft wir leben 
möchten. Das was ich an Krankenkasse zahle bin ich auch noch nicht Krank 
gewesen. Trotzdem richtig gut zu wissen das wenn mir was passiert wer da 
ist.

Gast9 schrieb:
> "Und Deutschland hatte schon einige Inflationen das wird bei
> dieser Forderung sehr gerne vergessen."
>
> Erstens: es gibt immer eine Inflation, ganz kurze Momente wie ein paar
> Monate in 2009 mal ausgenommen. Normalerweise übersteigen jedoch die
> Renditemöglichkeiten immer die Inflationsrate.

Aber natürlich. Und die ist auch gewollt und wird versucht auf 
konstanten Niveau zu halten. Man stelle sich eine Deflation vor. Ich 
spreche natürlich von Inflationsraten 50% monatl.

Gast9 schrieb:
> Warum, eine kapitalgedeckte Rente kann im Prinzip genauso staatlich
> organisiert sein wie die umlagefinanzierte. Das Modell ist doch
> austauschbar.

Klar, machen die aber nicht. Wie dir aufgefallen ist sprichst du bei 
Kapitalgedeckten renten immer mit deiner Bank. Das werden die auch nicht 
ändern. Wegen der Inflationssache.

Gast9 schrieb:
> "Ganz zu schweigen davon das deine Rente später verstuert wird"
>
> Das wird sie nur abhängig davon, in welche Variante ich einbezahle. Zum
> Beispiel wird die Rürupp-Rente bei der Einzahlung steuerlich begünstigt,
> dafür muss die Rente zum Auszahlungszeitpunkt teilweise versteuert
> werden.
> Bei einer "echten" Privatrente wird das bereits versteuerte Kapital
> angelegt. Später muss dann nur die Rendite versteuert werden.
> Im Übrigen musst Du natürlich auch Deine umlagefinanzierte Rente
> versteuern. Die Steuernachzahlungsforderungen an die Rentner ist doch
> gerade in den Medien präsent.

Stimmt, ich bin da nicht wirklich im Bilde weil ich keine Private 
Altersvorsorge habe. Noch nicht.

Gast9 schrieb:

> "Auch kann Sie dir bei arbeitslosigkeit abgenommen werden"
>
> Das ist nicht korrekt. Altersvorsorge ist AFAIK vor dem Zugriff des
> Sozialamts sicher.

Riester & rürrup wegen mir schon, alles andere nicht. Wenn ich dich kurz 
Zitieren darf:

"Ich könnte doch so z.B. mein Geld einfach möglichst gut verzinst
selbst auf ein Konto legen oder in andere sichere Anlageformen
investieren. Welche Vorteile hätte da "der Staat"? Prinzipiell könnte
ich meine Rente auch unterm Kopfkissen sammeln."

Wenn du dein Geld auf dem Konto hast oder sonst wo nicht. Du hast pro 
Lebensjahr wohl freibeträge Hartz 4 ist meines wissens davon 
ausgenommen.

Autor: marc (Gast)
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Gast9 schrieb:
"Erstens: es gibt immer eine Inflation, ganz kurze Momente wie ein paar
Monate in 2009 mal ausgenommen. Normalerweise übersteigen jedoch die
Renditemöglichkeiten immer die Inflationsrate."

Tatsächlich ist genau das der größte Irtum, dem alle aufsitzen.
Im ersten Moment wird jeder sagen, klar Gast9 hat recht ! Wenn die 
Inflationsrate 2% im Durchschnitt beträgt und ich auf dem Spaarbuch 
langfristig 5% bekomme ist ja die Renditemöglichkeit für meine Rente 
größer. Gestützt wird diese Ansicht durch Erfahrungswerte: Meine Eltern 
haben schon Geld angelegt und es ist mehr geworden, also wird es auch 
bei mir funktionieren. Leider ist es aber so, dass nicht immer alles so 
bleibt, wie es bisher war.

Man mus dazu wisssen, dass die Inflationsrate schlicht eine 
Geldmengeneröhung bedeutet. Wenn jeder Anleger mehr Rendite will als die 
Gelmenge erhöht wird, geht das System schlichtweg nicht auf. Oder anders 
gesprochen: Wenn einer gewinnt, muss ein anderer verlieren. Wenn Dir ein 
Fond eine Rendite von 5% verspricht, muss es zwangsweise einen anderen 
Fond geben, der eine Rendite deutlich unter der Inflationsrate hat, da 
in der Summe nur eine bestimmt Geldmenge gedruckt wurde.

Sinnigerweise ist dass auch genau der Grund dafür, warum unser System 
crasht. Jeder erwartet mehr Rendite als die Inflationsrate aber irgend 
wann wird klar, dass die Rendite nur eine Luftnummer war.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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marc schrieb:
> (viel Richtiges)

Das ist systemimmanent:
Nicht mein Geld arbeitet - sondern jemand anderer arbeitet dafür.

Wenn ich Geld verdiene, dann kann ich mir für dieses Geld (für das ich 
einen Mehrwert geschaffen habe) eine gewisse Menge X an Waren etc. 
kaufen. Soweit in Ordnung.
Lege ich das Geld aber an, so schaffe ich keinen Mehrwert mehr. Diesen 
muss dann der letztendlich ein Schuldner erarbeiten. Dessen geschaffener 
Mehrwert wird aber wiederum verzinst so dass für mein vermehrtes Geld 
noch mehr gearbeitet werden muss usw.

Der Zins ist das große Problem.

Und der Zinseszinseffekt zwingt eine Wirtschaft zu exponentiellem 
Wachstum, um diese Zinsen bedienen zu können. Da das nicht dauerhaft 
geht, ist der nächste Crash absolut sicher - und die Intervalle werden 
immer kürzer werden, da immer mehr Geld verzinst werden muss.

Mittlerweile muss ich Bernd Senf zustimmen. Leider hört man ihn kaum.

Chris D.

Autor: marc (Gast)
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>Der Zins ist das große Problem.

Das ist fast, aber nicht ganz richtig.
Wenn die Summer aller Zinsen der Inflationsrate entspricht, gibt es 
keinen Widerspruch im System.
Erst wenn die Summe aller Zinsen über der Inflationsrate liegt, geht 
geht die Gleichung nicht auf und es kommt zu "Scheinguthaben" die sich 
irgenwann "varporisieren".

Autor: Warmweiß (Gast)
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marc schrieb:
> Erst wenn die Summe aller Zinsen über der Inflationsrate liegt, geht
> geht die Gleichung nicht auf und es kommt zu "Scheinguthaben" die sich
> irgenwann "varporisieren".

Ohne Wirtschaftswachstum bzw. sogar ein dicke Minus, so wie wir es 
gerade jetzt haben, wird die Inflationsrate aber sehr hoch ausfallen 
müssen und das kontinuierlich. Das birgt ungemeine große Spannungen, 
gerade bei den Transferempfängern wie Arbeitslose, Kinder, Studenten 
oder Rentner. Man müsste die Bezüge laufend passend erhöhen, anonsten 
drohen Unruhen, Hunger, Bürgerkriege oder/und der Ruf nach einem starken 
Mann wird laut. Bei den Niedriglöhnern das gleiche Spiel. Am Ende gehen 
die Bonzen mit ihren Rohstoffen und der gekaufen Infrastruktur als 
Gewinner hervor. Ein Crack up Boom steht "kurz" bevor. Kurz umfasst den 
Begriff, noch innerhalb der nächsten Dekade.

Autor: Michael (Gast)
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Siemens und viele andere Konzerne schaffen (HarzIV-)Stellen bei den 
Arbeitsagenturen und sind ganz stolz darauf. Die Mitarbeiter werden 
abgebaut, aber ihre Subventionen durch die deutsche Politik wachsen. Wo 
liegt der Sinn? Wird in Deutschland der Abbau von Arbeitsplätzen mit 
Steuergeldern belohnt? Wir sollten darüber nachdenken, die Politiker und 
die Lobbyisten zum Teufel zu jagen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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marc schrieb:
>>Der Zins ist das große Problem.
>
> Das ist fast, aber nicht ganz richtig.
> Wenn die Summer aller Zinsen der Inflationsrate entspricht, gibt es
> keinen Widerspruch im System.
> Erst wenn die Summe aller Zinsen über der Inflationsrate liegt, geht
> geht die Gleichung nicht auf und es kommt zu "Scheinguthaben" die sich
> irgenwann "varporisieren".

Die Frage, die sich mir stellt ist:

Warum muss es überhaupt Inflation geben?
Warum passt man die Geldmenge nicht den geschaffenen Werten an und hält 
die Inflation so bei 0?

Chris D.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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...
Weil dann der Handel mit Kapitalerwartungen zusammenbricht

Es sind die Ertragserwartunen welche den Anreiz für Investments 
schaffen, diese zu befiedigen benötigt es Wachstum und das läßt sich am 
leichtesten mitd Zinsdruck und der daraus resultierenden Inflation 
generieren.

so easy

Autor: marc (Gast)
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>Warum muss es überhaupt Inflation geben?
>Warum passt man die Geldmenge nicht den geschaffenen Werten an und hält
>die Inflation so bei 0?

Meine Vorstellung dazu will ich an folgendem Modell mit 2 
Wirtschaftsteilnehmern erläutern.

1x Zentralbank
1x Verbraucher

Nehmem wir an, die Zentralbank druckt einmalig 100€ und leiht sie dem 
Verbraucher.

Der Verbraucher muss jedes Jahr 2% Zins zahlen. Nach 50 Jahren ist das 
gesamte geliehene Geld zur Zentralbank zurückgeflossen. Im 51.sten Jahr 
gibt es für den Verbraucher ein Problem: er kann nichts mehr 
zurückzahlen, weil die gesammte im Umlauf befindliche Geldmenge ja 100€ 
betragen hat.
Diesen Vorgang nennt man soweit ich weis "den unmöglichen Vertrag"

Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu lösen ist, dass die 
Zentralbank die im Umlauf befindliche Geldmenge Jahr für Jahr um 2% 
erhöht, damit der Verbraucher seine Schulden zurückzahlen kann. Und 
siehe da: auf diese Weise hat man 2% Inflationsrate.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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....

und die bank erhält auf ewig 2% von allem was die welt produziert

...

das ist ein fünftel vom Kirchenzehnten und trotzdem ein Vielfaches mehr 
als alles was ein belibiger milliadstel der Menscheheit je für ehrliche 
Arbeit privat je verkonsumieren darf.
...

Autor: Warmweiß (Gast)
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marc schrieb:
> Und
> siehe da: auf diese Weise hat man 2% Inflationsrate.

Aber nur, wenn die Wirtschaft in der gleichen Zeit trickbereinigt nicht 
um diese 2 % auch wächst. Ist mit ein Grund, warum es die Mantra des 
exponentiellen Wirtschaftswachstums über alles gibt. Ansonsten 
zerbersten die Währungen ratzfatz.
Momentan haben wir leichtes Minuswachstum trotz voherigem katastrophalen 
Einbruch. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es wirklich crasht und 
die Staatshaushalte reihenweise zahlungsunwürdig werden.
Vom Problem des falschen Umgangs mit der Produktivitätssteigerung mal 
abgesehen.

Autor: marc (Gast)
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Danke für eure Antworten. Alledings habe ich gerade selbst ein Fehler in 
Meinem Modell endeckt:

>Meine Vorstellung dazu will ich an folgendem Modell mit 2
>Wirtschaftsteilnehmern erläutern.

>1x Zentralbank
>1x Verbraucher

Nach 50 Jahren hat der Verbraucher zwar ein Problem, weil er kein Geld 
mehr findet, um die Zinsen zahlen zu können.
Die Inflationsrate steigt allerdings nicht, wenn die Zentralbank jedes 
Jahr 2€ neu auf den Markt wirft. Da der Verbraucher ja 2€ Zinsen im Jahr 
zahlt bleibt die im Umlauf befindliche Geldmenge bei 100€. Damit wäre 
die Inflation im Modell bei 0%. Die Inflationsrate entspricht ja der 
Veränderung der umlaufenden Geldmenge.

Hmm... , wer hat eine Idee, wie ich mein Modell verbessern kann?

Autor: Hauptgewinn (Gast)
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"Momentan haben wir leichtes Minuswachstum"

Was ist ein "Minuswachstum"? Und wo haben wir ein "Minuswachstum"? In 
München, in Deutschland, in Europa, oder weltweit? Und welche 
Auswirkungen hat das jeweils? Ich finde es blöde, wenn man einfach 
irgend welche Buzzwords in die Runde haut ohne jede weitere Information. 
Schlimmer geht's nimmer.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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und wer ist wir und was ist leicht...

Autor: Warmweiß (Gast)
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Hauptgewinn schrieb:
> Was ist ein "Minuswachstum"? Und wo haben wir ein "Minuswachstum"? In
> München, in Deutschland, in Europa, oder weltweit? Und welche
> Auswirkungen hat das jeweils?

Industrieumsätze Dezember 2009 gegenüber Vorjahresmonat zurückgegangen.
Und der Vorjahresmonat war auch schon schlecht.
http://de.news.yahoo.com/1/20100208/tbs-industrieu...

Glaube gegenüber dem Vormonat November 09 gab es auch wieder einen 
kleinen Einbruch. "Meilenweit" vom Vorkrisenniveau entfernt und noch 
kein stabiler Aufwärtstrend entdeckbar.
Auf der restlichen Welt sieht es nicht viel anders aus.
Parallel dazu explodieren die (staatlichen) Schulden dank 
Konjunkturprogramme und der nicht mehr bedienbaren Zinseszinsfunktion. 
Ein baldiger Finanzgau ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Erst die Gurkenstaaten hopps, werden aber von den starken als letzte 
Instanz noch gerettet, mit der Folge, dass die Starken auch schnell 
absaufen werden. Denn wer soll die letzte Instanz retten - der liebe 
Gott oder die Druckerpresse?

Autor: garax (Gast)
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Viel  Erfolg in Indien und gute Geschäfte in Indien.
Da ich einige Erfahrung im Bereich Siemens und Indien habe gibt es 
eigentlich nichts Besseres als den Konzern Siemens endgültig gegen die 
Wand zu fahren. Das Qualitätslevel wird sich endgültig auf niedrigstem 
Level einpendeln. Für diese Low Level Produkte noch hart erarbeitest 
Geld ausgeben? Nein, Danke! Die wenigen motivierten und gebildeten Inder 
werden den Teufel tun und für Peanuts bei Siemens Indien arbeiten 
sondern den Weg ins Ausland wählen.  Der unmotivierten und 
unselbständigen Rest der wird den Weg zu Siemens finden. Viel Spaß 
dabei!!!

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