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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Koppelkondensator


Autor: FCKW23 (Gast)
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Hallo,

weiß jemand warum ich zur Arbeitspunkteinstellung eines
Bipolartransistors Koppelkondensatoren am Ein-und Ausgang verwenden
muss, auch wenn ich den Transistor mit einem reinen
Wechselspannungssignal ansteuere?
In diesem Fall würde durch die fehlenden Gleichanteile der Arbeitspunkt
doch gar nicht verschoben!?

: Verschoben durch Admin
Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Ohne Eingangskoppelkondensator: Wohin kann der zur AP-Einstellung 
zugeführte Basisstrom ausser in die Basis noch hinfliessen?

Ohne Ausgangskoppelkondensator: Wie sieht die Wechselspannung aus, die 
nach der Verstärkung so erhalten wird?

Autor: FCKW23 (Gast)
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Der Eingang soll in der Emitterschaltung mit Basisspannungsteiler 
beschaltet werden.
Ein Emitterwiderstand soll als Temperaturgegenkopplung eingesetzt werden 
und der Erhöhung des Kollektowiderstandes entgegen wirken.

Die Ausgangsspannung wird über dem Kollektorwiderstand abgegriffen
also Uc= Ic *Rc

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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FCKW23 schrieb:
> In diesem Fall würde durch die fehlenden Gleichanteile der Arbeitspunkt
> doch gar nicht verschoben!?

Naja, Du hast keine 'fehlenden Anteile' sondern 0V - ein kleiner, aber 
feiner Unterschied. ;-)


Gruß

Jobst

Autor: FCKW23 (Gast)
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Du meinst 0V am Eingang anliegen?
Der Transistor wird doch über eine wechselspannung aus dem AP 
ausgesteuert.
Aber welche Funktion die Kondensatoren haben, verstehe ich nicht

Autor: Peter R. (pnu)
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Am Transistor muss der Arbeitspunkt zunächst einmal durch Widerstände 
eingestellt sein, z.B. die Basisspannung durch einen Spannungsteiler. 
Ohne Kondensator würde die mühsam eingestellte Basisspannung durch die 
Signalquelle kurzgeschlossen werden oder mindestens verändert.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Den Arbeitspunkt stellt man doch über einen Strom an der Basis ein. Aber 
das ändert ja nichts am Rest deiner Aussage. Wenn die Signalquelle 0V 
ausgibt (=kein Signal, bei einem Audioverstärker zB), dann wird der 
komplette Basisstrom in den Ausgang der Signalquelle fließen, statt in 
den Transistor. Somit ist der Arbeitspunkt nicht mehr eingestellt.
Mit Koppelkondensator werden die 0V der Signalquelle quasi in 
"hochohmig" "umgewandelt". Also nur noch Stromänderungen an der 
Eingangsseite ändern den Basisstrom.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

FCKW23 schrieb:
> Du meinst 0V am Eingang anliegen?
> Der Transistor wird doch über eine wechselspannung aus dem AP
> ausgesteuert.
> Aber welche Funktion die Kondensatoren haben, verstehe ich nicht

Du vergisst, den Aufbau der Quelle zu beachten.
Wenn die Quelle keinen Gleichstromweg besitzt (z.B. weil dort ein 
Kondensator im Ausgang liegt!), dann stimmt Deine Theorie.

Gibt es aber einen Gleichstrompfad im Ausgang der Quelle (z.B. weil dort 
jemand als Grundlast einen 10k Ohm Widerstand vom Ausgang gegen GND 
eingebaut hat) dann fließt da natürlich auch ein Gleichstrom rein oder 
raus, der von Deinem Basisteiler kommt.

Wenn Du die Stufe vor Deiner Stife auch selbst aufbaust und damit die 
Verhältnisse kennst, dann kannst Du natürlich den Kondensator auch 
weglassen, wenn eben die Gegebenhaiten stimmen.

Kennst Du die Quelle nicht, wirst Du den Kondensator einbauen müssen.

Gleiches gilt am Ausgang: kannst Du garantieren, daß die Stufe dahinter 
sich an der Ruhegleichspannung des Kollektors im Arbeitspunkt nicht 
stört und auch ihrerseits Deine Schaltung nicht beeinflusst (weil dort 
jemand den Kondensator in den Eingang gelötet hat...), dann brauchst Du 
keinen.

Sonst... siehe oben.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: HildeK (Gast)
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@FCKW23
du solltest auch deinen zweiten Thread zu genau dem selben Thema (und 
zur fast selben Zeit eröffnet) lesen: 
Beitrag "Koppelkondensatoren"

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