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Forum: Platinen Entsorgung Salzsäure


Autor: Heiko (Gast)
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Hallo,
was mache ich mit einem Liter verbrauchter 
Wasser/Salzsäure/Wasserstoffperoxid-Mischung ? Wahrscheinlich 
aufbewahren und beim Schadstoffmobil abgeben !? Kanalisation wäre 
wahrscheinlich nicht gut, oder? Oder kann man das Zeug neutralisieren 
und dann in die Kanalisation ?
Gruß
Heiko

Autor: Thomas (Gast)
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Hallo!

Also eigentlich kann man Salzsäure ganz einfach mit
NaOH (Natriumhydroxid), das zum Entwicklen von Platinen
verwendet wird neutralisieren.

Das beste ist, du schüttest einen Indikator rein, der
dir den pH-Wert anzeigt und danach solange NaOH (ist
übrigens auch in vielen Abflussreinigern drin) - Lösung
bis der pH-Wert 7 wird.

Dann solltest du bestenfalls Salzwasser haben, ja
Wasser und Salz (würds aber trotzdem nicht trinken ;)  )

Thomas

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Salzwasser mit vielen 'netten' Kupfersalzen.

Autor: Fritz7 (Gast)
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Also ich würd ja nichts vermischen.
Erstens bist du wahrscheinlich nicht ausgerüstet um des zu 
neutralieisieren und zweitens kannste ja einfach warten bis das 
Schadstoffmobil kommt und denen das Zeug bekuem abgeben und brauchts 
absolut nichts zu tun.

Ich glaub da enstehen irgenwelche Gase und das soll auch recht heftig 
passieren.

Ich kann dir nur raten: Lass die Finger davon.


Fritz7

Autor: Heiko (Gast)
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Danke für die Antworten. Hab leider wirklich keine passende Ausrüstung. 
Werd es wohl beim Schadstoffmobil abgeben.

Autor: Holger Barske (Gast)
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Das Neutralisieren der Salzsäure mit gebrauchtem Entwickler ist in jedem 
Falle sinnvoll. Auf diesem Wege nimmt man dem Zeug auf alle Fälle 
einiges von seiner Brisanz. Trotzdem kann man's nicht in den Gulli 
kippen, eine Entsorgung ist dringend vonnöten. Schadstoffannahmestellen 
freuen sich immer, wenn man auf den Behälter möglichst genau 
draufschreibt, was drin ist.

Gruß: Holger

Autor: Tobias (Gast)
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Es geht viel einfacher: Kalk! (Kalziumkarbonat)
Langsam(!!!) soviel reingeben und umrühren, bis kein CO2 mehr gebildet 
wird, dann ist es neutral. Das ganze dampfe (ich jedenfalls) ein und 
bringe das Pulver zur Schadstoffannahme.

Autor: Fritz7 (Gast)
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Vermisch des zeug nich!
Die Leute haben die Chemikalien lieber getrennt und Behältern die gut 
beschriftet sind. Die Behälter musst du auch gleich abgeben.

Also vergiss den scheiss mit Neutralisieren.

Fritz7

Autor: Rudi (Gast)
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Ich lasse die Lösung immer am Dachboden oder im Heizraum verdunsten. 
(Vorsicht, wenn Kinder im Haus sind!) Wenn wieder genug blaues Pulver 
beisammen ist, trag ich´s zum Altstoffsammelzentrum.

Wie stellt ihr eigentlich das Platinenlayout für kleine Platinen her? - 
Belichten ist teuer, Abreibsymbole sind aufwändig und Edding hält nicht 
besonders gut. Gibt´s irgendeinen Stift, der der HCl - H2O2 Lösung 
standhält?

Gruß,
Rudi

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Salzsäure im Heizungsraum verdunsten lassen? Die Rohre deiner 
Heizungsanlage freuen sich über die korrosiven Gase. Don't try this at 
home!

Autor: Frankl (Gast)
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Es gab mal von Rotring einen Foliographen (grauer Stift). Mit dem konnte 
man direkt auf dem Kupfer zeichnen. Die Ätzflüssigkeit durfte nur nicht 
zu warm werden (>40°) geteste mit Ätznatron und EisenIIIchlorid. 
Entfernen konnte man ihn mit Aceton. Auch der Stift war Aceton fest. 
Aber das ist schon 20 Jahre her.

Autor: Fritz7 (Gast)
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Hat das bei dir nicht bestialisch im Dachstock nach Chlor gerochen?
Verdunsten??? Von dem hab ich noch nie was gehört.

Leute gibst, die gibst gar net..

Fritz7

Autor: Sebastian Fahrner (Gast)
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>Also eigentlich kann man Salzsäure ganz einfach mit
>NaOH (Natriumhydroxid), das zum Entwicklen von Platinen
>verwendet wird neutralisieren.

Früher habe ich mal bei einer staatlichen Stelle geschafft, wo 
Chemikalienunfälle untersucht wurden. Da hat einer mal NaOH-Plätzchen in 
Chromsäure geschmissen. Bei der Reaktion wurde so viel Hitze frei, daß 
es einen spontanen Siedeverzug gegeben hat und die ganze Brühe aus dem 
Behälter gespritzt ist (sehr heiß und sehr ätzend). Es war ein richtig 
großer Behälter und der arme Kerl (der Azubi) hat es voll abgekriegt. 
Hat aber Glück gehabt.
Also bitte aufpassen: keine Plätzchen reintun, sondern Lösung langsam 
hinzugeben und viel umrühren !!

Sebastian

Autor: Tom (Gast)
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Der Tip mit dem Kalk ist gut,
es ist mit Sicherheit das ungefährlichste überhaupt.
Indikator braucht man auch nicht!
Sobald die Gasentwicklung (CO2) aufhört ist es neutral
und man kann eintrocknen und ein Pulver zur Sammelstelle
geben.
Wie gesagt ganz gewöhnliches, billiges
Kalziumkarbonat! Entwickler ist teuer und, verglichen
hiermit, gefährlich.
Kalk und Salzsäure reagieren zu Kalziumchlorid,
wird im Winter auch als Streusalz-Ersatz verwendet.

Tom

Autor: Rudi (Gast)
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Ich muß vielleicht hinzufügen, daß bei mir bisher nur geringe Mengen 
angefallen sind. Und wenn's am Dachboden ein bisserl stinkt, stört's ja 
niemanden. Es sind ja nur Fledermäuse oben, und die haben sich offenbar 
dran gewöhnt.

Rudi

Autor: Steffen (Gast)
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Hallo zusammen

ich hab da mal eine Frage wie soll bei diesem Neutralisationsvorlang  CO 
2 entstehen ???

Salzsäure   + Natriumhydr -->  Natriumclorid +  Wasser

  HCl   +   NaOH  --> NaCl  +  H2O

Also wo soll dann CO2 entstehen, es entsteht allenfalls Wasserstoff, der 
sofort wiederrum eine Bindung mit dem Sauerstoff eingeht

Gruss Steffen

Autor: Tom (Gast)
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@Steffen:
Bei deiner Neutralliesierungsart entsteht kein CO2,
nur wenn du Kalk nimmst passiert das!
Von NaOH rate ich ab, ist Schweinerei und ein wenig zu viel
und die Suppe ist basisch. Bei Calziumcarbonat (mein
geliebter Kalk)hat man Ende den PH-Wert 7 (also wie
destilliertes Wasser), kann das ganze eintrocknen lassen
und braucht nur das Pulver zu entsorgen.

Gruss Tom

Autor: Kurt (Gast)
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Hi,

Ich habe mir auch schon einige gedanken zur Entsorgung gemacht.

Die wirklichste und beste Methode für die Umwelt ist es die Suppe im 
Schadstoffmobil "Kostenlos" abzugeben.

Die Säure ist bei der ganzen geschichte das kleiner Problem, die 
Kupfersalze (Kupfer 1 Chlorid und Kupfer 2 Chlorid) sind starke 
Fischgifte... Wenn sowas ins Grundwasser kommt oder in die Kanaliesation 
! Damit ist echt nicht zu spassen.
Wenn dann im Klärwerk die ganzen Bakterienkulturen abkratzen werden sich 
die Leute schon auf die suche nach dem Übeltäter machen.

Da ist es echt einfacher die Suppe so abzugeben und in guten Händen zu 
wissen.

Intressant wäre ein Verfahren um das Verbrauchte Ätzmittel wieder 
aufzuarbeiten.. Kennt sich jemand mit Chemie gut aus ?

Autor: Jan Konietzko (Gast)
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Also, meine Erfahrung: Neutralisieren der Salzsäure mit den 
Entwicklerresten ist okay, mit Kalk (Calziumcarbonat) auffüllen, bis 
sich PH7 einstellt, ist auch gut. PH-Papier zum Prüfen gibt es in 
Apotheken oder gut sortierten Drogerien, man kann es in der Uni (FB 
Chemie) schnorren oder im Chemikalienhandel bekommen, Preis ein paar 
Euro pro Rolle, die reicht für viele Jahre ätzen.

Dann sollte in der Lösung tatsächlich nur nch Wasser, Cl-, Na+, Ca++ und 
Cu+/Cu++ sein. Das bitte eindunsten lassen und im Schadstoffmobil (wegen 
der Fische!!!) abgeben (beschriftet). Neutralisieren ist deshalb 
sinnvoll, weil dann aus der Restlösung kein Chlor mehr ausdampft.

Autor: Ripper (Gast)
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als chemiker muss ich sagen, dass das unschädlich machen von 
verbrauchten ätzlösungen (will mans richtig machen und nicht nur auf.. 
räusper unproduktive ratschläge hören) immer einen kostenmehraufwand 
bedeuten wird. es ist daher wenig sinnvoll die neutralisation als laie 
für kleinmengen unbedingt selbst vornehmen zu wollen, wenn man die 
dienste des schadstoffmobils zur verfügung hat.

wer nun trotzdem unbedingt darauf besteht: es gilt sowohl überschüssiges 
oxidationsmittel als auch kupfersalze unschädlich zu machen. am 
einfachsten geht das durch zugabe von unedlen metallen, am besten in 
pulverform oder als granulat, weil es in dieser form am schnellsten 
reagiert. also 'ne hand voll zink-granulat in die lösung gekippt, 's 
sprudelt mal lustig, wobei die restsäure ver-reagiert (und a wengerl 
wasserstoff entsteht was aber in der kleinmenge keine sau stört), 
anschliessend werden die kupfersalze ausgefällt. wenns fertig ist sollte 
die lösung weiss oder grau sein. und das resultat kann dann mit gutem 
gewissen ab in den gulli.

zinkgranulat kostet aber geld und ich find es schwachsinnig dieses zu 
zahlen.

(bin nur durch zufall hier, daher bei rückfragen mailen)

Autor: mein name ist... (Gast)
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Hi leute !Hab alles gelesen und muss sagen dass alles viel zu aufwändig 
ist!!!Wenn ich ne Ausbildung zum chemiker mache frage ich einfach den 
Chemie Professor!   ;.)

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Und dazu grabst du diesen Asbach uralten Thread aus? Langeweile?

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