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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf E-Technik wo studieren?

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Autor: Michael (Gast)
Datum: 06.02.2010 23:49

Hallo,
mich würde mal interesieren welche Universitäten ihr emfehlen könnt wenn
man Elektrotechnik studieren will. Wie gut ist da Karlsruhe? Ich möchte
micht nicht allzusehr auf die Inforatik versteifen sondern auch etwas
über die Analogtechnik beigebracht bekommen. Ich habe übrigens schon
eine Ausbildung in diesem Bereich und mache gerade das Abitur nach.
Gruß
Michael
Autor: R. Freitag (rfr)
Datum: 06.02.2010 23:52

Ich würde im Beruf bleiben und an der Fernuni studieren.
Gruss
Robert
Autor: Andi D. (xaos)
Datum: 07.02.2010 00:16

an der uni lernst du quasi nichts über schaltungstechnik etc.. da gibts
theorie, sehr viel theorie und quasi keine praxis bis auf laaangweilige
labore...
für etechnik gibts sonst noch aachen, bremen, münchen...
Autor: Banquo (Gast)
Datum: 07.02.2010 10:11

R. Freitag schrieb:
> Ich würde im Beruf bleiben und an der Fernuni studieren.

E-Technik kann man nur Vollzeit studieren.
Autor: Norman (Gast)
Datum: 07.02.2010 10:20

ET kann man in Dresden sehr gut studieren. Zum einen studiert man noch
auf Diplom und zum anderen bekommt man auch Praxisbezug und nicht nur
abstrakte Theorie.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 07.02.2010 13:12

Chemnitz ist auch sehr zu empfehlen. Ist keine so große Massenuni,
insbesondere im Ingenieurbereich war auch die Organisation und das
Betreuungsverhältnis ausgezeichnet.
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 07.02.2010 13:27

Norman schrieb:
> ET kann man in Dresden sehr gut studieren. Zum einen studiert man noch
> auf Diplom und zum anderen bekommt man auch Praxisbezug und nicht nur
> abstrakte Theorie.


Ich kann mich dem nur anschließen.

;-)
Autor: Warmweiß (Gast)
Datum: 07.02.2010 14:11

paul schrieb:
> In einem Studium geht es darum, zu beweisen, dass man in der
> Lage ist, sich schnell in komplexe und umfangreiche Sachverhalte
> selbstständig einarbeiten zu können.

Das Lustige ist, dass die Arbeitgeber trotzdem verlangen, dass man für
den Job schon alle dafür relevanten Kenntisse mitbringt und auch darin
langjährige praktische Erfahrung hat.
Damit ist das Grundprinzip einer (Fach)-Hochschule seitens der Industrie
und des Raubtierkapitalismus pervertiert worden. Man sucht die
aufgeputschten Mastschweine, die bei Ankunft schon die Schlachtmasse
erreicht haben. Früher wurde man als Ferkel, das bewiesen hat, sich in
umfangreiche Sachverhalte weitgehend eigenständig einarbeiten zu können,
aufgenommen und langsam aufgepäppelt. Die Zeiten sind vorbei.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 07.02.2010 17:45

???? schrieb:
> Vielleicht sollten sich die (Fach)-Hochschulen auch einfach mehr am
> Bedarf der Industrie orientieren.

Nicht noch mehr! Irgendwann sind wir dann bei einer reinen
Fachidiotenausbildung angelangt, bei der die vermittelte Bildung nach
ca. 5 Jahren wieder veraltet ist.
Autor: Studiosus (Gast)
Datum: 07.02.2010 18:09

Die TU-München kann ich nur empfehlen. Ich habe dort meinen
Dipl-Ing. gemacht, nur als Vollzeitstudium sinnvoll.
(Wenn es auch schon ein viertel Jahrhundert her ist.......)

Aber muß es wirklich ein Studium sein?

Denn wie die "Joblandschaft" nach Studienabschluß aussieht
das weiß niemand. Denk auch daran, daß Du im Gegensatz zu den
Studenten "Gymnasium-Studium" (Bummelstudenten ausgenommen)
ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hast, wenn auch mehr
Berufserfahrung (sehr gut) aber bei dem "Jugendwahn" (oder
besser Geiz ist geil-Mentalität) der Industrie würde ich mir
das heute seeehr gründlich überlegen.
Autor: Martin D (Gast)
Datum: 07.02.2010 19:11

Hallo!

Also ich studiere gerade Elektrotechnik im 5.Semester an der TU-Dresden
und ja es ist sehr theoretisch, also Mathe in allen Varianten bis zum
Abwinken - vorallem im Grundstudium, aber auch im Hauptstudium, wenn man
in die Informationstechnik (Unterrichtungen: Nachrichtentechnik,
Akustik, etc.) geht. Die anderen 4 (Haupt-)Richtungen
(Automatisierungstechnik, Feinwerktechnik, Mikroelektonik und
Energietechnik) bieten da teilweise mehr Praktikas.
Trotzdem muss ich sagen, dass es, wie man vielleicht schon gemerkt hat,
eine fast unüberschaubare Anzahl an Fachkernen, mit unterschiedlichsten
Praktikas, Vorlesungen und Seminaren gibt und da ist definitiv für jeden
was dabei. Ich habe als Pflichtfach zum Beispiel Analoge
Schaltungstechnik, wo alle relevanten Grundschaltung (OPV, Transistor,
etc.) behandelt werden. Wem das nicht reicht, kann das gerne in
nachfolgenden Semestern vertiefen, z.B. mit Integrated Circuits for
Broadband Communications ( http://ccn.et.tu-dresden.de/index.php?id=431
) u.v.m.
Wer immer noch nicht genug hat (und nicht ganz auf den Kopf gefallen
ist), kann als studentische Hilfskraft an den verschiedenen Instituten
mit sehr interessanten Projekten anfangen.
Ein Freund von mir hat z.B. für einen FPGA ein Programm entwickelt mit
dem man Testdaten vom DDR2-Speicher liest, über WLAN mit (dann später
mal) 10 Ghz sendet, wieder empfängt und dann auswertet, was nun alles
schief gegangen ist.
Ein anderer hat mit einem (großen) Mosfet ne PWM-Steuerung für ein
Schweißgerät gebaut - mehrere hundert bis tausend Ampere Schaltleistung.
Ich habe (noch) keine Ahnung von der Berufswelt, aber ich denke, dass es
trotzdem viele interessante Projekte, Themen und auch Vorlesungen gibt -
man muss sich nur kümmern...und das Grundstudium bestehen. ;)
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 07.02.2010 19:52

???? schrieb:
> Mir scheint, du bist hier der Fachidiot. Sonst hättest du verstanden,
> dass ich keinesfalls die zeitlose Theorie abschaffen will. Aber ein

Du scheinst irgendwas an den allgemeinen Umgangsformen nicht verstanden
zu haben.

> ET-Ing, der mit aktuellen Werkzeugen keine FPGAs und uC programmieren
> kann und von aktueller Elektronikentwicklung (Hard- und Software,
> Analog- und Digitaltechnik) keine Ahnung hat weil er von modernen
> Bauteilen, Simulationswerkzeugen und Messgeräten noch nie was gehört hat
> und noch nicht mal weiß dass es  HF-Transistoren mit 4 Beinchen gibt,
> hat zu Recht auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Da würde ich als

Wie viele Beine irgendwelche HF-Transistoren haben, interessiert 99% der
ET-Ingenieure über ihr ganzes Berufsleben kein bisschen. Genauso, wie
sie die restlichen 500 Millionen Bauteile und deren Abarten nicht
detailliert kennen müssen. Ebenso kann es bestenfalls Aufgabe von
Laboren oder Praktika sein, aktuelle Design- und Entwurfswerkzeuge
kennenzulernen. Aber auch nur einen kleinen Teil. Das Studium kann und
soll keine Schulung in Entwicklungswerkzeugen sein, sondern fachliche
(mathematische, elektrotechnische und physikalische) Grundlagen
vermitteln, die ca. 40 Jahre Berufsleben abdecken sollen. Und das ist
schon mehr als genug an Stoff für ein Studium.

> Arbeitgeber auch lieber ins Ausland gehen, wo Bildung nicht der Bildung
> wegen betrieben wird. Ein Arbeitgeber will aus verständlichen Gründen
> eine kurze Einarbeitungszeit - und das ist mit Leuten, die zuvor nur
> Mathematik betrieben haben nicht möglich.

Warum soll das mit denen nicht möglich sein? Ich hatte schon etliche
Studenten in Praktikum und Diplomarbeiten und in der Regel können die
sich sehr schnell in irgendwelche Tools einarbeiten. Mühsam wird es
erst, wenn Grundlagenwissen fehlt. Insofern hilft eine "Tool-Schulung"
im Studuim kein bisschen und wer halbwegs anspruchsvolle Aufgaben in der
Industrie zu bearbeiten hat, will auch keine Absolventen, die einen
Großteil ihres Studiums mit so was verbracht haben.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 07.02.2010 21:04

alf schrieb:
> Ich kann hier keine unpassende Umgangsform erkennen.

Wundert mich bei dem Rest Deines Beitrages nicht.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 07.02.2010 21:13

G.T schrieb:
> Ich habe in meinem Studium nie irgendwas von FPGAs gehört. Es gab nur
> mal ein Labor wo wir GALs und PALs programmiert haben. Das geschah auf
> einem uralt IBM-Rechner mit DOS3.0. Progammiert haben wir sonst mit
> irgend einem uralt Pascal. Aber nur so einfache Sachen wie den Umfang

Was hast Du denn studiert? Welche Hauptstudienrichtung? So kann niemand
einordnen, was Du eigentlich sagen willst.

Und für das Verständnis von Grundlagen sind alte, einfache Systeme
meistens besser geeignet.

> eines Rechtecks. Alles andere hätte den Prof überfordert. Er hat lieber
> Anekdoten aus seiner Jugend und von Lochkarten erzählt. Später gabs auch
> Assembler auf so einer 6809-Kiste. Die Beispielprogramme vom Prof
> funktionierten aber fast nie, weil der davon keine Ahnung hatte.
> Schlimmer war es dann als auf 8086 umgestellt wurde. Das war für diese
> Anstalt hochmodern. Die Vorlesung war zum weglaufen, weil wieder kein

Einen 8086 hatten wir auch im Praktikum. Ich wüsste nicht, wozu man ein
High-End-Produkt braucht, um die grundlegende Funktionsweise eines
solchen Controllers zu verstehen?!

> Von C habe ich im Studium nie was gehört.

Muss auch nicht. Ein Studium ist kein Programmierkurs, ein
E-Technik-Studium schon gar nicht.

>  Ich kann auch nicht behaupten, dass ich nach dem Studium in der Lage
> war, einen Verstärker zu entwickeln und aufzubauen. Ich wusste ja noch

Wer kann das schon direkt nach dem Studium?

> nicht mal, welche Transistoren ich nehmen sollte, weil ich nicht wusste,
> was es alles gibt und worauf man achten muss, in welcher Größenordnung
> so ein Basisstrom oder so in der Regel ist oder wie man den Arbeitspunkt
> einstellt usw.  Kannte aus dem Studium noch nicht mal irgendwelche
> Allerweltstypen. Sicher kann man sich das alles selber beibringen, das
> würde aber seine Zeit dauern. Das Studium hat mir die notwendigen
> Grundlagen dazu nicht geboten. Es gab zwar Labore/Praktika im Studium,

Doch, die Grundlagen hast Du mit Sicherheit bekommen. Das, was Du
aufzählst, sind schon wieder spezielle Anwendungsfälle des Wissens und
recht klar Dinge, die man während der Einarbeitungsphase schnell lernt.
Die Einsatzmöglichkeiten bei E-Technikern sind dermaßen breit, dass es
nicht mal ansatzweise möglich ist, solches spezielles Wissen zu
vermitteln.

> Für meine heutige Arbeit habe ich die "Erkenntnisse" aus dem Studium nie
> gebraucht. Ich arbeite in der Automatisierungstechnik, vorwiegend
> Softwareentwicklung, zum Gehalt ähnlich dem eines Facharbeiters.

Dann hast Du irgendwas falsch gemacht.
Autor: Alex (Gast)
Datum: 07.02.2010 21:15

Hallo

zu G.T (Gast): es wäre hilfreich zu erfahren, wo du studiert hast, damit
               andere nicht den gleichen Fehler mit diser UNI machen!!
Autor: Andreas (Gast)
Datum: 07.02.2010 22:15

Immer die selbe Leier: mir hat in der Uni keiner gezeigt wie man einen
Verstärker aufbaut, ein FPGA-Werkzeug bedient, wie viele Beine ein
Transistor hat, usw. Hallo, aufwachen: dafür ist das Studium an der Uni
nicht da! War es noch nie, und wird es trotz aller Bestrebungen es zur
Fachausbildung (das "idioten" hab ich weggelassen) umzuwandeln
hoffentlich auch in Zukunft nicht sein.

Um mir Datenblätter und Appnotes von HF-Transistoren durchzulesen, oder
ein Quartus-Tutorial durchzumachen brauch ich keinen Prof der mich an
der Hand hält. Den brauche ich dann, wenn es um Grundlagen geht,
Feldtheorie, Halbleiterphysik, Algorithmen, Mathematik, denn da beißt
man sich alleine nicht so einfach durch. Die nötigen Anstöße für die
selbständige Beschäftigung mit der Praxis gibt es meiner Erfahrung nach
in Laboren ausreichend.

Ich kapier einfach nicht wieso Leute an eine Uni gehen, welche weithin
bekannt den Anspruch hat eine wissenschaftliche Ausbildung zu bieten,
und sich dann beschweren dass sie genau das bekommen was draufsteht:
eine wissenschaftliche Ausbildung! Die Alternativen dazu existieren und
heißen FH und BA, die gibt es nicht zum Spaß oder nur für die die zu
dumm für's Abi waren, sondern genau für Leute wie euch. Nutzt sie, oder
lasst es bleiben, aber hört auf immer wieder über den angeblichen
Praxismangel an den Unis zu jammern.
Autor: Brockmöller (Gast)
Datum: 07.02.2010 22:27

Lest, was euer guter, alter Brocki euch zu schreiben hat: Ein
wirtschaftsnahes, "praxisorientiertes" Studium ist ein Irrläufer. Da
kommen nur dumme Leute heraus, die nur lernen, Dinge anzuwenden, aber
nicht, selbständig zu denken. Es fehlen die mathematischen und sonstigen
theoretischen Grundlagen.

Wenn jemand aus der Wirtschaft fordert, das Studium solle "praxisnäher"
werden (vielleicht noch mit mehreren Semestern Cobol-Programmierung),
dann sollte man diesem Armleuchter mal kräftig den Meinung geigen. Diese
"Praktiker" aus der Wirtschaft, die solche Forderungen aufstellen,
wissen doch selbst nicht, was für Leute sie brauchen und dass die mit
dem Personal, das sie fordern, sich das eigene Grab schaufeln.

Praxis ist ja ganz nett, aber sowas lernt man recht fix und nach wenigen
Tagen Einarbeitszeit merkt niemand mehr, ob man als Student die
Super-Duper-Java-Schulung hatte oder nicht. Viel wichtiger ist es doch,
algorithmisch zu denken, Muster zu verstehen und analytische Fähigkeiten
mitzubringen, die weit darüber hinausgehen, was in den Stellenanzeigen
gefordert ist. Ich habe bislang die größten Vorteile aus dem
theoretischen Wissen ziehen können. Mein Arbeitgeber ist das ganz
anderer Meinung, und schwafelt tagein, tagaus über "Pragmatismus" und
"Praxis", und er merkt nicht, wie wertvoll das theoretische Wissen für
die täglich Praxis ist.
Autor: Thomas B. (detritus)
Datum: 07.02.2010 22:29

Welcome back ;)
Autor: Schwitzender (Gast)
Datum: 08.02.2010 10:24

Thomas B. schrieb:
> Welcome back ;)

Ich ahne schlimmes ... Ist der Draht wieder online? schwitz
Autor: Hauptgewinn (Gast)
Datum: 08.02.2010 10:42

>Seht euch mal das Studium in den USA an. Die Absolventen dort
>beherrschen die Theorie und können diese auch anwenden und sind deshalb
>auch gefragt.

Du scheinst keinen blassen Schimmer zu haben, wie das Bildungssystem in
den USA funktioniert.

Und selbstverständlich wird man durch ein Studium nicht mehr zum
Fachidioten wie durch irgend eine andere Ausbildung auch. Im Gegenteil:
durch die große Bandbreite des im Studium erarbeiteten theoretischen
Wissens kann man vor allem im E-Technik-Bereich in verschiedenen
Bereichen arbeiten. Die "Fachitioten", wie Du sie nennst, sind dann wohl
eher Facharbeiter und Techniker, die kaum über den eigenen Tellerrand
schauen können.
Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 08.02.2010 10:47

Ich hab hier jetzt mal eine ganze Reihe von Beiträgen gelöscht, da es
manche einfach nicht lernen wollen: sich unter verschiedenen Namen
selbst zuzustimmen ist kein fairer Diskussionsstil und wird deshalb
nicht toleriert.
Autor: ulle (Gast)
Datum: 08.02.2010 11:39

> Ich hab hier jetzt mal eine ganze Reihe von Beiträgen gelöscht, da es
> manche einfach nicht lernen wollen: sich unter verschiedenen Namen
> selbst zuzustimmen ist kein fairer Diskussionsstil und wird deshalb
> nicht toleriert.
sowas gibts hier? meine güte, ein grund mehr das forum zu meiden. wo
sind wir hier, bei der schwanzparade? man muss schon ganzschöne komplexe
haben um sowas abzuziehen...
Autor: Michael Lenz (hochbett)
Datum: 08.02.2010 11:53

Michael schrieb:
> Hallo,
> mich würde mal interesieren welche Universitäten ihr emfehlen könnt wenn
> man Elektrotechnik studieren will. Wie gut ist da Karlsruhe? Ich möchte
> micht nicht allzusehr auf die Inforatik versteifen sondern auch etwas
> über die Analogtechnik beigebracht bekommen. Ich habe übrigens schon
> eine Ausbildung in diesem Bereich und mache gerade das Abitur nach.
> Gruß
> Michael

Hallo Michael,

es kommt darauf an, ob Du auf Diplom oder auf Bachelor/Master studieren
willst.
Für das Diplom kann ich Dresden empfehlen. Es behält in Elektrotechnik,
Informationssystemtechnik und Mechatronik die Diplomstudiengänge bei.
http://www.et.tu-dresden.de/etit/index.php?id=studium
http://www.nachdenkseiten.de/?p=4505#h22

Ich weiß aber nicht, wie sehr Du über Analogtechnik etwas lernen willst.
In Dresden wird noch Forschung in Analogtechnik durchgeführt (Professor
Ellinger). Da die Analogtechnik ein relativ altes Gebiet der Elektronik
ist, läßt sich nur noch an hochfrequenter Analogtechnik forschen, d. h.
Größenordnung 60GHz.
Die Schaltungstechnik-Vorlesung von Prof. Jörges vermittelt eher die
Analogtechnik, die man auch im Eigenbau betreiben kann:
http://ccn.et.tu-dresden.de/index.php?id=ccn_courses

Schau Dir insbesondere auch die Stadt an, in der Du dann leben wirst.
Das ist evtl. wichtiger als die Themengebiete an der Uni.


Gruß,
  Michael
Autor: Michael Lenz (hochbett)
Datum: 09.02.2010 20:48

>> Schau Dir insbesondere auch die Stadt an, in der Du dann leben wirst.
>> Das ist evtl. wichtiger als die Themengebiete an der Uni.
>
> Schau dir lieber an, wie Du als Ingenieur (ver-)endest wenn Du fertig
> bist und was man heute noch mit "Analogtechnik" anfangen kann und wer
> dir dafür 1000 Euro gibt.
>
> -> Spar dir die Nerven, Zeit und Geld und studier was nachhaltiges!
Hallo,

die Frage der Vertiefung stellt sich erst nach dem Vordiplom.
Gute Analogingenieure sind weiterhin an vielen Stellen gefragt, da sie
ein ausgesprochen gutes Verständnis der Physik haben. Das wird m. E.
auch in Zukunft erforderlich sein.


Gruß,
  Michael
Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
Datum: 09.02.2010 22:33

Servus,

ich wollt auch mal meinen Send dazugeben. Ich studier grade als Ersti
(="Erstsemester") an der TUM also TU München.

Mit Sicherheit hast du hier eine hervorragende Ausblidung / Studium.
Auch Verdienstmöglichkeit und Jobaussicht sind an der TU sicherlich
hervorragend. Wovor ich warnen muss: Zulassungsfrei (klingt ja gut nicht
?) nunja am Anfang wird aussortiert. Nach dem 2ten Semester sind dann
ca. 60-70% weg!!! Das heißt da sind dann noch 30-40% da. Wer die ersten
2 Semester überlebt hat gewonnen.

Die Lehre ist selbstverständlich auf höchstem Niveau und absolut
theoretisch. Von den Studenten wird erwartet dass die Praxis in der
Freizeit  vorlesungsfreier Zeit Zusatprojekten selbst erarbeitet wird.

Ich muss jeden warnen. Ohne Mat & Phy - LK heißt das von 8 bis 17
Vorlesung, dann Tutorien und dann noch selber lernen (viele sitzen bis
um 24:00 Uhr in der Bib und lernen) ...

Nicht, dass wir uns hier missverstehen. Ich finds super - das ist der
Aufwand schon Wert aber es ist kein angenehmes Studium ...

Im Vergleich war das Abi ein nettes Zuckerschlecken zum Studium. Also
ich hab Abi in Bayern gemacht - was wir da in Mathe gemacht haben hatten
wir im Studium innerhalb von nichtmal einer halben Vorlesung (1,5h)
durchgemacht. Nennt sich dann Höhere Mathematik auch HM genannt...

Grob gesagt - no freak - no TU =)

Ich mogel mich grade so durchs erste Semester durch ... Von
Partystimmung kann keine Rede sein.

PS ein kleiner Tipp noch - gilt für alle EI-Erstis ... wenn eure UNI das
anbietet macht unbedingt einen Mathe-Vorkurs.

Ihr lernt da schon eure Leute kennen und noch wichtiger - der
Vorlesungs-Style wird euch näher gebracht. Ihr werdet euch an Speed &
Art geöhnen müssen und das geht im Vorkurs bestens...

Aber lasst euch nicht abschrecken =) auch wenn das oben hart klingt ^^

Das was ihr später machen werdet und wie das vergütet wird ... macht
alles wieder wett was ihr euch im Studium antut. Und ja - macht das frei
bloss nicht weil ihr hinterher viel Geld verdienen wollt - das ist
verschwendete Zeit ... ich kenne nur allzugut viele dieser Fälle (ja
auch schon im ersten Semester)

Wer noch mehr Infos braucht melde sich ..ö..
Autor: Der Hotte (hotte)
Datum: 10.02.2010 11:35

Bitte die Kirche im Dorf lassen, Höhere Mathematik ist keine Erfindung
der TU München. Die gibt es auch an anderen TU's in Deutschland. Die
TU's in Deutschland sind ,was den anspruch im Grundstudium angeht,
nahezu gleich.
Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 10.02.2010 11:41

An "Gerd/Sven/toni/lach" usw.: ab sofort gilt für dich Anmeldepflicht,
alle unangemeldet geschriebenen Beiträge werden kommentarlos gelöscht.
Autor: Brockmöller (Gast)
Datum: 10.02.2010 20:04

Nun will ich mal von meiner langjährigen Berufserfahrung plaudern. Ich
kloppe täglich mindestens neun Stunden und das geht seit Jahren schon
so. Und ich bin noch verhältnismäßig "faul". Kollegen von mir haben
60-Stunden-Wochen, es wird freiwillig(!) am Samstag gearbeitet und einer
hat sogar an einem Tag 14 Stunden gearbeitet. Kurz vor Mitternacht war
dann Feierabend.

Das erwartet unsere Mintler auch.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 10.02.2010 20:56

Ich hab noch in keinem Job 60 Stunden pro Woche gearbeitet. Kenne aber
Leute bei denen es der Fall ist. Zwar finde ich es nicht in Ordnung wenn
manche Arbeitgeber solche Zeiten für normal halten, aber es steht
schließlich auch jedem frei, eine solche Firma wieder zu verlassen, wenn
man eine Alternative gefunden hat.
Autor: yannik (Gast)
Datum: 10.02.2010 23:04

Mark Brandis: es gibt eine gesetzliche max. Arbeitszeit!wenn man der
firma hilft diese zuunterlaufen schadet man mit seinen faschistoiden und
unsolidarischen verhalten allen anderen arbitern
Autor: Sven (Gast)
Datum: 10.02.2010 23:18

also ich studiere an der TU Berlin, jetzt im 7. Semester ET und strebe
den Bachelor/Master an.

Ich persönlich denke, dass es relativ egal ist wo du studierst, es kommt
wohl wirklich darauf an, in welche Stadt du willst.
Berlin z.b. hat den Vorteil, dass es keine Semestergebühren gibt
(natürlich zahlt man trotzdem ca. 250€ fürs Semesterticket (Ubahn&co)
und div. bearbeitungszuschläge).

Die TU Berlin gefällt mir persönlich schon ganz gut, dort findet
ebenfalls das schon erwähnte "aussieben" statt, was auch wirklic
sinnvoll ist.
Wobei man das als Erstsemester nicht versteht, wenn man in Grundlagen
der Elektrotechnik (1. Semester) Mathe Grundlagen aus Analysis 1-3
(1./2./4. Semester) braucht, aber hinterher ist es dann doch irgendwie
logisch ;)
Autor: Manuel (Gast)
Datum: 11.02.2010 09:32

Ich studiere an der Hochschule in Köthen Elektro und Infomationstechnik
im 5 Semester direkt. Es ist ebenfalls hier möglich ein Fernstudium in
Etechnik anzufangen. Allegmein kann ich mich hier nicht beschweren. Die
Profs sind nett und ist eine nette Umgebung. Vorteil da ich an einer FH
bin das vieles praktischer ist, aber ob UNI oder FH muss jeder für sich
entscheiden. ABer allgemein kann ich Köthen nur empfehlen, zudem es noch
einen Masterstudiengang gibt in Inforamtionstechnik.

mfg Manuel
Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
Datum: 14.02.2010 22:32

Irgendwie ist das schon interessant, da hört man im Studium, dass es ein
Arbeitszeitgesetz gibt, an das sich die meisten Arbeitgeber sogar halten
und angeblich auch Arbeitnehmer heim schicken, wenn sie "nur schnell was
fertig machen wollen". Da wird über die Möglichkeit referiert die
Mitarbeiter als Teilzeitkraft einzustellen (was angeblich häufig gemacht
wird), um zu Spitzenzeiten alle "ranklotzen" zu lassen, welche dann die
Stunden in der Flaute abfeiern können. Es wird angeblich auch
Zeitmanagement betrieben, dass die Arbeiter nach ihrer biologischen Uhr,
die Tätigkeit ausführen, welche sie zur gegebenen Tageszeit am
effektivsten leisten können. Auch sollen die Aufgaben abwechslungsreich
sein (alternierender Wechsel des Aufgabenfeldes). Und man hört davon,
dass in sehr erfolgreichen Unternehmen Absolventen von erfahrenen
Ingenieuren in ihre anspruchsvollen Aufgaben langsam eingeführt
werden...

Aber in der Realität (also bei den meisten Firmen) scheint es ja so zu
sein: Überschuldung, Mitarbeiter führen Tätigkeiten aus, für die sie nie
ausgebildet wurden, sind überarbeiten, wodurch eins nach dem anderen
schief geht, keiner hat Plan von nichts, es wird sich irgendwie
strukturlos "reingefitzt", gegen Gesetze verstoßen, Elektronikartikel
auf den Markt geschmissen mit CE-Zeichen, welche gar nicht konform sind,
Produkte enthalten Giftstoffe und werden mit Stiftung Warentest
"ungenügend" bewertet. Einige Ingenieure meinen ihr Wissen sei ihr
Kapital, dass sie niemals an ihren Arbeitgeber weitergeben dürfen: "Es
wäre ja dumm, wenn die Firma einen Nutzen daraus zieht, obwohl man evtl.
seine Fähigkeiten noch anderweitig vermarkten könnte."
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 14.02.2010 22:47

Für die vielen Überstunden wurde auch die "Vertrauensarbeitszeit"
erfunden. Die Arbeitszeit wird nicht mehr erfasst, also auch keine
Überstunden mehr. Eine richtig tolle Erfindung. :)
Autor: Matthias Keller (mkeller)
Datum: 15.02.2010 10:25

Ich hab jetzt nicht den gesamten Thread gelesen.

Ich studiere an der DHBW (ehemals BA) E-Technik Automation und kann nur
sagen, dass das Studium schrott ist.
Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass es bei so einem dualen
Studium eine Verzahnung zw. Theorie und Praxis gibt.

Nein weit gefehlt! In den theoretischen Phasen wird selten Grundwissen
vermittelt. Ich konnte bisher NICHTS von der Theorie in der Praxis
anwenden. Denn Grundwissen wird nkaum vermittelt und die "praxisnahen"
Vorlesungen passen eben nur zu einem best. Teil zur wirklichen Praxis.
Ohne Grundwissen bringt einem Spezialwissen eben nix.

So habe ich z.B. in der Vorlesung Informatik nach ein paar Grundlagen
(die ersten 10 Seiten in einem C++ Buch) gelernt  wie ich in VS 2008
(erst C++/CLI dann C#) eine Oberfläche zusammenklicke.
In Elektronik hatten wir einen Dozent, der aus der "Praxis" kommt, also
nebenberuflich Dozent ist. Er hat aber von den einfachsten Sachen keine
Ahnung. Wäre ich nicht Hobby-Elektroniker hätte ich in der Firma ein
Problem.
Einige wenige Vorlesungen waren wirklich gut und auch wirklich
"praxisnah", wie z.B. Mikrocontroller. Aber da keiner C kann, musst der
Dozent ertmal in der Ursuppe anfangen...

Dann sidn 40% Vorlesungen über Prozess-, Qualitäts-,
Projektmanagment.... Ist ja alles schön und gut, aber will ich ein
Schwätzer werden der von nix eine Ahnung hat?


Also lieber an der Uni nur "theoretisches" Zeug das auch noch in 20
Jahren gilt, als den Müll den du an der DHBW lernst...


Fazit-----> wenn du Interesse and der Materie hast, lass die Finger von
der BA/DHBW
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