www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Plastik 70 Schutzlack und LEDs


Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Forumgemeinde.

Ich habe hier ein paar LED Leisten mit SMD-LEDS, die in der Küche als 
Unterschrankbeleuchtung eingesetzt werden sollen. Hierzu müsste ich 
diese jedoch gegen Feuchtigkeit etwas schützen.

Dazu habe ich mir Plastik 70 besorgt, diesen sprühbaren Schtulack auf 
Acrylharzbasis. Nun steht jedoch auf der Dose drauf, man solle die 
Vertragälichkeit bei lösemittelempfindlichen Kunststoffen vorher testen.

Deshalb die Frage, ob LED-Kunststoffe lösemittelempfindlich sind. Leider 
habe ich keine Ahnung, welcher LED-Typ auf den Leisten verbaut ist 
(Gehäuseform PLCC5050). Bevor ich an einer LED teste, ob dieses Spray 
den LEDs zusetzt, wäre die Frage, ob hier jemand schon Erfahrung in der 
Richtung hat. Nicht, dass man erst nach längerer Zeit feststellt, dass 
die LEDs angegriffen werden.

Autor: Hannes Lux (hannes)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Runde 3mm-LEDs haben es bei mir ohne Probleme überlebt.

...

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Loesemittelempfindlichkeit hat man ja vor allem bei PE und PPE 
Kunststoffen, da die Weichmacher herausgeloest werden. Kann mir eher 
nicht vorstellen dass diese Kunststoffe fuer LED-Gehaeuse benutzt 
werden. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch keinen Grund, warum 
LED-Gehaeuse nochmals aufwaendig gegen Feuchtigkeit geschuetzt werden 
muessten...

Volker

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es sind nicht unbedingt die LEDs, als vielmehr die Lötstellen und den 
Rest der Leiste. Kann durchaus mal passieren, dass beim Abwaschen ein 
Tropfen Wasser an die Leiste kommt. Das sollte dann nicht gleich nen 
Kurzschluss erzeugen.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Einen Kurzschluss wird das nicht geben, dafuer leitet Wasser dann doch 
zu schlecht... Und was das Lackieren angeht: Hier liessen sich die LEDs 
ja abkleben.

Volker

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe gerade mal auf den LEDs "rumgetatscht". Das Fenster im Gehäuse, 
aus dem das Licht austritt, ist relativ weich. Wie ich schon sagte, habe 
ich kein Datenblatt zu der LED, da keine Typbezeichnung vorhanden, sonst 
könnte man nachsehen, was das für ein Material ist.

An abkleben hab ich auch schon gedacht, aber 120 LEDs abzukleben macht 
definitiv keinen Spass.

Es sind diese Module:

http://www.led-tech.de/de/LED-Module-und-Flexband/...

Autor: Mho (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Fenster auf der LED wird aus Silikon sein.

Autor: min (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Epoxy drauf_ dann ist's auch dicht.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank Erdrich schrieb:
> An abkleben hab ich auch schon gedacht, aber 120 LEDs abzukleben macht
> definitiv keinen Spass.

Das kann ich nachvollziehen. Fuer den Fall dass das nicht so deutlich 
rueberkam: Ich sehe ueberhaupt keinen Grund fuer Plastik 70 oder sonst 
irgendeine Behandlung fuer oben genannte Verwendung. Das Schlimmste, das 
passieren kann, ist das (oberflaechliche) Korrodieren von z.B. 
Leiterbahnen, was jedoch die naechsten paar Jahrzehnten kaum in's 
Gewicht fallen sollte. Einen Kurzschluss wuerde auch stehendes 
Leitungswasser nicht verursachen. Dampf sowieso nicht. Last but not 
least ist so eine Kueche per Definition auch kein Feuchtraum. ;)

Volker

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
min schrieb:
> Epoxy drauf_ dann ist's auch dicht.

Beleuchtung hinter Epoxy ist natuerlich auch der Hit! ;)

Volker

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hallo,

schieb die led streifen doch in ein glasrohr oder evt. tun es
auch die kunststoffstangen in denen üblichweise DIL IC's geliefert 
werden.

gruss klaus

Autor: HildeK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank Erdrich schrieb:
> Dazu habe ich mir Plastik 70 besorgt, diesen sprühbaren Schtulack auf
> Acrylharzbasis. Nun steht jedoch auf der Dose drauf, man solle die
> Vertragälichkeit bei lösemittelempfindlichen Kunststoffen vorher testen.

Viele Kunststoffe sind empfindlich bez. Lösungsmittel. Nur, welches 
Lösungsmittel ist in Plastik70 enthalten?

Problematisch sind meist nur Kunststoffe wie Styropor - das geringe 
Anlösen führt da zu einem 'Wegschmelzen' des aufgeschäumten Stoffes, 
weil die Struktur sehr dünn ist. Das Grundmaterial von Styropor, 
Polystyrol, wird zwar angelöst, aber solange du im noch feuchten Zustand 
bei Vollmaterial nach dem Ansprühen nichts anfasst oder abwischt, wird 
nur wenig passieren. Das ganze ist nach wenigen Minuten abgetrocknet und 
wieder stabil.
Eine Sichtscheibe aus Polystyrol oder Plexiglas würde ich nicht 
ansprühen.

Ich hätte keinerlei Bedenken, LEDs mit Plastik70 anzusprühen. Wenn du 
ganz vorsichtig sein willst, dann sprühe etwas auf einen kleinen Pinsel 
und bestreiche damit eine der LEDs an der Seite und beobachte - vor 
Allem, ob die Oberfläche z.B. milchig wird.
Das ist doch genau die Verträglichkeitsprüfung, die der Hersteller 
empfiehlt.

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HildeK schrieb:
> Viele Kunststoffe sind empfindlich bez. Lösungsmittel. Nur, welches
> Lösungsmittel ist in Plastik70 enthalten?

Leider sind die genauen Inhaltsstoffe nicht auf der Dose ausgewiesen.

Vielen Dank für die ganzen Informationen. Werde die Leisten 
"naturbelassen" installieren. Hab mir die Leisten auch noch mal genauer 
angeschaut. Die einzigen Stellen, an denen es wirklich schnell zu 
Kurzschlüssen kommen könnte, sind sowieso elektrisch verbunden. 
Korrosion selbst ist kein Problem, die Leiterbahnen sind geschützt und 
die Lötstellen lassen sich zur Not nachlöten.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ist es das hier?
http://www.wocken.com/var/StorageWocken/SDB/CRC/PL...

Die Hersteller sind (inzwischen) dazu verpflichtet, Datenblätter zu 
ihren Produkten zur Verfügung zu stellen.

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, das dürfte das sein. Kontakt Chemie und Plastik 70. Dürfte keinen 
weiteren Hersteller geben, der so heißt und sein Produkt Plastik 70 
nennt.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.