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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Nomenklatur bei Microprozessornamen


Autor: Hans im Pech (Gast)
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Gibt es für die Prozessoren eine gewisse Nomenklatur, also 
Namenskonvention, aus denen man schon vom Namen her gewisse 
Eigenschaften ableiten kann? Ich habe mir z.B. jetzt den Prozessor mit 
Namen AT90CAN128-16MU angeschaut. Dass ist von einer Platine der 
Prozessor, die in dem Buch "Messen, Steuern, Regeln mit USB" beschrieben 
wird. Es heisst, es sei ein

- 8Bit-Prozessor
- 128K Flash
- CAN-Anschluss für CAN-Bus

Ich hab dazu halt noch ein paar weitere Fragen

8Bit-Prozessor heisst, 8 von den 64 Beinchen werden dazu benutzt, um 
Daten in den µC reinzuschreiben bzw. auszulesen, also zur Kommunikation, 
dann sind ein paar Beinchen für einen äußeren Schwingquarz, wenn man den 
internen nicht verwenden will, andere dann zum Anlegen der Spannung 
etc., und 38 Beinchen bleiben dann davon übrig, mit denen ich dann je 
nach Bedarf irgendwas machen kann, egal, ob jetzt an manchen von diesen 
Beinchen einfach nur LED´s oder Taster dranzuhängen ... .

Was bedeutet aber jetzt z.B. in dem Namen -16MU? CAN bedeutet dann 
CAN-Bus-fähig, 128 - 128 K Flash-Memory, AT90- Atmel Baureihe 90?

Nur mal jetzt ein Gedankenexperiment, wenn ich jetzt z.B. einen µC 
suche, der nicht 64 Beinchen hat und ich dann 38 einzelne Beinchen 
ansteuern kann, sondern einen C. haben möchte, der dann vielleicht 128 
Beinchen hat, auch 8 Bit Beinchen, vielleicht auch CAN-Bus hat und so, 
aber nicht nur 38 Beinchen, die ich ansteuern kann, sondern dann z.B. 80 
Beinchen, die einzeln ansteuerbar sind, wie könnte man so einen µC denn 
nach Anzahl der Beinchen heraussuchen, die Anzahl der Beinchen geht ja 
nicht aus dem Namen hervor, sondern eher oben die anderen Eigenschaften, 
die ich oben aufgelistet habe.

Autor: mike (Gast)
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Bitte lies erst das Tutorial und Forum durch...da werden genau die 
Fragen beantwortet. 8-Bit, etc...

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Hans im Pech schrieb:
> Gibt es für die Prozessoren eine gewisse Nomenklatur, also
> Namenskonvention, aus denen man schon vom Namen her gewisse
> Eigenschaften ableiten kann?
Nein, gibt es leider nicht.

> Ich habe mir z.B. jetzt den Prozessor mit
> Namen AT90CAN128-16MU angeschaut.
- AT -- Atmel AVR 8 Bit
- AT90 -- veraltete AT90-Serie der Bausteine, w.i.m.r.e.
- CAN -- mit CAN-Schnittstelle
- 128 -- 128 kBytes Programmspeicher
- 16 -- 16 MHz-Variante
- MU -- Gehäuse und/oder Temperaturbereich


> 8Bit-Prozessor heisst, 8 von den 64 Beinchen werden dazu benutzt, um
> Daten in den µC reinzuschreiben bzw. auszulesen, also zur Kommunikation,
> dann sind ein paar Beinchen für einen äußeren Schwingquarz, wenn man den
> internen nicht verwenden will, andere dann zum Anlegen der Spannung
> etc., und 38 Beinchen bleiben dann davon übrig, mit denen ich dann je
> nach Bedarf irgendwas machen kann, egal, ob jetzt an manchen von diesen
> Beinchen einfach nur LED´s oder Taster dranzuhängen ... .
Hm, das alles ist Käse.

> Was bedeutet aber jetzt z.B. in dem Namen -16MU? CAN bedeutet dann
> CAN-Bus-fähig, 128 - 128 K Flash-Memory, AT90- Atmel Baureihe 90?
So in etwa, siehe oben.

> Nur mal jetzt ein Gedankenexperiment, wenn ich jetzt z.B. einen µC
> suche, der nicht 64 Beinchen hat und ich dann 38 einzelne Beinchen
> ansteuern kann, sondern einen C. haben möchte, der dann vielleicht 128
> Beinchen hat, auch 8 Bit Beinchen, vielleicht auch CAN-Bus hat und so,
> aber nicht nur 38 Beinchen, die ich ansteuern kann, sondern dann z.B. 80
> Beinchen, die einzeln ansteuerbar sind, wie könnte man so einen µC denn
> nach Anzahl der Beinchen heraussuchen, die Anzahl der Beinchen geht ja
> nicht aus dem Namen hervor, sondern eher oben die anderen Eigenschaften,
> die ich oben aufgelistet habe.
Auch leider Unfug. Viele Hersteller bieten vollparametrische 
Bauteilsuchen an, dort kann man dann nach allen möglichen Kriterien 
filtern.

Autor: mike (Gast)
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lass mich es für dich googeln:

http://lmgtfy.com/?q=8-bit-prozessoren

Autor: Hans im Pech (Gast)
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Sven P. schrieb:
> Viele Hersteller bieten vollparametrische
> Bauteilsuchen an, dort kann man dann nach allen möglichen Kriterien
> filtern.

Ich glaub, ich hab das grad gefunden - Du meinst sowas, wie das hier - 
oder?

http://www.atmel.com/dyn/products/param_table.asp?...

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Genau.

Autor: LordZiu (Gast)
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Hans im Pech, hast du verstanden, dass alles was du über "8-bit == 8 
Beinchen" geschrieben hast, völliger Quark ist?

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Sven P. schrieb:
> Was bedeutet aber jetzt z.B. in dem Namen -16MU?

Das bedeutet, daß der Prozessor mindestens (wegen -)
16 mal so schlau ist wie eine norddeutsche Kuh (MU).

Autor: LordZiu (Gast)
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Klaus Wachtler schrieb:
> Sven P. schrieb:
>> Was bedeutet aber jetzt z.B. in dem Namen -16MU?
>
> Das bedeutet, daß der Prozessor mindestens (wegen -)
> 16 mal so schlau ist wie eine norddeutsche Kuh (MU).

lol  Wie geil...


Nein im Ernst, besorg dir ein Datenblatt zum Prozessor (atmel.com) und 
schau ganz am Ende. Das sind dann verschiedene Packages und Unterarten 
der Controller.

Autor: Plan (Gast)
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Hier gibts ein 32-Bit Prozessor, den gibts ab 36 Beinchen aufwärts.
http://www.st.com/stonline/products/literature/rm/13902.pdf
Obwohl der nur 36 Beinchen hat kann der 32 Bit rechnen.
Wenn Du die 681 Seiten durch hast is gut.
Auf der Seite 681 steht Please Read Carefully

Autor: nop (Gast)
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Das sind > 1000 Seiten.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Wieviel Beinchen hat denn ein 1-Bit-Prozessor?
http://de.wikipedia.org/wiki/1-Bit-Architektur

Autor: Hans im Pech (Gast)
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Hmm, was hab ich denn jetzt mit den 8 Bit Beinchen falsch verstanden? 
Ich hab ein Beispiel angeführt von dem o.g. Prozessor at90can128-16mu, 
der zusammen mit einem usbn9604slb auf einer sog. Octopus-Platine drauf 
ist. Dort sind 8 Beinchen von dem 1. µC mit dem usbn... verbunden, also 
8Bit-8Beinchen bei paralleler Übertragung. Wenn ich jetzt die zwei 
Beinchen für die serielle Übertragung nehme, dann ist das Signal halt 
etwas anders, also ein Zweibein-Signal, jetzt bin ich ein bißchen 
durcheinander.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Hm, mein PC hat angeblich einen 64-Bit-Prozessor.
Die Centronics-Schnittstelle (LPT) hat aber auch nur 8 Datenleitungen.
Ich glaube, der Händler hat mich beschubst!

Autor: Hans im Pech (Gast)
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Klaus Wachtler schrieb:
> Hm, mein PC hat angeblich einen 64-Bit-Prozessor.
> Die Centronics-Schnittstelle (LPT) hat aber auch nur 8 Datenleitungen.
> Ich glaube, der Händler hat mich beschubst!

Hmm, ich glaub schon, denn wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann 
gibt es ja noch ein paar Datenleitungen mehr zu den Datenleitungen 
D0-D7, da gabs glaub ich immer noch 4 Stück mehr, wenn der Drucker z.B. 
an den Computer etwas übermitteln wollte - zB. fehlendes Papier oder 
sowas, genau weis ich es grad nicht mehr, auf jeden Fall konnte der was 
zurückschicken und somit müssten es ein paar Datenleitungen mehr als 8 
Stück sein, wobei die anderen aber glaub ich nur in eine Richtung 
funktionierten.

Autor: Justus Skorps (jussa)
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Hans im Pech schrieb:
> Klaus Wachtler schrieb:
>> Hm, mein PC hat angeblich einen 64-Bit-Prozessor.
>> Die Centronics-Schnittstelle (LPT) hat aber auch nur 8 Datenleitungen.
>> Ich glaube, der Händler hat mich beschubst!
>
> blubbblubb

damit wollte er andeuten, dass Zahl der Pins und X-Bit-Controller nix 
miteinander zu tun haben...aber das scheint wohl eh ein Troll-Thread zu 
sein...

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Wie dem auch sei, zumindest habe ich also einen 12-Bit-Rechner.
Dann bin ich ja etwas beruhigt.

Autor: the live (Gast)
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Bitte lass das Wort "Beinchen" raus... das klingt fast als würde ich es 
meiner Katze erklären.

sagen wir besser I/Os (Input/Output->Eingang/Ausgang) dazu. Die 
Microcontroller haben X Stück davon, wobei die Anzahl der I/Os 
unabhängig davon ist ob es nun ein 8-Bit, 16-bit, oder 32-Bit MC ist.

copy-paste aus wikipedia:
Vereinfacht dargestellt bedeutet 8 Bit, dass die Prozessoren durch ihr 
Design so ausgelegt sind, dass 8 Bit (also 1 Byte) gleichzeitig bzw. 
während eines Taktes verarbeitet werden können. Register und Adressbus 
sind dabei oft 16 Bit breit, der Speicherbereich wird teilweise durch 
Memory-Mapping noch erweitert.

Die angesprochenen I/O kann man nun je nach MC einfach als Ausgänge (für 
zB LEDs) oder als Eingänge (für zB Taster nehmen) oder mit Funktionen 
belegen (wieder abhängig von MC). einige Beispiele: UART, ADC, DAC, SPI, 
TWI (I²C)....

sollten irgendwelche Abkürzungen unklar sein: Wikipedia weiß die 
Antwort!

Gruß
Andreas

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Sven P. schrieb:
>> Ich habe mir z.B. jetzt den Prozessor mit
>> Namen AT90CAN128-16MU angeschaut.
> - AT -- Atmel AVR 8 Bit

Nope. Steht einfach nur für Atmel. Um nur ein paar andere Beispiele zu 
nennen, AT89 sind 8051-Architektur, AT91 sind ARM-basiert, und AT27 sind 
garkeine Controller, sondern EEPROMs.

> - AT90 -- veraltete AT90-Serie der Bausteine, w.i.m.r.e.

Auch aktuell beginnen immer noch die Varianten mit Spezial-Peripherie 
(CAN, USB, PWM z.B.) mit AT90.

> - CAN -- mit CAN-Schnittstelle
> - 128 -- 128 kBytes Programmspeicher
> - 16 -- 16 MHz-Variante

Korrekt. Wobei der Takt nur die spezifizierte Obergrenze ist, man darf 
auch deutlich darunter bleiben, oder ggf. auch moderat übertakten 
(natürlich ohne Garantie ;-).

> - MU -- Gehäuse und/oder Temperaturbereich

Andreas

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