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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Röhren-Verstärker mit ECL86


Autor: haps (Gast)
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Hallo lieber User,

ich hab gestern im Hausflur die Reste eines alten Röhrenverstärkers 
gefunden und bin nun im Bastelfieber auf einem Gebiet auf dem ich bisher 
noch nicht unterwegs war..

Ich habe vor aus den Überresten einen kleinen Stereo-Röhrenverstärker zu 
bauen und dabei Netzteil und Übertrager aus dem Fragment zu nutzen. Ich 
war ein wenig in Jogis Röhrenbude unterwegs und hab mich eingelesen, 
außerdem hab ich mir den Schaltplan des Vorhandenen besorgt und mal 
folgende Schaltung zusammengezeichnet (siehe Anhang). Der Klangregel- 
und Verstärkerteil muss beim Stereobetrieb natürlich doppelt ausgeführt 
werden, geht jetzt aber erstmal nur um das Prinzip/die Beurteilung der 
R/C-Werte rund um die ECL86 und im Klangregelteil.

Vielleicht gibts ja ein paar Hinweise was noch besser zu machen ist oder 
was gänzlich falsch/nicht beachtet wurde.

Würd mich über konstruktive Kritik freuen,

  -haps

Autor: Jens (Gast)
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hi

Ich würde den Klangsteller zwischen die Vorstufe mit der Triode und die 
Endpentode schalten. Dann ist der Klangsteller und die Quelle 
entkoppelt.
Hab ich bei einem Verstärker von mir gemacht und das hat gut 
funktioniert.
Außerdem musst du die Anodenspannung von der Triode nochmal überprüfen. 
Ich glaube die hängt nicht an der Hochspannung. Das könnte ein 
Zeichenfehler sein. Oder hab ich was übersehen? Und die Triode braucht 
einen extra Siebelko. Der sollte von der Endpentode mit einem Widerstand 
entkoppelt sein. Da kannst du nochmal 50µ bis 100µ spendieren. Wenn 
nicht koppelst du die Spannnungsschwankungen von der Endstufe im Betrieb 
auf den Eingang zurück.
Gruß, Jens

Autor: oszi40 (Gast)
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Wenn Si-Gleichrichter eingesetzt werden ist die Anodenspannung schneller 
da als die Röhren angeheizt sind! Daher ausreichende Spannungsfestigkeit 
der Elkos beachten.

Autor: haps (Gast)
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Hi,

Mit der Anodenspannung der Triode hast du Recht, die hab ich vergessen. 
Jetzt geht die untere kleine Anzapfung der Primärseite des Übertragers 
mit 1k auf das Zwischengitter der Pentode und dann über R416/R415 auf 
die Anode der Triode.

Die Stelle des Siebelkos versteh ich nicht, und in welchen Zweig genau 
soll die Klangregelung deiner Meinung nach?

Die Spannungsfestigkeit der Elkos hab ich schon auf die Todo-Liste 
geschrieben, hier wird ein SI-Gleichrichter verwendet..


Danke für eure Tipps!

Autor: Jens (Gast)
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Naja, ganz einfach. Du kommst mit dem Signal an. Gehst damit auf die 
Triode. Koppelst das Signal aus und gehst auf den Klangsteller. Da raus 
und dann auf die Endpentode.
In der Schaltung sind also Vor- und Endstufe getrennt. Und jede Anode 
bekommt ihren eigenen Siebelko und die beiden verbindest du mit einem 
Widerstand. Einfach ein RC-Siebglied halt.
Wenn ich den Schaltplan von mir finde, stelle ich den rein.

Gruß, Jens

Autor: Jens (Gast)
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Das könnte dir helfen. Und schau dir genau an, wie das mit U1 für die 
Pentode und U2 für die Triode gemacht ist!

http://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/ECL86.htm

Autor: haps (Gast)
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So,

ich hab das mal so umzusetzen versucht wie ich es verstanden habe mit 
deinen und den Tipps auf Jogis Seite.

Ich hab das Netzteil umgezeichnet und die Kondensatoren eingefügt. Der 
Übertrager ist aus dem alten Verstärker, hier wird anscheinend ein Teil 
des Übertragers als Drossel verwendet, macht das Sinn?

Die Klangstellung dürfte ja so funktionieren, die ist fast so wie sie 
ist aus dem Schaltplan des Verstärkers übernommen, das sind ja nur 
Filter/Pässe, oder? Nur den 1M in dem S-Strang find ich etwas groß passt 
das so? Der war ja vorher vor der Vorverstärkung.

Und geh ich so ohne weiteres auf die Triode mit meinem Einganssignal? 
Was ist dann mit Gleichspannungsüberlagerungen und der Verschiebung der 
Triodenkennlinie?

Leider fehlt mir noch viel Hintergrund zum Thema Röhre/Kennlinien lesen, 
der ganze Quatsch, deshalb kann ich auch schlecht die R/C Werte in der 
gesamten Schaltung beurteilen. Vielleicht kann ja jemand einen Kommentar 
zur Plausibilität der Werte abgeben, ich hab sie zumindest nicht selber 
berechnet..

Viele Grüße,

 --haps
Ich

Autor: haps (Gast)
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In der Vorstufe habe ich vergessen U2 einzutragen, kommt in den Zweig 
zwischen 220k und 2uF..

Autor: haps (Gast)
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Da hat sich der Schlendrian eingeschlichen, der Widerstand ohne Wert in 
der Vorstufe hat 100 Ohm...

Autor: Michael_ (Gast)
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>Und geh ich so ohne weiteres auf die Triode mit meinem Einganssignal?
>Was ist dann mit Gleichspannungsüberlagerungen und der Verschiebung der
>Triodenkennlinie?
Du mußt ihn schon so ähnlich entkoppeln, wie in der Eröffnung. Also mit 
C und R nach Masse.
Den Lautstärkeregler würde ich aber vor die Triode schalten.

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