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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Altium Designer / Lizenzen bzw. Funktionen


Autor: Marco (Gast)
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Hallo,
hat jemand von euch den Altium Designer im Einsatz? Ich suche nach einer 
CAD Software bei der man auch MCAD Funktionen hat. Gibt es eine 
günstigere Lizenz als die 3200€ die alles kann? FPGA interessiert mich 
nicht. Vielleicht gibt es da eine abgespeckte Version?

Autor: Ralf (Gast)
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Wie wär's wenn du auch sagst, WELCHE MCAD-Funktionen dich interessieren? 
:)

Du kannst STEP-Modelle mit den Footprints verknüpfen, und STEP-Modelle 
der Leiterplatten (mit Bauteilen) rauspusten. Was brauchste noch?
Ich bin bei uns mit für die Bibliotheken verantwortlich, und erstelle in 
SolidWorks (welches von unser Mechanik-Abteilung verwendet wird) die 
STEP-Modelle der Bauteile.

Ralf

Autor: Ralf (Gast)
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Ach so, ganz vergessen: Ab März sind die Preise für AD wieder oben!

Ralf

Autor: Marco (Gast)
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Ich möchte die vor allem die 3D Funktion verwenden, das ist der 
Hauptgrund für den Altium Designer. Ich weiß leider nicht wie das genau 
funktioniert, auf der AD Homepage steht ja das man Gehäuse importieren 
kann und die Leiterplatte dann einbauen kann. Perfekt wäre natürlich 
wenn man die Gehäuse oder andere Bauteile ändern kann. Die Step Modelle 
der Leiterplatte müssen nicht unbedingt exportiert werden...

Autor: Alex (Gast)
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@Ralf:
Woher hast du die Information, dass der AD ab März wieder teurer wird?
Hast du eine Ahnung, in welcher Region sich der Preis dann bewegt?

Autor: Der Trog (Gast)
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Die 3D Modelle ? In die Tonne. Das wir das TopOverlay nach oben 
extrudiert.

Autor: Bla (Gast)
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Nö - Kugeln, Quader usw. kann man für die Bauteile zeichnen und beliebig 
anordnen.

Komplexeres geht aber nur mit externen 3D MCAD Programmen.

Autor: Ralf (Gast)
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Die Info hab ich von Altium direkt, als User stehe ich im Newsletter :) 
Und persönlichen Kontakt gibts immer mal wieder (per Telefon).

Die Preise ab März werden sich mit einjähriger Software-Assurance für 
die PCB-Front-End-Version bei etwa 5k2 bewegen, wenn ich's richtig im 
Kopf hab. Momentan sind's 3k2.

Zu den 3D-Funktionen, erstmal eine Erklärung: Ein 3D-Element kann wie 
oben geschrieben ein Rechteck, ein Zylinder oder eine Kugel sein. Man 
kann auch einen Abstand vom Board angeben, einfärben, Transparenz 
einstellen. Aber wie ebenfalls oben geschrieben, sind das rudimentäre 
Elemente, die man verwendet, um wenigstens grob die mechanischen Ausmaße 
aufzuzeigen. Wer etwas komplexeres als einen Widerstand oder einen 
kleinen IC damit machen will, braucht Zeit, Geduld, und ne gute 
Tischplatte (zum Reinbeissen). Man kann ebenfalls aus den 2D-Daten des 
Overlays (Bestückungsdruck bzw. zeichnerische Bauteilkontur für 
Bestückungsplan) die Elemente generieren lassen, was die Sache etwas 
vereinfacht.
Für die komplexen Sachen ist man mit einem externen 3D-MCAD-Programm, 
welches STEP exportieren kann, wesentlich besser bedient, da es besser 
aussieht (wenn man sich ein bisschen Mühe gibt).

Ausserdem hat das noch einen weiteren Vorteil. Wir arbeiten verstärkt 
mit 3D-Modellen (daher konstruiere ich die ICs usw. alle bei uns). Macht 
man vom Board ein STEP-Modell (für die Mechanik-Abteilung -> die 
können's dann ins Gehäuse setzen), bei dem mehrere der o.g. "primitiven" 
3D-Körper für ein einzelnes Bauteil eingesetzt wurden, kann es beim 
Import des STEP-Modells ins Mechanikprogramm vorkommen, dass die 
Einzelelemente sich leicht überschneiden (jedes Programm hat eine 
interne Auflösung, welche Ungenauigkeiten hervorruft). Ist meistens 
nicht schlimm, kann aber auch mal Aufwand für's Korrigieren bedeuten. 
Bei einem ordentlichen STEP-Modell eines Bauteils passiert das halt 
nicht.

Ebenfalls können freie STEP-Modelle ins Board geholt werden (z.B. 
Gehäuse) und an der Platine ausgerichtet werden. Das Ausrichten ist 
manchmal schwierig, aber wenn man das ein paar Mal gemacht hat, kommt 
man zurecht.

Im Anhang mal Beispieldaten. Dabei habe ich das Board (Altium 3D 
View.png) im AD erstellt und in der 3D-Ansicht abgebildet. Das Board 
habe ich als STEP exportiert und in SolidWorks importiert (SWX 
Import.png).
In SolidWorks habe ich dann quasi eine Bodenwanne eines Schalengehäuses 
erzeugt (basierend auf dem importierten Board). Davon habe ich wiederum 
ein STEP erzeugt, welches ich dann in AD als freies Modell eingefügt 
habe (Altium Complete.png). Man kann die freien STEP-Modelle direkt 
einbetten ins PCB-Dokument, oder nur drauf verlinken, was den Vorteil 
hat, dass die Mechanikabteilung beispielsweise bei einer Änderung ein 
neues STEP erzeugt, das alte überschreibt und der AD dann eine 
Mitteilung bringt, dass sich die Daten geändert haben und einen 
Re-Import vorschlägt.

Fazit: Die 3D Features sind schon ganz gut, natürlich gibts Mankos, aber 
wie ich finde durchaus brauchbar.
Die Mechaniker sehen bei ordentlichen Modellen der Leiterplatten gleich, 
wo es schaben könnte, die Fertigung sieht gleich mal, wie die Baugruppe 
aussehen wird, usw.

So, hab jetzt hoffentlich nix vergessen...
Für weitere Fragen bin gern zu haben :)

Ralf

Autor: Ralf (Gast)
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Nachtrag 1: Das Gehäuse alleine hab ich aus SWX exportiert, also nicht 
mit dem Board zusammen, das hat nur als Basis gedient.

Nachtrag 2: Obwohl für die 3D-Ansicht ein blauer Stoplack gewählt war, 
ist die Farbe im STEP-Modell der Platine grün. Das ist eben eins der 
o.g. Mankos. Auch ist die Durchkontaktierung nicht im STEP-Modell, kann 
man aber glaub ich beim Export einstellen.

Ralf

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