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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Zukunftsorientierung bei Stellenwahl


Autor: Zukunft (Gast)
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Ich arbeite bei einem groesseren Unternehmen und werde demnaechst den 
Standort wechseln. Habe vom neuen Standort schon verschiedene 
Stellenangebote bekommen, was ja erstmal gut ist.

Bei der ganzen Tendenz in Deutschland mit Verlagerungen etc. frage ich 
mich allerdings was ich anpeilen sollte, um moeglichst lange oben zu 
schwimmen.
So habe ich Stellen angeboten bekommen die sich mit der Integration von 
HW Modulen befasst - man also mehr mit verschiedenen Stellen und deren 
Interessenausgleich zu tun hat und welche die sich eher um HW 
Entwicklung drehen (also eher in Richtung Experte von Schaltungsteilen).

Die Stellen werden erstmal identisch entlohnt.

Was wuerdet ihr machen und warum ?

Danke.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Schau mal in die Zukunft.

Autor: Max M. (xxl)
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Ist vielleicht keine schlechte Idee sich nicht zu spezialisieren,
sondern immer etwas breitbandig tätig zu sein. Nach zehn Jahren
muss man ohnehin sein Wissen wieder etwas auffrischen. Nach weiteren
10 Jahren gehört man ja dann schon fast zum Altenteil und dann gehts
rapide bergab. Was dann an Technologie aktuell sein wird wissen
nicht mal die Wissenschaftler im voraus.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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mm

 hat recht breitband ist zwar meist weniger effektiv dafür aber flexibel 
einsetzbar.

In kurzlebiger Zeit kommen Hochspezialisierte schnell ans slektive 
finish als flexiblere.

Nicht länger als 3-5 Jahre binden gibt zwar keine Karierere aber hält 
den Geist jung.

Festbeißen ist nur für wenig flexible Menschen in karieresicheren Jobs 
(Beamte, Infrastrukturangestellte)von Vorteil. Die produktive Wirtschaft 
bietet solche Stellen schon seit zehn Jahren nicht mehr, da dem Cashflow 
unzuträglich. Schnelles Geld erfordert schnellen Gewinn bei hohem 
Risiko.

...
MfG Winne

Autor: A. K. (prx)
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Entwickeln kann man weltweit, entsprechend konkurriert man weltweit. Die 
im Rahmen von Projekten weltweit entwickelten Teile dann 
zusammenzubringen und einzusetzen ist hingegen weniger leicht 
ausgelagert.

Die persönlichen Eigenschaften spielen natürlich auch eine Rolle. Ein 
Entwickler darf kommunikativ schwächer sein als ein Integrator.

Autor: _Patrick_ (Gast)
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>Bei der ganzen Tendenz in Deutschland mit Verlagerungen etc. frage ich
>mich allerdings was ich anpeilen sollte, um moeglichst lange oben zu
>schwimmen.
Stellen die möglichst dicht am Kunden sind, können am schwersten ins 
Ausland verlagert werden.

Autor: Zukunft (Gast)
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Danke fuer die Meinungen.

Wie die Tendenzen aussehen ist klar, nachdem Deutschland als 
Produktionsstandort unattraktiv wurde wird es dies jetzt zunehmend auch 
fuer die Entwicklung. Sehe ich in dem Unternehmen in dem ich arbeite nur 
zu deutlich.

Aus den Rueckmeldungen sehe ich dass es "sicherer" waere sich nicht zu 
spezialisieren um damit flexibler/vermittelbarer zu beleiben.

Autor: Max M. (xxl)
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>Sehe ich in dem Unternehmen in dem ich arbeite nur zu deutlich.

Das ist nur Anschein. Wenn die Firmen das wirklich durchziehen
werden die schnell merken das die Entwicklungen auch das Niveau
des Landes haben wird wo man entwickeln lässt. Außerdem ist
das Know-How im Ausland, egal ob hinter dicken Tresortüren
oder verschlüsselt gesichert keinesfalls so sicher wie hier. Gerade
in Asien ist das sehr gewagt und der Unternehmer kommt dann
höchstwahrscheinlich reumütig wie ein geprügelter Hund zurück
nach Made in Germany wenn das Know-How im Ausland plötzlich
kopiert wird. Hier in meiner Stadt hat ein Unternehmer
mal so eine schlechte Erfahrung gemacht.

Autor: A. K. (prx)
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Jo, aber dann muss man sich bei der Stellenwahl durch die ganze Historie 
des Arbeitgebers wühlen, um festzustellen, ob er diese Erfahrung schon 
hinter sich oder noch vor sich hat. Und wenn der Laden gross genug ist, 
dann werden mit dem nächsten CEO die Karten wieder neu gemischt.

Autor: Realist (Gast)
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>Außerdem ist das Know-How im Ausland, egal ob hinter dicken Tresortüren
>oder verschlüsselt gesichert keinesfalls so sicher wie hier. Gerade
>in Asien ist das sehr gewagt und der Unternehmer kommt dann
>höchstwahrscheinlich reumütig wie ein geprügelter Hund zurück
>nach Made in Germany wenn das Know-How im Ausland plötzlich
>kopiert wird. Hier in meiner Stadt hat ein Unternehmer
>mal so eine schlechte Erfahrung gemacht.

Wann kapiert ihr's endlich: Für die Firmen gibt es kein "Ausland"! Dank 
Globalisierung und Firmen mit weltweiten Standorten ist es völlig ohne 
Belang, wo die Ware letztendlich hergestellt wird. Es zählt, wo der 
ökonomisch größte Nutzen für die Firmen liegt. Und Deutschland liegt da 
sehr weit abgeschlagen auf den hintersten Rängen. Sowohl als 
Produktions- als auch als Entwicklungsstandort. Gerade eben ist bei 
einer Umfrage wieder bestätigt worden, dass Deutschland und ganz Europa 
für die global Player schon längst nicht mehr interessant ist, weder als 
Produktions- noch als Kundenstandort. Da geben schon lange die 
BRIC-Staaten den Ton an.

Dass Europa unter völligem Realitätsverlust leidet, zeigt z.B. 
Griechenland: aufgrund massiver Staatsverschuldung schnürt die dortige 
Regierung ein Sparpaket. Aber was machen die Leute, anstatt die Zähne 
zusammenbeißen und versuchen, das Land aus dieser prekären Lage zu 
bringen: starten postwendend einen Generalstreik und liefern sich 
Straßenschlachten mit der Polizei.

Insgesamt, und das bleibt Fakt, auch wenn es hier immer wieder 
dementiert wird: Deutschland und ganz Europa sehen düsteren Zeiten 
entgegen!

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Der Realist ist zwar Pessimist, aber als solcher eben ein Optimist mit 
Erfahrung.

full ack

Kapital zieht halt immer auf die saftigste Weide wenn es an Zäunen 
mangelt wie jedes andere dumme Vieh auch.

und Politiker welche alle zäune niederreissenohne zu schauen wie saftig 
wohl die eigene Weide ist .....

sind wohl die dümmsten Bauern aber sie behalten die dicksten Kartoffeln, 
jedoch nur für sich.

Autor: rglbmpf (Gast)
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>Gerade eben ist bei
>einer Umfrage wieder bestätigt worden, dass Deutschland und ganz Europa
>für die global Player schon längst nicht mehr interessant ist, weder als
>Produktions- noch als Kundenstandort. Da geben schon lange die
>BRIC-Staaten den Ton an.

Ich würde mal 2 Milliarden Malaiische Ringitt darauf verwetten das sich 
keine solche Umfrage finden lässt.

Autor: mighty (Gast)
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431516041 Euro sind aber auch viel Geld, hast du so viel? ;)

Autor: Hans Meier (bauzi)
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Realist schrieb:
> Wann kapiert ihr's endlich: Für die Firmen gibt es kein "Ausland"! Dank
> Globalisierung und Firmen mit weltweiten Standorten ist es völlig ohne
> Belang, wo die Ware letztendlich hergestellt wird. Es zählt, wo der
> ökonomisch größte Nutzen für die Firmen liegt. Und Deutschland liegt da
> sehr weit abgeschlagen auf den hintersten Rängen. Sowohl als
> Produktions- als auch als Entwicklungsstandort.

Sehe ich genauso.

Bei uns wird die Entwicklung zur Zeit an den Produktionsstandorten im 
Ausland stark ausgebaut. Noch wurde sie in D nicht geschlossen. Aber die 
Angst geht schon mal um. Wegen bisheriger Aktionen traut niemand der 
Geschäftsleitung, egal was sie sagt.

Autor: Realist (Gast)
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>Aber die Angst geht schon mal um. Wegen bisheriger Aktionen traut niemand >der 
Geschäftsleitung, egal was sie sagt.

Also egal um welche Firma es sich handelt, ich würde nicht hoffen, dass 
die deutschen Standorte erhalten bleiben. Es ist offensichtlich, dass in 
den nächsten zehn Jahren die meisten Entwicklungsabteilungen in 
Deutschland geschlossen werden. Für diejenigen, die in der Entwicklung 
tätig sind, heißt es, noch schnell in eine Würstchenbude oder andere 
sichere Einnahmequelle zu investieren, so lange man noch einen Job hat. 
Wer jetzt nicht vorsorgt, wird in spätestens zehn Jahren, wenn dann die 
privaten Rücklagen aufgebraucht sind, in Hartz IV landen!
Für alle diejenigen, die noch vor der Berufswahl stehen: Auf jeden Fall 
einen nicht verlagerbaren Beruf erlernen! Alles andere ist sozialer 
Selbstmord.

Ich bin selbst Dipl.-Ing. und sehe, trotz momentan für mich noch sehr 
guter Situation, in eine düstere Zukunft. Ich habe mir auch schon 
massive Vorwürfe gemacht, ein Ingenieursstudium begonnen zu haben und 
nicht, wie auch mal angedacht, Medizin studiert zu haben. Allerdings 
waren die Voraussetzungen Anfang der 90er auch noch völlig andere als 
heute. Anfang der 90er waren die Diplomingenieure noch ein hoch 
angesehener Berufsstand mit hervorragenden Zukunftsperspektiven. Dass 
gerade die Ingenieure Anfang des 21. Jahrhunderts zu den größten 
Verlierern ohne jede Perspektive gehören werden, konnte damals noch 
niemand ahnen! So gesehen halten sich die Selbstvorwürfe inzwischen in 
Grenzen. Wir müssen halt versuchen, so schnell wie möglich entweder mit 
den Arbeitsplätzen Deutschland den Rücken kehren oder anderweitig tätig 
zu werden. Dumm sind wir ja nicht ;-)

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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> Das ist nur Anschein. Wenn die Firmen das wirklich durchziehen
> werden die schnell merken das die Entwicklungen auch das Niveau
> des Landes haben wird wo man entwickeln lässt.

Sorry... schau dich erstmal in der Welt um... Wo kommt den dein 
Motherboard, Ferseher, Stereo, Handy, Autoelektronik usw usw her? Klar 
erst wird die Massenware abgegrasst aber dabei lernen die anderen eine 
Menge...

> Außerdem ist das Know-How im Ausland, egal ob hinter dicken Tresortüren
> oder verschlüsselt gesichert keinesfalls so sicher wie hier. Gerade
> in Asien ist das sehr gewagt und der Unternehmer kommt dann
> höchstwahrscheinlich reumütig wie ein geprügelter Hund zurück
> nach Made in Germany wenn das Know-How im Ausland plötzlich
> kopiert wird. Hier in meiner Stadt hat ein Unternehmer
> mal so eine schlechte Erfahrung gemacht.

Singapur schaut seit ein paar Jahren penibel auf IP... ich bin mir 
sicher die andere Tigers machen das nun nach.. China und Indien sind 
vieleicht nochmal eine andere Sache... Aber beim schnellen Gewinn hat 
das noch keinen Unternehmer abgehalten... und ein Unternehmer ist recht 
wenig, oder?

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