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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Diode "T 900 ER"? Brauche Hilfe bei der Identifikation


Autor: A. L. (vantage)
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Hallo,

ich repariere gerade einen Meßstand von '79, und in der Ansteuerung 
eines TIC206D für eine Motorsteuerung ist eine Diode (?) als einziger 
Baustein an MT1 angeschlossen (kommt von einem RC Snubber, 
Betriebsspannung des Motors ist 220V). Die linke Seite (bei 
seitenrichtiger Beschriftung) geht an den Snubber, die rechte Seite an 
MT1.

Ich vermute, daß es eine Diode ist, da sie im Glaskörper mit schwarzer 
Lackierung aufgebaut wurde, der Baustein ist defekt und hat in beide 
Richtungen keinen Durchgang. Hellblaue Beschriftung "T", darunter "900", 
darunter "ER". Durchmesser  2,5 mm, Länge 7 mm. Keine Ringmarkierung an 
Gehäuse.

Sagt Euch das was, ist das eine normale oder Zener Diode? Kann leider 
kein Datenblatt zu der Bezeichnung finden.

Danke,
Adrian

Autor: Klaus2 (Gast)
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Ist das nicht ein DIAC???

Klaus.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

sehr wahrscheinlich mit dem DIAC, würde auch den fehlenden Durchgang in 
beide Richtungen mit üblichem Meßgerät erklären.

Gerade geschaut: ER900 gibt es wohl bei Conrad, 32V Diac.

Der RC Snubber ist dann auch eher das RC-Glied, daß den Zündwinkel ab 
Nulldurchgang festlegt.

Schaltplan der Ecke rauszeichnen und mal zeigen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Klaus2 (Gast)
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...und defekt ist der dann auch nicht :)

Was ist denn das Problem bei dem Motor? Ist der Triac denn heile?

Klaus.

Autor: A. L. (vantage)
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Diac, wieder was gelernt! Kein Wunder, das ich da mit 
Gleichspannungstests nichts finde.

Das 470K  Pot1 (Drehzahl, hängt zwischen MT1 und RC Glied) hat deutlich 
viel Strom abbekommen, die Beschichtung ist durch.
Wenn ich testweise einen Festwiederstand einsetze, läuft der Motor. Ich 
hatte zuerst auf einen Triac Defekt getippt (und einen T405-600T 
besorgt, aber noch nicht eingesetzt), dann bin ich über den T900ER 
gestolpert.

Schaltplan anbei und ein Foto, sehr archaisch. Mich wundert die 
Verschaltung, sollte der Diac nicht am Gate hängen, und die Versorgung 
an A1? Ist genau umgekehrt, bin aber fast sicher, das ich es richtig 
dargestellt habe.

Danke!

Autor: A. L. (vantage)
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Foto

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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>Schaltplan anbei und ein Foto, sehr archaisch.

Ja, so waren die Schaltungen früher mal.

>Mich wundert die Verschaltung, sollte der Diac nicht am Gate hängen,

Da ist in der Tat noch was faul. Der Diac kommt irgendwo ans Gate, da er 
niemals den Laststrom verarbeiten kann.

Autor: Klaus2 (Gast)
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bELEGUNGEN DES tRIAC EVTL ZWISCHEN hERSTELLERN UNTERSCHIEDLICHß sOLL ES 
GEBEN1

kLAUS; DER cAPSlOCK HASST11111

Autor: A. L. (vantage)
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Bin nach dem TIC206D Datenblatt gegangen, aber ich lös nachher mal 
dieses schöne handgedengelte Kühlblech ab und schau mir die Verkabelung 
nochmal an.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Klaus2 schrieb:
> bELEGUNGEN DES tRIAC EVTL ZWISCHEN hERSTELLERN UNTERSCHIEDLICHß sOLL ES
> GEBEN1
>
> kLAUS; DER cAPSlOCK HASST11111

Choleriker reissen dann die Taste raus :) .

Arno

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Arno H. schrieb:
> Choleriker reissen dann die Taste raus :)

Ich habe sie kurzerhand softwaremäßig abgeschaltet. Kein Problem mehr 
mit falsch eingegebenen Passwörtern.

Autor: A. L. (vantage)
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Ich hab gerade den Anschluss des TIC206D überprüft, sie sind so wie oben 
im Schaltplan. Ich bin verwirrt, kann sich das jemand erklären?  Bin mir 
nicht sicher, daß ich den T405-600T so einfach als Austausch nehmen 
kann. Bei Leistungselektrik und Triacs hört es bei mir leider komplett 
auf.

Danke und Grüsse,
Adrian

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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A. L. schrieb:

>Ich hab gerade den Anschluss des TIC206D überprüft, sie sind so wie
>oben im Schaltplan. Ich bin verwirrt, kann sich das jemand erklären?

Nur keine Panik! Hast du eigentlich ein Oszi, evtl. mit Trenntrafo? Das 
könnte alles aufklären. Der Diac im Laststromkreis, ist jedenfalls nicht 
möglich.

>Bin mir nicht sicher, daß ich den T405-600T so einfach als Austausch
>nehmen kann. Bei Leistungselektrik und Triacs hört es bei mir leider
>komplett auf.

Ich dachte, nur das Poti sei defekt.

Autor: A. L. (vantage)
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> Nur keine Panik! Hast du eigentlich ein Oszi, evtl. mit Trenntrafo? Das
> könnte alles aufklären. Der Diac im Laststromkreis, ist jedenfalls nicht
> möglich.
Ja, aber nur keinen Trenntrafo. Ich hätte aber noch ein PicoScope, das 
könnte ich mit Laptop und Akku betreiben. Was muss ich da messen? 
Stromtastkopf wäre auch vorhanden.

>>Bin mir nicht sicher, daß ich den T405-600T so einfach als Austausch
>>nehmen kann. Bei Leistungselektrik und Triacs hört es bei mir leider
>>komplett auf.
>
> Ich dachte, nur das Poti sei defekt.
Korrekt, aber dafür muss es einen Grund geben, den muss ich erstmal 
finden :)

Autor: Klaus R. (klaus2)
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poti defekt, weil kondensator kurz? anosnten diac + triac kurz, aber das 
scheint ja nicht so zu sein. die triac belegung laut deinen messungen / 
plan ist definitiv (!) falsc h - prüf das nochmal, guck dir mal ne 
normale phasenanschnittstrg an!

Klaus.

Autor: A. L. (vantage)
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Phasenanschnittsteuerung habe ich mir ein paar angesehen, mein erstes 
Schaltbild sieht danach definitiv falsch aus. Hab die Schaltung zum 
dritten mal abgezeichnet und mit dem Schaltplan im ersten Posting 
verglichen, der Triac ist von der Pinnummerierung genau so 
angeschlossen, also ist die Pinbelegung anders als im Datenblatt (was 
mich doch ziemlich überrascht hat).

Anbei die korrigierte Schaltung als Annahme, wie die Triac Pins bei dem 
Originalteil tatsächlich geschaltet sind (1:MT1, 2:G, 3:MT2). Die 
Kondensatoren habe ich noch nicht durchgemessen.

Empirische Viertelstunde, ich hab den Triac erstmal in Ruhe gelassen, 
und den Diac gegen den ER900 aus Michaels Empfehlung eingebaut - die 
Motorregelung läuft wieder! Am Poti einen Strom von ~7mA gemessen, 
schaut auch gut aus. D.h. der Diac war tatsächlich defekt. Mangels einer 
über 30 Volt regelbare AC Quelle kann ich den Diac leider nicht 
durchmessen.

Verständnisfrage, hat jemand eine These, was für ein Defekt am  Diac in 
der Verschaltung zu einem zu hohen Strom am Poti führen kann?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Das Schaltbild sieht jetzt wesentlich besser aus.

>Verständnisfrage, hat jemand eine These, was für ein Defekt am Diac
>in der Verschaltung zu einem zu hohen Strom am Poti führen kann?

Einen Kurzschluß hat der Diac nicht gehabt, aber vielleicht ist er 
hochohmig geworden, und zündete anscheinend nicht mehr. Das kommt dann 
einer Schaltung gleich, in der der Diac fehlt. Dann bekommt das Poti 
höhere Spannungen und Ströme über den Weg der beiden Kondensatoren und 
R1, und raucht womöglich ab.

Wenn Halbleiter z.B. durch eine Überlastung einen Defekt erleiden, so 
kann man nie genau sagen, wie sich das auswirkt. Das Bauteil kann sowohl 
einen Kurzschluß bekommen, aber auch hochohmig werden.

Wodurch der Diac zerstört ist, wenn er denn wirklich defekt ist, kann 
ein Folgeschaden durch den Triac oder auch eine Störspannungsspitze aus 
dem Netz sein, die einen Kondensator durchgeschlagen hat. Die 
Kondensatoren sind in der Regel aber selbstheilende Folienkondensatoren, 
die auch mal einen Durchschlag verkraften können, ohne anschließend 
defekt zu sein.

Falls der Triac mal getauscht werden müßte, dann bitte nur gegen einen 
Typ mit gleichen Gateströmen. Die Ansteuerung ist ja auf dessen 
Gatestrom ausgelegt, nicht mal auf den Laststrom.

Ansonsten ist die Schaltung mit 08/15-Bauteilen ja sehr 
wartungsfreundlich.

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