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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Messtechnisch ermitteln ob Verbraucher oder Generator


Autor: Fabio S. (codehamster)
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Geschätztes Forum.

Vor kurzem stolperte ich über eine Fragestellung auf die ich keine 
Antwort weiss.
Stellt man sich 2 Blackboxes vor. Beide können sowohl Verbraucher als 
auch Generator sein. Die Rollen können sich ändern. Das ganze als ein 
AC-Einphasensystem betrieben. Ist es möglich messtechnisch zu bestimmen 
welches der beiden Blackboxen jeweils gerade Generator spielt?

Auf eine hoffentlich klärende Antwort freue ich mich.

Autor: Armin (Gast)
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sowohl gemessene Spannungen als auch gemessene Ströme haben ein 
Vorzeichen.
Die Leistung ergibt sich aus Multiplikation.
Es gibt verschiedene Definitionen, ob eine positive Leistung bedeutet, 
dass in deine Blackbox etwas hineinfließt oder heraus. Aber je nachdem, 
welche Definition du wählst, ändert sich beim Wechsel zwischen Erzeuger 
und Verbraucher das Vorzeichen.

hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich beschrieben :/

http://de.wikipedia.org/wiki/Verbraucherz%C3%A4hlpfeilsystem

Autor: Fabio S. (codehamster)
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Hallo Armin,

Danke für deine Antwort. Das mit dem Verbraucherpfeilsystem ist mir auch 
eingefallen. Jedoch funktioniert das ganze aus meiner Sicht nur bei DC 
(Gleichstrom).

Ich rede von einem AC (Wechselstom) betrieb, stehe ich da irgendwie auf 
dem Schlauch?

Autor: Kurt Bohnen (kurt)
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Du schaltest zwischen die beiden Blackboxes einen Widerstand. Dann misst 
du vor und hinter dem Widerstand die Spannung gegen das Bezugspotential. 
An der Seite mit der höheren Spannung ist der Generator angeschlossen.

Autor: Armin (Gast)
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bei AC müsste das natürlich genauso möglich sein - nur aufwendiger.

Du musst dann über die Messwerte integrieren, weil die Blackboxes 
ständig zwischen Erzeuger und Verbraucher wechseln, sobald eine 
Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung vorliegt. Auf die Art und 
Weise wirst du die Scheinleistung los. Das Vorzeichen des Integrals über 
eine Schwingungsperiode gibt dann die Richtung des Leistungsflusses an.


Alternativ kannst du auch genau bei dieser o.g. Phasenverschiebung 
ansetzen: Du misst die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung. 
Wenn deren Betrag größer/kleiner als 90° wird, wechselt die Richtung des 
Leistungsflusses.

Autor: Fabio S. (codehamster)
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Herzlichen Dank für eure Antworten.

Jetzt ist bei mir der Groschen gefallen!

MFG Fabio

Autor: Solar-Jörg (Gast)
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Die Theorie eines Wechselstromzählers herkömmlicher Bauart sagt, dass 
der Zähler auch rückwärts laufen kann.

Habs soeben mal ausprobiert, es funktioniert.

Damit wäre dein Problem gelöst.


Netter Nebeneffekt: Den eigenen Solarstrom über den eigenen Zähler 
einspreisen. Nur dass der Preis sehr mager ist.

Autor: Lothar (Gast)
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Und daß dies nicht zulässig wäre.

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Wenn Du richtig bescheißen willst, dann wie folgt.

Solaranlage anmelden, statt den Zwischenkreis aus den Zellen zu speisen, 
nimm einen dicken Trafo mit Gleichrichter. Im Einkauf sind das ca. 
20cnt/kWh, und im Verkauf über die Subvention irgendwas mit 50cnt/kWh. 
Dann auch noch nachts einspeisen, um zu sehen ob es auffällt.

guude
ts

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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dann kann man die solarzellen für die einspeisung von strom doch
auch im keller montieren und durch dicke scheinwefer beleuchten.
die entstehende wärme heizt dann gleich das haus.

gruss

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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der Wirkungsgrad eines Trafos ist ein klitzekleines bischen besser, als 
der von Solarzellen, sodass ich zum Trafo greifen würde.

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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ich meinte ja nur wegen der galvanischen trennung

gruss

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