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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Merkwürdiges Phänomenen


Autor: David (Gast)
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Hallo,

bin grade etwas verwundert. Wenn ich mit dem Multimeter die Spannung an 
einer Stelle meiner Schaltung - genauer hinter einem Transistor in 
Emitterschaltung an der Stelle, wo sonst die Last hängen soll - die 
Spannung messe, dann zeigt er mir als Spannung, wenn ich "richtig rum", 
rote Spitze also an VCC, messe, zeigt es mir 18V an.
Falschrum, rote Spitze an GND, sind es -26V. Bisher dachte ich, dass das 
beim Multimeter wirklich nur das Vorzeichen beeinflusst.

Hat jemand 'ne Erklärung für mich parat? ;S

Autor: Flo (Gast)
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Wenn das schwarze Kabel am selben Messpunkt bleibt, hast du halt deinen 
Messpunkt auf dem Potential 26 Volt.
Masse ist dann 0Volt und Vcc ungefähr 26V + 18V = 44V.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> zeigt es mir 18V an. Falschrum, rote Spitze an GND, sind es -26V.
Hast du hast eine Versorgungsspannung von 26V+18V= 44V?

Du wirst das Vorzeichen nur umdrehen, wenn du die beiden Messpitzen 
vertauscht. Nicht aber, wenn du die beiden Messpunkte (und damit die 
Potentiale) änderst.

> Hat jemand 'ne Erklärung für mich parat? ;S
Kannst du mal einfach eine Skizze malen, was du da getan hast?

Autor: oszi40 (Gast)
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Nimm einfach mal eine Batterie und wieder und messen die Spanng so und 
vertauscht.

Autor: David (Gast)
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Vcc ist 21 Volt. Wenn ich das Netzteil von der Schaltung abstöpsel, dann 
messe ich auch 21V und -21V, wenn ich die Spitzen vertausche.
Schließe ich es aber nun an, dann messe ich 18V bzw. -26V.

Autor: Flo (Gast)
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Schaltung? Wie misst du genau?

Autor: David (Gast)
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Hallo again,

die Schaltung beinhaltet einen BC337, einen 7805, einen Atmega8, einen 
Drehencoder und ein LCD. LCD, Drehencoder und Atmega8 haben damit wohl 
nichts zu tun.

Der Transistor ist in Emitterschaltung und soll mit den 5V vom 7805 die 
21V Versorgungsspannung durchschalten. Basiswiderstand sind 2,2k.
Die Messung findet zwischen Emitter und GND und direkt an den 
Anschlüssen fürs Netzteil statt, an beiden das gleiche Phönomenen.

Ein "Schaltplan" (hust) habe ich auch mal angefertigt. Ist mein erster, 
verzeiht es mir also bitte ;D

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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David schrieb:
> Ein "Schaltplan" (hust) habe ich auch mal angefertigt. Ist mein erster,
> verzeiht es mir also bitte ;D

Der ist für den Zweck durchaus ausreichend.
Male noch deine Messpunkte dazu.
Woher kommen die 21V? Ist das evtl. eine pulsierende Gleichspannung?

Es könnte am Eingangswiderstand deines Messgerätes liegen.
Schalte mal dem Messgerät einen ~10kohm Widerstand parallel.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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David schrieb:
> wenn ich "richtig rum", rote Spitze also an VCC, messe, zeigt es mir
> 18V an. Falschrum, rote Spitze an GND, sind es -26V.

Die 18V der ersten Messung sind bei gesperrtem Transistor pausibel. Je
nach Reststrom des Transistors und Innenwiderstand des Multimeters ist
das aber auch fast jede andere Spannung zwischen 0V und 21V ;-)

Bist du sicher, dass es im zweiten Fall -26V und nicht -26mV waren? Auf
Multimetern mit automatischer Bereichsumschaltung übersieht man gerne
das kleine 'm' :)

Autor: Elko (Gast)
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Da sollten dringendst noch Elkos rein (vor und nach dem Spannungsregler; 
außer es ist wirklich eine Batterie, dann nur nach.

Autor: Ganymed (Gast)
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Vermutlich schwingt etwas in der Schaltung.

Autor: Peterle (Gast)
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Ich hoffe, Dein Schaltplan gibt NICHT die aktuelle Schaltung wider, denn 
sonst schließt Du mit dem Transisitor bei Ansteuerung die 
Eingangsspannung nach GND kurz!

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Nach einem Regler ist ein Elko keine gute Idee.
Ein kleiner Kerko mit 100nF ist aber Pflicht.

@Perterler: Nein. Im Plan ist ein Voltmeter eingezeichnet. Dieses hat 
einen sehr hohen Innenwiderstand.

Autor: David (Gast)
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Peterle schrieb:
> Ich hoffe, Dein Schaltplan gibt NICHT die aktuelle Schaltung wider, denn
> sonst schließt Du mit dem Transisitor bei Ansteuerung die
> Eingangsspannung nach GND kurz!

Bei der Spannungsmessung fließt soweit ich weiß kein Strom, und wo kein 
Strom fließt, kann auch kein Kurzschluss entstehen, oder?
Das hübsche Messgerät ist an der Stelle, wo ich die Spannung messe.


> Bist du sicher, dass es im zweiten Fall -26V und nicht -26mV waren? Auf
> Multimetern mit automatischer Bereichsumschaltung übersieht man gerne
> das kleine 'm' :)

Jap. Das Multimeter hat keine automatische Bereichsumschaltung, ist das 
VC-11 von Voltcraft - das billigste, was für Geld zu haben ist.


> Die 18V der ersten Messung sind bei gesperrtem Transistor pausibel. Je
> nach Reststrom des Transistors und Innenwiderstand des Multimeters ist
> das aber auch fast jede andere Spannung zwischen 0V und 21V ;-)

Der Transistor ist nicht gesperrt, sondern durchgeschaltet.
Die 21V kommen aus einem Netzteil.

Autor: Peter Bednarz (pebez)
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Hallo,

guckst du hier.

Gruß  Pebez

Auf der anderen Seite macht es auch keinen Sinn, wesentlich über 12V 
Eingangsspannung hinauszugehen. Der 7805 ist ein Linearregler. Salopp 
gesagt, wird die überschüssige Spannung in Form von Wärme vernichtet. 
Liegt die Eingangsspannung weit über 12V, so wird schon wesentlich mehr 
Energie in Form von Wärme umgesetzt, als am Ausgang entnommen werden 
kann. Mal ganz davon abgesehen, dass der 7805 davon brennheiß werden 
wird.

Autor: David (Gast)
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Hallo again,

tatsächlich, habe jetzt mal 'n 108nF-Kerko davorgehängt und nun 
"funktioniert" das. Verstehen tu ich das allerdings noch nicht so ganz.


@pebez: Danke. Aber wieso hat denn  der 7805 damit was zu tun? Die 
5V-Spannung hat doch damit nichts zu tun, oder doch?

Autor: Peter Bednarz (pebez)
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Ganymed schrieb:
> Vermutlich schwingt etwas in der Schaltung.


Hallo David,


Die beiden 100nF Kondensatoren haben die Aufgabe, eine mögliche 
Schwingneigung des 7805 zu unterdrücken. Sie müssen so nahe wie möglich 
an den Anschlusspins des 7805 angeschlossen werden, um ihre Wirkung zu 
entfalten.

Gruß  Pebez

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Außerdem sollte jeder Digital-IC, also hier der Atmega, einen 100nF 
direkt an die Versorgung bekommen. Und das möglichst nahe an den 
Anschlussbeinen, also maximal einige Zentimeter entfernt.
Der dient dazu schnell den Strom zu liefern, wenn die Gatter umschalten.

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