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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Glühlampe explodiert


Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Hallo,

Ich habe vor kurzem einen Beitrag gelesen, der mich an etwas erinnerte. 
Vor 2 bis 3 Jahren ist mir folgendes passiert. An der Decke hatte ich 
eine stinknormale, längliche Glühbirne im E14 Sockel. Die Lampe hatte 
nur die Fassung, vorne war also offen und genug Luft zum kühlen.

Eines Tages schaltete ich ein und "PENG". Das war ein ziemlich lauter 
knall. Die Sicherungen sind rausgeflogen und als ich in das Zimmer 
schaute, lagen da ganz viele kleine Glassplitter. Selbst die Fassung der 
Lampe hat es halbiert. Das hat mich ganz schön geschockt, denn was wäre 
wenn da jemand darunter gestanden und die Splitter abbekommen hätte? 
Naja, also eine andere Glühlampe der selben Sorte aber anderer 
Hersteller eingeschraubt und nach ein paar Wochen passierte wieder das 
Selbe.

Und jetzt das merkwürdige: Danach passierte es nie wieder. Was könnte 
das gewesen sein?

Viele Grüße
Sebihepp

Autor: fnday (Gast)
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luft ist in den glaskolben gezogen

dann spannung an
draht brennt duch
lichtbogen zündet

erhitzt das gas

jenes will sich ausdehnen und drückt dabei den glaskolben auseinander

denk ich mal

Autor: hakuspakus (Gast)
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Was könnte
das gewesen sein?

...das war zweimal ein halber Teufel ! Du hast ihn befreit...
und er hat sich bei dir bedankt. Nie wieder Explosionen !

Autor: Andreas K. (derandi)
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fnday schrieb:
> luft ist in den glaskolben gezogen
>
> dann spannung an
> draht brennt duch
> lichtbogen zündet
>
> erhitzt das gas
>
> jenes will sich ausdehnen und drückt dabei den glaskolben auseinander
>
> denk ich mal

In Glühbirnen ist schon lange kein Vakuum mehr, da dürfte sogar latenter 
Überdruck herrschen.

Ansonsten: Produktionsfehler. Das Glas der Lampe stand wohl unter 
(mechanischer) Spannung, kann passieren wenn man sie z.B. nach der 
Fertigung nicht korrekt abkühlt, dann verspannt das Glas und zerspringt 
dann bei einer passenden Gelegenheit.
Evtl. noch ein mechanisch verspannter Sockel und dann kriegt man das 
schon irgendwie hin.

Autor: faustian (Gast)
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"In Glühbirnen ist schon lange kein Vakuum mehr, da dürfte sogar 
latenter
Überdruck herrschen."

Einige Anzeigen die nach dem Prinzip arbeiten (Minitron 3015...) sind in 
der Tat evakuiert. Die haben auch einen lustigen Ausfallmodus: Wenn das 
Vakuum hin ist wird der Gluehdraht so kalt dass er nicht mehr glueht ... 
ohne durchzubrennen.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Fast so wie fnday geschrieben hat:

Beim Durchbrennen des Glühfadens einer (edelgasgefüllten) Glühbirne kann
ein Lichtbogen entstehen, der

- die Lampe kurzzeitig sehr hell aufleuchten lässt,
- praktisch einen Kurzschluss darstellt,
- evtl. die Sicherung auslösen lässt und
- evtl. das Gas so stark erhitzt, dass die Birne explodiert.

Moderne Birnen haben m.W. im Sockel eine Schmelzsicherung eingebaut, um
dem Lichtbogen schnell seine Nahrung zu nehmen. Hier ein Beispiel einer
Birne, die offensichtlich keine solche Sicherung hatte:

  http://www.lamptech.co.uk/Movies.htm

(dritte Link: "Halogen Lamp Failure - Chinese")

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ich hab das schon einige male mit normalen, großen Glühbirnen erlebt. 
Die zerknallten jedesmal beim Einschalten.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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> Die zerknallten jedesmal beim Einschalten.

Jedesmal? Die, die ich kenne, zerknallten alle höchstens einmal.
SCNR

Autor: hakuspakus (Gast)
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Jedesmal steckt der Teufel dahinter...auch der hat nur einen Schuss !

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Yalu X. schrieb:
> Jedesmal? Die, die ich kenne, zerknallten alle höchstens einmal.

Bezüge sind nicht deine Stärke?

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Jedesmal? Die, die ich kenne, zerknallten alle höchstens einmal.
>
> Bezüge sind nicht deine Stärke?

Du hast vergessen, das

> SCNR

mit zu zitieren. Diese vier Buchstaben bedeuten nämlich in diesem Fall
ausgeschrieben:

"Ich habe den Inhalt deiner Worte

> Ich hab das schon einige male mit normalen, großen Glühbirnen erlebt.
> Die zerknallten jedesmal beim Einschalten.

vor dem Hintergrundwissen, dass eine Birne üblichweise nicht mehrmals
zerknallt, sehr wohl verstanden, fand aber den grammatikalisch ebenfalls
korrekten Bezug von 'jedesmal' auf das 'Einschalten' auch ganz
reizvoll."

Ok?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Yalu X. schrieb:
> fand aber den grammatikalisch ebenfalls
> korrekten Bezug von 'jedesmal' auf das 'Einschalten' auch ganz
> reizvoll.

Das klappt aber erst ab absoluter Fahruntauglichkeit...

Autor: Jens G. (jensig)
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Also ich habe die Sylvesterraketen auch immer vorher getestet - gingen 
wunderbar - aber danach gingen alle aus irgendeinem Grunde nicht mehr 
;-)

Nee - jetzt mal im Ernst:
Vielleicht hattest Du wirklich zu diesem Zeitpunkt extreme Überspannung. 
Könnte ja passieren, wenn in einem 3-Phasennetz der 0-Punkt plötzlich 
nicht mehr 0 ist (Kontaktschwierigkeiten).
Ansosnten - zufällig zwei "teuflische Glühbirnen" gehabt.
Ist mir jedenfalls noch nie passiert (ich meine, ein altes Exemplar hats 
bei mir schon irgendwann mal zerlegt, aber nicht gleich die Ersatzbirne)

Autor: Ronny (Gast)
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Mir ist mal eine aus der Fassung geflogen und dann erst
an der Wand kapuut gegangen....knapp neben meinem Kopf.

Ist zum Glück nix passier ;)

War so eine Reflektor-Lampe. Irgendwie gehen die Teile
nach maximal einem halbem Jahr kaputt. Und das in mittlerweile
3 verschiedenen Wohnungen/Häusern...

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Ronny schrieb:
> Irgendwie gehen die Teile nach maximal einem halbem Jahr kaputt. ...
Und jedesmal knapp neben dem Kopf?
SCNR ;-)

Autor: Ronny (Gast)
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Nö, nur wenn ich den Kopf beim Einschalten knapp neben der Fassung hab 
und auch jedes,eine andere ;)

Und meistens zerbersten sie auch nicht dabei und bleiben in der Fassung 
;)

Autor: Michael M. (Gast)
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Jens G. schrieb:
> Könnte ja passieren, wenn in einem 3-Phasennetz der 0-Punkt plötzlich
> nicht mehr 0 ist (Kontaktschwierigkeiten).
man bekommt aber von den stadtwerken einen nullleiter mit ins haus.

drehst du deine birnen vllt besonders fest rein? dabei könnten sie schon 
einen knacks bekommen, der sie langsam umgebungsluft ziehen lässt.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Zu DDR-Zeiten gab es russische Birnen ohne Sicherung, die knallten auch 
schön. Narva-Birnen hatten dagegen ne Schmelzsicherung eingebaut, die 
gingen einfach nur aus.
Warscheinlich gibt es jetzt wieder son Billigmist zu kaufen.


Der Glühfaden wird beim Einschalten mit über dem 10-fachen Strom 
belastet, da kalt. Deshalb brennen Birnen bevorzugt beim Einschalten 
durch.
Dabei trennt sich der Glühfaden, die Enden schmelzen, es bildet sich 
Metalldampf und die Metallionen erzeugen einen Lichtbogen. Die 
Leistungsaufnahme steigt auf mehrere 1000W an und dann knallts eben. 
Irgendwo muß die Energie ja hin, wenn sie nicht durch eine Sicherung 
begrenzt wird.


Peter

Autor: Jürgen (Gast)
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Michael M. schrieb:
> man bekommt aber von den stadtwerken einen nullleiter mit ins haus.
>

in alten Netzen weisst du allerdings nich,
wo dein nulleiter zuletzt geerdet wurde,

und es können durchaus erhebliche schieflasten vorkommen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Moderne Birnen haben m.W. im Sockel eine Schmelzsicherung eingebaut

Im Gegenteil, früher waren solche Sicherungen (als plattgepresster
Zuleitugsdraht ganz billig in der Produktion) üblich,
heute haben die Hersteller vergessen wie sinnvoll es ist auch an solche 
Sicherungen zu denken, da produzieren ja nur noch Damager billig 
billiger am billigsten ohne das know how von früher,
und heutigen Glühlampen fehlt das. Gab mal eine schöne Darstellung dazu 
mit denselben Birnen von demselben Hersteller verschiedenen Alters.

Autor: hakuspakus (Gast)
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Die (billig) Hersteller muessen beweisen, dass es besser ist auf LED 
umzusteigen...was ein grosser Mist ist.

Autor: Hubert (Gast)
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da kann man auch mal hier gucken (lichtbogen, sicherung etc.):

http://www.b-kainka.de/bastel24.htm

http://www.b-kainka.de/bastel69.htm

da gibts auch noch mehr zum thema glühbirne...

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