www.mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welches Mosfet?


Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Ich möchte einige RGB-LEDs verlustarm treiben, möglichst mit 
wenig/keiner Zusatzbeschaltung wie zusätzliche Transistoren zum Mosfet 
usw.

Rahmenbedingungen:
Spannung: 5V (Controller und LEDs)
Strom der LEDs: <625mA pro Mosfet.
PWM: 120Hz, eventuell höher, max 240Hz.

Die LEDs haben eine gemeinsame Kathode, also brauche ich ein P-Channel 
Mosfet, so viel habe ich schon mal herausgefunden (die Mosfet-Übersicht 
kenne ich auch). Nur woran erkenne ich, welche Typen Logiclevel 
kompatibel sind?

Ich habe ein paar Versuche mit einem IRF5305 gemacht (lag noch im 
Fundus), das geht aber wohl bei 5V nicht richtig auf / zu.

Gruß,
chris

: Verschoben durch Admin
Autor: TrippleX (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
FDN304P

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es gibt keinen "harten" Unterschied zwischen LogicLevel und Nicht-LL. 
Logic-Level Mosfet ist bloß ein Marketingbegriff für eine sehr kleine 
UGS(th). Also die Spannung, wo der MOSFET anfängt zu leiten.

Gehe nicht nach der Angabe "Logic Level" sondern danach, welchen 
Widerstand du anpeilst (zB. von Spannungsdrop und Verlustleistung im 
FET) und dann such einen FET, der bei deiner UGS(th) diesen (oder einen 
niedrigeren) RDS(on) aufweist.

Dafür kann man gut die parametrische Suche bei IRF benutzen.

Autor: Kai Franke (kai-) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wenn du mehrere RGB LEDs unabhängig voneinander ansteuern willst, 
solltest du dir auch überlegen ob du nicht MOSFETs holen möchtest, wo 3 
oder mehr Stück in einem Gehäuse sind oder einen LED Treiber verwenden.
Kai

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke für Eure Antworten!

@TrippleX: Der passt leider nicht. Ich hätte noch dazu schreiben sollen: 
Kein SMD da ich auf Lochraster baue und er sollte beim Reichelt zu 
bekommen sein.

@Simon K.: Ich denke das bringt mich weiter, jetzt weiß ich, worauf ich 
grundlegend achten muss.

@Kai: Wusste nicht, dass es das gibt. 3 Mosfets in einem Gehäuse wären 
ideal. Ich weiß aber nicht, wonach ich da suchen soll bzw. ich anfangen 
soll.


Ich habe jetzt diesen hier ausgesucht: IRF 9510. Könntet ihr euch den 
nochmal anschauen ob der passt?
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=0;INDE...

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oh, es gibt Mosfets mit wesentlich geringerem RDS(on). => IRF 5305

Autor: Kai Franke (kai-) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
als Bauteil mit Beinchen kenne ich auch keine MOSFETs, die mehr als nur 
einen im Gehäuse haben und wenn es die gibt, dann wahrscheinlich nicht 
bei Reichelt.
Ich würde glaube ich den hier benutzen, weil er so schön billig ist :D
IRFU 9024N

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Chris schrieb:
> Oh, es gibt Mosfets mit wesentlich geringerem RDS(on). => IRF 5305

RDS(on) ist eine Funktion, die Abhängig von der Gatespannung ist. Also 
nicht von den "erste-Seite-Marketing-Angaben" in die Irre führen lassen!

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
RDS(on) ist für den Fall VGS = -10V, ID = -16A angeben.
Wie rechne ich das denn für VGS = -5V, ID = -0,7A (max) aus?
Ich hätte jetzt erwartet, dazu im Datenblatt eine Art Diagramm zu 
finden.

Autor: Flo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Chris schrieb:
> Ich habe ein paar Versuche mit einem IRF5305 gemacht (lag noch im
> Fundus), das geht aber wohl bei 5V nicht richtig auf / zu.

Hast du nen Schaltplan von der Schaltung?
Eigentlich müsste der funktionieren, ist fürs Schalten von 600 mA halt n 
bisschen überdimensioniert.

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, habe ich leider nicht. Ist aber auch sehr simpel:

Atmega8 an 5V, PWM-Ausgang an das Mosfet, Mosfet schaltet die 5V durch 
auf die Anode der LEDs (dazwischen Vorwiderstand), die Kathode der LEDs 
hängt dann an GND.
Die LEDs sind parallel angeschlossen, wobei jede LED einen eigenen 
Vorwiderstand hat.
Das ganze entsprechend für rot, grün, blau.

Autor: Flo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und was genau hat jetzt nich so richtig funktioniert dabei?

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Chris schrieb:
> RDS(on) ist für den Fall VGS = -10V, ID = -16A angeben.
> Wie rechne ich das denn für VGS = -5V, ID = -0,7A (max) aus?
> Ich hätte jetzt erwartet, dazu im Datenblatt eine Art Diagramm zu
> finden.

Genau. Entweder ein Diagramm (eher selten): RDS(on) von UGS.
Oder: In den Typical Ratings (die große Tabelle) unter Static Drain 
Source On Resistance.

Da sind in der Regel Werte für 2.5(?), 4.5 und 10V eingetragen. Bei FETs 
mit relativ hoher Thresholdspannung (UGS(th)) ist es aber durchaus 
möglich, dass keine Werte für UGS < 10V aufgeführt sind. Das bedeutet 
dann, dass der FET bei UGS < 10V nicht sehr gut durchsteuert und man 
sich deswegen die Werte gespart hat, weil kein vernünftiger Mensch den 
FET bei den Werten betreiben würde.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da der IRF5305 ein P-Kanal MOSFET ist, sollte das funktionieren, wenn 
Drain und Source richtig angeschlossen sind (sonst leuchten die LEDs 
immer).

Natürlich wäre ein IRF7416 besser gewesen.

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der IRF5305 funktioniert! Sogar ohne Kühlkörper. Beim Test stimmte wohl 
was mit dem Aufbau nicht, da funktionierte es zwar, wurde aber sehr 
warm.

Schade dass ich nicht 3 davon habe. Meist scheinen n-Kanal zum Einsatz 
zu kommen?

Autor: Flo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
N-Kanal-Mosfets haben halt Vorteile, wenns darum geht dass die 
Lastspannung größer als die Steuerspannung ist, da man hier keine 
Pegeländerung der Steuerleitung braucht.
Auch haben sie meistens herstellungsbedingt kleinere Rds(on).

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja. Die Spannung UGS liegt ja immer zwischen Gate und Source. Beim P 
Channel liegt Source an dem "positiveren" Pol. Also in der Regel an der 
Versorgungsspannung. Wenn man Gate jetzt auf 0V legt, beträgt UGS=-UB 
(Minus Versorgungsspannung). Wenn die Versorgungsspaninung jetzt 10V ist 
und die Gatespannung zwischen 0 und 5V sich verändert, dann ist am FET 
die Spannung UGS Ein mal -10V und ein mal -5V. Er macht also nicht 
richtig zu.

Beim N Channel liegt Source auf Masse, was ja in der Regel der 
gemeinsame Bezugspunkt ist.

N Channel leiten deswegen besser, weil der leitfähige Kanal im 
Transistor n-leitend ist. Also die Ladung über Elektronen im Kanal 
transportiert werden. Beim P-Kanal MOSFET werden "Löcher" zur Leitung 
benutzt. Löcher sind aber nicht frei, denn die Elektronen, die in den 
Löchern drin sitzen (damit es keine Löcher mehr sind ;)) müssen erst 
herausgedrückt werden.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.