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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik NE555 präparieren


Autor: Bernhard Redemann (b_redemann)
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Hallo,

der alte bekannte 555 kann mehr, als man denkt. Man kann ihn auf eine 
bestimmte Art und Weise präparieren und dann läuft er z.B. als astabile 
Kippstufe. Ich habe auf meiner Seite deshalb einen kleinen Artikel dazu 
erstellt:

https://ssl-id.de/b-redemann.de/sp-555.shtml

Gruß, B. Redemann

Autor: Dennis E. (Gast)
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Interessant : ) Und so ein "Chipfehler" war vorher nie bekannt? Den 
Baustein gibt es ja nun schon seit tausenden von Jahren.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Na das ist doch mal was äußerst Kreatives zum ERSTEN APRIL!

Autor: Guido (Gast)
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Hallo Bernhard,

der auf Deiner Seite beschriebene Effekt
"Durch das kurze Anlegen einer Spannung an Pin2 entsteht über die 
Unterseite des Chipträgers offenbar eine Art Lücke oder Durchbruch, was 
dazu führt, dass sich die Kapazität zwischen Pin 2 zu Pin 1 erhöht... "
ist schon länger bekannt. Man nennt ihn den Reverse Lirpa Effekt.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Sehr interessant!

  "Der Ausgangspin 3 gibt dann, je nach Hersteller, ein zwischen 1 – 3
  Hz liegendes Signal aus."

Könnest du vielleicht noch eine Tabelle auf deine Webseite stellen, auf
der der Zusammenhang zwischen Hersteller und Frequenz zu sehen ist, am
besten sortiert nach Frequenzen? Eine Genauigkeitsangabe wäre auch nicht
schlecht. Etwa so:
Hersteller   Frequenz/Hz   Genauigkeit/%
————————————————————————————————————————
  NXP           1,07            1,3
  ST            1,12            4,8
   :             :
  National      2,87            0,2
  TI            2,95            2,1
————————————————————————————————————————

Ich bräuchte gerade eine Frequenz von 2,00Hz mit einer maximalen
Abweichung von ±0,05%. Bei welchem Hersteller muss ich einkaufen gehen?

Autor: Rheinländer (Gast)
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Yalu X. schrieb:
> Bei welchem Hersteller muss ich einkaufen gehen?

Seit wann darf ein Moderator sich als Troll betätigenß ;-)

Autor: faustian (Gast)
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Was man heutzutage als NE555 zu kaufen kriegt ist in Wirklichkeit ein 
sogenannter isp555, du hast das Programmierprotokoll versehentlich 
entdeckt ;)

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Hallo,

die Frequenzstabilität dieser Schaltung ist leider nicht allzu hoch,
weil der Reverse-Lirpa-Effekt sehr stark von der Art der Strom-
erzeugung der Versorgungsspanung abhängt.

Gerade beim Netzbetrieb führt der hierzulande übliche Energiemix
zu Problemen. Aus diesem Grund ist daher unbedingt ein zweistufiges
Atomstromfilter vorzuschalten.

Gruß
Andreas Schweigstill

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Kann man auf die Art und Weise auch andere Chips präparieren?
Ist ja spannend, vielleicht kann man ja auch Effekte bei µC hervorrufen?
Valentin Buck

Autor: Rheinländer (Gast)
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Andreas Schweigstill schrieb:
> Aus diesem Grund ist daher unbedingt ein zweistufiges
> Atomstromfilter vorzuschalten.

Wer Ökostrom bezieht kann sich diese Bauteile sparen.

Hinzu kommt die Gefahr, dass, wenn die Atomstromfilter mit Atomstrom 
produziert wurden, der gefilterte Strom nur zu 60% Atomstrom frei ist.

Also gleich zu Ökostrom wechseln, dann klappts auch mit dem NE555.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Rheinländer schrieb:
> Hinzu kommt die Gefahr, dass, wenn die Atomstromfilter mit Atomstrom
> produziert wurden, der gefilterte Strom nur zu 60% Atomstrom frei ist.

Aus diesem Grund muss man die Atomstromfilter auch mit levitiertem
Weihwasser spülen.

Autor: Otto J. (Gast)
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Nimm nen Kruzifixfilter, dann ist die Schaltung auch ethnisch rein!

Autor: faustian (Gast)
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"Kann man auf die Art und Weise auch andere Chips präparieren?
Ist ja spannend, vielleicht kann man ja auch Effekte bei µC 
hervorrufen?"

Defekte auf jeden Fall.

Autor: faustian (Gast)
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Ein 2N3055ADJ taugt uebrigens super als Endstufe dafuer.

Autor: LuXXuS 909 (aichn)
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Es ist mir nach langer Entwicklungszeit gelungen, durch eine 
komplizierte Superposition eines hochfrequenten Modulationssignals, 
welches durch Solarsuperimplosion unter Stickstofffluidkühlung im 
Druckvakuum an einem Pin, sowie eines hochgradiggleichgerichtetem 
analogen Digitalsignals mit einer Frequenz von 6,57THz am anderen Pin 
eines Spannungsreglers seine nötige Anschlussbelegung von drei Beinchen 
auf lediglich EINS!!!! zu reduzieren.

Mit einem lauten Knall erkannte die interne Molekularstruktur der 
Halbleiterstrecke die alternative Verdrahtung und verknüpfte die 
Elektronen-Loch-Paare neu, was unter Abscheidung der beiden äußeren 
Kontakte passierte.

Das Ergebnis ist nun ein völlig anschlussreduzierter variabler 
Festspannungsregler mit einem digitalen Maximalstrom von 99,5A unter 
nicht-Einhaltung einer Spannungskonstanz von unglaublichen 116,8%.

Auf Anfrage stelle ich gerne weitere dieser Regler her, gerne auch mit 
negativem Analogstrom, welcher spannungs-logarithmierend als 
Inversverdoppler gepolt seine Eingangsleistung X-Y-parametriert 
kompensieren kann.

Autor: Rheinländer (Gast)
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@ Dennis E. (aichn)

Super!

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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@Dennis

Prima! Das kommt mir beim Entwerfen von Platinen sehr entgegen, wenn
der Regler bloß noch einen Anschluß hat.

Grins
Paul

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Dennis E. schrieb:
> Es ist mir nach langer Entwicklungszeit gelungen, durch eine
> komplizierte Superposition eines hochfrequenten Modulationssignals,
> welches durch Solarsuperimplosion unter Stickstofffluidkühlung im
> Druckvakuum an einem Pin, sowie eines hochgradiggleichgerichtetem
> analogen Digitalsignals mit einer Frequenz von 6,57THz am anderen Pin
> eines Spannungsreglers seine nötige Anschlussbelegung von drei Beinchen
> auf lediglich EINS!!!! zu reduzieren.

Habe über eine Stunde deine Anleitung ausprobiert, komme aber immer auf
ein anderes Ergebnis. Kannst du mir sagen was ich falsch mache?

Hast du evtl. eine komplexes Basisbandsignal zur Modulation verwendet,
ich habe hier nur ein reelles zur Verfügung.
Auch habe ich zur Kühlung amorphen Stickstoff verwendet und keinen
flüssigen. Ob es daran liegt?

Auf jeden Fall scheint hier der LIPRA-Effekt zu Tage zu treten.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ne, ist doch eindeutig an dem Krater zu erkennen -> Atomstrom.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Immer wieder gerne eingesetzt:

http://www.national.com/rap/files/datasheet.pdf

Kai Klaas

Autor: HildeK (Gast)
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Kai Klaas schrieb:
> Immer wieder gerne eingesetzt:
>
> http://www.national.com/rap/files/datasheet.pdf
>
> Kai Klaas

Ich wusste gar nicht, dass der immer noch vertrieben wird. Das ideale 
Bauelemente für /dev/nul-Speicher.
Andreas könnte ihn aber doch nicht nutzen - er schreibt: 'Wird ab und zu 
geleert.'

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Merkwürdiges Verhalten von einem NE555 habe ich auch schon mal bemerkt:
Ich habe versucht, den NE555 "etwas" zweckentfremdet zu benutzen und ein 
Schaltnetzteil (Current-Mode-Sperrwandler) draus zu bauen.
Den RESET-Pin (Pin 4) habe ich dabei anderweitig benötigt.
Ich wollte aber noch eine Shutdown-Funktion einbauen, damit das Netzteil 
unterhalb einer gewissen Versorgungsspannung des 555 nicht mehr läuft 
(auch als Undervoltage-Lockout bekannt).
Dafür wollte ich Pin 6 verwenden. Wenn man den über 2/3 Vcc legt, geht 
der 555-Ausgang ja auf Low.
Nun hatte ich nur das Problem, dass manche NE555 beginnen, recht viel 
Strom zu ziehen wenn man Pin 6 auf Vcc legt (ca. 30mA, und das ohne 
Ausgangslast).
Das Verhalten des NE555 hat sich dadurch aber nicht verändert, zumindest 
war keine Veränderung erkennbar.
Ein 555 von einem anderen Hersteller zeigte dieses Verhalten nicht...

Und nochwas:
Wenn man versucht, den NE555 zum AMV "umzuprogrammieren", dann könnte 
man auch ein Netzteil mit Strombegrenzung verwenden, die man auf 
schätzungsweise 0,1A einstellen sollte.
Zum "Programmieren" reicht das wohl aus, aber bei dieser Leistung (1,2W) 
dürfte der 555 im Fehlerfall nicht explodieren...

Autor: RainerK (Gast)
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Um dem Stabilitätsproblem durch Energiemix zu entgehen, empfehle ich den 
Betrieb mit Zink-Kohle-Elementen. Die gab es schon vor Otto Hahn's 
Experimenten. Das ist also eine ideologisch reine Energie.
Damit dürfte sich die Frequenzstabilität von Bauteilen, die unter 
Anwendung des Lirpa-Effekt betrieben werden, um mindestens eine 
Zehnerpotenz steigern lassen. Das setzt natürlich die reine Seele des 
Operateurs voraus. Sonst wird's nix damit.

Es grüßt RainerK

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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RainerK schrieb:
> Betrieb mit Zink-Kohle-Elementen. Die gab es schon vor Otto Hahn's
> Experimenten.

Leider sind in den meisten Online-Shops und auch Ladengeschäften
Zink-Kohle-Batterien, die nachweislich vor Otto Hahns Experimenten
hergestellt wurden, verhältnismäßig teuer und oft auch nicht mehr
in der benötigten Stückzahl erhältlich.

In der letzten Zeit konnte ich bei diesen Batterien auch einige
kleine Qualitätsprobleme feststellen, vermutlich durch Selbstent-
ladung und Korrosion bedingt.

Autor: Lukas B. (lukas-1992) Benutzerseite
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> http://www.national.com/rap/files/datasheet.pdf

Dieses IC wurde/wird hergestellt oder? Aber was mach ich mit dem Zeugs?
nur drauf schreiben dan noch zufällig und nichts mehr runterkriegen 
klingt ja voll Sinnvoll ;)

Autor: TrippleX (Gast)
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@Kai:
Was für ein geniales Datenblatt :D

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Dieses IC wurde/wird hergestellt oder? Aber was mach ich mit dem Zeugs?
>nur drauf schreiben dan noch zufällig und nichts mehr runterkriegen
>klingt ja voll Sinnvoll ;)

Hast du das Datenblatt ganz gelesen?

Kai Klaas

Autor: Lukas B. (lukas-1992) Benutzerseite
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>>Dieses IC wurde/wird hergestellt oder? Aber was mach ich mit dem Zeugs?
>>nur drauf schreiben dan noch zufällig und nichts mehr runterkriegen
>>klingt ja voll Sinnvoll ;)
>
> Hast du das Datenblatt ganz gelesen?

nöö jetzt schon, hab vorher nur die "Features" gelesen, dachte es wird 
schon stimmen wenns auf dem offiziellen National Server liegt...

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Herrlich, wie der typische Datenblatt-Slang auf die Schippe genommen 
wird, nicht wahr? Da wird auch das Kleingedruckte zum Lacher...

http://www.national.com/rap/Story/WOMorigin.html

Kai Klaas

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