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Forum: HF, Funk und Felder Kabel an Antenne für 20m


Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Schönen Abend!

Ich habe eine Frage zur Anpassung eines Kabels an eine Antenne und zwar: 
Eine Groundplane Antenne mit 90° abgehenden Radials hat einen 
Fusspunktwiderstand von ca. 36 Ohm. Es handelt sich um eine 
unsymmetrische Antenne also möchte ich direkt ein Koaxkabel verwenden 
mit 50 Ohm. Muss ich hier das Kabel an die Antenne Anpassen? Wenn ja 
mache ich das mit einem Anpassglied bzw. Resonanztransformator? Soweit 
so gut. Jetzt habe ich das angepasst. Wofür brauche ich dann noch einen 
Antennentuner?

Kann ich auch ein 50 Ohm Kabel direkt an die Antenne mit 26 Ohm 
Anschließen und dann nur mit einem Antennentuner arbeiten?

Ich verstehe das nicht ganz.

Schönen Abend noch!
Andreas

Autor: 0sterhase (Gast)
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Andreas Riegebauer schrieb:
> Fusspunktwiderstand von ca. 36 Ohm

Wenn Du noch 14 Ohm in Reihe schaltest, hast Du genau 50 Ohm.
Wo ist das Problem?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja, stimmt sogar. Hat halt etwas Verlust.

Ne bessere Antwort: Antennenbuch Rothammel. Die ersten Kapitel lesen.

Autor: Rainer Z. (Gast)
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Bei 36 Ohm kannst Du problemlos ein 50 Ohm Kabel direkt anschließen. Am 
Transceiver würdest Du dann ein SWR von ca. 1,4 bzw. 2,5% reflektierte 
Leistung sehen. Das ist auch für TRX ohne Tuner kein Problem.

Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Rainer Z. schrieb:
> Bei 36 Ohm kannst Du problemlos ein 50 Ohm Kabel direkt anschließen. Am
> Transceiver würdest Du dann ein SWR von ca. 1,4 bzw. 2,5% reflektierte
> Leistung sehen. Das ist auch für TRX ohne Tuner kein Problem.

Wie ist das aber mit einem Tuner? Kann ich auch ein Kabel mit 200 Ohm an 
eine Antenne mit 50 Ohm anschließen und das dann am TRX mit einem Tuner 
korrigieren oder muss ich immer beide Seiten Anpassen?

BG
Andreas

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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@Andreas Riegebauer (blackpuma)

na ja , der Tuner passt auch ein "nassen Schnürsenkel" an Deiner TX-
Endstufe an. Der Tuner sorgt für 50 Ohm an der Endstufe.
Du wirst aber sicher verstehen, das der "nasse Schnürsenkel" als
Antenne wenig Wirkungsgrad hat.

Wigbert

Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Wigbert Picht-dl1atw schrieb:
> @Andreas Riegebauer (blackpuma)
>
> na ja , der Tuner passt auch ein "nassen Schnürsenkel" an Deiner TX-
> Endstufe an. Der Tuner sorgt für 50 Ohm an der Endstufe.
> Du wirst aber sicher verstehen, das der "nasse Schnürsenkel" als
> Antenne wenig Wirkungsgrad hat.

Sorry aber was ich mit dieser Antwort anfangen soll weiß ich nicht. Du 
hast damit keine meiner beiden Fragen beantwortet.

Autor: Wigbert Picht (wigbert) Benutzerseite
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Hi,

was ich damit sagen will, je besser die Impedanz des Antennensystems
an die Endstufe angepasst ist, desto besser wird die
Sendeleistung vom TX abgegeben. Ob wirklich die Antenne dann alles 
abstrahlt liegt dann an ihr Resonanzverhalten.

Nehmen wir mal an, das Antennensystem hat 50 Ohm bei der
Resonanzfrequenz der Antenne. Aber die Antenne wird oftmals nicht
nur für die Resonanzfrequenz sondern für ein Frequenzband genutzt.
Resonanzfrequenz wäre Mitte Frequenzband, dann wäre an Bandanfang
bzw Bandende keine 50 Ohm mehr vorhanden. Der Tuner passt jetzt
diese Abweichung an, so das die Endstufe seine optimale 50 Ohm
bekommt. Wäre das nicht der Fall(Fehlanpassung) würde die Endstufe
seine Leistung in Wärme freisetzen und evtl. schaden nehmen.

Um eine Antenne mit einen Fusspunktwiderstand von 200 Ohm mit
50 Ohm unsymmetrische Speiseleitung (Koax) zu versorgen, wird gerne
ein Balun genommen. Koax hat gewisse Vorteile bei der Verlegung
(keine störende Einflüsse bei Hauseinführungen usw.)

Es gibt aber auch Antennen, da gehört die Zweidraht symmetrische
Speiseleitung(Hühnerleiter) zum Antennensystem.Dort wird oftmals
ein ferngespeister abstimmbarer Tuner genommen um wiederum mit
50 Ohm Kabel zum Sender zu kommen.

>Wie ist das aber mit einem Tuner? Kann ich auch ein Kabel mit 200 Ohm an
>eine Antenne mit 50 Ohm anschließen und das dann am TRX mit einem Tuner
>korrigieren oder muss ich immer beide Seiten Anpassen?

mit Balun passt Du die Fehlimpedanz, Symetrie von Kabel an die Antenne 
an
mit Tuner passt Du die Fehlimpedanz entstehend durch Kabellänge; 
Resonanzverhalten der Antenne an die Endstufe des TX an

Wigbert

Autor: Rainer Z. (Gast)
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Andreas Riegebauer schrieb:
> Wie ist das aber mit einem Tuner? Kann ich auch ein Kabel mit 200 Ohm an
> eine Antenne mit 50 Ohm anschließen und das dann am TRX mit einem Tuner
> korrigieren oder muss ich immer beide Seiten Anpassen?

Theoretisch kannst Du das natürlich auch machen. Die Impedanz von 36 Ohm 
würde dann entlang der 200 Ohm Leitung transformiert und in Abhängigkeit 
von der Länge des Kabels am TRX eine andere Impedanz ergeben. Wählst Du 
für die Leitung ein Länge, die einem gradzahligen Vielfachen von 
lambda/2 entspricht, stehen auch am TRX immer die 36 Ohm an.

Mir ist allerdings kein 200 Ohm Koaxialkabel bekannt. Mechanisch wäre 
das auch schwer herzustellen, da die Seele im Verhältnis zum Radius des 
Schirm sehr dünn würde.

Im Prinzip ist auch eine Anpassung alleine am TRX ausreichend. Eine 
Anpassung an der Antenne ist sinnvoll um die Verluste im Kabel zu 
minimieren, aber nicht zwingend notwendig.

Autor: Hewlett (Gast)
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Am besten ist es, direkt am Antennenfußpunkt anzupassen. Dazu ein T-oder 
Pi Netzwerk (Tuner) verwenden. Dieser Tuner(Collins Filter) 
transformiert die Impedanz der Antenne,welche entweder induktiv, rein 
ohmisch, oder kapazitiv sein kann, an exakt 50 Ohm an.  Dies ist der 
Wirkwiderstand, den ein moderner Sender "sehen" will, um mit größtem 
Wirkungsgrad seine Energie weiterzugeben."Sieht" er diesen Widerstand 
nicht,wird er seine Ausgangsleistung automatisch abregeln. Hat man dann 
noch ein 50 Ohm Koaxkabel zwischen Sender und Antennenfußpunkt, dann ist 
alles OK.
Hat man den Tuner beim Sender stehen, kommt dann das Koaxkabel und dann 
noch die Antenne, kann man dies auch mit dem Tuner machen, er wird 
ebenfalls auf 50 Ohm reell transformieren. Allerdings hat man dann 
Verluste im Verlauf des Koaxkabels "längenabhängig" die sich aber in 
Grenzen halten (1-2 dB),solange man z.B. mit 20m Koaxlänge und bis 
max.14 MHz arbeitet.
Je höher die Arbeitsfrequenz,desto größer die Verluste durch Reflexionen 
am Anfang und Ende des Koaxkabels. Viele Amateure arbeiten mit dem Tuner 
am Senderausgang und nicht am Antennenfußpunkt und es funktioniert auch 
sehr gut. Am besten ist ein automatischer Antennentuner am 
Antennenfußpunkt, z.B. ein "Smart Tuner"
Am besten man kauft sich in ebay ein Antenenbuch von Rothammel, da ist 
alles toll erklärt.

Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Danke für die Erklärungen. Soweit hab ich das jetzt verstanden.

Ich bin bereits auf der Suche nach dem Buch aber ich finde nicht 
wirklich was. Ist das dass richtige? 
Ebay-Artikel Nr. 200453262500

Autor: mark (Gast)
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ja, ist es!

auch wenn es ne sehr frühe auflage ist, dürften die grundlagen ganz gut 
beschrieben sein.

wenn mehr gewünscht, dann eben ne neuere auflage nehmen. 12.auflage ist 
glaub ich die neueste...

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