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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Temperaturmessung mit Thermal Diode deaktivieren


Autor: Andreas B. (loopy83)
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Hallo,

ich habe verschiedene Schaltungen mit unterschiedlichen "Remote Diode 
Digital Temperature Sensor", wie z.B. den LM95245 oder auch den 
ADT747-3.

Sie funktionieren ja nahezu gleich.
Über eine Diode, die am Ort der Temperaturmessung sitzt, wird ein 
kleiner Strom geschickt und die dabei abfallende Spannung gemessen 
(irgendwo im Bereich von 2mV/°C).

Nun möchte ich gerne Testweise diese Temperaturmessung deaktivieren, 
ohne den kompletten Chip auszulöten.

Die beiden D+ und D- Anschlüsse kurzschließen ist sicher keine gute 
Idee, denn das würde sicher die interne Stromquelle beschädigen und auch 
würde der Chip einen Wert von 0mV messen und daraus sicher eine 
irrwitzige Temperatur berechnen.

Wie kann ich dem Chip eine Temperatur zwischen 20 und 70°C vorgaukeln?

Kann ich einen Widerstand/Poti zwischen D+ und D- schalten und somit die 
ausgelesene Spannung/Temp beeinflussen?

Getestet werden sollen Temperaturen unter 0°C. Das Problem ist, dass bei 
Temperaturen unter -20Grad der Chip einen Fehler ausgibt und der 
Prozessor darauf reagiert. Das soll vorerst verhindert werden. Es würde 
also reichen, wenn man einfach mit einem Poti eine Temperatur X°C 
künstlich dazuaddiert, dass der Chip denkt, es wäre wärmer.

Mit höherer Temperatur, wird ja die Durchlassspannung der Diode kleiner, 
also ist sie bei -20Grad weit höher. Wie kann man denn jetzt diesen 
Spannungsabfall künstlich wieder verkleinern?

Vielen Dank!

MfG Andi

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Andreas B. schrieb:
> Über eine Diode, die am Ort der Temperaturmessung sitzt, wird ein
> kleiner Strom geschickt und die dabei abfallende Spannung gemessen
> (irgendwo im Bereich von 2mV/°C).
>
> Nun möchte ich gerne Testweise diese Temperaturmessung deaktivieren,
> ohne den kompletten Chip auszulöten.

Hi, Andi,

nicht "deaktivieren", sondern "simulieren" oder "emulieren".

Mit einer steuerbaren Konstantspannungssenke, mit Betonung auf "senke".

Poti mit Widerstandsnetzwerk für Deine Eichpunkte, Operationsverstärker 
als Stromsenke/quelle geschaltet.

Du hast Einblick in das Datenblatt, wie man das am Besten anschließt.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Andreas B. (loopy83)
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Danke für deine Antwort.

Würde es nicht reichen, wenn ich ein Poti zwischen D+ und D- schalte?

U = R * I

Der Strom ist von Temp-IC konstant vorgegeben.
Also kleinerer Widerstand => kleinere Spannung => Höhere Temp
Der PN-Übergang hat ja einen neg. Temp.koeff...
Der Widerstand ist kleiner da R-Diode || R-Poti

Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

Vielen Dank!

Autor: Andreas B. (loopy83)
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Reicht nun die einfache und schnelle Methode mit den prallel 
geschalteten Poti, oder muss wirklich eine Stromsenke mit OPV her?

Vielen Dank!
Andi

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