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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR drahtlos aufwecken


Autor: Roland (Gast)
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hallo

ich möchte meinen avr schlafen (Power down mode) schicken und ihn dann 
mittels ext. Int aufwecken.

der ext. Int soll aber drahtlos sein... sowas wie RFID.

hat da wer ne idee?
muss auch nicht mittels ext. Int aufgeweckt werden kann auch anders 
sein.


danke, lg roland

Autor: Florian W. (Gast)
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Wenn du die üblichen Funkmodule nimmst, ham die doch meißt nen seriellen 
Ausgang. Der is Idle ja high, dass heißt du kannst ihn direkt an den 
ext.Int Pin hängen.
Sobald dann was empfangen wird, wacht der µC durch den low-Pegel auf. 
Die Datenrate sollte halt so niedrig sein, dass die min. WakeUp-Time am 
besten durch das Startbit bereits eingehalten wird, dass is aber glaub 
ich kein Prob, weil die min. WakeUp-Time im ns Bereich liegt und die 
Baudrate dieser Module irgendwo bei 9600...

Autor: Falk Brunner (falk)
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Photodiode oder Phototransistor am INT Pin nach Masse? Siehe 
Lichtsensor / Helligkeitssensor

MfG
Falk

Autor: Roland (Gast)
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danke schon mal für die vorschläge...

was ich vergessen hab hineinzuschreiben, der µC soll irgendwo abseits 
der zivilisation arbeitn.

tagsüber versorgung via solarzellen und nachts per Goldcap.. tagsüber 
wird der Goldcap dann auch mit der Solarzelle geladen.

daher hab ich nur begrenzt spannung und strom zur verfügung.


lg

Autor: Florian W. (Gast)
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Und wodurch soll der draußen in der Wildnis dann aufgeweckt werden?

IR fällt wegen (vermutlich) fehlender Sichtverbindung aus

Funk bräucht vermutlich eine recht hohe Leistung, um aus der 
"Zivilisation" in die unerforschten Weiten, die noch nie ein Mensch 
zuvor betreten... zu kommen.

Autor: Peter Z. (hangloose)
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Ein Funkmodul mit Wake On Radio verwenden. Das weckt den Mikrocontroller 
auf wenn etwas empfangen wird.

Autor: Roland (Gast)
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abseits der zivilisation schon... soll heißen irgendwo im wald o.ä. und 
wenn ich die messdaten (z.B. Temperatur) auslesen will, muss ich sowieso 
hingehn. Nur möchte ich nicht wieder ein Kabel anstecken sondern das 
ganze Kabellos aufwecken und übertragen.

danke für den Tip mit Wake on Radio.

LG

Autor: hp-freund (Gast)
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Nimm doch 2 halbe Schalenkerne zur Daten- und Energieübertragung.
Dann kannst Du die Ausseneinheit sogar komplett wetterdicht vergiessen 
und zum auslesen bringst Du den Strom sogar noch mit und belastest nicht 
die AE.

Stichwort z.B. : Propelleruhr (musst Dich aber nicht dabei drehen ;-) )

Autor: Hc Zimmerer (mizch)
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Grob geschätzt darfst Du bei einem Goldcap und nur 12 Stunden ohne Sonne 
in der Größenordnung von wenigen 10 µA verbrauchen (Überschlag: Goldcap 
von 1 F = 1 As, geteilt duch 40000 sec (ca. 1/2 Tag)).

Schon ohne überhaupt zu berücksichtigen, dass Du die Ladung des Goldcap 
nie ganz ausnützen kannst, bist Du in einer Strom-Gegend, die für ein 
Funkmodul völlig unrealistisch ist.

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Das einzige was dir bleibt ist wohl in definierten Zeitabständen auf zu 
wachen und mit deinem Funkmodul zu lauschen ob eine Anfrage kommt, wenn 
nicht, dann wieder schlafen legen. Selbst wenn du mit deinem Funkmodul, 
welches angenommen 20mA verbraucht, alle 5 min eine Sekunde lang 
horchst, dann liegst du immer noch bei etwa 60µA ... um auf die oben 
errechneten 10µA zu kommen müsstest du also nur alle 30 min lauschen.

Wie komfortabel das ist kannst du dir ja denken ;)

Billige Empfänger gucken einfach ob ein Schwingkreis am Eingang in 
Resonanz gerät --> das Ding was empfängt und schalten dann ein, aber das 
funktioniert nur bei sehr kurzen Entfernungen und deine Schaltung wacht 
bei jedem Mist auf der Frequenz auf, nicht nur bei deinem Nutzsignal.

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Oder man schaltet den Empfänger nur dann ein, wenn gerade ein Signal 
kommt*, das spart jede Menge Strom. Wenn nichts zu empfangen ist, 
braucht man ihn schließlich auch nicht.

Micha



* Das war tatsächlich ein ernstgemeinter Vorschlag eines 
Siemens"ingenieurs". Die brachten noch mehr so ähnliche Stunts...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Micha H. (mlh) Benutzerseite

>Oder man schaltet den Empfänger nur dann ein, wenn gerade ein Signal
>kommt*, das spart jede Menge Strom. Wenn nichts zu empfangen ist,
>braucht man ihn schließlich auch nicht.

Soooo dumm ist die Idee gar nicht. Wenn man sich auf feste 
Kommunikationszeiten einigt und in Gerät ne Echtzeituhr hat, spart man 
damit tatsächlich ne menge Strom.

MfG
Falk

Autor: Ziegenpeter (Gast)
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Oder man sendet ein kurzes Signal, und horcht, ob eine Antwort kommt 
Falls eine kommt, kann man die eigentlichen Daten senden. Dann braucht 
man nicht alle 5 Minuten eine ganze Sekunde lang horchen sondern evtl. 
nur eine Hudertstel (vorausgesetzt das Senden verbraucht nicht viel mehr 
als das Aktivieren des Empfängers - Beispiel RFM12: ~24mA TX, ~12mA RX).

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Was spricht bei solchen Anwendungen eigentlich dagegen, eine dieser 
Solar-Gartenlatern zu benutzen?
Die haben meistens "richtige" Akkus drin.

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Falk Brunner schrieb:
> @  Micha H. (mlh) Benutzerseite
>
>>Oder man schaltet den Empfänger nur dann ein, wenn gerade ein Signal
>>kommt
>
> Soooo dumm ist die Idee gar nicht.

Die Idee selbst nicht...

> Wenn man sich auf feste Kommunikationszeiten einigt und in Gerät ne
> Echtzeituhr hat, spart man damit tatsächlich ne menge Strom.

...aber man braucht auf beiden Seiten sehr genaue und vor allem 
synchrone Uhren, wie will man das auf Dauer sicherstellen? Eine 
Möglichkeit wäre natürlich die Synchronisation bei jedem Empfang. 
Trotzdem muß das Empfangsfenster lange genug sein, um alle 
Eventualitäten abzufangen. Gerade bei einem System, das immer draußen 
bleibt und damit den vollen Tagestemperaturgang mitkriegt, dürfte das 
eher teuer werden.

Bei meinem Beispiel ging es außerdem um Anwenderaktion zu einem 
beliebigen Zeitpunkt, da war die Idee ähm... "suboptimal".

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Micha H. (mlh) Benutzerseite

>> Wenn man sich auf feste Kommunikationszeiten einigt und in Gerät ne
>> Echtzeituhr hat, spart man damit tatsächlich ne menge Strom.

>...aber man braucht auf beiden Seiten sehr genaue und vor allem
>synchrone Uhren, wie will man das auf Dauer sicherstellen?

Soooo genau müsen die sicher nicht sein. Selbst eine 0815 Quarzuhr mit 
100ppm Fehler macht pro Tag gerade mal 8,5s Abweichung. Das 
Kommunikationsfenster muss dann eben min. um den Faktor zwei oder so 
größer sein.

>Trotzdem muß das Empfangsfenster lange genug sein, um alle
>Eventualitäten abzufangen. Gerade bei einem System, das immer draußen
>bleibt und damit den vollen Tagestemperaturgang mitkriegt, dürfte das
>eher teuer werden.

Keine Sekunde. Die oben genannten 100ppm sind eine absolute 
Billigstvariante. Jede RTC von der Stange geht deutlich besser, 30ppm 
und weniger.

>Bei meinem Beispiel ging es außerdem um Anwenderaktion zu einem
>beliebigen Zeitpunkt, da war die Idee ähm... "suboptimal".

Schon klar.

MFG
Falk

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Peter Z. schrieb:
> Ein Funkmodul mit Wake On Radio verwenden. Das weckt den Mikrocontroller
> auf wenn etwas empfangen wird.
Und verbraucht vermutlich viel mehr Energie als ein µC der die ganze 
Zeit durchläuft.

Man kann das ganze auch koppeln indem der uC halt "zu den üblichen 
Zeiten" jede Sekunde einmal kurz lauscht. Der Sender muss dann nur min 2 
Sek lang senden damit der uC das mitkriegt.

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