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Forum: Offtopic Flüssiggasflasche für Druckluft


Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Hi,

ich hatte die Idee eine meiner alten 11 kg Propan Flüssiggasflaschen zur 
Druckgasflasche umzurüsten, komplett also mit grüner Schulter, nem 
dicken schwarzen N drauf und einem Rechtsgewinde zum Anschluß von 
Druckluftsachen.
Prinzipiell auch kein Problem wenn da nicht das Gewinde wäre. Meine 
erste Idee war einfach das komplette Ventil aus der Flasche zu drehen 
und ein neues mit Rechtsgewinde einzusetzen, leider finde ich dazu 
keinerlei Informationen. Die nächste Idee war dann einen Adapter von 
21,8x1/14" LH Innengewinde auf 1/2" oder 3/8" Rechtsgewinde drauf zu 
schrauben, dummerweise sind diese Adapter in DE wohl verboten und nicht 
ohne weiteres zu bekommen. Womit ich bei Idee Nummer 3 bin, ich habe mir 
überlegt einfach das Gewinde des Gasflaschenventils auf 1/2" 
runterzuschneiden, dummerweise müsste ich dabei auch das Gewinde etwas 
kürzen da dort eine Vertiefung für den Gummiring von etwa 3mm drin ist 
und somit das Restgewinde etwas kurz sein könnte.

Darum meine Frage, hat irgendwer eine konstruktive Idee wie ich die 
Gasflasche für Druckluft umrüsten kann oder wo es entsprechende Adapter 
gibt?

Und um den Reichsbedenkenträgern direkt den Wind aus den Segeln zu 
nehmen:
Ja mir ist bewusst das in der Flasche eine Restmenge Propangas vorhanden 
ist die beim Befüllen mit Druckluft ein prima zündfähiges Gemisch 
abgibt, allerdings habe ich eh vor die Flasche bei den Arbeiten mit 
Wasser zu füllen und dann auch gründlich zu spülen (Gasgeruch in der 
Pressluft würde mich auch stören).
Und ja, ich weis das die Flasche bei Überdruck bersten kann, allerdings 
sind diese mit 30 Bar abgedrückt und mein Kompressor mit dem ich die 
Flasche füllen werde schafft nur maximal 12 Bar. Für irgendwie 
entstehenden Überdruck gibts ansonsten noch das Sicherheitsventil (rotes 
Plättchen) das bei 25 +-5 Bar öffnet, also auch kein Problem.

Autor: Mario K. (Gast)
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Ich würde den alten Gewindehalz abflexen und einen Druckluftamatur 
draufschweißen lassen. Wir haben bei uns in der Stadt einen guten 
Betrieb der mir sowas ähnliches mal gemacht hatte. Die hatten auch noch 
die Natstelle geröntgt.
Bitte nicht selber machen wenn man nicht vom Fach ist und die geeigneten 
Mittel nicht hat.

gruß Mario

Autor: Gustav K. (hanibal)
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ich hab mir sone flasche auch gemacht, hab einfach n stück schlauch auf 
das gewinde geschoben, und ne schelle drauf. auf der anderen seite des 
schlauches ne druckluft kupplung. leuft einwandfrei, hab aich nur so 
20cm schlauch dran gemacht.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Das Sicherheitsventil sollte wenigstens bei 10Bar und
spätestens bei 15 Bar ablassen. Was du da vorschlägst
ist ein Tick zu gewagt.
Was das abflexen angeht, würde ich schon mal mein Testament
machen. Ein Funke und Restgas in dem Ballon reichen für nen
ordentlichen Knall. Schweißen genauso. Auch mit ner Wasserfüllung
ist man da nie auf der sicheren Seite und einige haben das dann
auch gemerkt. Dann lieber Gewinde rausdrehen und sich von einem
Dreher einen richtigen Adapter auf Zollgewinde drehen lassen.
Stück Messing gibts sicher auf dem Schrott oder hat ein Dreher
in der Restekiste. Übrigens brauch auf dem Kessel weder eine
grüne Kappe(oder Anstrich) noch ein N drauf. Das ist nur bei 
Hochdruckflaschen mit mehreren hundert Bar.
Ich hab so was auch mal gebaut, allerdings mit einem alten
LKW-Druckkessel. Lohnt sich der Aufwand bei den Preisen
eigentlich noch? Später hab ich mir dann einen gekauft weil der
Selbstgebaute immer so lange brauchte um gefüllt zu werden.

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Mario K. schrieb:
> Ich würde den alten Gewindehalz abflexen und einen Druckluftamatur
> draufschweißen lassen. Wir haben bei uns in der Stadt einen guten
> Betrieb der mir sowas ähnliches mal gemacht hatte. Die hatten auch noch
> die Natstelle geröntgt.
> Bitte nicht selber machen wenn man nicht vom Fach ist und die geeigneten
> Mittel nicht hat.
>
> gruß Mario

Die Frage ist nur wo ich so eine Druckluftamatur bekomme (preisgünstig), 
eventuell passt die ja so ins Flaschengewinde, sieht auf den ersten 
Blick nach einem konischen 1/2" Rechtsgewinde aus.


Gustav K. schrieb:
> ich hab mir sone flasche auch gemacht, hab einfach n stück schlauch auf
> das gewinde geschoben, und ne schelle drauf. auf der anderen seite des
> schlauches ne druckluft kupplung. leuft einwandfrei, hab aich nur so
> 20cm schlauch dran gemacht.

Das wird dann wohl die Variante wenn mir sonst nix schöneres einfällt; 
würde dann nur das Gewinde des Anschlusses etwas runterschleifen und 
direkt einen 5m Druckluftschlauch draufschieben.

Autor: Mario K. (Gast)
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Mike Hammer schrieb:

> Was das abflexen angeht, würde ich schon mal mein Testament
> machen. Ein Funke und Restgas in dem Ballon reichen für nen
> ordentlichen Knall. Schweißen genauso.

Hammer hat recht wenn man keine maßnahmen getroffen hat das die Flasche 
mit Sicherheit leer ist. Sorry davon bin ich ausgegangen.
Wobei bei seinen Vorschlag können auch Funken entstehen davon mal 
abgesehen.

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Mike Hammer schrieb:
> Das Sicherheitsventil sollte wenigstens bei 10Bar und
> spätestens bei 15 Bar ablassen. Was du da vorschlägst
> ist ein Tick zu gewagt.
Nach einem Merkblatt der Firma Linde sollte es erst bei 25 +-5 soweit 
sein:

http://www.linde.com/International/Web/LG/SI/like3...

Seite 2 rechts vorletzter Absatz.

> Was das abflexen angeht, würde ich schon mal mein Testament
> machen. Ein Funke und Restgas in dem Ballon reichen für nen
> ordentlichen Knall. Schweißen genauso. Auch mit ner Wasserfüllung
> ist man da nie auf der sicheren Seite und einige haben das dann
> auch gemerkt. Dann lieber Gewinde rausdrehen und sich von einem
Darum sagte ich ja spülen weil sich wohl Paffinreste oder sowas an den 
Wänden absetzen kann.

> Dreher einen richtigen Adapter auf Zollgewinde drehen lassen.
> Stück Messing gibts sicher auf dem Schrott oder hat ein Dreher
Denke in der Flasche selber ist ein konisches 1/2" Gewinde, nur die 
Amatur fehlt mir dann immernoch.

> in der Restekiste. Übrigens brauch auf dem Kessel weder eine
> grüne Kappe(oder Anstrich) noch ein N drauf. Das ist nur bei
> Hochdruckflaschen mit mehreren hundert Bar.
Meines wissens nach bezieht sich die EN 1089-3 auf alle Gasflaschen 
unabhängig vom Druck, wenn du da weiterführende Informationen hast, 
immer her damit.

> Ich hab so was auch mal gebaut, allerdings mit einem alten
> LKW-Druckkessel. Lohnt sich der Aufwand bei den Preisen
> eigentlich noch? Später hab ich mir dann einen gekauft weil der
> Selbstgebaute immer so lange brauchte um gefüllt zu werden.
Doch durchaus, Druckluftflaschen habe ich bislang nur in der 300 bar 
Klasse gesehen und da kosten die auch gut Geld, vom Befüllen mal ganz 
abgesehen. Mir geht es eigentlich nur darum das ich ab und an mal was 
wegpusten kann oder etwas aufpumpe ohne den Kompressor anzuschmeissen, 
noch idealer wenn ich nicht grade in meiner Werkstatt bin.
Hab schon überlegt ob ich dafür eine kleine 12 l Tauchflaschen nehme 
aber auch da ist wieder das Problem mit dem Befüllen und nur für 
obengenannte Anwendungszwecke ist es etwas dekadent.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Wenn das nur mal so zum blasen gedacht ist, würde ich an der
Flasche gar nicht machen. Eine Anschlussstück für einen Schlauch
müsste es auch ohne Manometer geben, der direkt passt. Allerdings
nicht im Baumarkt, eher beim Campingausrüster. Wie man dem
Lindedatenblatt entnehmen kann gibts Anwendungen wie mit nem
Gabelstabler wo das Gas flüssig in die Maschine gelangt.
Also müsste es auch eine Armatur für einen entsprechend
druckfesten Schlauch geben. So was hat nur der Fachhändler.
Dem würde ich allerdings nichts erzählen weil der dann
schnell ungemütlich werden kann bei solchen Storys.
Dann fängt der u.U. an komisch zu werden und betet seine
Vorschriften runter. Ob Rückstände in der Flasche nachher
Problem bereiten können, weiß ich nicht.
Entscheidend ist, das man die Flaschen nicht mit zu hohem
Druck überfüllt und das verhindert das Sicherheitsventil.
Ich bin ursprünglich von einer anderen Anwendung ausgegangen,
nämlich dem Bau eines Kompressors und da würde ich ein
Sicherheitsventil nehmen knapp oberhalb der max. Betriebsdrucks.
Bei 30 bar kommt man da ja nie hin.
Bei so einem Selbstbauprojekt wäre dann aber der Druckschalter
derart teuer das sich der Kauf eines Kompressors lohnen würde.
Übrigens hab ich mir für diese Anwendung mal einen kleinen
Kompressor zugelegt der mit einem Bügel versehen leicht überall
hingetragen werden kann und wenn der leer war, eine Steckdose
gibts fast überall. Ähnlich wie der hier aber erheblich billiger:
Ebay-Artikel Nr. 190391385989

Eine Tauchflasche ginge natürlich auch.

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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@Mike Hammer:

Danke, jetzt wo du es sagst springen einem die Anchlüsse für 
Gasgabelstapler fast schon ins Gesicht, an die hatte ich garnicht 
gedacht.
Hab immer nur im Camping Bereich geschaut und da nichts anderes als 
Druckminderer zum direkten Anschluss an die Flasche gefunden.

Nach kurzer Google-Suche hab ich auch schon ein Beispiel gefunden: 
http://www.handwerk-heide.de/gabelstapler/gasstapler_2.jpg
Muss also nur noch beim Fachhändler so ein Adapterstück finden, die 
Größe sieht verdächtig nach 1/4" aus...

Die Idee mit dem Selbstbaukompressor ist auch nicht schlecht, hab 
irgendwo noch einen kleinen KFZ-"Kompressor" rumfliegen mit dem ich die 
Flasche füllen könnte, der braucht wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit 
dafür ist aber hoffentlich nicht so laut.

Ja die kleinen Stand-Kompressoren hab ich mir auch schonmal angeschaut, 
dummerweise sind die Dinger immer noch recht teuer und dann sind sie für 
den abendlichen Einsatz immernoch etwas laut. Aber immerhin sind sie 
leiser als mein 96 db Trümmer in der Werkstatt, mal sehen.

Das mit der Tauchflasche schied nur aus weil ich sie danach nichtmehr 
zum Tauchen benutzen kann (Öl, Feuchtigkeit).

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