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Forum: Offtopic Urheberrecht für Klausurvorbereitungskurse


Autor: [][][] (Gast)
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Ich werde demnächst an der Uni privat organisierte Kurse zur 
Vorbereitung auf die Prüfungen geben. Beim Zusammenstellen der 
Unterrichtsmaterialien bin ich nun auf eine heikle Frage gestossen: Ich 
muss ja fast zwingend auf Material des Professors zurückgreifen, um 
beispielsweise Übungen durchzubesprechen oder Fragen zum Skript zu 
beantworten.

Wie gesagt, es geht nicht darum, dass ich meinen Kurs mit den Folien und 
Übungen des Professors durchführe, sondern dass ich die Möglichkeit 
brauche, gewisse Teile der Vorlesung (insbesondere Übungen) nochmals im 
Detail durchzubesprechen und daher fast gezwungenermassen OHP-Folien 
dieser Dokumente anfertigen muss.

Es sei noch erwähnt, dass dieses Material vollständig öffentlich 
zugänglich ist und ich die Vorlesung damals ebenfalls besucht haben, 
also liegt alles ebenfalls bereits in meinen Unterlagen.

Wie sieht das urheberrechtlich aus?

: Verschoben durch User
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Warum fragst du nicht einfach den Prof, ob etwas dagegen spricht?
Mein Regelungstechnik-Prof hat damals selbst ein Tutorium angeboten 
(dadurch hätte man sich eigentlich die Vorslesung sparen können...)
Profs sind i.d.R. daran interessiert, sich von ihren Studenten möglichst 
einfach zu trennen.
Wenn die Studenten noch mit einem Lächeln im Gesicht (und einem 
Abschluss in der Tasche) die Hochschule verlassenm, dann finden die 
Profs das auch sehr angenehm.
Wenn man den Profs Arbeit für lau abnimmt, sind die bestimmt nicht 
abgeneigt, das etwas zu fördern.

Deine Aktion scheint ja sehr geheim zu sein...

Autor: [][][] (Gast)
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> Deine Aktion scheint ja sehr geheim zu sein...

Nein, überhaupt nicht. Die Kurse finden sogar in Räumen der Uni statt. 
Gewisse Profs mögen diese Kurse aber überhaupt nicht - dann ist es eben 
auch gut möglich, dass er mir die Verwendung der Unterlagen explizit 
verbietet. Dass er hingegen einfach so von sich aus aktiv wird, ist eher 
unwahrscheinlich, aber ich möchte in einem solchen Fall rechtlich nicht 
völlig im Regen stehen.

Autor: High Performer (Gast)
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Hallo,

auf jeden Fall freundlich mit den entsprechenden Professoren sprechen.
Mir würde es als Prof. überhaupt nicht gefallen, wenn ich mitbekommen 
würde, dass irgendwo großartig mit meinen Unterlagen öffentlich 
gearbeitet wird, und zwar unabhängig von der rechtlichen Lage. Es ist 
einfach ein Gebot der Höflichkeit und des Respekts, sich mit dem Prof. 
abzustimmen! Also sei ein Mann und spreche das mit dem Prof. ab. Ich 
kann mir kaum vorstellen, dass er das Ganze grundsätzlich ablehnt. Zur 
Not musst Du dann halt andere Lehrmaterialien organisieren.

Autor: [][][] (Gast)
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> Zur Not musst Du dann halt andere Lehrmaterialien organisieren.

Das ist ja genau das Problem: Ich muss mit diesen Materialien arbeiten 
können. Die Studenten bereiten sich mit den Übungen und den 
Vorlesungsfolien auf die Prüfung vor und wollen in so einem Kurs dann 
logischerweise dazu auch Fragen beantwortet haben.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ob man genau die Aufgaben diskutiert, oder aehnliche sollte nicht der 
grosse Unterschied sein.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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@  [][][] (Gast):
Aufgrund der Urheberrechtslage hier in Deutschland wirst du um ein 
Gespräch mit dem Prof nicht herum kommen. Und Abmahnungen werden recht 
schnell recht teuer. Ansonsten mußt du Materialien suchen, die das Thema 
ähnlich behandeln, aber frei verfügbar sind.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Es kommt vielleicht etwas darauf an, was du mit "privat organisiert" 
meinst.

Darunter kann man jede Form von Lerngruppe verstehen.
Wenn sich die Studenten dann ihre Unterlagen selbst mitbringen
(sie bekommen die ja von den Profs irgendwie im Rahmen der
Vorlesungen und offiziellen Übungen), ist das problemlos.

Wenn du dagegen kommerziell auftrittst und dafür Unterlagen
zur Verfügung stellst, müssen diese entweder von dir sein oder
die Urheber damit einverstanden sein. Ohne geht es nicht.
Du hast ja keinen Anspruch darauf, daß die Urheber einverstanden
sind.

Autor: brott (Gast)
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Klaus Wachtler schrieb:
> Wenn du dagegen kommerziell auftrittst und dafür Unterlagen
>
> zur Verfügung stellst, müssen diese entweder von dir sein oder
>
> die Urheber damit einverstanden sein. Ohne geht es nicht.
>
> Du hast ja keinen Anspruch darauf, daß die Urheber einverstanden
>
> sind.

Oh je - ich hoffe mal, dass es kein kommerzieller kram ist. Wir hatten 
an unserer Uni mal Leute, die fuer einen Klausurvorbereitungskurs 
Eintritt genommen haben. Das ist dann irgendwann aufgeflogen und da gab 
es eine Menge Aerger: Die Uni fand das naehmlich nicht so witzig, dass 
in ihren Raeumen kostenpflichtige Veranstaltungen angeboten werden und 
hat dann auch direkt mal Kosten in Rechnung gestellt. Die Uni hat die 
Leute abgemahnt, u.a. wegen Urheberrecht.
Die Fachschaft fand es auch nicht besonders witzig, dass versucht wird 
eine zwei-klassen-uni aufzubauen, die ueber den Geldbeutel bestimmt 
wird.

Dabei war alles voellig unnoetig: Im Nachgang haben die Leute sogar nen 
Hiwivertrag angeboten bekommen (von Fachschaft und Prof) und sind damit 
gehaltlich deutlich besser gefahren. Frag doch wirklich lieber mal beim 
Prof oder bei der Fachschaft nach, es ist ueberhaupt kein Problem fuer 
so ein zusaetzliches Programm Gelder zu bekommen (hiwi-gehalt, 
Kopierkosten, Raeume).

Dann ist alles ganz legal und bestenfalls unterstuetzt euch die FS / der 
Prof noch mit altklausuren, etc.

Eine Frage: an welcher uni bist du denn?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ah ja. Und der Prof bekommt natürlich kein Gehalt und arbeitet rein 
altruistisch...

Autor: M. W. (hobbyloet)
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Da hat wohl einer GZSZ geglotzt und will wissen wie das mit "Frof. 
Gerner" und Patrick, abgeht.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Nicht fragen sondern machen. Entschuldigen ist immer besser als 
schlafende Löwen zu wecken. Gilt in der Wissenschaft uneingeschränkt.
Kennt ihr die Story vom Cyclotron? Da war mal ein Student an einer 
Ostküstenuni und der brauchte für seine Doktorarbeit ein Cyclotron 
(evtl. war es auch ein anderes Großgerät). Aber als es geliefert werden 
sollte, haben die Lastwagenfahrer gestreikt. Naja, hat er nen Laster 
gemietet, ist selbst hin, hat das Teil geholt und der Uni die Liferung 
in Rechnung gestellt. Hätte er vorher gefragt, wär er nie durchgekommen. 
Nachzulesen in Classic Feynman

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