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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hochspannung aus 12V DC erzeugen


Autor: Mark Thalle (bitts)
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Hallo,

aus 230V Netzspannung kann man recht einfach über die Kaskadierung von 
Kondensatoren und Dioden eine Spannung im KV-Bereich erzeugen.

Aber wie erzeugt man 10 KV am einfachsten aus 12 VDC?
Ich habe Ionisatoren für Autos gesehen, die es für wenige Euros zu 
kaufen gibt. Viel kann da also auch nicht drin stecken.

Ich hätte zwei Ideen:
1. Man zerhackt die 12 V mit einem Transistor und schließt wieder die 
Dioden/C-Kaskade an.

2. Man zerhackt die 12 V und gibt diese auf einen kleinen Übertrager mit 
einem Windungsverhältnis von 1:1000.

Bei der 2. Variante könnte ich mir vorstellen, dass es Probleme mit der 
Durschlagsfestigkeit gibt, wenn man das möglichst klein bauen will.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Variante 1: zähl mal nach, wieviele Stufen die Kaskade haben müsste...

Es ist i.A. eine Kombination aus 1 und 2: Ein
Trafo macht 1kV, die Kaskade den Rest...

EDIT:
Mit einem geeigneten Aufbau kommst du auch ohne diese exorbitanten 
Windungsverhältnisse aus. Such mal nach den Begriffen
abschalten induktionsspannung

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
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Mark,

da nimmt man einen NE555 als 50Hz-Zerhacker und einen Leistungstransi 
dahinter. Der steuert einen Netztrafo 230V/6V auf der 6V-Seite an. An 
die 230V-Seite kommt eine D-C-Kaskade, welche die 400V vervielfacht. Der 
Trafo sollte die höhere Spannung noch isolieren können. Bitte auf 
ausreichende Luft- und Kriechstrecken achten!

Autor: Reiner O. (elux)
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Ja, oder man nimmt eine der modernen Zündspulen, die es bspw. bei 
Renault gibt, da sind 10 kV kein Problem und gross sind die auch nicht 
...

LG
Elux

Autor: Wolfgang Heinemann (frickelkram)
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Hi Mark,

NE555 geht, aber UC3845 ist definitiv besser. Ich habe mehrere Varianten 
aus probiert um die Anodenspannung für meinen Röhrenverstärker im Auto 
zu bauen. Die UC3845 Variante funktioniert am Besten.

Mein Aufbau besteht rein aus Teilen aus der Bastelkiste inklusive des 
Trafos, den ich aus einem alten Drucker gemopst habe. Im Leerlauf macht 
die Schaltung über 400V, geregelt aktuell 250V bei 10mA maximaler 
Stromentnahme.

Wenn Du nicht viel Strom brauchst kannst Du auch was mit einem 
Hochspannungs-Erzeuger aus einer alten Wegwerfkamera mit 
nachgeschalteter Kaskade bauen.
http://www.b-kainka.de/bastel79.htm
Hier ist ein Beispiel der Kameraelektronik mit nach geschalteter Kaskade 
http://www.b-kainka.de/bastel80.htm
So ein Teil habe ich mal erfolgreich zusammen gelötet und erzeuge aus 
einer 1,5V Batterie einen ca. 1-2mm langen Funken.

Im Prinzip kannst Du mit dem UC3845 und einem Zeilentrafo, aus einem 
alten Analogfernseher, ebenfalls eine geregelte Hochspannung erzeugen.

Was man mit dem UC3845 machen kann findest Du z.B. hier im Forum;
http://www.google.de/search?q=site%3Awww.mikrocont...

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Autozündspule und ein Leistungstransistor als Schalter. Kann die 
Autoindustrie schon seit 100 Jahren (ok mit mech. Unterbrecher)
Schau mal unter Solid State Tesla Trafos, da solltest Du was finden.

Autor: Mark Thalle (bitts)
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Danke für die Hinweise.

Hat schon mal jemand einen dieser Miniionisatoren geöffnet, die man im 
Auto an den Zigarettenanzünder oder sogar am USB-Port anschließen kann?

Die Teile sind kaum größer als handelsübliche DVB-T-Sticks.
Eine Zündspule oder 50Hz-Trafo wird da nicht drin sein.

Wird das dort vielleicht mit Step-Up-Wandlern, gefolgt von Zerhacker und 
Hochspannungskaskade gemacht?

Autor: Wolfgang Heinemann (frickelkram)
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Also, lass mich mal spekulieren, geöffnet habe ich so ein Teil bishner 
nicht.
Ich vermute dass genau die selbe Elektronik drin steckt wie in der 
Wegwerfekamera. Der Trafo hat wahrscheinlich ein größeres 
Übersetzungsverhältnis und mit 50Hz laufen die garantiert nicht. Die 
Frequenz liegt mit Sicherheit im kHz-Bereich. Da es nicht darauf ankommt 
mit welcher Frequenz das Teil arbeitet wird es sich um eine frei 
schwingende Schaltung handeln. Damit hohe Spannung raus kommt ist das 
bestimmt ein Flyback Converter mit getrennter Ausgangswicklung. 
Einfacher und billiger geht wohl kaum. der Trafo ist klein da er keine 
Leisutng liefern muss.
http://www.powerlabs.org/flybackdriver.htm

Autor: Andreas K. (derandi)
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Mark Thalle schrieb:
> Wird das dort vielleicht mit Step-Up-Wandlern, gefolgt von Zerhacker und
> Hochspannungskaskade gemacht?

Vermutlich wie in Energiesparlampen mit einem Resonanztransformator.


Schon mal was von Zeilentransformatoren gehört?

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