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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Selbstleitender MOSFET der bei 5V Ugs voll sperrt


Autor: Teymur (Gast)
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Hallo!
Für ein FH-Projekt brauche ich einen selbstleitenden MOSFET der über 
einen Atmega16 (also 5V Ugs max.) gesperrt werden soll. Nun gibt es 
keine Sortiermöglichkeit bei Farnell (oder ich habe es nicht gefunden?) 
um die selbstleitenden von selbstsperrenden zu trennen.
Kennt Ihr vielleicht solche MOSFETS?
Es dürfen keine JFETs sein, wir können uns keine Leckströme erlauben.
Wenn das auch noch ein MOSFET vom Vishay ist (Prof. hat Kontakte dort, 
kann die uns schnell besorgen) dann ist perfekt :)

Vielen Dank im Voraus

Teymur

: Verschoben durch Admin
Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Teymur (Gast)

>einen Atmega16 (also 5V Ugs max.) gesperrt werden soll.

N oder P Kanal? Ein selbstleitender N-Kanal wird mit negativer Spannung 
an Gate geshlossen, ein P-Kanal logischerweise mit positiver.

>Es dürfen keine JFETs sein, wir können uns keine Leckströme erlauben.

Auch MOSFETs haben Leckströme. Wieviel nA sind zulässig?

MFG
Falk

P S Siehe Netiquette. Sagt was ihr machen wollt, dann kann man euch 
helfen. Der Rest der Welt braucht auch höchstseltenst selbstleitende 
MOSFETs.

Autor: Teymur (Gast)
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Da wir vom Atmega ohne zusätzlichen Aufwand nur +5V bekommen, dann ist 
wohl ein P-Kanal MOSFET besser dafür geeignet.

Wir bauen ein Speicher für Fahrraddynamo, die Zuleitung soll "getrennt" 
werden, wenn Speicher voll ist, damit das Fahren leichter wird.

Autor: Teymur (Gast)
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Ah ja, Leckströme :)
Idealfall 0 :) Ich denke je weniger desto besser, wobei wenn es einen 
geeigneten JFET gibt, dann geht das auch schon.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Teymur schrieb:
> Wir bauen ein Speicher für Fahrraddynamo, ...

Nabendynamo?
So viel Last kannst du da garnicht dranhängen, dass das Fahren merklich 
schwerer wird. Wegen den paar µA Leckstrom brauchst du dir erst recht 
keine Gedanken machen.

Achte aber auf ausreichende Spannungsfestigkeit, beim Bergabfahren sind 
ohne Last auch 40-50V drinnen.

Autor: Teymur (Gast)
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Ja, ein Nabendynamo. Alle andere Bauteile sind auf 40V ausgelegt( im 
belasteten Fall werden die nie erreicht, aber vorsichtshalber... :) )
Es funktioniert schon alles, wir brauchen nur noch einen "Schalter".


Es wird schon merklich schwerer wenn wir einfach nur einen 
Lastwiderstand von 10Ohm anschließen, und Ströme von etwa 1A fließen.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Teymur schrieb:
> Ja, ein Nabendynamo. Alle andere Bauteile sind auf 40V ausgelegt( im
> belasteten Fall werden die nie erreicht, aber vorsichtshalber... :) )
> Es funktioniert schon alles, wir brauchen nur noch einen "Schalter".

Klar, ich meinte die Spannungsfestigkeit für den Schalter-Mosfet. Der 
muss für die maximale Leerlaufspannung ausgelegt sein. Bei den billigen 
Shimano-Nabendynamos kriegst du ohne Last so Pi-Mal-Daumen 1V pro 
km/h...

> Es wird schon merklich schwerer wenn wir einfach nur einen
> Lastwiderstand von 10Ohm anschließen, und Ströme von etwa 1A fließen.

Da hilft Training ;)
Aber 1A Leckstrom ist schon etwas viel, rechne da eher mit nA bis µA.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Teymur (Gast)

>Es funktioniert schon alles, wir brauchen nur noch einen "Schalter".

Dann nimm einen 0815 P-Kanal Anreicherungstyp, siehe 
MOSFET-Übersicht. Der macht nämlich genau das, was ihr wollt. Bei 0V 
Source-Gate Spannung sperren.

>Es wird schon merklich schwerer wenn wir einfach nur einen
>Lastwiderstand von 10Ohm anschließen, und Ströme von etwa 1A fließen.

Macht 10W Leistung. Naja, bissel mehr Qaurk essen und weniger vor dem 
Computer hängen, dann merkt man das nicht mehr ;-)

MfG
Falk

P S "Es dürfen keine JFETs sein, wir können uns keine Leckströme 
erlauben."
Ich lach mich tot. Ich glaub auch an einer FH lernt man, Prameter 
sinnvoll abzuschätzen. Was an den paar nA Gatestrom eines JFET in dieser 
Anwendung ein Problem sein soll, versteh ich nicht so ganz.

Autor: Martin (Gast)
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> Es wird schon merklich schwerer wenn wir einfach nur einen
> Lastwiderstand von 10Ohm anschließen, und Ströme von etwa 1A fließen.

Was für einen Dynamo verwendet ihr?

Autor: MaWin (Gast)
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> Wir bauen ein Speicher für Fahrraddynamo, die Zuleitung soll "getrennt"
> werden, wenn Speicher voll ist, damit das Fahren leichter wird.

Einfach erst mal die Grundlagen lernen
(oder billige chinesische aufschrauben und von den Chinesen lernen)
denn es ist weder ein depletion-P-MOSFET nötig,
noch ein besonders niedriger Leckstrom.

Dann tut's sogar der, der im Institut schon rumliegt.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Sowas hier habe ich mal eingesetzt:

http://www.supertex.com/pdf/datasheets/DN2540.pdf

Der braucht aber eine negative Spannung am Gate, um voll zu sperren.

P-Channel Depletion-Mode MOSFETs werden meines Wissens nicht mehr 
hergestellt.

Kai Klaas

Autor: Teymur (Gast)
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>Der macht nämlich genau das, was ihr wollt. Bei 0V
>Source-Gate Spannung sperren.

Ich dachte das selbstleitend bedeutet bei Ugs 0V leiten?

Wenn Schalter selbstsperrend ist, dann können wir den über µC ja nicht 
anmachen, denn µC keine Möglichkeit hat "anzuspringen".

Schalter soll bei Ugs = 0V leiten, und wenn dann nach Gleichrichter, 5V 
Spannungsregler µC Energie zu verfügung bekommt, überprüft er ob 
Speicher voll ist, und "schaltet" den FET aus. So war das gedacht.

P.S. mit Leckströmen war es etwas übertrieben ;)
Falls ein JFET diese Aufgabe erfüllt, wird der auch genommen.

Autor: Hust (Gast)
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Warum muss der dann selbst Leiten?

Wenn die Energie vom Dynamo kommt kann doch der MC überprüfen ob die 
Batterie leer ist und dann den FET anschalten. die 10ms um den MC zu 
starten sind doch total wurscht.

Mach bitte mal eine Skizze wenn ich was falsch verstanden hab.

Autor: Hust (Gast)
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OK, ich habe die 100uA vergessen den der MC dann dauerhaft frisst, naja 
dann trainiert man halt beim 100Km Strecke 100uGramm mehr Speck ab :)

Autor: Teymur (Gast)
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Wie verwenden einen Supercap um Energie zu speichern, deswegen gehe ich 
vom Energie = 0.
Es muss zuerst aufgeladen werden, dann kann µC angehen.

Autor: Hust (Gast)
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OK - überzeugt mich zwar nicht, aber gut.

Wenn du dann einen selbst leiteten gefunden hast lass es mich wissen. 
Hab ich auch schon mal gesucht aber nicht gefunden.

Hier mein Vorschlag:
Gleichrichten -> Sieben -> MC -(Steuert)-> Rest

Wenn keiner Tritt kann auch nicht geladen werden dann kann auch der Cap 
so voll oder leer sein wie er will.
Wenn der MC (lebt) hat er auch noch die Möglichkeit den Cap mittels 
Spannungspumpe richtig leer zu machen und zwar bis Energie = 0 und nicht 
nur bis Flussspannung der LED.
Außerdem kannst du nach z.B. 5min alles abschalten und dir die Restliche 
Energie aufheben bis der Radfahrer wieder losfährt. Das ist Effizienz!
Bei dir muss der arme ja nach jeder kleinen Pause den ganzen Cap wieder 
voll radeln.

Gute Nacht.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Falk Brunner schrieb:
> @Teymur (Gast)
>
>>Es funktioniert schon alles, wir brauchen nur noch einen "Schalter".
>
> Dann nimm einen 0815 P-Kanal Anreicherungstyp, siehe
> MOSFET-Übersicht. Der macht nämlich genau das, was ihr wollt. Bei 0V
> Source-Gate Spannung sperren.

0V UGS, ja. Aber gegen Masse gesehen, wenn man ihn an der Highside 
betreibt schaltet er bei UGate = 0V durch. Und bei UGate = USource ab.

Es wird also so oder so auf einen Levelshifter hinauslaufen. Zum 
Beispiel N-Kanal/NPN Transistor mit Pullup, dahinter dann den P Kanal 
FET.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Wenn du dann einen selbst leiteten gefunden hast lass es mich wissen.
>Hab ich auch schon mal gesucht aber nicht gefunden.

http://de.mouser.com/Search/Refine.aspx?Keyword=dn2540

Kai Klaas

Autor: Hust (Gast)
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>Kai Klaas

Dann sag bitte auch wo er die -1Volt her bekommt. Er will ja eigentlich 
einen invertierten Fet. und 1Euro für 25Ohm? naja dann ist der Leckstrom 
beim einem J-Fet in Bezug auf Verluste wohl vernachlässigbar.

Autor: der_physiker (Gast)
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Was mir noch etwas entgeht ist, was man mit dem Supercap dann machen 
will? Für eine Lampe reicht das nicht lang genug, da kann man sich den 
Spaß dann auch schenken. Wenn er lediglich dafür da sein soll, den 
Mikrocontroller im Stehen kurz aktiv zu halten. (Ich denke, da kommt die 
Forderung keine Leckströme her) verwendet ihr definitiv den falschen 
Mikrocontroller. Da gibt es extra für diese Zwecke ausgelegte Bauteile 
(z.B. TI MSP). Der Atmega frisst soviel Strom, da interessieren euch die 
Leckströme von dem Mosfet nicht.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Dann sag bitte auch wo er die -1Volt her bekommt.

Wieso soll ich sagen, wo er die -1V herbekommt?? Ist doch nicht meine 
Schaltung. Teymur hat lediglich gesagt, daß er einen selbstleitenden 
MOSFET braucht und ich habe ihm gezeigt, wo er einen her bekommt. Ob das 
Ganze passt, ist sein Ding. Schließlich haben wir ja noch keinen 
Schaltplan zu Gesicht bekommen...

Kai Klaas

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Kann es sein, dass eure Idee etwas neben dem Gleis gelandet ist? Gibt es 
nicht vielleicht eine einfachere Lösung, die folgende Bauteile in 
Betracht zieht?

-(Z-)Dioden
-Elkos
-Relais/IGBT
-Batterien
-Schaltregler

Nur so mein Eindruck. Wenn ein Projekt bei mir nur mit irgendwas 
exotischem auskommt, aber eigentlich etwas alltägliches machen soll, 
dann stelle ich oft nochmal die Planung insgesamt in Frage.

Autor: MaWin (Gast)
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> Gibt es nicht vielleicht eine einfachere Lösung,

Natürlich.


Ganz ohne esoterische Spezialbauteile.

Aber da ist dann unseren deutschen FH's der Anspruch nicht hoch genug 
....

Autor: Teymur (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Hier ist der Funktionsplan.
Ich brauche den "Schalter" zwischen Dynamo und Diodenbrücke.

Autor: Sven (Gast)
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Bitte sag, dass das kein technischer Studiengang ist. Bitte, bitte!

Den Schalttransistor auf der AC-Seite? Warum überhaupt abschalten, wenn 
der C - falschrum gezeichnet - voll ist, isser voll. Dann fließt auch 
kein nennenswerter Strom mehr.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Natürlich nur hinter der Diodenbrücke schalten! Vielleicht direkt beim 
Step-Down-Wandler, wenn er einen On-Off-Pin.

Kai Klaas

Autor: Sven (Gast)
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Dann bekommst Du den aber nicht mehr an, wenn der Elko leer ist. ;-)

Autor: MaWin (Gast)
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> Bitte sag, dass das kein technischer Studiengang ist. Bitte, bitte!

Wohl wahr, extrem peinlich für den deutschen Bildungsstand.

> wenn der C voll ist, isser voll.

Er wollte einen GoldCap, der bei 2.3V kaputt geht (oder bei 5.5V bei 2 
in Reihe).

Natürlich würde eine simple Z-Diode oder genauer ein Shunt-Regler die 
Überspannung verhindern, aber er wollte in dem Moment den Dynamo 
abklemmen um die Belastung niedrig zu halten.

So wie es tausende von Solarladereglern tun.

Ein Step-Down ist bei einer Stromquelle wie einem Dynamo, natürlich eher 
Unfug. Ihn per MPP zum Stillstand des Rades zu bringen, ist auch nicht 
zielführend.

   +------+              +-----+
   |      |           +  |     |
 Dynamo Brückengleichrichter  Elko
   |      |           -  |     |
   +------+              +-----+

wäre erst mal die Grundkonstruktion. Man kann sich nun überlegen, ob man 
bei vollem Elko den Dynamo abklemmen will oder kurzschliessen will. In 
beiden Fällen (U=0 oder I=0) entstehen im Dynamo keine vermeidbaren 
Verluste. Auf Grund der Entladeproblematik ist kurzschliessen natürlich 
einfacher:

   +------+              +-------+--|>|--+-----+
   |      |           +  |       |       |     |
 Dynamo Brückengleichrichter     LadeRegler   Elko
   |      |           -  |           |         |
   +------+              +-----------+---------+

Aber man kann in die Leitung auch einen Transistor hängen

            Ladestrom
                |E
            +--|< PNP
            |   |  +
           10k  Elko
            |   |
    --------+---+

der, so bald Spannung ankommt, erst mal leitet, und erst
bei Überspannung am Elko abgeschaltet wird.

Beide gezeigten Schaltungen haben das Problem, daß 3 Diodenstrecken im 
Ladekreis liegen, also 2.1V Verlust. Hier gilt es zu optimieren, mit 
einem aktiven Gleichrichter aus MOSFETs könnte man die Abschaltung 
gleich mit übernehmen, und die Verluste nahe 0 drücken.

Daß im Einschaltmoment bei leerem Elko die Schaltung keine Spannung hat, 
ist kein Problem, weil der Dynamo erst mal viel Spannung bereitstellt. 
In dem Moment der initialen Ladung ist der Wirkungsgrad eher unwichtig. 
Schliesslich ist auch der LED-Treiber kaum in der Lage, den Elko fast 
ganz leer zu nuckeln, sondern es bleibt eine Restspannung.

Daher ist es in jedem Fall günstig, mit 2 oder 3 GoldCaps in Reihe zu 
arbeiten, oder eben gleich mit einem ordentlichen chemischen Akku. Wenn 
einem die Lebensdauer von nur 3 Jahren bei LiIon zu kurz ist, es gibt 
auch langlebige Akkus, ebenso wie es kurzlebige GoldCaps gibt :-(

Autor: Hust (Gast)
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>>Wieso soll ich sagen, wo er die -1V herbekommt??
Sorry Kai, ich wollte damit nur zeigen das Teymur weit ab vom Weg ist.


Teymur du musst die Schaltungsteile klar voneinander trennen.
Erstens mit der Wechselspannung kannst du in keinem Teil deiner 
Schaltung was anfangen. Deswegen ist das erste was du machen solltest 
Gleichrichten.

Dann überlegst du was du mit der Spannung alles machen willst. Aber 
nacheinander.


>Da gibt es extra für diese Zwecke ausgelegte Bauteile
>(z.B. TI MSP). Der Atmega frisst soviel Strom, da interessieren euch die
>Leckströme von dem Mosfet nicht.
Also die paar Elektronen die im Atmega mehr benötigt wird der Fahrer 
wohl nicht merken. Bei einer Batterieanwendung mag das gerechtfertigt 
sein.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Ich hab bei mir provisorisch Brückengleichrichter, 2x 47.000µF @ 16V, 
und einen Shuntregler aus Transistor+zDiode auf ca. 14V verbaut.

Dahinter Step-Down auf 5V mit Absenkung auf ~4V, wenn die Kondensatoren 
auf <10V Fallen.

Das ganze läd mein Handy in dessen "Special Charger"-Modus...
(GPS-Track aufzeichnen, Karte anzeigen, MP3/Radio)

Die Eingangsbeschaltung mit Shunt-Regler ist das erste, dass ich 
ersetzen werde (sobald mal wieder Zeit für Bastelleien ist).
Nicht weil das treten zu schwer wird, sondern weil der Transistor nicht 
genug gekühlt wird...

Autor: Sven (Gast)
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@MaWin: Ich hab da grad ein Verständnisproblem:

>>In beiden Fällen (U=0 oder I=0) entstehen im Dynamo keine vermeidbaren
Verluste.

Bei I=0 ist klar, aber bei Kurzschluss und U=0 fließt der 
Kurzschlussstrom und am Innenwiderstand des Dynamos wird eine Leistung P 
= Uq x I umgesetzt, mit Uq = I * Ri. Das dürften schon ein paar Watt 
Verlust werden, oder?

Zum Schaltregler: Man könnte einen der zahlreichen LT-Typen mit 
Strombegrenzung nehmen. Dann wird der C eben beim Anfahren langsamer 
geladen, aber der Dynamo bremst nicht so stark. Ist der C auf die 
Ausgangsspannung des Schaltreglers geladen, zieht der auch keinen 
nennenswerten Strom mehr. Also wozu die Abschaltung?

Autor: Philipp (Gast)
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Für was in aller Welt braucht man in der Fahhradlampe ein Accelerometer 
mit µC und einer dann verkorksten Schaltung? Meine alte 
Fahhradbeleuchtung hatte 3 El. Bauteile und die neue halt 6 ( Dynamo, 
Gleichrichter, Kondensator, Widerstand, Leds) und ich hab beim 
Fahhradfahren noch nie die Neigung messen müssen! Oder ist das Ziel, den 
µC zu betreiben un ein Neigungsprofil zu Speichern? Bitte frag mal deine 
Lehrer wie man Schaltpläne (richtig) (für die Allgemeinheit 
verständlich) zeichnet. Nimms nicht übel aber der Plan sieht schon etwas 
komisch aus, ist ja sowas zwischen Schemazeichnung und Schaltplan oder 
so. Bei aller Gutmütigkeit kommt ordentliches Zeichnen und auch mal 
selbst überlegen und nachlesen dir selbst zugute! Selbst ein 7.Kl RS 
gibt sich manchmal mehr mühe und erzielt so bessere Ergebnisse. (ich)
Kurzschließen gibt volle Belastung für den Fahrer >> Ziel verfehlt
Abschalten ist schon besser. Die Idee mit dem Schaltregler ist echt 
nicht schlecht, die Strombegrenzung wird bei Dynamobetrieb nicht nötig 
sein (begrenzt den Strom schon selbst(weich)).
Normalerweise werden in Fahrradleuchten währen der Fahrt Akkus geladen, 
die bei Stillstand weiter über einen Transistor auf die Leds geschaltet 
werden, bis der vorher geladene Kondensator an der Basis des Transistors 
leer ist. Bei der nächsten Fahrt brauchen nicht erst wieder leere Kondis 
aufgeladen werden, die Akkus sind ja noch voll.
Wünsch dir (euch?)noch viel Erfolg bei deinem (eurem) Projekt

Philipp

Autor: MaWin (Gast)
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> Bei I=0 ist klar, aber bei Kurzschluss und U=0 fließt der
> Kurzschlussstrom und am Innenwiderstand des Dynamos wird eine Leistung P
> = Uq x I umgesetzt, mit Uq = I * Ri. Das dürften schon ein paar Watt
> Verlust werden, oder?


Auch bei I=0 geibt es Verluste, weil der Kern ja vom Permanentmangnet 
ummagnetisiert wird. Aber das ist halkt im Dynamo drin. Daher schrieb 
ich "vermeidbare Verluste".

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Sind die Verluste in beiden Fällen wirklich identisch?

Autor: MaWin (Gast)
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Keine Ahnung, der abgeklemmte Dynamo kann einerseits gegen interne 
Z-Dioden arbeiten, und wenn die fehlen produziert er recht hohe 
Spannungen die sich als viele Volt pro Windung in den Spulen äussern und 
damit hohe Ummagnetisierungsverlusten durch Eddy-Currents hervorrufen.
Also nicht gesagt, daß das weniger ist als der Kurzschlusstrom in der 
Wicklung.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Daher auch mein Vorschlag von weiter vorn: 12-20 V Z-Dioden, Elko und 
dann Stepdown in den Rest der Schaltung.

Autor: Sven (Gast)
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Die Leistung, die der Dynamo verbrät 
(Reibung+Elektrisch+Ummagnetisierung+Wirbelströme), dürfte der Leistung 
entsprechen, die reingesteckt wird. Und da läßt sich nun mal ein 
kurzgeschlossener Dynamo schwerer drehen als einer mit offenen 
Anschlüssen.

Die Spannung kann auch nicht beliebig hochlaufen, sondern wird durch die 
Generatorspannungs-Konstante (mV/rpm) gegeben.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Der Wirkungsgrad von normalen Fahrraddynamos ist katastrophalst 
schlecht. Hinzu kommt, daß bei kleinen Umdrehungen die abgegebene 
Leistung so lächerlich gering ist, daß die Lampen gerade mal nur 
aufglimmen. Tiefste Steinzeit...

Kai Klaas

Autor: Sven (Gast)
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Ähm, es geht um Nabendynamos, oder?

Autor: BMK (Gast)
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Sven wrote:

> ...Und da läßt sich nun mal ein >kurzgeschlossener Dynamo
> schwerer drehen als einer mit offenen Anschlüssen.

Entspricht auch meinem elektrotechnischen Verständnis
von einem kurzgeschlossenen Generator.

Tatsächlich sieht die Praxis anders aus:
http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=8&t...

Warum das so ist, würde mich auch mal interessieren...

Autor: Sven (Gast)
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Weil der Dynamo so aufgebaut werden muss, dass er über einen weiten 
Drehzahlbereich eine relativ konstante Spannung unter Last bietet.

Ist ganz interessant dazu:

http://www.enhydralutris.de/Fahrrad///Modellierung...

Leider laufen damit die Windradbauer mit Nabendynamos in die falsche 
Richtung, weil sie einen künstlich schlechtgemachten Generator 
verwenden.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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woah ist die Arbeit ein komisches Teil. An welcher Uni bekommt man denn 
sowas abgesetzt?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Weil der Dynamo so aufgebaut werden muss, dass er über einen weiten
>Drehzahlbereich eine relativ konstante Spannung unter Last bietet.
>
>Ist ganz interessant dazu:
>
>http://www.enhydralutris.de/Fahrrad///Modellierung...

Warum nicht gleich eine Batterie dazupacken und dem Dynamo eine 
anständige Regelung verpassen, so wie in jedem Auto? Was soll ich mit 
einem Dynamo anfangen, der bei 5km/h nicht in der Lage ist, genügend 
Licht zu produzieren?

Kai Klaas

Autor: Sven (Gast)
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Weil wir im Kapitalismus leben? Und da werden die Dynamos aus billigsten 
Blechen gebogen - ok die von Shimano vlt nicht. Was willst Du da noch 
mit einer Batterie?

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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>der bei 5km/h nicht in der Lage ist, genügend
>Licht zu produzieren?

Ist ja kein Dreiraddynamo.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ist ja kein Dreiraddynamo.

Bist du schon mal bergauf gefahren??

Kai Klaas

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Keine Ahnung wie Deine Konstitution ist. Weniger Bier und Bratwurst 
helfen, gnihihi.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Fahr doch mal mit...

Autor: Juergen (Gast)
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> Warum nicht gleich eine Batterie dazupacken und dem Dynamo eine
> anständige Regelung verpassen, so wie in jedem Auto? Was soll ich mit
> einem Dynamo anfangen, der bei 5km/h nicht in der Lage ist, genügend
> Licht zu produzieren?

Erzähl das mal denen, die sich die STVZO ausdenken.

Autor: Sven (Gast)
Datum:

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Warum? Laut Vorgabe darf der Dynamo doch bei 5kmh auch 7V bringen, er 
muss aber nicht. Also, gesucht wird ein Dynamo, der konstant ab 1kmh 
zwischen 5 und 7V an 3W bringt (gern auc mehr Leistung). Darf aber nicht 
mehr als 5,99 kosten. "Jugend forscht" vor!

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