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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Elkos sterben wie die Fliegen


Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Servus beisammen,

Ich hab hier einen TFT, in dem mal das NT gestorben war. Aufgrund einer 
bekannten Fehlkonstruktion hitzebedingt.

So nun hab ich so ein Netzteil von externen Festplatten eingebaut und 
das Hitzeproblem durch Lüftungslöcher behoben, woraufhin das Bild beim 
Einschalten flackerte (an/aus).
Ich hab dann in die 5V-Leitung noch ein paar Elkos eingebaut, was das 
Problem gelöst hatte. Nun aber platzen mir nach 2 Monaten die Elkos 
reihenweise und ich verstehe nicht warum?
Das Bild wieder und alle Elkos auf der 5V-Leitung sind aufgebläht und 
geplatzt. Das sind 5x 1200µF/6,3V und 1x 1000µF/10V.

Wie kann sowas passieren?
Was kann ich dagegen tun?

Danke schonmal
Niels

Autor: I. L. (Gast)
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Moin.

Wahrscheinich ist der Ripplestrom zu groß. Im Datenblatt steht was die 
Dinger können. Hast du ne Möglichkeit dein Strom zu oszillographieren?
Dann weisst du waran es liegen könnte.



Gruß

Knut

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Strom Osizilogaphieren ist ncht ganz Möglich. Aber der hohe Rippelstrom 
wäre tatsächlich eine Idee. Allerdings was für lösung gäbs dagegen? mehr 
kleinere Elkos? oder andere Cs?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Da sollte schon noch das Originalnetzteil wieder hin. Du weißt doch 
garnicht, was das für eine Ein- und Ausschaltcharakteristik hat. Das 
kannst du doch nicht einfach durch ein anderes Netzteil ersetzen, nur 
weil zufällig die Spannung stimmt...

Kai Klaas

Autor: Björn B. (elmo)
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Elkos mit höherer Spannungsfestigkeit und kleinerem ESR

Autor: Günther N. (guenti)
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In Schaltnetzteilen sollte man generell nur Elko's mit 105 Grad 
einsetzen.

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Kai Klaas schrieb:
> Da sollte schon noch das Originalnetzteil wieder hin. Du weißt doch
> garnicht, was das für eine Ein- und Ausschaltcharakteristik hat. Das
> kannst du doch nicht einfach durch ein anderes Netzteil ersetzen, nur
> weil zufällig die Spannung stimmt...

Ich kann! Vor allem weil ich im Allgemeinen schon weiß was ich mach. Bin 
ja schließlich auch E-Tachnik Student. Nur allwissend bin ich noch 
nicht.
Aber Ich habe das alte NT schon inspiziert und festgestellt, dass das 
einfach 12V und 5V permanent zur verfügung stellt. Ohne abschalten o.Ä.
Die Inverter etc. sind ja alle vom alten NT übernommen. Ich hab also nur 
einen Teil der Platine ersetzt.



So aber zum Toppic:

Wie sind die Elkos denn beschriftet/betitelt, nachdenen ich suche?
105° LowESR Elkos? Mit 25V?
oder was suche ich denn?

Danke
Niels

Autor: Kirk (Gast)
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VF 1000/35K-J16  (reichelt)
Sowas in der Art wäre das was du suchst

Autor: mhh (Gast)
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Der kleine Niels schrieb:
> So nun hab ich so ein Netzteil von externen Festplatten eingebaut

Du brauchst ein Netzteil für mehr Leistung. Das ist das ganze Problem.
Die 2A reichen nicht aus.

Autor: Günther N. (guenti)
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Siehe Reichelt Katalog 01/2010 Seiten 558 u.559.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Also ganz profan würde ich mal die Ströme und Spannungen messen und 
durchs Oszi jagen...

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Ströme und Spannungen messen ist kein Ding...
12V - 1,9A
5V - 1,8A
Dan NT sollte je 2A liefern und da alles schon mal lief, why not. Wenns 
verreckt gibts n neues für 5€. Was solls.

Ströme und Spannungen Oszillieren ist gerade nicht möglich.

Ganz konkret: gibts was, das gegen diese Elkos hier spricht? ich hab 
jetzt mal nach relativ hohem Brummstrom bei gutem Preis gesucht...
http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAct...
Wenn ich 2 oder 3 davon parallel geschalten einbau hab ich 4,5A (wie 
nennt man das denn?) entbrummstrom???
Das sollte für 1. Versuche reichen was meint ihr?

Nochmals Danke für eure erstklassige Hilfe

Autor: Andreas R. (rebirama)
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2A bei der Baugröße ist ein guter wert für Elkos. Ich würd die nehmen.

Autor: mhh (Gast)
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Glaube es ruhig, das NT ist zu schwach. Dadurch ist der Ripple auch 
höher und die Elkos sterben.

Der kleine Niels schrieb:
> So nun hab ich so ein Netzteil von externen Festplatten eingebaut und
> das Hitzeproblem durch Lüftungslöcher behoben, woraufhin das Bild beim
> Einschalten flackerte (an/aus).
> Ich hab dann in die 5V-Leitung noch ein paar Elkos eingebaut, was das
> Problem gelöst hatte.

Durch zusätzliche Elkos hast Du nichts behoben, nur kaschiert.

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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@mhh
das glaube ich dir gut und gerne, dass die Elkos nur kaschieren. Und, 
dass wenn ich aus einem China-NT dauerhaft 90-95% dessen angegebener 
Maximallast sauge, dann Spannungslagen unter aller Sau rauskommen, ist 
mir auch klar. Aber ich habe aktuell weder Zeit, noch Lust, noch Nerven 
dafür mir ein besser geeignetes NT zu besoren. Also wird erstmal die 
Spachtelmasse ausgepackt und das Loch gestopft...

Ich glaub ja sowieso, dass das nicht ganz normal sein kann mit dem hohen 
Rippelstrom, da ursprünglich nach dem Gleichrichter des Ur-SNT nur ein 
100uF, dann ein Spule und schließlich noch ein 470uF drin waren...

Wahrscheinlich werde ich ihn beim nächsten Mal dann also durch einen 
Neuen TFT ersetzt...

Also wird hier gepfuscht um für andere weitaus interessantere Projekte 
Zeit zu gewinnen.

Trotzdem aber Danke.

und nochmal ein großes DANKE an alle die hier 
mitgelesen/geschrieben/gedacht haben.

MfG
Niels

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Ich kann! Vor allem weil ich im Allgemeinen schon weiß was ich mach. Bin
>ja schließlich auch E-Tachnik Student.

Aha.

>Also wird erstmal die Spachtelmasse ausgepackt und das Loch gestopft...

Ahh, ja.

>Ich glaub ja sowieso, dass das nicht ganz normal sein kann mit dem hohen
>Rippelstrom, da ursprünglich nach dem Gleichrichter des Ur-SNT nur ein
>100uF, dann ein Spule und schließlich noch ein 470uF drin waren...

Hhm, scheint, daß du da doch was übersehen hast...

>Also wird hier gepfuscht um für andere weitaus interessantere Projekte
>Zeit zu gewinnen.

Wow, du hast es voll dauf...

Kai Klaas

Autor: ... (Gast)
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Der kleine Niels schrieb:
> Nur allwissend bin ich noch nicht.

Kai Klaas schrieb:
> Wow, du hast es voll dauf...

Er legt die Betonung ja auf noch ......

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Mal ehrlich, du hängst an das NT 7mF, da kannst du auch beim Einschalten 
gleich kurzschliessen. Hohen Ripple mit höherer Kapazität zu 
kompensieren, macht nur bedingt Sinn. Wir sind hier nicht bei "Viel 
hilft viel".
Abgesehen davon wäre es schlau gewesen, die ursprüngliche Schaltung 
beizubehalten, denn die Induktivität war da nicht gerade aus 
Feng-Shui-Gründen drin...
Besorg dir ein NT, das du nicht an der Leistungsgrenze betreibst!

>Ich glaub ja sowieso, dass das nicht ganz normal sein kann mit dem hohen
>Rippelstrom, da ursprünglich nach dem Gleichrichter des Ur-SNT nur ein
>100uF, dann ein Spule und schließlich noch ein 470uF drin waren...

Klar ist das nicht normal, das alte Netzteil hatte ja auch noch 
Reserven. Du treibst aktuell wahrscheinlich permanent die Drossel des NT 
in Sättigung, deswegen erhältst du einen hohen Ripple, der dir die Cs 
zerlegt.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Frank Bär schrieb:
>>Rippelstrom, da ursprünglich nach dem Gleichrichter des Ur-SNT nur ein
>
>>100uF, dann ein Spule und schließlich noch ein 470uF drin waren...
>
>
>
> Klar ist das nicht normal, das alte Netzteil hatte ja auch noch
>
> Reserven. Du treibst aktuell wahrscheinlich permanent die Drossel des NT
>
> in Sättigung, deswegen erhältst du einen hohen Ripple, der dir die Cs
>
> zerlegt.



Eben genau deshalb hatte das original-Schaltungsteil ein   Pi-Filter 
an dieser Stelle, jedoch mit Elkos die zu knapp dimensioniert wurden.

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Woraus schliesst du, dass die Elkos zu knapp dimensioniert waren?
Wenn es ein (bekanntes) Hitzeproblem war, dann sind eine Überschreitung 
der maximalen Sperrschichttemperatur im Gleichrichter und hitzebedingt
 übermäßige Alterung der Elkos gleichermaßen denkbar.

Autor: oszi40 (Gast)
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Der kleine Niels schrieb:
> das Hitzeproblem durch Lüftungslöcher behoben

... in den Elkos ? :-)

Kopfkratz ob da Elkos ein langes Leben haben???
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Also dann erzähl ich mal die Geschichte des TFT:

Das Ur-NT in dem TFT hat damals seinen Geist aufgegeben. Laut anderen 
Bastlern im Internet hitzebedingt (bekanntes Problem) wodurch erstens 
die Elkos überhitzten und zweitens der Spannungsrippel zunahm (viellicht 
auch das Eine als Folge des Andren). Nunja die Elkos waren jedenfalls 
tot und sollten getauscht werden.
So nun war ich wohl bei den "reparaturarbeiten" (Elkos tauschen, 
Lüftungslöcher ins TFT-Gehäuse!!! bohren), damals einfach nach Anleitung 
anderer (ich find nur die Seite nicht mehr, war ne Engliche... keine 
Ahnung mehr wie ich die gefunden hab), etwas zu unvorsichtig und beim 
einstecken des Netzsteckers bekam einer der ICs ein Loch sowie diverses 
Hühnerfutter war nicht mehr ganz frisch...
Tja, dann hab ich mich selbst rangemacht und rausgefunden, dass da 
tatsächlich nur 5V und 12V aus dem NT kamen. Mit nem PC-Netzteil lief 
der TFT dann auch glatt wieder 1A und ich konnte den Stromverbrauch auf 
den Leitungen mal messen. Waren maximal die oben angegebenen 1,9A bzw. 
1,8A.
Dauerhaft waren es etwas schwankend um die 1,65A+-0,1A @ 5V, mal grob 
gerundet.
Also hab ich gesucht und das günstigste war ein "5€ 5V/2A 12V/2A"-China 
Produkt. Gekauft, versucht, geglückt. Einzig musste ich damals schon 
durch ein paar extra-Elkos die 5V Leitung nachstabilisieren. Ich sollte 
vielleicht erwähnen, dass ich diese Elkos von alten Mainboards geklaut 
hatte. Um die CPU rum sind ja immer so schöne 1-2mF/6,3V Elkos.
Die Spule nes Ur-NT hab ich mehr ausversehen rausgelassen, aber da es 
leif, hab ich sie weggelassen. (Never touch a running system)
Schön gepfuscht aber das ganze hat jetzt (ich hab nochmal nachgerechnet) 
7 Monate gehalten.
Leider sind jetzt die Elkos wieder hops gegangen, erst einer, dann flott 
die andren hinterher (Wahrscheinlich so ne Art Rudelverhalten).

Jo nun werd ich die Spule wieder mit einbeziehen ins System um 
Spannungsrippel aus dem NT abzugrenzen und ein paar neue Elkos 
spendieren.

Ein neues Netzteil gibts nicht mehr, dazu ist der TFT zu alt und der 
Aufwand zu groß. (Passendes suchen, bestellen,etc., einpassen ins 
Gehäuse, blabla.... neue bessere Elkos geht einfacher)
Und für 50€ bekomm ich schon ein top gebrauchtes TFT, was kostet ein 
passendes NT?

Also ich pfusch weiter an dem TFT bis es keinen Spaß mehr macht, dann 
kommt er in die Bastelkiste. Vielleicht wirds ja mal n Beamer^^...

So aber um mal meine Ehre zu Retten: im Allgemeinen bin ich eher 
Perfektionist und mag solchen Pfusch auch nicht, aber da alles andere 
für meine Begriffe nicht wirtschaftlich ist und ich auch mal Spaß am 
pfuschen hab mach ich das jetzt so. Wenns nicht klappt werd ichs unter 
"Lehrgeld" einsortieren und davon (hoffentlich) profitieren. Ich weiß ja 
dann worans liegt, dank euch, und das ist bei diesem TFT das wichtigste 
für mich.

Und nun mach ich feierabend in diesem Threat.

Nochmal herlichsten Dank auch an alle Kritiker.
Wirklich mal konstruktive Kritik wie ich sie sehr schätze!
Vielen vielen Dank!

Niels

Autor: Franz (Gast)
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hm, oder ein schaltnetzteil o.ä. regelt gegen die elkos?!

wenn man 5V für ein TFT braucht, kann man i.d.r. das computernetzteil 
problemlos anzapfen, dann braucht man kein extra netzteil fürs TFT (gilt 
auch für eingebaute schaltnetzteile, da die 5V einfach sekundärseitig am 
TFT anklemmen, wenn die spezifikationen das erlauben).
aber aufpassen, das compi-netzteil sollte noch genug reserven haben und 
man sollte auch tatsächlich die 5V-leitung erwischen und nicht die 
12V-leitung ;)

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Der kleine Niels schrieb:
> Die Spule nes Ur-NT hab ich mehr ausversehen rausgelassen, aber da es
>
> leif, hab ich sie weggelassen. (Never touch a running system)

Tja, hättest Du diese drin gelassen wären es mehr als 7 Monate gewesen.

Bei Wissensinteresse: google mal pi-filter in Kombination mit SNT, dann 
wird sicher klarer was ich Dir damit sagen will.

Autor: Der kleine Niels (Gast)
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Ich such wie doof, und stell mich wohl genauso an...
Hast du mal nen Link zu diesen Pi-Filtern?
Einzig im Wikipedia bin ich fündig geworden, allerdings ist der Artikel 
dort, wie gewöhnlich, eher kurz und oberflächlich.

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