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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mehrere Selbstmorde beim Elektroriesen Foxconn in Peking


Autor: Die Sandra (schnuppe)
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Und da soll nochmal hier jemand über die schlechten Arbeitsbedingungen 
in Deutschland meckern, nachdem er den Bericht gelesen hat:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,151...

grüße

Autor: Ernst (Gast)
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fragt sich nur, welche Sanktionen die Mitarbeiter zu befürchten
haben, die sich trotz unterzeichnetem Abkommen, Selbstmord begehen?

Ernst

Autor: Wilhelm (Gast)
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Ernst schrieb:

>fragt sich nur, welche Sanktionen die Mitarbeiter zu
>befürchten haben, die sich trotz unterzeichnetem
>Abkommen, Selbstmord begehen?

Na, die müssen dann als Mumie noch 2 Wochen mit ihren nicht verblichenen 
Kollegen weiter produzieren, ohne Lohn. Gemäß der Komödie: "Immer Ärger 
mit Bernie." ;-)

Autor: Archie F..... (archie)
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Spiegel ist doch nicht besser als BILD. Also 10 Selbstmörder auf 300.000 
Mitarbeiter ist völlig normal. Schaut euch die Statistik in DE an: 
http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/tabell...

Das sind ~ 12/100.000 Einwohner, macht bei 300k Menschen ganze 36 
Selbstmörder. Zu dem sind die Chinesen beim weiten nicht so abhängig vom 
Arbeitgeber. Es ist ein Wandervolk. Ein Gehalt von 300€ ist nicht 
unüblich, wo anders wird genau so gezahlt. Wem es dort nicht passt geht 
eher. Zu einem Selbstmord gehört mehr dazu. Ich habe schon lange 
aufgehört Spiegel zu lesen, weil es Hetze-, Lügen- und Schlagzeilen 
orientierte "Firma" ist...

Autor: MaWin (Gast)
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> Und da soll nochmal hier jemand über die schlechten
> Arbeitsbedingungen in Deutschland meckern,


Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen bei FoxConn besser, als im 
Schnitt in Deutschland, doer wie erklärst du dir die geringere 
statistiche Selbstmordrate ?

Autor: Justus Skorps (jussa)
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MaWin schrieb:
> Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen bei FoxConn besser, als im
> Schnitt in Deutschland, doer wie erklärst du dir die geringere
> statistiche Selbstmordrate ?

nicht so hohe Ansprüche?

Autor: Wilhelm (Gast)
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MaWin schrieb:

>Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen bei FoxConn
>besser, als im Schnitt in Deutschland, doer wie erklärst
>du dir die geringere statistiche Selbstmordrate ?

Stimmt. 10 pro 300.000 ist weit geringer als 36 pro 300.000.

Haben wir schon das Sommerloch?

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>fragt sich nur, welche Sanktionen die Mitarbeiter zu befürchten
>haben, die sich trotz unterzeichnetem Abkommen, Selbstmord begehen?

Hab ich auch erst gedacht, aber vielleicht sieht die Firma
Möglichkeiten Hinterbliebene unter Druck zu setzen?

Autor: Wilhelm (Gast)
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Mike Hammer schrieb:

>Hab ich auch erst gedacht, aber vielleicht sieht die
>Firma Möglichkeiten Hinterbliebene unter Druck zu setzen?

Was sollen die denn da heraus holen können? 5kg Reis? Geld und Gold 
besitzen die da üblicherweise nicht.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Oder die Firma baut darauf das jeder Mitarbeiter ein
soziales Gewissen gegenüber seinen Angehörigen hat.
Bei uns schließt ja auch fast jeder ne Lebensversicherung ab
damit die Familie versorgt ist. Allerdings weiß ich jetzt
nicht ob Selbstmord einen Leistungsausschluss darstellt.
Ob die Leute in Asien sich ähnlich versichern können, weiß
ich nicht, aber denkbar wäre es doch, oder?
Jedenfalls muss die Firma irgend ein Mittel haben das die Leute
sich an die Verträge halten, sonst wäre das nur ne Ente.

Autor: Chris (Gast)
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>Wilhelm schrieb:
>>MaWin schrieb:
>>Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen bei FoxConn
>>besser, als im Schnitt in Deutschland, doer wie erklärst
>>du dir die geringere statistiche Selbstmordrate ?
>
> Stimmt. 10 pro 300.000 ist weit geringer als 36 pro 300.000.

Nur um das mal wieder grade zu rücken: Ihr habt den Zeitrahmen 
vergessen:
Foxconn: 10 pro 300.000 in 5 Monaten = ca. 0,008% pro Jahr.
Deutschland: 12 pro 100.000 in 12 Monaten = ca. 0,012% pro Jahr.

Also durchaus vergleichbar. Außerdem: wer sich umbringt, macht das wohl 
weder hier noch in China zwangsläufig nur wegen der schlechten 
Arbeitsbedingungen. Vielleich läd die Architektur eines der Foxconn 
Gebäude dazu ein? Und: Soweit mir bekannt, gibt es bei Selbstmorden auch 
einen deutlichen Nachahmereffekt.


>Mike Hammer schrieb:
>>Ernst schrieb:
>>fragt sich nur, welche Sanktionen die Mitarbeiter zu befürchten
>>haben, die sich trotz unterzeichnetem Abkommen, Selbstmord begehen?
>
>Hab ich auch erst gedacht, aber vielleicht sieht die Firma
>Möglichkeiten Hinterbliebene unter Druck zu setzen?

Ich glaube, es geht eher darum:
~~~~~~~~
Die Beschäftigten erlauben dem Unternehmen mit ihrer Unterschrift, sie 
"zum eigenen Schutz und dem anderer" in eine psychiatrische Klinik zu 
schicken, sollten sie in einer "anormalen geistigen oder körperlichen 
Verfassung sein".
~~~~~~~~

Autor: Monty Python (Gast)
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Das sind die entscheidenden Sätze:

Foxconn-Gründer Terry Gou flog am Mittwoch in seinem Privatjet und 
begleitet von Journalisten in die Sonderwirtschaftszone Shenzhen, wo das 
Unternehmen 300.000 Menschen beschäftigt.

1. 300.000 Leute arbeiten für ihn

2. Er wirtschaftet in einer Sonderwirtschaftszone

3. Er fliegt einen Privatjet

Autor: Deutscher (Gast)
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Na und?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Was ist denn eine Sonderwirtschaftszone?

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Was ist denn eine Sonderwirtschaftszone?

"Eigentlich haben wir ja den Kommunismus, aber hier und dort lassen wir 
den Kapitalismus ausnahmsweise doch zu." ;-)

Autor: arno nyhm (Gast)
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Hach ja, Suzidausschluss-Verträge, so einen hab' ich auch noch mit 
meiner Psychotherapeutin offen, was mich ggf. aber nicht eine Sekunde 
länger zögern lässt von der Staumauer zu springen, sollte es soweit 
kommen - gut, ich bin auch ein sehr verkorkster Psycho-/Soziopath und 
nicht unbedingt psychisch erkrankt, eher persönlichkeitsgestört.
Das ist ein therapeutischer Trick/Versuch der Psychiatrie um (noch mehr) 
Druck richtung Leben bei ohnehin suizidalen, schwerst depressiven 
aufzubauen um noch ein paar Millimeter weiter vom entscheidenen Schritt 
zurückzutreten und einen weiteren Grund zu geben, es nicht zu tun: 'Aber 
ich habe es XXX doch versprochen! Ich habe sogar mit meinem Namen einen 
Vertrag unterschrieben!' ...funktioniert natürlich nur bedingt, wenn 
gewisse Türen noch nicht geöffnet sind und es tatsächlich eine aus der 
(heilbaren) Erkrankung (Depression) getroffene Entscheidung ist, keine 
eher nüchterne/rationale, weil man dieses Leben nicht Schätzt oder (auch 
wenn rein subjektiv) keinen Ausweg mehr hat.
Leute die aus einer akuten Wahnsituation heraus handeln - auch daraus 
resultieren viele Suizide, bzw. zumindest als solche gehandelten 
Unglücksfälle (-> 'Whoa, Gott hat zu mir gesprochen, ich bin jetzt ein 
Engel und kann fliegen!') - greift soetwas natürlich auch nicht.

Das Firmen zu solchen eigentlich der Psychiatrie (wie auch immer man zur 
diesem Gebiet der Medizin steht) angehörigen Maßnahmen greifen ist 
natürlich sehr zweifelhaft, falsch situiert kann es sicher mehr Schaden 
anrichten als helfen - übertrieben gesprochen, könnte man dann ja auch 
gleich Schalen voll mit Antidepressiva in den Pausenräumen (...nehmen 
wir mal an, es gäbe sie) hinstellen und die Arbeiter 
anhalten/drängen/zwingen 'sich zu bedienen'.

Die rein wirtschaftlichen Interessen der 'auf jeden Fall 
weiterleben'-Politik der Medizin, was nicht immer humanistisch ist, sind 
auch nicht zu Leugnen, schließlich bedeutet ein junger/arbeitsfähiger 
Selbstmörder für den Staat und die Wirtschaft der Wegfall vieler, vieler 
möglicher Arbeitsstunden und auch der Wegfall eines aktiven Konsumenten; 
obwohl man ja auch schon was investiert hat (Schulbildung, Unterhalt, 
...).
Nicht ohne Grund spricht man in dem Kontext gern von Selbstmord, nicht 
etwa von Freitod, und macht es, lächerlicher Weise, gar zur oft zur 
Straftat. Nicht zuletzt natürlich um Förderung, Beihilfe und Akzeptanz 
zu behindern, auch wenn der Suizid tatsächlich gewollt ist.

Autor: Florian *.* (haribohunter)
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300.000 Menschen in dem Werk und ein Schwimmbad... Ihhhhhh
(Zum Glueck koennen ganz viele Chinesen nicht schwimmen.)

Autor: Zeitungsleser (Gast)
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aber bis nach China braucht man nicht schauen.

France Télécom: Ermittlungen gegen Chefs nach Selbstmord-Serie ...
23. März 2010 ... Nach mehr als 40 Selbstmorden bei der France Télécom 
ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Chefs eines toten Mitarbeiters.

...  Ermittlungsverfahren gegen France Télécom wegen „fahrlässiger 
Tötung“ eingeleitet, nachdem die Gewerbeaufsicht dem Konzern eine 
„ernsthafte Gefährdung der Mitarbeiter“ und „Mobbingmethoden“ 
vorgeworfen hatte ....

http://www.welt.de/wirtschaft/article6894578/Ermit...

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