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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Quarz-Oszillator verpolt - was jetzt ?


Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Servus,

ich Held hab irgendwie bei meiner Schaltung irgendwie auf meiner Platine 
die Beschriftungen +5V und GND vertauscht - beim Löten fiel mir dann 
auf, dass ja die die Schutzdiode falschrum drauf ist. Ich Blödmann hab 
die natürlich umgedreht.

Bis ich Hirni das natürlich kapiert habe ist einige Zeit vergangen und 
der Quarz-Oszillator

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=13710;PROVID=2402

hat ziemlich an Temperatur gewonnen. (so heiß, dass es sich ungesund 
anfühlte den Oszillator zu berühren)

An (eigentlich) Masse lagen +5V an und an (eigentlich) +5V lag Masse an.

Nun meine Frage: Den PIC18F4680 habe ich wohl mit ziemlicher Sicherheit 
durchgeschossen. Schaltung zog (nur PIC und Oszillator) 3A bei 5V. 
Nachdem ich den PIC draussen hatte war's nur noch ein bissle mehr als 
1A. !! Waah

Wie stehen denn die Chancen, dass der Oszillator das überlebt hat ? 
Ich habe leider noch nie in meinem Leben mit solche Oszillatoren 
gearbeitet - nur mit "einfachen" Quarzen.

Wie könnte ich das testen - wenn ich noch nicht mal weiß ob meine 
Schaltung so funktioniert ? Ich habe ein Oszilloskop bis 35 MHz zur 
Verfügung. Kann ich damit den 40 MHz Quarz-Oszillator messen ? Also 
nominal ja nicht aber wie ist das: Bekommt das Oszi dann nur jeden 
zweiten Puls mit oder wird rein garnichts angezeigt ?


Vielen Dank

Autor: Murkser (Gast)
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Hallo,

nachdem Du die Spannungsversorgung korrekt angeschlossen hast, kannst Du 
ja mal den Oszillator allein (d.h. ohne den PIC) mit Deinem Oszilloskop 
ausmessen. Es macht in diesem Fall nichts aus, daß Dein Oszi nur 35MHz 
Bandbreite hat und der Oszillator (hoffentlich noch) bei 40MHz schwingt. 
Wenn der Oszillator schwingt siehst Du das schon mit Deinem Scope, die 
Amplitude wird evtl. etwas kleiner angezeigt, aber damit hat sich das 
schon. Um auf Deine Frage zurückzukommen. Es wird was angezeigt, und 
zwar so ziemlich genau das, was Du sehen willst (bis auf einen kleinen 
Amplitudenfehler). So steil fällt das Oszi nicht ab, daß da bei ein paar 
MHz mehr nichts mehr zu sehen ist. Und es filtert erst recht nicht jede 
zweite Periode Deines Signals aus...

Viel Glück!

Murkser

Autor: Marcus Müller (marcus67)
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Das Ding wird wahrscheinlich auch hin sein.

Häng mal das Oszilloskop dran - da wird man schon noch was sehen. Nur 
die Pegel und Anstiegszeiten leiden halt.

Gruß, Marcus

Autor: Ohforf Sake (ohforf)
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Wenn ich mit nen 20MHz Scope einen 20Mhz Oszillator teste, dann seh ich 
einen mickrigen Sinus.
Bestell schon mal paar neue Teile, ist immer gut Ersatz auf Lager zu 
haben.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Servus,

ich werd's mal probieren. Jaa ich hatte zur Sicherheit schon jeweils 3 
Stück von Oszillator & PIC bestellt. Ich kenn mich doch zu gut ....

Autor: pwd-vergessen (Gast)
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es ist eine krankheit mit den netzteilen :)

Ich benutze so kleine handy-ladegeräte die beim 250mA sich abschalten, 
dann brennt auch nix durch.

Was die freq. Messung angeht, es ist schon hilfreich zumindest einen 
teiler / 10 oder /4 zu haben, freq. Zähler geht natürlich auch, aber du 
hast schon ein scope und für quarz-oszilator messungen reicht auch ein 
teiler + scope.

Autor: Power Up (Gast)
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wenn ich Baugruppen zum ersten Mal einschalte, dann benutze ich den 
Stromregler am Netzteil zum "langsamen Hochfahren" der Spannung. Wenn 
ich weiß, was ich gebaut habe, dann ist mir auch die ungefähre 
Stromaufnahme bekannt und kann entsprechend reagieren. Wenn man aber mit 
maximalem Strom, den das NT liefert, einschaltet, braucht man sich nicht 
zu wundern, wenn einem dabei evtl. alles um die Ohren fliegt. Das geht 
natürlich NUR mit Netzteilen, die außer einem Spannungseinstellpoti auch 
ein Poti zur Stromregelung haben :-)
MfG

Autor: zerstörer (Gast)
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Lehrmann Michael schrieb:
> Schaltung zog (nur PIC und Oszillator) 3A bei 5V

Auf die Dauer hilft halt nur Power!

Autor: Peter Dannegger (peda)
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zerstörer schrieb:
> Lehrmann Michael schrieb:
>> Schaltung zog (nur PIC und Oszillator) 3A bei 5V
>
> Auf die Dauer hilft halt nur Power!

Am besten ein 50A PC-Netzteil, dann braucht man nur den glühenden 
Leiterbahnen nachzugehen, wo der Fehler ist.


Für Experimente nehme ich ein Labornetzteil mit Stromeinstellung oder ne 
300mA Wandwarze. Da ist mir noch nie ein verpolter IC verreckt.

Schaltungsfehler sind verzeihlich, macht jeder mal.
Ungeeignete Netzteile zu nehmen ist unverzeihlich, weil vermeidbar.
Wer ein 3A-Netzteil nimmt, ist selber schuld.


Peter

Autor: faustian (Gast)
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@Ohforf und die Leiter nicht vergessen!

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Peter Dannegger schrieb:
> Schaltungsfehler sind verzeihlich, macht jeder mal.
> Ungeeignete Netzteile zu nehmen ist unverzeihlich, weil vermeidbar.
> Wer ein 3A-Netzteil nimmt, ist selber schuld.

Der OP hat jetzt Bauteile für unter 10 Euro verschossen, so what, wenn 
er jetzt daraus gelernt hat sein Hirn beim Basteln einzuschalten und 
nochmal gründlich die Schaltung vorher zu prüfen, war das imho 
sinnvoller als die Anschaffung eines Stromgeregelten Netzteils.

Ich bleibe dabei, vor Blödheit schützt auch keine Stromregelung...

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Wer ohne Fehler ist, der werfe mit dem ersten Ringkern-Trafo!
;-)

MfG Paul

Autor: Old Papa (old-papa)
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Wow, so ein langer Thread wegen einem popligen Quarzwürfel..... (und ich 
schreibe jetzt auch noch! ;-)))

Schmeiß das Ding in die Tonne, nen neuer kostet doch weniger als nen 
Bier...
Oder mach ihn auf, da lernst Du wenigstens noch das Innenleben kennen.

Old-Papa

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Tim T. schrieb:
> Ich bleibe dabei, vor Blödheit schützt auch keine Stromregelung...


Nonsens.

Wenn man nicht zu blöd  ist und  die Stromregelung auf ca. 120% des zu 
erwartenden Strombedarfs einstellt: Dann hilft die Strombegrenzung 
gewaltig, die Auswirkungen solcher Verpol-Fehler zu mildern.

Blödheit ist jedoch, wenn man VOR dem Einschalten nicht daran denkt WAS 
denn die Schaltung so vernünftigerweise benötigt.
Und wirklich alles, aber auch ersatzlos alles,  mit dem 5A Labornetzteil 
bei vollaufgedrehtem Regler betreibt.

>Wow, so ein langer Thread wegen einem popligen Quarzwürfel..... (und ich
> schreibe jetzt auch noch! ;-)))

> Schmeiß das Ding in die Tonne, nen neuer kostet doch weniger als nen
> Bier...


Da wir im geiz ist geil Forum sind, gibt es hier deratige Romanhaften 
abhandlungen (könnte man bösartig sagen), weil's Bier knapp wird.

Positiv formuliert: Wir schreiben hier soviel, damit man solche 
Elementarfehler wie "Strombegrenzung" nicht jedesmal neu macht .-)

Autor: Klaus2 (Gast)
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Hallo,

habe es grade mal getestet - ein Tiny2313 ist im Eimer, wenn man ihn mit 
einer 300mA Wandwarze verpolt betreibt.

Klaus.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>ein Tiny2313 ist im Eimer, wenn man ihn mit
>einer 300mA Wandwarze verpolt betreibt.


...dann schicke mir die restlichen Tiny2313, ich habe ein Netzteil
mit Strombegrenzung.

;-))
MfG Paul

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Klaus2 schrieb:
> habe es grade mal getestet - ein Tiny2313 ist im Eimer, wenn man ihn mit
> einer 300mA Wandwarze verpolt betreibt.

Ich meinte eine mit 300mA Strombegrenzung.
Ohne Strombegrenzung mußt Du warten, bis die Thermosicherung im Trafo 
kommt und solange können einige Ampere fließen.

Und das Netzteil erst anschalten, nachdem man es mit der Schaltung 
verbunden hat. Sonst kann schon der Entladehieb des Siebelkos den IC 
himmeln.


Peter

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Andrew Taylor schrieb:
> Nonsens.
>
> Wenn man nicht zu blöd  ist und  die Stromregelung auf ca. 120% des zu
> erwartenden Strombedarfs einstellt: Dann hilft die Strombegrenzung
> gewaltig, die Auswirkungen solcher Verpol-Fehler zu mildern.

Was genau solange funktioniert wie sich der Gesamtstrombedarf in der 
Größenordnung des zu schützenden Bauteils bewegt...

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