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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Eigenes unstabilisiertes Netzteil


Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Hallo,

wenn ich hinter einen Transformator einen Brückengleichrichter plus 
Glättungskondensator schalten würde... das wäre doch bereits ein 
unstabilisiertes Netzteil, oder?
Dahinter könnte man einen LM317 mit Poti und den obligatorischen 
Kondensatoren schalten, sowie einer 1N4001 vom Ausgang zum Eingang und 
schon hätte man ein stufenlos einstellbares Netzteil, oder?

Natürlich sollte noch eine Sicherung auf der Primärseite eingesetzt und 
PE an das Gehäuse angeschlossen werden.

Aber mache ich einen Denkfehler? Mir erscheint das zu einfach. Was ist 
mit Störungen, welche von der Sekundärseite in das Lichtnetz gelangen? 
Was, wenn der Trafo nicht kurzschlussfest ist? Was habe ich vergessen, 
was für Gefahren lauern da noch (Außer den 230V :P)?

Viele Grüße
Sebihepp

: Verschoben durch Admin
Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Okay, eines fällt mir ein: großer Widerstand parallel zum 
Glättungskondensator um diesen nach dem abschalten zu entladen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was habe ich vergessen

Passt schon,

der LM317 braucht halt einen Kühlkörper und kann trotzdem bei einem 24V 
Trafo kein 1.5A an 1.5V liefern.

Näheres hier:

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9

Autor: Benedikt K. (pille1990)
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da kannst du dir auch gleich noch einen 7805 reinsetzen...
damit hast du dann gleich 5V festspannung.
und evtl. noch eine anzeige welche spannung eingestellt ist.
was dann noch toll ist, wäre eine strombegrezung...das ist dann aber ein 
bisschen aufwändiger als deine 5-bauteil-lösung.

für solche einfachen netzteile findest du bei google massenweiss 
schaltpläne...

gruß
pille

Autor: Ohforf Sake (ohforf)
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Mein erstes Netzteil war mit einem L200 bestückt... den gibts immer 
noch, hat Strombegrenzung.
Die Schaltung ist hübsch einfach.

Autor: oszi40 (Gast)
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1.So schön die ganzen analogen Schaltungen sind, sollte man trotzem 
bedenken, welche Leistung über den Längstransisor abfallen wird. P=U*I
Diese Leistung muß der Schaltkreis/Kühlkörper verheizen wenn nur wenige 
Volt am Ausgang ankommen sollen!

2.Ein fertiges Labornetzteil mit einstellbarer Überstromsicherung ist 
auch ein schönes Gerät. Für den Preis kann meist kein Bastler die 
erforderlichen Teile wie Anzeigen, Trafo,Gehäuse usw. selbst beschaffen. 
Auge zu Pollin, ELV, usw.

Vorteil einer einstellbaren Überstromsicherung ist, daß man beim 
Experimentieren weniger Opfer zu beklagen hat.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Schön, dass es doch so funktioniert. =)

Ich möchte mir ein Labornetzteil basteln. Darf ruhig auch etwas teuerer 
werden, für mich zählt der Lernfaktor und der Spass am bauen.

Einmal wollte ich 6V ungeregelt und 12V ungeregelt bereitstellen. Wäre 
ein Ringkerntrafo mit 2x6V dafür geeignet? An die 6V kommt ein 3,3V 
Festspannungsregler, dahinter ein dsPIC33 welcher die Temperatur und die 
Spannung misst und anzeigt. An einen LT1083 mit Kühlkörper und evtl. 
einem Radiator im Gehäuse könn wahlweise die 6V oder 12V angeschlossen 
werden. Und ein Poti dient zur Einstellung der Spannung am LT1083. Die 
3,3V kann ich auch gleich an einen weiteren Ausgang anschließen und 
evtl. kommt noch ein 5V Regler rein.

Ich habe mir etwa 1A bis 2A als Maximalstrom beim LT1083 gedacht, bei 
einem Ausgangsspannungsbereich von 1V bis etwa 10V (Vielleicht auch nur 
9V). Wobei ich kein Limit fest setzen werde, sondern der Benutzer 
einfach die Temperatur beachten soll, welche mit einem TSic am 
Kühlkörper gemessen wird.

Vielleicht komme ich dann auch mit einem LT1085 aus. Dieser hat jedoch 
einen fast doppelt so hohen T-junction-case.

Viele Grüße
Sebihepp

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Ich glaube nicht, dass du mit einem 1...9V-Netzteil glücklich wirst.
Besser wären schon 1...20V oder 1...30V.
Als Spannungsregler tut's vielleicht auch ein billiger LM350. Das ist 
die etwas stärkere Alternative zum LM317.
24V Trafospannung wären dafür gut.
Allerdings liefert der LM350 bei großer Differenz zwischen Eingangs-und 
Ausgangsspannung keine 3A mehr.
Bei 30V Differenz liuefert er lt. Datenblatt ca. 1A.
Der Kühlkörper sollte vielleicht so 1,5K/W haben. Das ist ausreichend 
für die max. 30...40W Abwärme.
Wie viel Power der Trafo haben soll, hängt natürlich von der max. 
gewünschten Ausgangsleistung ab. Ca. 80...100VA dürften ein guter Wert 
sein.
Kleinere Trafos (z.B. 50VA) gingen auch, allerdings ist da die Gefahr 
groß, den Trafo zu überlasten, wenn man viel Ausgangsspannung und viel 
Strom entnimmt: Dann bleibt der LM350 nämlich recht kalt und begrenzt 
den Strom nicht, der Trafo wird aber evtl. überlastet.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Da ich bei Reichelt nur Ringkerntrafos mit mind. 12V Sekundär finde, 
kann ich auch gleich 1...20V Output (2x12V) planen. Sagen wir, ich will 
bei 1.5V noch etwa 1A ziehen können, dann wäre das worst case 
(14V-1.5V)*1A
Also 12.5W verbratene Leistung. Der LT1083 hat einen Wärmewiderstand 
Junction-to-Case von 1.6K/W. Umgebungstemperatur sagen wir 40°C, 
Maximaltemperatur 110°C. Dann ist delta T = 70K. Der Kühlkörper darf 
dann maximal 3K/W haben. Das dürfte machbar sein...

Autor: Marko B. (glagnar)
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Ist aber ziemlich teuer, der LT1083. Mit einem LM723 + BD249 bist Du 
besser bedient. Damit hast Du zudem noch eine einstellbare 
Strombegrenzung. Im Anhang ist eine Version von 1-30V @ 0-2.5A.

Ein BD249 als Q1 schafft vielleicht 1.5A bei 30V. Bei weniger natuerlich 
entsprechend mehr.

Die Spannung wird ueber das Poti R2/R3 eingestellt, mit R7 die 
Strombegrenzung.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sebastian Hepp schrieb:
> Da ich bei Reichelt nur Ringkerntrafos mit mind. 12V Sekundär finde,
> kann ich auch gleich 1...20V Output (2x12V) planen. Sagen wir, ich will
> bei 1.5V noch etwa 1A ziehen können, dann wäre das worst case
> (14V-1.5V)*1A

Nö.

für 1-20V Output wäre wir bei ca. (29-1)V  x 1A = 28W worst case output.
Rundne wir getrost auf 30 Watt.
Bei 10% Netzüberspannung entsprechend mehr.

> Also 12.5W verbratene Leistung. Der LT1083 hat einen Wärmewiderstand
> Junction-to-Case von 1.6K/W. Umgebungstemperatur sagen wir 40°C,
> Maximaltemperatur 110°C. Dann ist delta T = 70K. Der Kühlkörper darf
> dann maximal 3K/W haben. Das dürfte machbar sein...

Auch da mußt du entsprchend anpassen (d.h. größerer Kühlkörper).

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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>Nö.
>
>für 1-20V Output wäre wir bei ca. (29-1)V  x 1A = 28W worst case output.
>Rundne wir getrost auf 30 Watt.
>Bei 10% Netzüberspannung entsprechend mehr.

Wie kommst du auf (29V - 1V)? Ich habe ja 2x12V und schalte bei bedarf 
auf die 12V runter. Im Leerlauf sind das 13.5V, großzügig aufgerundet 
14V. Minimalspannung 1.5V macht einen Spannungsabfall von 12.5V...

Autor: Marko B. (glagnar)
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Noch ein paar Details zur Strombegrenzung:

Mit zwei zusaetzlichen Widerstaenden stellt man den Einstellbereich ein:

R10 = 500R Trimmer
R11 = 1k Trimmer

R7 ist ein 470 oder 500 Ohm Poti.

Die x-Achse im Diagramm ist der Widerstandswert von R7, die y-Achse der 
Ausgangsstrom des Netzteils.

R9, M1 und V2 dienen nur zum Testen der Regelung.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sebastian Hepp schrieb:
> und schalte bei bedarf
>
> auf die 12V runter.



Schön, aber das schreibst Du VORHER nirgendwo.


>  Minimalspannung 1.5V

Oben wolltest Du jedoch  1 V  (bis 20V)

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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>> und schalte bei bedarf
>>
>> auf die 12V runter.
>
>
>
>Schön, aber das schreibst Du VORHER nirgendwo.
Sorry, ich dachte ich hätte das erwähnt...

>>  Minimalspannung 1.5V
>
>Oben wolltest Du jedoch  1 V  (bis 20V)
Ich bin mir noch unsicher, ob ich bis 1V runter gehe, oder nur auf 1.5V. 
Vielleicht dimensioniere ich den Kühlkörper einfach für 1.5V und der 
Benutzer (also ich^^) muss die Temperatur überwachen. Dann kann man auch 
tiefer gehen, wenn man nicht so viel Strom zieht.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sebastian Hepp schrieb:
> Ich bin mir noch unsicher, ob ich bis 1V runter gehe, oder nur auf 1.5V.
>
> Vielleicht dimensioniere ich den Kühlkörper einfach für 1.5V und der
>
> Benutzer (also ich^^) muss die Temperatur überwachen. Dann kann man auch
>
> tiefer gehen, wenn man nicht so viel Strom zieht.

Yo, nee , iss klar.

Wenn die 0.5W Differenz Dir wirklich länger als 0.5 Sekunden Überlegung 
bedürfen: Dann hast Du ein qanz anderes Problem als die Verlustleistung.


BTW: Thermoschalter in ebay ab 2,5 Euro sorgen für Überwachung ohne Dein 
Zutun.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Sorry, dass ich den Thread nochmal benutze, aber ich habe noch eine 
Frage. Hinter den Glättungskondensatoren sollten doch parallel dazu 
hochohmige Widerstände eingebaut werden, um diese zu entladen. Wie hoch 
sollte der Widerstand sein, wenn ich 10mF benutze? Ich dachte zuerst an 
1MOhm, aber dann würde es 10000s bis zur Entladung dauern. Was sind 
übliche Werte?

Autor: mhh (Gast)
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Einstelliger kOhm Bereich. Verlustleistung beachten.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was sind übliche Werte?

2000 mal Betriebsspannung, also 24k.

Notwendig sind die nicht, sie können aber dafür sorgen, daß der Trafo 
nicht ganz bis zur Leerlaufspannung hochläuft, wenn er unbelastet ist.

Autor: Sebastian Hepp (sebihepp)
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Okay, dann benutze ich 24k Widerstände. Danke nochmals =)

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