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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Private Entwicklung & Firmennutzen


Autor: Marcel (Gast)
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Hallo zusammen,

ich arbeite als Entwickler in einem kleinen Betrieb (ca.150 Leute).
Da die Elektronik auch mein Hobby ist, werkel ich natürlich auch zuhause 
nebenher ein wenig herum.

Jetzt nehmen wir mal an, ich entwickele eine Baugruppe die ich zuhause 
für spezielle Dienste gut gebrauchen kann (HW + SW).
Diese Baugruppe könnte aber auch ein deutlicher Mehrwert für die 
Produkte meiner Firma sein.

Wie wird sowas in der Regel gehandhabt. Werden dann Prämien etc. 
verhandelt??
Sobald ich die Baugruppe fertig habe und bewiesen habe dass alles 
brauchbar funktioniert, könnte doch mein Chef auch hergehen und sagen:
Wir haben uns entschieden unsere Geräte auf diese und jene 
Funktionalität zu erweitern ... entwickeln Sie uns mal sowas ... denn er 
weiß genau dass ich mich mit der Materie schon beschäftigt habe und 
quasi eine fertige Baugruppe besitze.


Was für Erfahrungen habt ihr?

Gruß

Autor: oszi40 (Gast)
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Schau mal vorsorglich in Deinen Arbeitsvertrag was da wie geregelt ist.
Eine gute Tat wird nicht immer zu einem Lob führen.

Autor: Escamoteur (Gast)
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kommt auf den Chef an. Wenn er ein umgänglicher Typ ist, würde ich ihn 
einfach mal darauf ansprechen ob es vorstellbar wäre, dass die Firma 
eine privatentwocklung zu vergüten, wenn die Firma daraus einen Vorteil 
ziehen würde. Musst ja nicht gleich sagen, was genau Du entwickelt hast.

Wenn er halbwegs ok ist, wird er Dir nen Vorschlag machen. Dir ne prämie 
zu zahlen und direkt das Ergebnis zu erhalten dürfte für ihn immer noch 
billiger sein, als Dich das ganze nochmal für die Firma zu entwickeln.

Eventuell auch mal mit eurem Betriebsrat sprechen.

Gruß
Tom

Autor: ZuMüdeUmNamenZuErfinden (Gast)
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Würde ich auch so machen. Erst mal beim Chefchen anfragen, wie er das 
handhaben würde, wenn man einen tolle Eigenentwicklung daherbingt. Und 
erst bei Zustimmung ihm erklären, worum es sich handelt. Wenn nicht, 
dann auch keine Details weiter (z.B.: "Habe eigentlich noch nicht damit 
begonnen"). Solange man nicht gefoltert wird, bleibt es ja immernoch 
privater Kram. ;-)

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Erfahrungsgemäß bist du mit Leib und Seele und allem was das
wirtschaftliche Fortkommen des Unternehmens betrifft an den
Betrieb gebunden. Sogar das Erfindergesetz regelt das zu Gunsten
des Arbeitgebers. Es gab hier schon mal einen ernüchternden Thread
dazu. Ist also kein Wunder das man dir Vorsicht vorschlägt.
Außer einem innerbetrieblichen Vorschlagwesen wo man für eine
gute Idee auch mal etwas extra bekommen kann hab ich noch
keinen AG erlebt der wirklich spendabel und fair wäre.
Das sind alles Raffer.

Autor: Marcel (Gast)
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Ok, danke für die Infos :)

Autor: IGBT (Gast)
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Ganz nüchtern kannst du das auch so handhaben: Du bringst ein Geschenk 
mit und erwartest ein Gegengeschenk - es hat dich Zeit gekostet, damit 
wäre es fair, wenn es dir Zeit bringt, wenn es funktioniert.

Ich würde über bezahlten Sonderurlaub von 6-12 Wochen verhandeln, dann 
kannst mal einen (ordentlichen) Trip nach Hawaii oder Australien machen.

Ich hatte mal für etwas ähnliches 12 Wochen bekommen, in einer ähnlich 
'kleinen' Firma. (War eine Analysesoftware, mit der man Datensätze auf 
etwas bestimmtes untersuchen kann - wenn man das kauft kostet es ca. 
10k-20k EUR - ohne das Jemand eingearbeitet ist - das Thema hat mich 
schon lange interessiert und so hab ich das in meiner Freizeit 
nachprogrammiert - real stecken vielleicht 30 Tage Arbeit über einen 
Zeitraum von 6 Monaten drin)

Und 30 Tage zu 90 Tage fand ich ein faires Angebot - ohne jeden 
verhandlungs- bzw. rechtlichen Ärger.

Autor: Chef (Gast)
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Da sage ich zu meinem Angestellten, dass er das Projekt wohl während 
seiner Arbeitszeit "nebenbei" gemacht hat und jetzt noch was 
rausschlagen will.

Autor: Testfall (Gast)
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Naja, wenn du den Auftrag kriegst, das nochmal zu entwickeln ist das 
doch schön. Kannst dich zurücklehnen und entspannen, denn du weißt ja 
schon, wie es geht.

Autor: IGBT (Gast)
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Chef schrieb:
> Da sage ich zu meinem Angestellten, dass er das Projekt wohl während
> seiner Arbeitszeit "nebenbei" gemacht hat und jetzt noch was
> rausschlagen will.

Ein Teil der Arbeit dürfte tatsächlich untrennbar sein, da das aktuelle 
Wissen oder die aktuelle Projektarbeit natürlich auch Iddeenstiftend 
miteinfließt.

In meinem Beispiel war es so, das ich gesagt habe - ich hab hier was 
(Anfangs hat der Algotithmus 16 h gerechnet) - es geht, man könnte was 
draus machen.

Angebot: Ich arbeite weiter daran quasi privat und schenke es der Firma 
und bekomme etwas dafür - was ist verhandelbar. Oder ich schenke der 
Firma den Iststand - einfach so - aber arbeite daran nicht weiter - 
vielleicht hat ja jemand anderes 'Zeit' oder Lust.

Der Knackpunkt ist allen klar die jemals mal ein kopmlexeres Projekt 
übernehmen mussten. Bevor der nächste es verstanden hat (ohne 
Dokumentation reichlich schwierig), präsentiere ich in gleicher Zeit die 
Lösung.

Autor: Antti Lukats (xilant)
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Hallo

habe uber 6 Jahre in Deutschland gearbeitet, hatte ahnliche probleme.

1) arbeitsvertrag lesen
2) arbeitsvertrag lesen
3) mund halten, dienst machen

das ware mein Rat fur dich.

Mit diesem Rat geht garantiert nix schief, du musst aber wirklich den 
mund halten!

Alles was bezahlte arbeiter machen wird angesehen als 100%-ger eigentum 
von der Firma. Du hattest gute idee in der badewanne was der firma wo du 
arbeitest millionen sparen wurde? Vergiss es schnell! Oder besprich es 
mit einem anwalt zuerst, sonst hast nur kummer am ende.

Klar es gibt ausnahme falle auch, aber man sollte wirklich vorsichtig 
mit so was sein.

Antti

Autor: Gastino G. (gastino)
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Antti Lukats schrieb:
> Alles was bezahlte arbeiter machen wird angesehen als 100%-ger eigentum
> von der Firma. Du hattest gute idee in der badewanne was der firma wo du
> arbeitest millionen sparen wurde? Vergiss es schnell! Oder besprich es
> mit einem anwalt zuerst, sonst hast nur kummer am ende.

Jede vernünftige Firma hat ein Vorschlagswesen oder vergütet auf die ein 
oder andere Weise Patente oder Einsparvorschläge.
Und ob Du die Idee in der Badewanne hast oder auf Arbeit ist egal: Es 
ist ein "Angebot" von Dir an Deinen Arbeitnehmer, ohne den Deine Idee 
mangels Umsetzbarkeit ohnehin nutzlos ist. Ist vorher nicht klar, ob 
solche Vorschläge entsprechend vergütet werden oder nicht, kann man auch 
einfach mal nachfragen.

Autor: Antti Lukats (xilant)
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Gastino G. schrieb:
> Antti Lukats schrieb:
>> Alles was bezahlte arbeiter machen wird angesehen als 100%-ger eigentum
>> von der Firma. Du hattest gute idee in der badewanne was der firma wo du
>> arbeitest millionen sparen wurde? Vergiss es schnell! Oder besprich es
>> mit einem anwalt zuerst, sonst hast nur kummer am ende.
>
> Jede vernünftige Firma hat ein Vorschlagswesen oder vergütet auf die ein
> oder andere Weise Patente oder Einsparvorschläge.
> Und ob Du die Idee in der Badewanne hast oder auf Arbeit ist egal: Es
> ist ein "Angebot" von Dir an Deinen Arbeitnehmer, ohne den Deine Idee
> mangels Umsetzbarkeit ohnehin nutzlos ist. Ist vorher nicht klar, ob
> solche Vorschläge entsprechend vergütet werden oder nicht, kann man auch
> einfach mal nachfragen.

na sobald du so was nachfragen versuchst musst auch gleich sagen
was es ist weil sonst denkt der arbeitgeber du hast was
geiles willst es aber verheimlichen...

ne mund halten ist sicherer.
oder einfach normal arbeiten fur den gehalt :)

davon was man "zu hause" macht bei arbeitgeber danke
schon zu bekommen.. kann ja gut gehen aber nicht immer

es gibt naturlich bei mandher arbeitgeber vorgeschrieben
prozeduren wir man "vorschlage" abgeben kann, manchmal
ist es sogar ein muss, das alle mitarbeiter mussen
verbessurungsvorschlage machen, bekommen dann beim
firmen weichnatsbaum etwas geschenk oder so.
das ist aber so bei "vorschlags wesen", wenn man so ein
volles gerat zuhause fertig hat, den man bei der arbeitgeber
auch benutzen konnte.. ne besser nicht.

am schlimmsten fall sagt der schef: geil wir nehmen dein
geiles ding und machen ein neues produkt davon!
was dann am ende auskommt fur dich ist meist auch nicht so
rosa rot.


Antti

Autor: Gastino G. (gastino)
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Antti Lukats schrieb:
> na sobald du so was nachfragen versuchst musst auch gleich sagen
> was es ist weil sonst denkt der arbeitgeber du hast was
> geiles willst es aber verheimlichen...

Nö, muss ich nicht. Man kann einfach fragen, ob es so was gibt. Das kann 
auch völlig ohne Erfindung im Hinterkopf geschehen. Ist normalerweise 
eine der Standard-Fragen, die man in der ersten Zeit in einer neuen 
Firma seine Kollegen oder Vorgesetzten fragt.

> ne mund halten ist sicherer.
> oder einfach normal arbeiten fur den gehalt :)

Kannst Du halten wie Du willst. Nur daraus eine Gesetzmäßigkeit 
abzuleiten, finde ich dann schon sehr weit hergeholt.

> davon was man "zu hause" macht bei arbeitgeber danke
> schon zu bekommen.. kann ja gut gehen aber nicht immer

Sicherlich ist die Gefahr da, dass die Vermutung beim Chef entsteht, der 
Angestellte würde nur sein normales Arbeitsergebnis "zweimal verkaufen" 
wollen. Das hängt wie bei so vielen Sachen vom Vertrauensverhältnis ab. 
Wer in einer Bude arbeitet, in der jeder jeden überwacht, mobbt und 
verdächtigt, ist natürlich gut beraten, solche Sachen für sich zu 
behalten. In einer halbwegs vernünftigen Firma kann man aber durchaus 
mal Vorschläge machen. Und normalerweise fallen solche Lösungen auch 
nicht vom Himmel, sondern Chef und Kollegen wissen, wer so in etwa 
welche Hobbies hat und können das einschätzen.

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