www.mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik OPV gesucht für Präzisionsanwendung


Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich möchte ein Spannungsnormal (10V, ca. 5ppm), das bereits existiert, 
verstärken bzw. abschwächen, so daß ich Ausgangsspannungen in 1V 
Schritten von 1-20V abgreifen kann.

Dazu möchte ich die Quelle erst mal entkoppeln (puffern), also einen 
Elektrometerverstärker mit Verstärkung 2 dahinter hängen. Der sollte 
mögl. Zero Offset haben. Danach soll dann ein Verstärker folgen, der mir 
die 1V Stufen liefert. Wobei ich überlege, ob ich einen DAC einsetze, 
was dann aber wieder digitale Logik erfordert oder ob ich die 20 
Spannungsschritte durch einen Spannungsteiler realisiere und einfach mit 
einem zweiten ELektrometerverstärker abgreife an einer Teilerkette.

In der Hauptsache bin ich jetzt erst mal auf der Suche geeigneten Typen 
und Bezugsquellen. Weiß jemand Rat?

Christoph

Autor: Jens G. (jensig)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was ist 5ppm? Temperaturdrift? Oder generell die Genauigkeit unter 
bestimmten Bedingungen?
Sollen die 5ppm auch "hinten" eingehalten werden?
Letztendlich kommt's bei diesen Genauigkeiten nicht mehr nur auf den OPV 
an, sondern auch dessen Drumherum-Beschaltung, die ebenfalls dann Teile 
mit niedriger Drift sein müssen (oder zumindest so driften müssen, daß 
sich deren Fehler aufheben).

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> In der Hauptsache bin ich jetzt erst mal auf der Suche geeigneten Typen
>
> und Bezugsquellen. Weiß jemand Rat?


Schau mal hier, da gibt es etliche gute Hinweise auf's Vorgehen und 
dieBauteilewahl wenn man in der Genauigkeitsklasse werkeln will:

www.amplifier.de, Präzisionsquelle

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mit Elektrometer bekommst du grössere Offsetspannungen, die 
Spannungsreferenzen können schon den Strom liefern, den ein normaler 
OpAmp so braucht, und auch die Basltung des Spannungsteilers liegt im 
Sub-nA Bereich und verzerrt damit weniger als 5ppm.

Die besten OpAmps (OP07, OP77, OP177, MAX400) sind ungenauer als 5ppm 
bei 1V, aber du brauchst keinen shcnellen OpAmp. Also tun es zero drift 
bzw. chopperstabilisierte OpAmps wie LMP2022 oder MAX4238. Leider halten 
die keine 10V aus. Ein LTC1051 könnte ein guter Kompromiss sein. Deren 
Offsetspannung und Drift ist besser als du bracuhst. Aber achte auf 
THermospannngen zwischen Kupfer und Zinn und Kovar, die ist bei so 
wenigen uV schon relevant.

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke, Andreas. Ich kenne die Seite übrigens und sie heißt 
www.amplifier.cd.
Der Betreiber (R.O.) hat mir auch beim Bau der Referenz zur Seite 
gestanden. Sehr freundlich und hilfsbereit. Nur meldet er sich seit 
einigen Wochen nicht mehr. Auch finde ich direkt keine Kaufempfehlung 
für einen OPV dort.

Viele Grüße
Christoph

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> Danke, Andreas. Ich kenne die Seite übrigens und sie heißt
> www.amplifier.cd.
> Der Betreiber (R.O.) hat mir auch beim Bau der Referenz zur Seite
> gestanden. Sehr freundlich und hilfsbereit. Nur meldet er sich seit
> einigen Wochen nicht mehr. Auch finde ich direkt keine Kaufempfehlung
> für einen OPV dort.
>

Dann hat Ralf gerade viel zu tun, Deine mail überlesen oder sonstiges 
wie Urlaub oder Krankheit. Er wird Dir aber sicher eine Kaufempfehlung 
geben wenn du ihn danach fragst.

Mail ihn einfach erneut an.

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke, Martin, für die OPV-Empfehlung. Also soll ich keine EM-Schaltung 
nehmen? Wie soll ich sonst 10V auf 2:1 single ended verstärken?

Gruß
Christoph

Autor: MCUA (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Dazu möchte ich die Quelle erst mal entkoppeln (puffern), also einen
>Elektrometerverstärker mit Verstärkung 2 dahinter hängen...
Je mehr Verstärker und Abschwächer (und womöglich auch noch DACs(!)) du 
dranhängst, desto ungenauer wird es! Am Ende hast du eine 
riessen-Toleranz.
Ich würde evtl die 10V DIREKT abgreifen, dann sind die am genausten, bzw
einen "Pfad" 1..2..3......10V (nur mit Präz-Rs) machen (dieser "Pfad" 
ist dann am genausten), den andenen "Pfad" als Verstärkungs-"Pfad" 
machen, der dann mit OPs eingestellt werden kann.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wie soll ich sonst 10V auf 2:1 single ended verstärken?

Für eine EM-Schaltung braucht man keinen EM-OpAmp.
Jeder OpAmp kann das:

         +24V
           |
10V -500R-|+\
          |  >--+-- 20V
       +--|-/   |
       |       1k
       +--------+
               1k
                |
               GND

Beim OP177F mit ca. 2.2nA Eingangsstrom
wird der Spannungsteiler um 0.22ppm belastet,
der trägt also nicht viel Ungenauigkeit bei
(falls man so genaue Widerstände überhaupt
hat, selbst 0.005%er sind ja schon ungenauer).

Bei 10V sind die 60uV Vos auch schon 6ppm,
also viel mehr.

Ein echter Elektrometer-OpAmp wie AD549L mit
Vos = 25000uV belastet zwar den Spannungsteiler
weniger, nur mit 0.00025 nA, aber die
Spannungsungenauigkeit liegt bei 0.25%.

Man muss bei Präzisionsschaltungen schon an
beides Denken, den Strom und die Spannung,
un die Widerstandswerte optimal aussuchen.

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> Ein LTC1051 könnte ein guter Kompromiss sein.

der LTC1051 hält nur max 16V Versorgung aus.
Ich würde einen LTC1150 (RS) oder LTC1151 (Conrad) nehmen.
Bei größeren Lasten am Ausgang noch einen LT1010 als Buffer hinterher.

Der Spannungsteiler wird die größte Herausforderung.

Du kannst Dich ja hier mal inspirieren lassen:
http://cds.linear.com/docs/Application%20Note/an86f.pdf

Viel Spaß beim "aufbohren" von 5V nach 20V

Gruß Anja

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Anja schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Ein LTC1051 könnte ein guter Kompromiss sein.
>
> Ich würde einen LTC1150 (RS) oder LTC1151 (Conrad) nehmen.
> Bei größeren Lasten am Ausgang noch einen LT1010 als Buffer hinterher.
>
> Der Spannungsteiler wird die größte Herausforderung.
>
> Du kannst Dich ja hier mal inspirieren lassen:
> http://cds.linear.com/docs/Application%20Note/an86f.pdf
>
> Viel Spaß beim "aufbohren" von 5V nach 20V

Ja, der Präzisionverstärker der dem dortigen DAC nachgeschaltet werden 
müßte mit Verstärkung 4fach ist leicht gezeichnet. Der Aufbau ist 
dagegen schon mal eine länger dauernde Arbeit, insbesondere wenn es so 
präzise und driftstabil bleiben soll wie hier gewünscht.

Machbar ist es aber, konsequente Leiterführung und Materialwahl 
voraussgesetzt sogar mit Heimwerkermitteln fertigstellbar.

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich empfehle Dir den AD8552 bzw AD8554 wenn Du mit dem (stark 
gedämpften) Chopping Signal am Ausgang klar kommst.

Viele Grüße,
 Martin

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Martin schrieb:
> Ich empfehle Dir den AD8552 bzw AD8554 wenn Du mit dem (stark
> gedämpften) Chopping Signal am Ausgang klar kommst.

[ ] Du weißt der hat nur 6 V maximale Versorgunsspannung. Der TO möchte 
aber 20V Uout

>
> Viele Grüße,
>  Martin

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> > Wie soll ich sonst 10V auf 2:1 single ended verstärken?

> Für eine EM-Schaltung braucht man keinen EM-OpAmp.

Habe ich auch nicht so gemeint. Mit EM-Verstärker meinte ich 
EM-Schaltung.

> Jeder OpAmp kann das:

>             +24V
>             |
>   10V -500R-|+\
>             |  >--+-- 20V
>          +--|-/   |
>          |       1k
>          +--------+
>                   1k
>                   |
>                  GND

@MAWIN:

Das ist eine Elektrometerschaltung, von der Du abrietest, woraufhin ich 
fragte, wie ich dann single ended verstärken soll, woraufhin Du mir 
wiederum die EM-Schaltung präsentierst :)

Wozu der 500 R ?

--
Christoph

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> http://cds.linear.com/docs/Application%20Note/an86f.pdf

Danke, Anja, konntest Du nicht wissen, aber dieser sehr gute Artikel ist 
mir allzu bekannt. Darum kreisen auch meine Gedanken. Aber der Aufwand, 
der dort getrieben wird, ist sehr hoch.

--
Christoph

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>
> @MAWIN:
>
> Das ist eine Elektrometerschaltung, von der Du abrietest, woraufhin ich
> fragte, wie ich dann single ended verstärken soll, woraufhin Du mir
> wiederum die EM-Schaltung präsentierst :)
>
> Wozu der 500 R ?
>
> --
> Christoph


Das ist ein Vokabelproblem.

Tatsächlich wird die "normale" nichtinvertierende Grundschaltung die 
hier angegeben ist gelegentlich in der Literatur auch als 
Elektrometerschaltung bezeichnet.
So siehst Du das auch.

Elektrometer-OP/Schaltung/Verstärker ist aber von Manfred als 
"Grundschaltung mit besonderem Augenmerk auf SEHR SEHR geringen 
Eingangsstrom" gemeint.


hoffe, nun ist es klarer.

Autor: Jens G. (jensig)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wozu der 500 R ?

Ein OPV hat immer Eingangsströme, wenn auch (sehr) geringe. Diese 
erzeugen über das Rückkopplungsnetzwerk einen Spannungsabfall, und damit 
Offsetfehler. Der 500R am anderen Eingang, idealerweise genau so groß 
wie der effektive R des Rückkopplungsnetzwerkes, erzeugt dort ebenfalls 
diesen Abfall in derselben Richtung, und der OPV erzeugt die Differenz 
aus beiden, also Null.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wozu der 500 R ?

Kompensation der Eingangsströme und Thermospannungen.

> Das ist eine Elektrometerschaltung

Ja, SCHALTUNG aber nicht VERSTÄRKER.

Du schriebst ElektrometerVERSTÄRKER.

Wenn du schon auf Worten rumreitest, dann benutze sie auch richtig.

Als OpAmp ist hier eben kein als Elektrometerverstärker bezeichneter 
OpAmp eingesetz, aus vorgerechneten Gründen.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jens G. schrieb:
>> Wozu der 500 R ?
>
> Ein OPV hat immer Eingangsströme, wenn auch (sehr) geringe. Diese
> erzeugen über das Rückkopplungsnetzwerk einen Spannungsabfall, und damit
> Offsetfehler. Der 500R am anderen Eingang, idealerweise genau so groß
> wie der effektive R des Rückkopplungsnetzwerkes, erzeugt dort ebenfalls
> diesen Abfall in derselben Richtung, und der OPV erzeugt die Differenz
> aus beiden, also Null.

Und das deswegen, weil in 99% der Fälle die Eingangsströme an beiden 
Eingängen gleich groß sind.

Sonst würde nämlich die Empfehlung, das beide Eingängen den gleichen 
Widerstandswert "sehen", keinerlei Sinn machen.

Korrekterweise MUSS man den Ausgangswiderstand der 
Referenzspannungsquelle in die Rechnung einbeziehen.
Es wird also durchaus was anderes als 500 Ohm werden.

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich will jetzt hier keine Wortklauberei betreiben, aber in der Literatur
wird die Schaltung auch als Elektrometerverstärker bezeichnet. Ich hätte 
sonst Elektrometer OpAmp geschrieben. Aber gut, ich hatte außerdem ein 
:) verwendet.

--
Christoph

Ach ja, entschuldige, MaWin, daß ich Dich mit "Martin" angeredet habe, 
Du bist ja Manfred, den ich aus d.s.e kenne.

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Jens:
5ppm Genauigkeit des Normals soll auch nach hinten durchgereicht werden, 
also nicht kaputtgemacht werden. Z.B. würde ich für den Spannungsteiler
Widerstände auf einem Substrat wählen, damit sich die Temperaturdrift
aufhebt.

Quelle für Präzisionswiderstände? Typ?

--
Christoph

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> Ich will jetzt hier keine Wortklauberei betreiben, aber in der Literatur
> wird die Schaltung auch als Elektrometerverstärker bezeichnet.

Korrekt, auch so findet man das in der Literatur: Elektrometerverstärker 
für gesamte SCHALTUNG. Z.B. in Buch von M.Zirpel, Operationsverstärker.

Ich denke haben wir haben es nun ausgiebig genug zerfieselt, oder?

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Quelle für Präzisionswiderstände? Typ?

Vishay, bis 0.001% Gleichlauf
http://www.vishaypg.com/docs/63036/vhd20014.pdf

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> 5ppm Genauigkeit des Normals soll auch nach hinten durchgereicht werden,
> also nicht kaputtgemacht werden. Z.B. würde ich für den Spannungsteiler
> Widerstände auf einem Substrat wählen, damit sich die Temperaturdrift
> aufhebt.

Hallo,

ich frage mich gerade wie du die 5ppm Genauigkeit erreichst.
Ich nehme an daß Du die Schaltung von Amplifier CD aufgebaut hast.
So wie die Fotos aussehen handelt es sich um eine VRE310 Referenz mit 
externer Heizung. Stimmts?

Fragen:
- Wie ändert sich die Ausgangsspannung wenn Du die Referenz nicht in 
Normal-Lage sondern z.B. auf dem Kopf oder auf der Seite betreibst.
Ich habe hier 2 beheizte LM399-Referenzen (7V) bei denen sich je nach 
Lage die Ausgangsspannung um bis zu 30uV ändert.
- Wie ist die Alterung der VRE hast Du hierzu schon Messungen gemacht? 
Die besten Messgeräte sind mit 4ppm/Jahr spezifiziert.

Ich selbst würde Spannungen in dem Genauigkeitsbereich per PWM teilen:
http://www.edn.com/article/471981-DC_accurate_32_b...
Allerdings sind die dort veröffentlichten Genauigkeitsangaben stark 
optimistisch. Du wirst um einen Abgleich des PWM-Wertes nicht 
herumkommen. Ich habe eine INL von ca. 13ppm gemessen. Die Schaltung 
läßt sich auch nur bis ca max 8 V aufbohren. Aber vielleich lassen sich 
ja ähnlich genaue Multiplexer in Hochvoltausführung finden.

Gruß Anja

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Anja und andere:

Entschuldigung, ich hatte mich vertan. Meine Anforderung war seinerzeit 
0.01%, also 100ppm. Gebaut wurde dann eine Quelle, unbeheizt, mit einem 
LT1021-10. Das war vor 1,5 Jahren.  Die Quelle wurde im Ofen über 
mehrere Tage gealtert und wurde seitdem nicht mehr abgeschaltet. Geeicht 
haben wir sie allerdings bisher nicht. Leider wurden die Werte länger 
nicht mitgeschrieben. Anfangs hatten wir über mehrere Wochen 
Raumtemperatur und Spannung aufgezeichnet. Wir haben jetzt ein Keithley 
2100 dranhängen und wollten die Werte Temperatur und Spannung mal 
automatisiert mitschreiben.

Es ist eben jetzt die Frage, ob noch mal eine neue Quelle gebaut wird 
oder ob an die bestehende ein Verstärker drangehängt wird. Das würde ein 
weiteres Gehäuse und eine BNC-Verbindung (Kontaktspannung) erfordern.

--
Christoph

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Anja:

Deine Schwankungen bei unterschiedlicher Lage: Änderung des 
Temperaturgradienten?

--
Christoph

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> Deine Schwankungen bei unterschiedlicher Lage: Änderung des
> Temperaturgradienten?

Ich vermute mal daß beim LM399 die Heizung und der Sensor zwar auf dem 
gleichen Chip aber halt nicht gleichmäßig verteilt sind. Wenn der Sensor 
unterhalb des Heizers sitzt ist vermutlich die geregelte Temperatur an 
der Z-Diode eine andere wie wenn der Sensor bei Über-Kopf-betrieb 
oberhalb des Heizers sitzt. Die Stromaufnahme des Heizers ändert sich 
ebenfalls je nach Lage.

Da nach meiner Information in den meisten Keitley Multimetern (zumindest 
im 2010, beim 2100 weiß ich es nicht) auch ein LM399 als Referenz 
verbaut ist, müßte der angezeigte Wert je nach Lage des Meßgerätes 
ebenfalls schwanken.

100 ppm sind ja noch eine gut erreichbare Spezifikation. Da sollten noch 
gut erhältliche S102-Widerstände (2ppm) oder UPW50-Widerstände (3 ppm) 
reichen. Du brauchst ja nicht genauer zu sein als die Referenz. Meine 
LT1021CN8-5 (5V) hat etwa 7,5ppm Temperaturgradient und etwa 8 ppm 
Hysterese bei 25+/-15 Grad.


Gruß Anja

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich meinte Änderung des räumlichen Temperaturgradienten als Erklärung 
für die Abweichung, was sich ja deckt mit Deiner Erklärung mit Änderung 
der räumlichen Gegebenheiten (Drehung).

Du meintest wohl "Temperaturkoeffizient" mit Deinen 7,5ppm/K.

Meine Quelle hatte (nach dem Einfahren bei 100°C)  einen TK von 
1,4ppm/°C erreicht.

--
Christoph

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ChristophK schrieb:
> Du meintest wohl "Temperaturkoeffizient" mit Deinen 7,5ppm/K.

Hallo,

der Temperaturkoeffizient aus dem Datenblatt wird meist wie folgt 
gemessen:
Ausgangsspannung bei 25 Grad
Ausgangsspannung bei minimaler Betriebstemp (0 Grad oder -40 Grad)
Ausgangsspannung bei maximaler Betriebstemp (70, 85 oder 125 Grad)

Aus den 3 Werten wird die minimale und die maximale Spannung 
herausgesucht.
Der mittlere Temperaturkoeffizient ist
(Maximalwert - Minimalwert) / Betriebstemperaturbereich.
Damit das ganze im Datenblatt auch schön aussieht halbiert man den so 
erhaltenen Wert und schreibt noch +/- dran (Box-Methode). Viele reale 
Referenzen haben in der Nähe von 25 Grad ihr Spannungsmaximum und fallen 
dann zu beiden Temperaturseiten ab (ähnlich Parabel). Neuere Referenzen 
kompensieren den Temperaturgang teilweise so daß eine Kurve mit mehreren 
Maxima und Minima im Temperaturbereich entsteht.

Mich interessiert nur der Bereich um Raumtemperatur. 23 bzw. 25 Grad 
+/-15 Grad. Da ich den Fehler kompensieren möchte ist der mit der 
Box-Methode ermittelte Wert völlig wertlos. Ich brauche den 
Temperaturgradienten bei 25 Grad. (oder eine Parabel 3. Ordnung bezogen 
auf 25 Grad).
Bei meiner LT1021CN8-5 -Referenz ist eben dieser Gradient etwa 7,5ppm/K.

ChristophK schrieb:
> Meine Quelle hatte (nach dem Einfahren bei 100°C)  einen TK von
> 1,4ppm/°C erreicht.

Das ist ein guter Wert (wie gemessen?)
-> dann wohl doch den PWM-Teiler aus EDN. Ich denke den kann ich noch 
durch Abgleich von R7 auf bessere INL trimmen.

ChristophK schrieb:
> Ich meinte Änderung des räumlichen Temperaturgradienten als Erklärung
> für die Abweichung, was sich ja deckt mit Deiner Erklärung mit Änderung
> der räumlichen Gegebenheiten (Drehung).

beim LM399 ist ja die Z-Diode beheizt. Ich glaube nicht daß sich der 
Temperaturgradient der Z-Diode ändert, sondern nur schlicht und einfach 
die Temperatur innerhalb der Z-Diode durch eine ungeschickte Anordnung 
der Heizung oder des Sensors innerhalb des LM399.

Gruß Anja

Autor: ChristophK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Anja schrieb:
> ChristophK schrieb:
>> Meine Quelle hatte (nach dem Einfahren bei 100°C)  einen TK von
>> 1,4ppm/°C erreicht.

> Das ist ein guter Wert (wie gemessen?)

Es war eigentlich gar nicht das Ziel, so einen guten TK zu erreichen, 
mehr oder weniger ein Zufallsgeschenk. Beim Einfahren im Ofen hatten wir 
bei 25°C 9,99927V und bei 100°C 10,00032V, woraus sich der Wert ergibt. 
Gemessen natürlich nur mit dem Keithley 2100, 6 1/2 digit Genauigkeit.

> -> dann wohl doch den PWM-Teiler aus EDN. Ich denke den kann ich noch
> durch Abgleich von R7 auf bessere INL trimmen.

--
Christoph

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.