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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Motor als Generator


Autor: Bastler (Gast)
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Hallo zusammen,

ich würde gerne einen Motor als Generator verwenden. So weit so gut. Ich 
weiss, es sind schon sehr viele Beiträge darüber im Forum. Trotzdem gibt 
es bei mir Besonderheiten. Darum möchte ich euch jetzt ein paar Details 
nennen.
Der Motor (Generator) soll ca. 2-5 V erzeugen. Diese "Umformung" soll 
durch Windenergie erfolgen. Dass man sich hierbei auch gedanken machen 
muss, wie die Windenergie an den Motor abgegeben wird, ist mir bekannt. 
Das soll hier zunächst mal keinerlei Beachtung finden. Des weiteren 
benötige ich eine genaue Auswertung der Drehzahl, sprich ich benötige 
wohl einen BLDC-Motor, der auch Hallsensoren (evtl. auch weitere 
Elektronik) integriert hat. Die Firma Faulhaber dürfte ja hierbei ein 
kompetenter Ansprechpartner sein oder? Welche Motoren würdet ihr 
empfehlen? Mit welchen Konsequenzen, abgesehen vom mangelhaften 
Wirkungsgrad, habe ich zu rechnen? Steigt mir die integrierte Elektronik 
da evtl. aus, wenn ich den Motor als Generator verwende?
Bin für jede Hilfe dankbar.

Gruß
Th.

Autor: Mario Grafe (mario)
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Die Angabe 2-5V sagt nichts aus. Welche Leistung benötigst du denn?
Bedenke auch die Anlaufkraft die benötigt wird. Drehzahl kann man auch 
mit Lichtschranke auswerten oder wie beim Fahradtacho mit kleinen 
Mageneten.

Guck mal hier unter:

http://www.lemo-solar.de/default_1.htm

unter Solartechnik -> Solarmotoren -> Wundermotor Glockenanker (gleich 
oben links)

Autor: Bastler (Gast)
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Es ist noch nicht sicher wozu das Ganze verwendet wird. Als Richtwert 
würde ich mal auf 1 Ampere festnageln lassen bei 2-5 Volt.
Mir ist auch das mit dem Haltemoment bewußt, der überwunden werden muss. 
Der soll bei BLDC-Motoren ja relativ klein sein. Oder sind 
Schrittmotoren besser? Wichtig ist für mich die integrierte Elektronik 
zur Drehzahlerkennung und dass der Motor so klein wie nur irgendwie 
möglich ist. Also Lichtschranke fällt deswegen leider aus, da sie das 
ganze aufwändiger (für mich zu aufwändig) machen würde.

Autor: Mario Grafe (mario)
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Ich weiß nicht wie gut sich BLDCs als Generator eignen, außerdem mußt 
mit der Dreiphasigkeit klarkommen. Warum kein Glockenankermotor (kleiner 
Anlaufwiderstand, gute Leistung).
Wenn du allerdings doch einen BLDC nimmst, kannst du die Frequenz (und 
damit die Drehzahl) direkt an den Phasen messen. Beim Gleichstrommotor 
(Glockanker) wirds schwieriger, vieleicht erzeugt er ja auch 
irgendwelche Peaks die man messen kann.

Autor: ChristophK (Gast)
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Mal ganz dumm gefragt: Warum muß es ein Motor sein? Es gibt sie zwar 
kaum noch, aber früher hatten Fahrräder einen sogenannten Dynamo 
(Daimon, die helle Freude).

--
Christoph

Autor: oszi40 (Gast)
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Scheinbar befindet sich diese Idee noch in einer sehr frühen 
Entwicklungsphase ?

Nur mal zur Vorstellung:
1A*3V=3W + mechanische Verluste entspricht grob dem Fahrrad-Dynamo von 
der Leistung her.

Autor: Düsendieb (Gast)
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BLDC Motoren sind meistend auf hohe Drehzahl hin "gezüchtet". Das heißt, 
bei der geringen Antriebsdrehzahl vom Windrad her, wird dieser nur eine 
recht geringe Spannung abgeben.

Ein Schrittmotor oder gleich ein Narbendynamo sind die bessere Wahl.

Axel

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Scheinbar befindet sich diese Idee noch in einer sehr frühen
> Entwicklungsphase ?
>
> Nur mal zur Vorstellung:
> 1A*3V=3W + mechanische Verluste entspricht grob dem Fahrrad-Dynamo von
> der Leistung her.

Jepp, ein Fahrradnabendynamo wäre bei der Leistung wohl schon ganz 
passend. Aber die Aussage:

Bastler schrieb:
> ass man sich hierbei auch gedanken machen
> muss, wie die Windenergie an den Motor abgegeben wird, ist mir bekannt.
> Das soll hier zunächst mal keinerlei Beachtung finden.

ist ziemlich kurzsichtig. Man sollte wissen in welchem Drehzahlbereich 
man sich bewegt um einen Motor/Generator zu nehmen der passt, denn mit 
einer riesigen mechanischen Übersetzung geht der Wirkungsgrad schnell 
gegen 0.

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Bastler schrieb:
> Des weiteren
> benötige ich eine genaue Auswertung der Drehzahl, sprich ich benötige
> wohl einen BLDC-Motor, der auch Hallsensoren (evtl. auch weitere
> Elektronik) integriert hat.

Das klingt doch wieder nach einem Super Geheimprojekt wo sich der TO 
schon in bestimmte Dinge verrannt hat.
Ein Motor mit integrierter Elektronik als Generator zu benutzen? Die 
Frage ist macht das diese Elektronik mit?
Genaue Auswertung der Drehzahl: Dann mach direkt am Windrad eine Loch- 
oder Schlitzscheibe mit entsprechend vielen Schlitzen/Löchern und nimm 
einen oder besser versetzt 2 Lichtschranken dann kannst Du sogar die 
Drehrichtung erkennen.
Falls Du ein Getriebe mit möglichem Schlupf hast dann mach die 
Lochscheibe an Deinen Generator.
Ansonsten das alte Thema. Was willst Du errreichen, nicht irgendwelche 
halbfertige Projektangaben die vieleicht schon in einer Sackgasse sind.
Viel Erfolg.

Autor: Bastler (Gast)
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Zunächst mal Danke für die Informationen. Ich habe derzeit noch keine 
weiteren Angaben. Habe also Elektrotechniker im Bereich Mikroelektronik 
auch keine Ausbildung auf Motoren und Generatoren. Dachte mir hald 
konventionelle Generatoren scheiden alleine wegen ihrer Baugröße aus? 
Außerdem ist es ja immens wichtig für meine Aufgabe dass die 
Drehzahlerfassung mit integriert ist. Ein Schrittmotor dürfte ja die 
Drehzahl nicht erfassen können. Entscheidend ist die Größe und es soll 
so klein wie nur irgendwie möglich werden...
Das mit der hohen Drehzahl von BLDC-Motoren ist mir bekannt. Da ich aber 
auch nur eine geringe Spannung benötige sollte das ja eigentlich machbar 
sein. Habe aber gehört dass der Haltemoment groß sein soll, da ja der 
Permanentmagnet des Rotors negativ beeinflußt.

Gruß
Th.

Autor: Franz B. (byte)
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hrhr.. ganz schön frech. Nimm einen Generator/Dynamo und du bist auf der 
sicheren Seite. Alles andere must du im leider im (Selbst)Versuch 
herausfinden. Die Generatorfähigkeiten eines Motors sind teilweise ganz 
extrem von der Bauform abhängig, nicht nur vom grundlegenden Typen 
(BLDC, etc.) Also schon alleine vom Hersteller, etc. Und dafür sind die 
Dinger primär auch nicht ausgelegt. Was nicht heist das es nicht geht. 
Aber du bekommst von niemand verlässliche Aussagen über die Leistung, 
Wirkungsgrad, V/n, etc.

Ausser du nimmst einen Dynamo. Klassischen Fahrraddynamo, 3 Stück mech. 
geschickt parallel.. oder eine neuen Narbendynamo, Leichtlauf, mehr 
Leistung, etc.

Autor: Ohforf Sake (ohforf)
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Bastler schrieb:
> Außerdem ist es ja immens wichtig für meine Aufgabe dass die
> Drehzahlerfassung mit integriert ist. Ein Schrittmotor dürfte ja die
> Drehzahl nicht erfassen können.

Schnapp dir mal einen billigen Gleichstrommotor oder Schrittmotor und 
schau dir an, was da für eine Spannung rauskommt.
Oder schau dir mal an, wie die Dinger funktionieren.
Ein zusätzlicher Sensor für die Drehzahl scheint mir da vollkommen 
überflüssig.

Autor: ChristophK (Gast)
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Drehzahl: Beim Dynamo kriegst Du doch die Drehzahl in Form der Frequenz 
der Wechselspannung gleich frei Haus mitgeliefert. Drehrichtung freilich 
nicht, aber im Moment weiß ja keiner, was genau die Anforderungen bzw. 
Ziel des Projekts sein soll.

--
Christoph

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