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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Feedback ohne Optokoppler möglich?


Autor: Timon M. (tiga)
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Hallo, ich hab folgende Frage.
Bei der flyback-schaltung aus Bild1 (Datenblatt des Controllers) ist für 
den Spannungs-Feedback ein Optokoppler mit eingebaut.
In meinem Fall benötige ich allerdings keine galvanische Trennung, 
weswegen ich den Optokoppler nicht unbedingt benötige.
Auf dem internen Schaltplan des Controllers (bild2) ist zu erkennen das 
das Feedback-Signal nicht direkt auf einen Comparator geht sondern auf 
6,5V hochgezogen wird wenn der Transistor im Optokoppler sperrt und auf 
Masse gezogen wird wenn der Transistor öffnet.
Nun zur Frage. Da das Feedback-Signal nicht direkt an den Comparator 
geht ist wohl ein einfacher Spannungsteiler nicht möglich, oder? Gibt es 
eine "einfache" Möglichkeit ohne den Optokoppler das Feedbacksignal von 
der Sekundär-Seite bereitzustellen? (Ziel ist so wenig Bauteile wie 
möglich zu verwenden, da der Platz auf der Platine später mal sehr 
eingeschränkt sein wird.)

Autor: Ingo (Gast)
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Dann wirst Du den TL431 (die programmierbare Zenerdiode) trotzdem 
benötigen. Es könnte allerdings sein, das der Schaltkreisinterne Pullup 
(Rfb) zu hochohmig ist, weil der TL431 einen gewissen Mindeststrom 
(Datenblatt) braucht. Der kann auch nicht vom Ausgang kommen, weil da ja 
auch erstmal 0 anliegt. Am besten so hochohmig wie möglich von Vcc.
mfG ingo

Autor: MaWin (Gast)
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> Da das Feedback-Signal nicht direkt an den Comparator
> geht ist wohl ein einfacher Spannungsteiler nicht möglich, oder?

Du musst den Effekt von Rfb mit einrechnen (im Prinzip also den 
Spannungsteiler asureichend niederohmig machen), dann geht das schon.
Du brauchst keinen TL431.

Autor: Ingo (Gast)
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Leider muss die Spannung an fb bei steigender Ausgangsspannung 
runtergehen, also entweder OPV mit Referenz oder TL431
mfG ingo

Autor: Timon M. (tiga)
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Vielen Dank erstmal für die schnelle Antworten.
Ein Feedback mit dem TL431 habe ich bisher noch nie gesehen.
Soll der TL431 also den Spannungsteiler ersetzten? bzw. wie
sieht die Feedback-Schaltung mit dem TL431 dann aus?

Autor: Ingo (Gast)
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Der TL431 ist eigentlich mal als programmierbare Z-Diode gedacht. Wenn 
die durch den Spannungsteiler an den Fühlereingang gelieferte Spannung 
den internen Referenzwert von 2,5V übersteigt, wird die Hauptstrecke 
niederohmig. Eigentlich eine sehr platzsparende Sache, wird darum auch 
in fast allen kompakten Steckerschaltnetzteilen so gemacht. Leider zieht 
er schon vorher einen Mindeststrom von 1 mA (Datenblatt), daher der 
Widerstand parallel zu der Optokoppler-LED. Für diese 1 mA müsstest Du 
einen Pullupwiderstand gegen eine Betriebsspannung einplanen, die schon 
vor der Ausgangsspannung anliegt (Vcc).
mfG ingo

Autor: Ingo (Gast)
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Hab mal was gekrakelt

Autor: MaWin (Gast)
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> Leider muss die Spannung an fb bei steigender Ausgangsspannung
> runtergehen,

Uups, hast recht. Ist eigentlich elegant gelöst von Infineon, damit ist 
die für die Ausgangsspannung relevante Referenzspannungsquelle 
ausserhalb des eventuell wegen des intergrierten Schalttransistors sehr 
warm werdenden Chips.

Ob man nur mit einem Transistor


Uout
 |
 R1
 |   +-- FB
 +--|< NPN
 R2  |E
 +---+- GND

arbeiten kann, wenn einem die Temperaturabhängigkeit der 
Basis-Knick-Spannung des Transistors egal ist, oder ob man einen TL431 
als genaue Referenz einsetzn muss, hängt dann vom Anwendungszweck ab.

Autor: Timon M. (tiga)
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Ah super vielen Dank.
Hab gerade dazu auch noch einen netten Artikel gefunden, für alle die es 
noch ein bisschen genauer wissen wollen.
http://www.powersystemsdesign.com/design_tips_june07.pdf
mfg Timon

Autor: Alex (Gast)
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Hi,

mal eine blöde Frage.........wenn Du den OC rausschmeisst, dann hast Du 
eh keine galv. Trennung mehr, somit kannst Du doch damit gleich einen 
SEPIC oder ähnliches aufbauen. Einfacher gehts eigentlich nicht.

Grüße,

Alex

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