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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RFM12-433 oder XBee


Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi,

lichmensch hat mich auf die RFM12-433 aufmerksam gemacht.

Bisher wollte ich für meine Bühnensteuerung XBee Module verwenden. Der 
Preis der RFM12-433 ist natürlich unschlagbar.

Daher ein paar Fragen zu den RFM12-433

1. Haben die Dinger eine CE Zulassung?
2. Kann ich von einem Sender mehrere Empfänger adressieren und wenn ja 
wie viele?
3. Wie hoch ist die Recihweite wenn keine Sichverbindung besteht?
4. Wie sieht es im 433Mhz Band mit Kollisionen mit anderen Systemen aus?
5. Ist das 433Mhz Band in Deutschland/International ein freies Band?
6. Übertragungssicherheit im Vergleich mich Xbee?

Danke & Gruß
Tom

Autor: Harald (Gast)
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1. CE Zulassung für sog. "unselbstständige Bauteile" = Unfug. Dein 
fertiges Gerät braucht - sofern es in Verkehr gebracht wird - sehr wohl 
eine CE Zulassung. XBees sind allerdings grundsätzlich normenkonform 
aufgebaut, die Abprüfung der Kriterien im Endprodukt obliegt dem 
Inverkehrbringer.

2. Mit XBee quasi beliebig viele mit 64-bit Adresse.

3. Kommt aus das genaue Modul an, siehe Spezifikationen. Für das RFM 
siehe Erfahrungswerte hier im Forum

4. 433MHz - also RFM-Modul. Ja, Kollisionen sind möglich und 
sollten/könnten überprüft und abgefangen werden (XBee macht das auf 
Wunsch selbstständig)

5. Jein, einfach mal nach näheren Betriebsbedingungen googeln.

6. Entweder nimmst Du XBee und bist relativ schnell und sicher fertig 
oder Du gehst mit dem RFM (je nach persönlicher Erfahrung/Kenntnisse) 
durch das Tal der Tränen (siehe auch x-tausend Beiträge hier im Forum)

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hallo Harald,

ja, das mit dem CE für Bauteile weiß ich, ging eher um das Thema 
Normkonform. Ist das bei den RFM auch gegeben?

2. Ja, Adressierung bei XBee war klar, wie sieht das mit den RFMs aus?

4. Wer sended denn sonst im 433Mhz Band?

Danke & Gruß
Tom

Autor: Harald (Gast)
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OK,

1. Bei RFM meines Wissens nach nicht. Da ist ja alles einstellbar und 
somit kann der Hersteller ja nichts für einen Einsatzfall deklarieren. 
Beim XBee ist man nur noch für die Daten zuständig, HF-seitig ist (bis 
auf die max. Sendeleistung) alles vorgegeben.

2. Musst Du alles selber machen, der RFM-Chip nimmt Dir nur einen Teil 
der  Basisarbeit ab.

3. Garagentorfernbedienung und dergleichen : Das 433MHz Band ist berühmt 
berüchtigt als vollgemülltes Band. Das XBee setzt im 2.4GHz auf Spread 
Spectrum, d.h. einzelne selektive Störungen haben kaum Einfuss!

Autor: Harald (Gast)
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P.S.: Ich selbst habe auch einige Erfahrungen im Bereich Bühnentechnik. 
Gerade und genau hier würde ich das RFM-Modul auf keinen Fall einsetzen. 
Als Begründung führe ich die oftmals verseuchte Umgebung in einem 
permanent wechselnden Umfeld ein. Gerade hier in diesem Bereich bist Du 
auf eine hohe Systemverfügbarkeit angewiesen, hier würde ich keine 
Experimente machen. Selbst im Bereich für private Zwecke hätte ich keine 
Lust auf Hohn und Spott bei Nichtfunktion.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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2. D.h. alle EMpfänger hören immer mit und ich muss per 
Softwareprotokoll dafür sorgen, dass sich nur die richtigen angesprochen 
fühlen, sehe ich das richtig?

3. Mir wurde nur schon in einem anderen Thread gesagt, dass XBees durch 
Bluetooth Handys leicht zu stören seien.

Aber ich denke da bleibe ich doch bei meiner ursprünglichen Entscheidung 
für die XBees, zumal das ganze vielleicht mal ein kommerzielles Produkt 
werden könnte.

danke
Tom

Autor: Harald (Gast)
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1. So müsste man das machen. Macht das XBee natürlich auch so, 
allerdings nimmt Dir der implemtierte Stack schon die meiste Arbeit ab.

2. War das eine belegte Tatsache oder eine Vermutung aufgrund des 
gleichen Frequenzbandes? Durch das Frequenz-Hopping beim BT kann es 
vielleicht mal eine Überschneidung geben, was aber durch das 
automatische Retransmit wieder wettgemacht wird. Ich jedenfalls habe 
keine negtiven Erfahrungen mit XBees im Zusammenhang mit BT und WLAN.

3. Insbesondere für ein kommerzielles Produkt würde ich auf die XBee 
oder auch andere "vernünftige" Module setzen (amber-wireless.de  oder 
radiocrafts.com (pinkompatible Module für alle möglichen Frequenzen) 
oder  adeunis.com  oder  telegesis.com)

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Dank Dir, das klärt schon alles. Welches ZigBee Modul würdest Du denn 
beorzugen? Ich fand die XBees halt ziemlich straight forward in Ihrer 
Anwendung, zumal wenn man DigiMesh als Protokoll nimmt.

Gruß
Tom

Autor: Harald (Gast)
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Folgende Szenarien wären für mich denkbar:

- Die normalen XBee 2.5 für Anwendungen, wo vielleicht 100m bei (mehr 
oder weniger) Sichtkontakt zu überbrücken sind. Je nach Gerät mit 
interner oder externer Antenne (einfach Pigtail-Antennen-Adapter und 
WLAN-Antenne)

- XBee Pro bei schwierigeren Bedingungen

- XBee Pro 868, wenn größere Distanzen zu überbrücken sind (Datenblatt 
sagt bis zu 60km, das sind dann aber sehr gute Richtantennen, 2..3km 
sind aber schon realistisch). Dieses Modul ist aber ein klein wenig 
anders anzusteuern, allerdings nicht weiter schlimm.


Schau Dir gleich die Betriebsart API-Mode 2 an, siehe auch:
Beitrag "Adressieren mehrerer XBee's"

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