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Forum: Offtopic Schufa Klauses im Mietvertrag


Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Hi,
ich habe da mal eine Frage zur Schufa Klausel.

Ich wohne bis jetzt in einem Studentenwohnheim und wollte jetzt in eine 
eigene Wohnung. Nun habe ich mir mal eine angeschaut und habe eine 
Zettel mitbekommen mit der Überschrift "Schufa Klausel zu Mietanträgen". 
Am Ende des Dokuments steht "Rechnung ist zu stellen an". Was hat das 
denn zu bedeuten? Oben im Kopf steht auch was von Bearbeiter. Ich würde 
das dem Vermieter abgeben, richtig? Habe im Internet gegoogelt, aber nur 
pdfs mit ähnlichem Inhalt gefunden.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Jürgen Hems schrieb:
> Am Ende des Dokuments steht "Rechnung ist zu stellen an". Was hat das
> denn zu bedeuten?

schätze mal, das die Vermieter auf deine Kosten eine Schufaauskunft 
beantragen wollen.

Ich find das voll zum kotzten, dass man einen Finanzstrip hinlegen muss, 
wenn man sich auf eine Wohnung bewirbt und die dann noch nicht mal 
bekommt.

Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Vlad Tepesch schrieb:
> Jürgen Hems schrieb:
>> Am Ende des Dokuments steht "Rechnung ist zu stellen an". Was hat das
>> denn zu bedeuten?
>
> schätze mal, das die Vermieter auf deine Kosten eine Schufaauskunft
> beantragen wollen.

Aha, das wusste ich gar nicht, dass das auch noch was kostet.
Mit welchen Kosten hätte ich denn zu rechnen?

Ja mich nervt es auch etwas.

Was ist, wenn ich die Wohnung dann gar nicht bekomme?
Die Schufa hat ja dann dennoch meine Daten.

Ist das eigentlich immer so bei der Wohnungssuche?
Hatte bisher noch keine eigene.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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wie gesagt, auch nur geraten.

Jürgen Hems schrieb:
> Aha, das wusste ich gar nicht, dass das auch noch was kostet.
Über sich selbst kann man einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft 
verlangen.
Möglicherweise könnte man das so regeln.

> Mit welchen Kosten hätte ich denn zu rechnen?
k.A.

Jürgen Hems schrieb:
> Was ist, wenn ich die Wohnung dann gar nicht bekomme?
> Die Schufa hat ja dann dennoch meine Daten.
Die hat die Schufa sowieso. Das ärgerliche ist, dass der Vermieter die 
auch hat.

Jürgen Hems schrieb:
> Ist das eigentlich immer so bei der Wohnungssuche?
Kommt drauf an, wo du suchtst, und wem die Immobile verwaltet.
In groißen Städten, wenn das irgend eine Verwaltung ist, die hunderte 
Wohnungen betreut, dann ja.
Wenns ein kleiner Vermieter ist, der ein Haus geerbt hat und sich selbst 
darum kümmert, dann vielleicht nicht.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Jürgen Hems schrieb:
> Was ist, wenn ich die Wohnung dann gar nicht bekomme?
> Die Schufa hat ja dann dennoch meine Daten.

Die Schufa hat Deine Daten sowieso; der Vermieter (oder Makler) aber hat 
dann Deine Daten auch.

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/beratung/...

Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Okay, da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den Zettel 
auszufüllen :|

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Nicht machen, das ist unseriöser Mist. Du findest auch andere Wohnungen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jürgen Hems schrieb:

>Ich wohne bis jetzt in einem Studentenwohnheim und wollte
>jetzt in eine eigene Wohnung.

Hast du keine Mietbürgen? Sowas geht bei der Wohnungssuche auch ganz 
gut. Ich suchte als Student mal eine Wohnung, und der Vermieter 
verlangte einen Mietbürgen. Das waren meine Eltern. Er hat es bis heute 
15 Jahre später nicht bereut, und es wurden nie Notfallpläne aktiv.

Scheiß einen großen Haufen auf die Schufa. Und auf Score-Werte. Die 
braucht man im Leben nicht wirklich.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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> Scheiß einen großen Haufen auf die Schufa. Und auf Score-Werte.
> Die braucht man im Leben nicht wirklich.

Wenn du selbst mal zu vermietendes Eigentum hast, und schon die ersten 2 
Schrott-Mietnomaden deine Wohnung verüstet haben, wirst du das etwas 
etwas anders sehen.


PS: Auch das Finanzamt brauche ich persönlich nicht wirklich. Aber auch 
beim Finanzamt kann ich, genau so wie bei der 
Schufa/Kreditreform/wasweißich, nicht einfach "austreten".

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Such Dir eine andere Wohnung und lass Dich nicht von solch einem
Schnueffelschwein schikanieren. Manch einem "Herrn" Haus- resp. 
Wohnungs-
besitzer reicht es nicht, einfach nur die Miete zu bekommen, -nein, er
will auch Sachen wissen, die ihn ueberhaupt nicht zu interessieren 
haben.

Das sind dann solche Experten, die Kredite bis zum Erbrechen aufgenommen
haben, um eine Eigentumswohnung zu kaufen und sich dann auf Kosten des
Mieters sanieren wollen. Sie selbst wuerden mit Ihrer Schufa-Auskunft
nicht mal mehr einen rostigen Nagel bekommen....

Gnatzig
Paul

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Paul Baumann schrieb:
> Such Dir eine andere Wohnung und lass Dich nicht von solch einem
> Schnueffelschwein schikanieren.

Naja in Berlin ist das Standard. Da kriegt man einfach keine großen 
Wohnungen ohne.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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@Paul:

Wie willst du aber denn (initial) die Solvenz deines Mieters 
einschätzen? Es nutzt ja dem Vermieter nix, wenn der Mietkandidat "beim 
Barte seiner Großmutter" schwört, daß er beabsichtigt, immer brav seine 
Miete zu bezahlen und so weiter. "Irgendwie" muß man ja auch als 
Vermieter Risiko-Abgrenzung betreiben, blos wie sollte es gehen deiner 
Meinung nach?

> Experten, die Kredite bis zum Erbrechen aufgenommen
> haben, um eine Eigentumswohnung zu kaufen

Naja, man muß nicht zwangsläufig "Kredite bis zum Erbrechen" aufnehmen, 
um eine Eigentumswohnung (als Kapitalanlage/Altersvorsorge) zu 
finanzieren.

Aber Selbst wenn eine Wohnung vollständig bezahlt wäre, kann sich durch 
Mietnomadentum oder alleine durch Mietausfall schon mal schnell ein 
gewisses Sümmchen anhäufen. 500 EUR Miete pro Monat sind nicht viel. 500 
* 12 Monate Mietausfall für den Vermieter (bis man den sich 
eingenisteten Mieter wieder draußen hat) macht mal eben 6000 EUR, das 
tut schon mal etwas mehr weh. Und wenn der eingenistete Mieter alles 
vollgemüllt hinterlässt, kommen nochmal 3000 EUR  Entsoprgunskosten 
dazu. Dann kommen nochmal 10000 EUR für die anstehende 
Grund-Renovierung, weil Badezimmer und Türen und und und kaputt gemacht 
wurden, alle Wände hinüber und alle Steckdosen verschwunden sind. Die 
neue vom Vermieter gestellte Einbauküche incl. Elektrogeräte wurde zu 
Kleinholz verarbeitet und muß auch noch ersetzt werden. Macht schnell 
mal 19000 EUR. Kann auch noch mehr werden. Das treibt einen dann etwas 
die Tränen in die Augen als Vermieter, denn sowas hat er nicht 
gewünscht.

Leider hatte der Miet-Kandidat mit den schönen blauen Augen udn den 
tollen Versprechungen aber gar kein Eigentumsbewustsein, sondern eher 
eine merkwürdige Einstellung zum Vermieter und dessen Eigentum, z.B. 
sind Vermieter für ihn Menschen, welche "Kredite bis zum Erbrechen 
aufgenommen haben, um eine Eigentumswohnung zu kaufen und sich dann auf 
Kosten des Mieters sanieren wollen."

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Nur bringen tut das nichts. Vermieter solidarisieren sich bloß
mit anderen Vermietern das Nomadentum auszutrocknen. Da was
zu machen wäre Sache des Staates und nicht Aufgabe irgendwelcher
Geldsäcke von denen man nämlich KEINE Schufaauskunft bekommt.
Der Mieter hätte da unter Umständen ein Interesse wenn Neben-
abreden getroffen wurden und die Bude verkauft wird. Der neue
Vermieter wird dann von Nebenabreden nichts mehr wissen wollen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Wie willst du aber denn (initial) die Solvenz deines Mieters
> einschätzen? Es nutzt ja dem Vermieter nix, wenn der Mietkandidat "beim
> Barte seiner Großmutter" schwört, daß er beabsichtigt, immer brav seine
> Miete zu bezahlen und so weiter. "Irgendwie" muß man ja auch als
> Vermieter Risiko-Abgrenzung betreiben, blos wie sollte es gehen deiner
> Meinung nach?

Üblich ist hier das Mittel des Einkommensnachweises oder, so nicht 
vorhanden, der Bürgschaft. Eine Schufa-Auskunft ist wirklich nicht 
nötig.

> Aber Selbst wenn eine Wohnung vollständig bezahlt wäre, kann sich
> durch Mietnomadentum oder alleine durch Mietausfall schon mal schnell
> ein gewisses Sümmchen anhäufen.

Daß Mietausfall steuerliche Vorteile mit sich bringt, hast Du noch nicht 
mitbekommen? Die laufenden Kosten wie z.B. Kreditzinsen, Betriebskosten 
etc. können vom Vermieter steuerlich geltend gemacht werden, die 
Einnahmen ebenso. Bei Einnahmeausfällen macht sich das durchaus 
bemerkbar.

Ich weiß, wovon ich hier rede, ich habe mehrere Jahre lang eine 
Eigentumswohnung vermietet - nutze sie allerdings mittlerweile selbst.

> (bis man den sich eingenisteten Mieter wieder draußen hat)

Die Formulierung lässt ahnen, daß hier ein grundlegend gestörtes 
Verhältnis zu Mietern vorliegt. Die restlichen Horrorschilderungen von 
"Mietnomaden" deuten auch darauf hin, daß der Wegstabenverbuchsler doch 
besser etwas anderes machen sollte, als Wohnungen zu vermieten.

Legt man etwas andere Quellen als die Fernsehberichterstattung im 
"Privatfernsehen" zugrunde, dann ist das "Mietnomadentum" zwar ein real 
existierendes Problem, aber keines, das das Vermieten von Wohnungen 
komplett unmöglich macht, und auch keines, das das Ausschnüffeln und 
Durchleuchten von Mietinteressenten mit Schufa-Auskünften etc. 
erforderlich macht. Bei einem jährlichen Schadensvolumen von gerade mal 
200* Millionen Euro auf Bundesebene ist das ein unternehmerisches 
Betriebsrisiko, das man als Vermieter hinnehmen muss.
Der jährlich durch Vermietungen eingefahrene Gewinn beträgt ein 
erhebliches Vielfaches.

Diese Betrachtung mag vielleicht im Einzelfall nicht helfen - aber es 
gibt schließlich auch Versicherungen, die auf derartige Probleme 
spezialisiert sind. Die dafür aufgewandten Kosten lassen sich wiederum 
steuerlich geltend machen.

Ansonsten bedarf es bei der Auswahl der Mieter etwas gesunden 
Menschenverstandes und vielleicht auch etwas Erfahrung in der 
Einschätzung von Menschen.
Auch hier gibt es Dienstleister, die zumindest eine Mietervorauswahl 
treffen - Makler.


*) http://www.spiegel.de/sptv/special/0,1518,613104,00.html

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Ein Freund hatte ne Wohnung vermietet, die Leute sind seriös 
aufgetreten, bei der Vorstellung / Besichtigung alles bestens. Dann der 
Schock, die zweite Miete kam schon nicht mehr.
Rotzfrech dann der Mietnomade: "selber schuld, hättst uns ja die Wohnung 
nicht geben müssen".
Ganze 2 Jahre hats gedauert bis er dann wieder per Zwangsräumung an die 
Wohnung ran kam, die dann auch abbruchreif war. Zerstörte 
Installationen, Im Flur wurde auf Feuer gegrillt, Decke, Wände schwarz, 
Parkett verkohlt, überall Hundescheiße, zum Abschied noch alle Fenster 
zerstört etc..
Containerweise Müll.

Der macht nix mehr ohne Bürgen und Schufa.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Rufus t. Firefly schrieb:
> Daß Mietausfall steuerliche Vorteile mit sich bringt, hast Du noch nicht
> mitbekommen? Die laufenden Kosten wie z.B. Kreditzinsen, Betriebskosten
> etc. können vom Vermieter steuerlich geltend gemacht werden, die
> Einnahmen ebenso. Bei Einnahmeausfällen macht sich das durchaus
> bemerkbar.

Das wird aber erst so richtig lukrativ, wenn die Steuern über 100% 
liegen...

> Diese Betrachtung mag vielleicht im Einzelfall nicht helfen - aber es
> gibt schließlich auch Versicherungen, die auf derartige Probleme
> spezialisiert sind. Die dafür aufgewandten Kosten lassen sich wiederum
> steuerlich geltend machen.

Und da die Versicherung in diesem Fall noch dazu käme, ist das Modell 
noch mehr daneben.

> Ansonsten bedarf es bei der Auswahl der Mieter etwas gesunden
> Menschenverstandes und vielleicht auch etwas Erfahrung in der
> Einschätzung von Menschen.
> Auch hier gibt es Dienstleister, die zumindest eine Mietervorauswahl
> treffen - Makler.

Und rat mal, wo die ihre Auskünfte herholen...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wer beim Vermieten einer Wohnung das als realistisches Risiko ansieht, 
sollte die Wohnung verkaufen und sich anderen Dingen zuwenden. Das ist 
für ihn deutlich entspannender, und auch für die, die sich sonst 
eventuell von ihm als prospektive Mieter hätten ausschnüffeln lassen 
müssen.
Ein auf so gründlichem Misstrauen aufbauendes Verhältnis ist keine 
Grundlage für einen Mietvertrag.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Rufus t. Firefly schrieb:
> Wer beim Vermieten einer Wohnung das als realistisches Risiko ansieht,
> sollte die Wohnung verkaufen und sich anderen Dingen zuwenden. Das ist
> für ihn deutlich entspannender, und auch für die, die sich sonst
> eventuell von ihm als prospektive Mieter hätten ausschnüffeln lassen
> müssen.

Rufus, du bist ein Herzchen. Meinst du, ein Makler unterläßt das, was 
hier als Schnüffelei kritisiert wird?

> Ein auf so gründlichem Misstrauen aufbauendes Verhältnis ist keine
> Grundlage für einen Mietvertrag.

Wenn du jemanden einstellst, siehst du dir doch auch die Zeugnisse an. 
Folgt daraus ein Mißtrauen im späteren Arbeitsverhältnis?

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Rufus, du bist ein Herzchen. Meinst du, ein Makler unterläßt das, was
> hier als Schnüffelei kritisiert wird?

die große Frechheit ist aber, dass der Wohnungsbewerber die 
Schufaauskunft selbst zahlen soll.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Vlad Tepesch schrieb:
> die große Frechheit ist aber, dass der Wohnungsbewerber die
> Schufaauskunft selbst zahlen soll.

Da hast du Recht. Ich vermute allerdings, daß solche komischen Sachen 
eher kleine Eigentümer machen, die selbst vermieten - dann sollte, wenn 
es mit rechten Dinge zugeht, keine Maklergebühr fällig werden.

Autor: Daniel G. (daniel83)
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Vlad Tepesch schrieb:
> die große Frechheit ist aber, dass der Wohnungsbewerber die
> Schufaauskunft selbst zahlen soll.

finde ich auch noch OK, die dinger kosten 10€ oder so, brauchte das mal 
für nen Job. Score Werte oder so gibts da auch nicht. nur nicht bezahlte 
Kredite etc. Also auch der Inhalt ist relativ harmlos.

Solange ich die Auskunft nur zur Unterschrift mitbringen muss, einmal 
vorzeige und dann den Vertrag bekomme, finde ich das durch aus legitim. 
Gerade für private Vermieter.

Wenn ich das Ding mitbringen soll bevor ich mir die Wohnung angucken 
darf, dann such ich mir eine andere.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>keine Maklergebühr fällig werden.
Wenn der Eigentümer selbst vermietet, wird auch keine Courtage fällig.
Das ist geltendes Recht.

>Wenn du jemanden einstellst, siehst du dir doch auch die Zeugnisse an.
Ein einseitiges Vergnügen. Das sagt gar nichts über die Seriosität des
Arbeitgebers aus weil der nicht die Hosen runter läßt.
>Folgt daraus ein Mißtrauen im späteren Arbeitsverhältnis?
Ich würde immer ein gesundes Maß an Misstrauen haben, schon
aus Erfahrung.

Zum Thema Mietnomaden: Solche Menschen werden nicht als solche geboren,
sondern in diese Rolle getrieben, weil die Schicksalsschläge hinnehmen
mussten und ihnen keiner geholfen hat. Manche würden sich aber auch
nicht helfen lassen, aus verschiedenen Gründen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Mike Hammer schrieb:
> Zum Thema Mietnomaden: Solche Menschen werden nicht als solche geboren,
> sondern in diese Rolle getrieben, weil die Schicksalsschläge hinnehmen
> mussten und ihnen keiner geholfen hat.

Und was ändert das für den betroffenen Vermieter?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Rufus, du bist ein Herzchen. Meinst du, ein Makler unterläßt das, was
> hier als Schnüffelei kritisiert wird?

Das wird er nicht tun - aber als Mieter weiß man bei einem Makler eher, 
woran man ist.
Und den Vermietern empfehle ich einen Makler nur, wenn sie selbst nicht 
in der Lage sind, prospektive Mieter einzuschätzen.
Gutheißen tue ich Makler deswegen nicht.

Nichtverstehen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Rufus t. Firefly schrieb:
> Und den Vermietern empfehle ich einen Makler nur, wenn sie selbst nicht
> in der Lage sind, prospektive Mieter einzuschätzen.
> Gutheißen tue ich Makler deswegen nicht.

Der Makler hat noch eine andere Funktion - auch wenn man da so leicht 
nicht drauf kommt: Die Maklergebühr selbst ist eine Bonitätsprüfung, die 
ein Betrüger wohl kaum auf sich nehmen wird.

Das ist wie in der Natur: Die Männchen müssen in unnütze Dinge 
investieren, um den Weibchen zu imponieren. Das funktioniert so, weil 
die Weibchen den höheren Reproduktionsaufwand haben - wie der Vermieter 
auch...

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Vlad Tepesch schrieb:
> die große Frechheit ist aber, dass der Wohnungsbewerber die
> Schufaauskunft selbst zahlen soll.

Wie ist dieses Gerücht denn eigentlich entstanden? Der OP schreibt doch 
nur:

> Am Ende des Dokuments steht "Rechnung ist zu stellen an".

Wo steht da jetzt dass der Mieter die Rechnung zu bezahlen hat?

> Ich würde das dem Vermieter abgeben, richtig?

Genau, nur unterschreiben, der Vermieter holt dann auf seine Kosten die 
Auskunft ein.

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
Datum:

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Das hätte man auch schneller klären können ;)

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Und was ändert das für den betroffenen Vermieter?
Das der schon von Anfang an nicht jeden Mieter in diese Richtung 
stigmatisieren braucht.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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@Rufus:

> Daß Mietausfall steuerliche Vorteile mit sich bringt, hast Du noch nicht
> mitbekommen?

Jaja, wenn man mehr als 20% Leerstand übers Jahr hat, kann man sich 
anteilig die Grundsteuer wieder holen. Na super.

> Ich weiß, wovon ich hier rede, ich habe mehrere Jahre lang eine
> Eigentumswohnung vermietet

Ich auch. Meine Eigentumswohnung die ich habe (ich habe nur eine eine) 
ist so finanziert, daß sie mir als Altersversorgung dient, sich über 20 
Jahre abträgt und "selbst finanziert".

Wenn ich für die Wohnung 1 Jahr keine Miete überwiesen bekomme, dann 
gilt das nicht als Leerstand, aber dann habe ich die angenommenen 6000 
EUR Mieteinnahmen dennoch NICHT. Das ich dadurch -6000 EUR steuerlich 
geltend machen kann,mag ja nett sein, aber trotzdem habe ich dadurch 
z.B. (bei 50% Spitzensteuersatz) nur 3000 EUR "erwirtschaftet"

Die 6000 EUR nicht eingenommener Mieteinnahmen muß ich aber dennoch 
"vorab" zur Bank zur Tilgung des Kredits vorbei bringen. Bis ich da die 
3000 EUR vom Finanzamt "wieder bekomme" über den LSTJA, geht auch etwas 
Zeit ins Land.

> üblich ist hier das Mittel des Einkommensnachweises

hab ich mir geben lassen von einem Vormieter, hat nix genutzt. Der ist 
noch in der Probezeit rausgeflogen aus seiner Arbeitsstelle, und hat 
danach gehrazt. Stand leider nicht auf dem Einkommensnachweis drauf, daß 
er in der Probezeit ist

> oder, so nicht vorhanden,

Als jemand der mir noch nicht mal "irgendwie" belegen kann, wie er die 
Miete bezahlen soll, ist mir ziemlich unwillkommen. Ob das ein 
Einkommensnachweis vom Arbeitgeber ist, oder irgendwas 
Gewerbe-Beleg-Umsatzmäßiges, oder Eine Zahlungsübernahme-Bestätigung vom 
Sozialamt ist mir egal, aber irgendwas möchte ich schon gerne haben.

> der Bürgschaft.

Hm, ich könnte mir in meinem Umfeld momentan keinen vorstellen, der für 
mich bürgen würde, oder für den ich bürgen würde. Nicht weil ich so ein 
schlechter Mensch bin, sondern weil ich so eine Reaktion von meinem 
Umfeld erwarte: "was soll ich? ICH soll für DICH bürgen, daß DU immmer 
DEINE Miete bezahlst?" Das müßte also jemand sein, der mir sehr 
nahesteht. Wenn also der Papa für den Sohn bürgt etc. ginge das 
vielleicht noch. Ob ich für meinen Schwager bürgen würde - 
möglicherweise. Für meine Onkels, Tanten, Neffen? - vermutlich eher 
nicht (mehr)

> Eine Schufa-Auskunft ist wirklich nicht nötig.

Nö, das reicht im allgemeinen, die Schuldnerliste des Ammtsgerichts 
einzusehen. Die Schufa hlolt sich ihr Zeugs eh von da ab.

> Die restlichen Horrorschilderungen von
> "Mietnomaden" deuten auch darauf hin, daß der Wegstabenverbuchsler doch
> besser etwas anderes machen sollte, als Wohnungen zu vermieten.

ich selber habe in meiner (einer, der einizigen) Wohnung bereits 2 mal 
(in 10 Jahren) "Pech  gehabt" mit säumigen Mietern. Sah vorher alles 
auch anders aus als es nachher war.

> ist das ein unternehmerisches Betriebsrisiko,
> das man als Vermieter hinnehmen muss.

Ich kann es mir auch nicht aussuchen, als Vermieter "unternehmerisch 
tätig" zu werden. In nicht allzu ferner Zukunft wird die Vermietung 
meines Elternhauses anstehen (Die Eltern sind beide schwer krank, ein 
ende ist "abzusehen"). Verkauft werden soll das Anwesen nicht, sondern 
von den zukünftigen Erben (mir und meiner Schwester) "bewahrt" 
(verwaltet) und später mal an die Nachfolge-Generation vererbt werden. 
Naja, zumindest die laufenden Unterhalts und Instandhaltungskosten 
sollte das Anwesen erwirtschaften. Als nächstes stehen da 
Wärme-Isolierung und Heizungserneuerung an, das sind schon mal ein paar 
Euros, die da aufzubringen sind.

Was hätten wir denn dann frü Alternativen? Das Objekt NICHT herrichten, 
und NICHT vermieten, scheint keine Option. Das Objekt verkaufen, ist 
ebenfalls keine Option. Bleibt also nur, das Objekt "schmerzfrei" zu 
vermieten.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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>> üblich ist hier das Mittel des Einkommensnachweises
>
> hab ich mir geben lassen von einem Vormieter, hat nix genutzt. Der ist
> noch in der Probezeit rausgeflogen aus seiner Arbeitsstelle, und hat
> danach gehrazt. Stand leider nicht auf dem Einkommensnachweis drauf, daß
> er in der Probezeit ist

Und diese Information hätte Dir die Schufa-Auskunft gegeben? Sehr 
interessant.

Autor: Daniel G. (daniel83)
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>Und diese Information hätte Dir die Schufa-Auskunft gegeben? Sehr
>interessant.

Das nicht, aber vieleicht die Information, wenn er das bereits häufiger 
so gemacht hat.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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> Und diese Information hätte Dir die Schufa-Auskunft gegeben?
> Sehr interessant.

Nö, so etwas habe ich nicht behauptet. Diesen Bezug zwischen 
Einkommensnachweis, Kündigung in der Probezeit und Schufa stellst DU 
jetzt hier plötzlich her und in den Raum. Wenn du das für dich selbst 
interessant findest, gerne zu. Wenn du dazu genaueres weißt, gerne her 
damit.

Du hattest in deinem obigen Beitrag mögliche Alternativen zur 
Bonitäts-Validierung erwähnt, unter anderem den Einkommensnachweis. Ich 
hatte dir halt darauf ausschweifend geantwortet, daß auch ein 
Einkommensnachweis kein Sicher Sache ist - es ist halt einfach nur ein 
Indiz, so wie halt andere Auskunftsquellen.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Was hätten wir denn dann frü Alternativen? Das Objekt NICHT herrichten,
>und NICHT vermieten, scheint keine Option. Das Objekt verkaufen, ist
>ebenfalls keine Option. Bleibt also nur, das Objekt "schmerzfrei" zu
>vermieten.

Hotel, Pension oder Untervermieten oder als Geschäftshaus vermieten 
vielleicht? Auch als Zweitwohnung vermieten könnte gehen.
Dann gilt nicht das Wohnungsmietrecht und das Grundgesetz, sondern nur
Allgemeine Geschäftsbedingungen bzw. Untervermietungsrecht.
Da geht dann die Räumung blitzschnell.
Siehe lieber zu, das du mit deiner Schwester klar kommst.
Wodim hatte da nicht so viel Glück.
Günstiger ist wenn nur eine PERSON Inhaber ist und Teilungsrechte per
notariellen Vertrag geregelt werden. Ansonsten kann aus einer 
Meinungsverschiedenheit schnell viel Ärger werden. Es sollte dann
immer der Begüterte das Haus bekommen und führen. Auch die spätere 
Übertragung auf Verlangen (Willenserklärung)kann so geregelt werden.

>ich selber habe in meiner (einer, der einizigen) Wohnung bereits 2 mal
>(in 10 Jahren) "Pech  gehabt" mit säumigen Mietern. Sah vorher alles
>auch anders aus als es nachher war.

Kannst dir höchstens eine Lebenslauf vorlegen lassen, aber eine Garantie
ist das auch nicht. Die ganze Schnüfflei schützt nur vor aktiven,
nicht vor werdenden Nomaden.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Wegstaben Verbuchsler schrieb:

>Der ist noch in der Probezeit rausgeflogen aus seiner
>Arbeitsstelle, und hat danach gehrazt. Stand leider
>nicht auf dem Einkommensnachweis drauf, daß er in der
>Probezeit ist

Ein anständiger Bürger kann auch nach der Probezeit jederzeit den Job 
verlieren, und in persönliche Schieflage geraten. Damit ist ein 
Mietverhältnis nicht mehr und nicht weniger sicher als ein 
Arbeitsverhältnis.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Andreas Schwarz schrieb:
> Wie ist dieses Gerücht denn eigentlich entstanden? Der OP schreibt doch
> nur:
>
>> Am Ende des Dokuments steht "Rechnung ist zu stellen an".
>
> Wo steht da jetzt dass der Mieter die Rechnung zu bezahlen hat?

wenn man so einen Zettel aber vom Vermieter ausgehändigt bekommt, sollte 
man annehmen, dass man da nicht die Adresse vom Vermieter reinschreiben 
muss.

Deswegen bin ich davon ausgegangen.

Mir wurde auch schon bei einer Wohnungsbesichtigung gesagt, dass ich für 
alles weitere neben Gehaltsbescheinigung auch eine Schufaauskunft auf 
meine Kosten einholen müsste.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Vlad Tepesch schrieb:
> auch eine Schufaauskunft auf meine Kosten einholen müsste.

War das ein Makler?

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Damit ist ein Mietverhältnis nicht mehr und nicht weniger
>sicher als ein Arbeitsverhältnis.
Wenn der Mieter dann Hartz IV bekommt und die Miete inkl. Neben-
kosten nicht zahlt kann der Vermieter beim Amt einen Antrag stellen
das die Miete inkl. Nebenkosten direkt an den Vermieter gezahlt wird,
hab ich mal so aufgeschnappt. Denn diese Zahlung vom Amt ist
zweckgebunden. Der Vermieter muss eben nur wissen voran er ist.
Wenn der Mieter nichts sagt, muss das Gericht das regeln und das
kann genauso dauern wie eine Räumungsklage.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>Denn diese Zahlung vom Amt ist zweckgebunden.

Ja, das kann gehen. Jedoch zahlt das Amt nur einen örtlichen Preis im 
unteren Preissegment, und auch nur bis zur Wöhnungsgröße, die einem 
Hartz-IV-er zusteht. Aber, wie ist es im Falle von Leistungskürzungen 
(ALG-Sperre, etc.)?

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Vlad Tepesch schrieb:
>> auch eine Schufaauskunft auf meine Kosten einholen müsste.
>
> War das ein Makler?

Nicht direkt, das war ne Tusse von der für das Haus verantwortlichen 
Wohnungsverwaltung.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Dann wärst du wohl ohne Courtage davon gekommen - die 10 Euronen wären 
also wirklich ein kleines Übel gewesen, denn der Makler macht 
selbstverständlich eine Schufaanfrage und gibt die selbstverständlich an 
den Vermieter weiter - datenschutztechnisch ist das also kein 
Unterschied.

Ich würde erst mal nach Courtage fragen und wenn eine verlangt wird, 
dann nur trocken feststellen, daß die Courtage nicht netto ist, die 
Schufaanfrage also davon bestritten werden muß.

Etwas geistige Flexibilität kann also durchaus von Vorteil sein ;-)

Autor: Tilo L. (katagia)
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In den ersten 6 Monaten muss das Amt die Kaltmiete der Wohnung 
vollständig übernehmen, egal wie teuer. Diese 6 Monate müssen genutzt 
werden, um eine verhältnismäßige Wohnung zu beziehen.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Als ich eine andere Wohnung bezog, fragte mich der freundliche 
Vermieter,
ob er bei meinem vorherigen Vermieter Erkundigungen einziehen darf, ob
ich immer pünktlich Scheine und Münzen überwiesen habe. "Na freilich",
sagte ich. Ich habe lange gesucht, bevor ich diese Wohnung fand und
achtete auch darauf, daß die Miete nicht so irrsinnig hoch ist, um sie
im Falle von Arbeitslosigkeit immer noch bezahlen zu können.

Jeder normale Mensch ist doch darauf bedacht, seine Unterkunft "in 
Schuß"
zu halten; in einem Saustall fühlt sich doch keine Sau wohl...;-)

Wofür mir aber jedes Verständnis fehlt: Häuser, die zu DDR-Zeiten mit
DDR-Steuermitteln gebaut wurden werden jetzt abgerissen, nur um die
Bestände künstlich zu verknappen und dann in mit "heißer Nadel" 
sanierten
Bruchbuden horrende Mieten zu verlangen.

:-(
MfG Paul

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Paul Baumann schrieb:

>Als ich eine andere Wohnung bezog, fragte mich der freundliche
>Vermieter, ob er bei meinem vorherigen Vermieter Erkundigungen
>einziehen darf, ob ich immer pünktlich Scheine und Münzen
>überwiesen habe.

Genau, das sollte bei jemandem, der sich in der Regel nichts zu Schulden 
kommen läßt, doch gehen. Aus einer Radiosendung zum Thema, schnappte ich 
vor einiger Zeit den Begriff Mietunbedenklichkeitsbescheinigung auf, 
die man sich formlos vom alten Vermieter geben lassen sollte. Auch 
sollte es kein Problem sein, den alten Vermieter als Referenzperson zu 
nennen.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Und wenn der alte Vermieter ein nachtragender Choleriker ist, dem
nur daran gelegen ist dir das Leben schwer zu machen? Mieter haben
auch Rechte und wenn der Mieter mal nicht und das mit Recht, so
wollte wie es dem Gutsherrn genehm war, dann haste schlechte
Karten. Genauso kann man auch keine Auskünfte über den neuen Vermieter
bekommen. Also sollte diese ganze Schnüffelei und das nicht nur bei
Mietverhältnissen grundsätzlich unterbleiben. Bringt nämlich nichts
wenn ein Mieter auch aml zum Mittel der Mietminderung greifen musste
weil der Vermieter sich um seine Bude nicht gekümmert hat. Da gibts
genug Geschichten. Die Vermieter bekommen relativ hohe Mieten und
Mietsicherheiten (wo gibts das sonst?), daher können die auch ein
bisschen Risiko übernehmen. Die armen Grundbesitzer.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Mike Hammer schrieb:
> Genauso kann man auch keine Auskünfte über den neuen Vermieter
> bekommen.

Wer oder was hindert dich daran, deine potentiellen künftigen Nachbarn 
zu fragen?

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Weil ich kaum glaube das man da die Wahrheit erfährt.
Die brauchen doch nur eingeschüchtert und verängstigt sein,
dann hörste da nur Märchen. Infos von Ex-Mietern wäre dagegen
glaubwürdiger und an die kommt man nicht dran. Ich hatte mal
eine paar Nachbarn die dem Vermieter gar nicht tief genug
in den Arsch kriechen konnten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Mike Hammer schrieb:
> Weil ich kaum glaube das man da die Wahrheit erfährt.
> Die brauchen doch nur eingeschüchtert und verängstigt sein,
> dann hörste da nur Märchen.

Ach Scotty, es gibt Bereiche, in denen bist du unglaublich kreativ. Nur 
leider nicht in denen, die deiner Sache dienen...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>Und wenn der alte Vermieter ein nachtragender Choleriker
>ist, dem nur daran gelegen ist dir das Leben schwer zu machen?

Wenn man das vorher gleich erkennt, Choleriker, Halsabschneider, 
Kontrollfreak, was auch immer, sucht man besser weiter.

Mann, da habe ich ja bis jetzt als Mieter immer Glück gehabt.

Die Ausnahme sollte die Regel bestätigen, aber wie viele Ausnahmen gibt 
es denn tatsächlich? Ist das die Mehrheit?

Mike Hammer schrieb:

>Infos von Ex-Mietern wäre dagegen
>glaubwürdiger und an die kommt man nicht dran.

Ich zog in meine jetzige Wohnung ein, während der Ex-Mieter auszog. Es 
gab da Gespräche unter allen Parteien. Ware der Ex-Mieter verärgert 
gewesen, so hätte man das zwischen den Zeilen sicher auch heraus gehört.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Psychopathen gibt es natürlich immer mal. Ein Bekannter von mir hat bei 
so einem mal einen Laden gemietet - das war natürlich übel und vor allem 
teuer.

Der Normalfall ist aber wohl eher, daß die Vermieter an einem 
entspannten Verhältnis interessiert sind - sonst würden sie keine 
Anstrengungen unternehmen, sich vor Leuten zu schützen, mit denen außer 
Verdruß und Zoff nichts zu erwarten ist.

Wenn allerdings der Vermieter selbst im Haus wohnt, wäre ich auch 
zurückhaltend.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Der Normalfall ist aber wohl eher, daß die Vermieter an einem
>entspannten Verhältnis interessiert sind

So ist es. Man wird es mir nicht glauben, aber mein Vermieter kommt sich 
sogar bei mir ausheulen, daß er woanders ne Wohnung mit Mietnomaden oder 
Gerichtshanseln oder sonst einer kniffligen Angelegenheit aufgeben 
mußte. Da ist die Rendite im Eimer oder negativ.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Na vorsicht, nicht das der nen Dummen sucht der für ihn das Problem 
löst.

Was das Mieten angeht hab ich nicht so viel Glück, andererseits doch.
Meine Wohnung hab ich noch aus dem Bestandspool einer Versicherung
die sogar mit sich handeln lies als es darum ging die Wohnung zu
renovieren und in der Küche einen Fussboden nach Wunsch zu bekommen.
Jahre später wurde die Wohnung dann verkauft an einen früheren
Unternehmer der seinen Betrieb verkauft hatte und das Geld nun
in Immobilien steckte. Anfänglich war der ja noch vernünftig und
nachdem man sich erstmal kennen gelernt hatte und vom Vermieter
hoch und heilig versprochen wurde das man auf angenehme Partnerschaft
Wert legen würde, fing es ein paar Monate später an. Der schlug
mir vor für ihn schwarz zu arbeiten was ich natürlich ausgeschlossen
habe. Dann schmiss er den seit Jahrzehnten tätigen Hausmeister
raus und fing dann an Mieten zu erhöhen, Reparaturen nicht
auszuführen, Stand dann unangemeldet und ohne Begründung vor
der Tür und wollte die Wohnung besichtigen. Ich hab natürlich 
Gegenforderungen gestellt die mir auch zustanden. Mit mir kann
man meist vernünftig reden aber nicht mit dem Kopf durch die Wand.
Na, das ging dann mehrfach vor Gericht mit wechselseitigem Erfolg.
Nachdem mein Rechtsanwalt dann die Mediation angeboten und
durchgeführt hatte ist wieder Ruhe eingekehrt. Die meisten
Aussagen die der gemacht hat waren gelogen und der wusste das auch.
Nun hat der Sohn das Haus und der macht keinen Stress und ich auch 
nicht.
Wir kommen eigentlich ganz gut klar und von Mieterhöhungen oder
Nebenkostenerhöhungen bin ich bisher verschont geblieben weil ich
ordentliche mangelfreie Abrechnungen verlangt hatte, die aber nie
geliefert wurden. Was aus seinem Vater geworden ist weiß ich nicht
genau, aber der soll wohl ein Schwerstpflegefall geworden sein.
Ich weine ihm keine Träne nach. Hat ja schließlich genug Ärger gemacht.
Eigentum verpflichtet und ist zum Wohle aller zu nutzen(o.ä.).
Das war für den aber anscheinend unrealistisch.

Ich hätte da noch weitere zwei Geschichten die das Leben schrieb
und die mich viel Geld gekostet haben, aber eine Story wird hier
reichen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>Na vorsicht, nicht das der nen Dummen sucht der für ihn das
>Problem löst.

Ich fahre mit meinem Vermieter so weit ganz gut. Der wußte am Anfang, 
daß ich Student bin, und mittlerweile sind es 15 Jahre geworden. 
Mietbürgen waren meine Eltern, mit eigenem Besitz und in finanziell 
guter Situation. Gut, das hat nicht jeder. Die wurden auch nie wirklich 
in Anspruch genommen. Es gab keine einzige Mieterhöhung. Dazu muß ich 
aber auch sagen, daß es keine Mietpreisexplosion in dieser Zeit gab, 
also nicht wie wir es Ende 1980 bzw. Anfang 1990 hatten. Der örtliche 
Preis liegt nach wie vor im Rahmen. Gestiegen sind wohl mal die 
Nebenkosten.

Kurzum: Mein Vermieter nahm mich damals ohne Einkommen, und ist seitdem 
satte 15 Jahre gut mit mir gefahren. Wobei ich bei 15 Jahren auch nicht 
die Fluktuation auf dem Mietmarkt repräsentiere. Also: Verträgliches 
Leben für beide Parteien, tut allen gut.

Und sollte für menschenscheue, übervorsichtige und ungläubige Individuen 
hier mal ein Beispiel sein.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm, wenn du noch mehr erzählst, findet Scotty bestimmt doch noch 
ein Haar in der Suppe ;-)

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Alleskleber klebt nicht wirklich alles!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Wilhelm, wenn du noch mehr erzählst, findet Scotty bestimmt
>doch noch ein Haar in der Suppe ;-)

Nöö, dat hat der sowieso schon. Der hat da sozusagen Bestandsschutz.

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