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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik verpolter Elko


Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Hallo

ich hab da einen Lieferanten, der erzählt mir, daß ein Elko niemals
einen Kurzschluß bekommt(Alterung, Falschpolung, egal), sonder nur
hochohmig wird. Jeder der schon mal einen Elko verpolt hat weiß was da
passiert. Aber jetzt brauch ich einen Fachartikel, wo drin steht was da
genau passiert und daß der niederohmig wird. Wer weiß wo ich so einen
Fachartikel finde ?

Gruß
Gerhard

Autor: Marko B. (Gast)
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Ich kann zwar nicht mit einem Fachartikel dienen, aber ich kann Dir
sagen, daß Dein Lieferant Müll erzählt ... frag mal einen
Fernsehtechniker, der kann Dir was von kaputten Elkos erzählen.

Es stimmt, daß Elkos eher hochohmig werden (durch
Alterung/Austrocknung des Elektrolyts z.B.). Aber richtige Kurzschlüsse
kommen durchaus vor.

Autor: chrissy (Gast)
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Soll wahrscheinlich auch so einen seriösen Charakter haben, daß der
Lieferant kleinlaut wirde, oder?
Einfach was im Netz suchen ist da vielleicht nicht gut.
Falls Zugang zur IEEE suche besteht, würde ich dort suchen. Etwa in
Energietechnischen oder bauelement bezogenen Gruppen.
Oder einfach mal bei entsprechenden Lehrstühlen an einer Uni deines
Vertrauens nachfragen. Vielleicht können die dort weiterhelfen.

Ich guck nachher mal in unser Zeitschriften Archiv, ob da irgendwo was
ist.



ODER ganz stumpf beim Hersteller anrufen, bei dem der Lieferant
kauft.... grübel

Autor: Markus (Gast)
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Ich kann dir sagen was passiert wenn man an einen Elko eine höhere
Spannung anlegt als draufsteht. Ich hab nämlich mal ein Schaltnetzteil
von 5 auf 15V umgebaut, die verwendeten Kondensatoren konnten aber
glaub ich nur 10V aushalten. Das Ergebnis war das mir einer der
Alubecher um die Ohren geflogen ist und meinen Kopf nur um vielleicht
10cm verfehlt hat weil ich Sekundenbruchteile vorher etwas gerochen hab
und mit dem Kopf zurückgegangen bin. Der Alubecher ist dann in der Decke
eingeschlagen und hat ne kleine Delle (Blechdecke) hinterlassen.
Also immer schön auf die Spannungsangabe schauen

Gruß
Markus

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Hallo an alle

danke, aber ich brauch nen Fachartikel und zwar bis morgen. Da ist
nämlich wieder so eine Telefonkonferenz mit dem Lieferanten. Ichhab
schon ge-googelt und ge-yahoot aber nix gescheites gefunden ausser
einigen Foren wo sich welche beklagen daß der Elko explodiert weil er
falsch gepolt war. Aber ich brauch nen Artikel schwarz auf weiß,
wissenschaftlich, was da in dem Elko passiert, wenn der verpolt ist.
Der Lieferant redet immer nur von Alterung, aber der liefert nicht ein
Bauteil sondern eine Schaltung, und die ist obendrein
sicherheitsrelevant. Der Elko ist in der Stromversorgung und meines
wissens kann man mit nem Incircuit-Tester verpolte Elkos nicht
feststellen (Testspannung zu klein). Also please !!! wer hat was.
Scheiß google findet nix..., jetzt schau noch in meinen alten
Schulbüchern aber ich fürchte da steht auch nix brauchbares.

Gerhard

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Ich habe kurz gegoogelt und diesen kurzen Satz gefunden:

"Wird der gepolte Kondensator mit verkehrter Polung an Gleichspannung
angeschlossen, so wird die Oxidschicht an der Anode abgebaut, was
schließlich zu einem Kurzschluß der Beläge führt."

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Hallo Christof

danke, hast Du noch den Link ?

Diese Aussage ist super, ich finde immer: ...kann sogar explodieren.
Aber ich brauch genau das: "so wird die Oxidschicht an der Anode
abgebaut, was schließlich zu einem Kurzschluß der Beläge führt.."


Gerhard

Autor: Christof Krüger (Gast)
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http://www.google.de/search?hl=de&q=elektrolyt+kon...

Ergebnis 2(pdf) und 5, die hab ich mir kurz mal durchgeschaut, beim
ersten ist der Aufbau der verschiedenen Kondensator-typen recht genau
beschrieben. Beim zweiten etwas grober, aber dafür stammt die obige
Aussage daher.

Autor: Achim (Gast)
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Ich hab auf einer Elko-Herstellerseite folgendes FAQ gefunden, ich hoffe
es hilft dir weiter:
http://www.rubycon.co.jp/de/faq/alumi.html

Autor: martin m. (Gast)
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hoi,

elko's bestehen meist aus einem langem alustreifen(+),
der einseitig mit einer kunststofffolie beschichtet ist.
dieser steckt eng gerollt mit dem flüssigem elektrolyten
im befüllten gehäusebecher(-).

der kunststoff dient nur dazu um die rollenlagen und die komplette
rolle gegen den gehäusebecher mechanisch zu isolieren.


das dielektrikum entsteht am übergang von elektrolyt und alustreifen,
hier entsteht eine oberflächenoxidationsschicht die als
ladungstrennung
ausreicht.

(metall & elektrolyt sind herstelllerabhängig, somit die geheimformel
für hochkapazitive, lowESR und langlebige exemplare)


nachteil: fängt die suppe da drin zu kochen an, macht sich das
fehlende wastegateventil durch einen aufmerksamkeitserregenden
laut bemerkbar. sieht meist nach luftschlangen aus :-)
vom typischen fischgeruch gar nicht zu sprechen. man munkelt
manche techniker können riechen ob ein gerät kaputt ist.
(nämlich weil undichte elkos gasen und dem reparateur genau jene
fischsuppe in die nase treiben)

das kann auch passieren wenn der elektrolyt ausläuft, altert,
sich absetzt usw..


vorteil: bei spannungsspitzen sucht sich der strom eine schwache
stelle, und schlägt die oxydationsschicht durch. is der spike
wieder weg, füllt sich der durch verdampfung entstandene lufttunnel
zwischen alustreifen und liquid wieder mit dem elektrolyt,
bildet an jener stelle sofort eine neue oxydschicht und "heilt"
somit den kondensator.


falschpolung: die oxydschicht wird forciert abgetragen, kollaps
steht somit zwangsweise bevor...nurmehr eine frage der spannung.

alterung: ich würde sagen hier ist es vom typ abhängig wie er
reagiert. allgemeinaussagen wären hier mutig.

ich habe damals als servicetechniker viele der dinger
gewechselt, mit allen möglichen arten zu sterben, auch
sehr niedrigen innenwiderständen, aber ein kurzschluss
( < 5Ohm, = berühren der pole) hatte ich nie.

imho is die wahrscheinlichkeit dafür auch sehr gering.
(ausgenommen mechanische deformierung, eventuell auch
durch temperarturverformung ausgelöst ??)


wenns noch nicht reicht, hast du zumindest ein paar
fachausdrücke zum googlen :-)

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Danke an alle

ich sollte vielleicht mal googlen üben.

Gerhard

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