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Forum: FPGA, VHDL & Co. Auswahl eines FPGAs


Autor: steve_ld (Gast)
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Hi ich muss für ein Maturaprojekt (Schulabschluss Prüfung in Öst.), eine 
schlaue Ladestation für e-autos machen. Diese soll per SmardCard 
freigeschalted werden dabei müssen eben Kundendaten gespeichert werden 
und danach soll während des Ladevorgangs die Leistung gemessen werden 
(mit einem Digital Multiplizierer).
Wenn das ganze fertig ist sollen dann die kundendaten und die 
Messergibnisse weiter zu einem Server PC gesendet werden.
Da ich mit diesen Boards leider keine Erfahrung habe wäre meine frage 
eben mit welchen Altera Boards man so etwas bewerkstelligen kann.

MFG Steve

Autor: A. M. (am85)
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Hast du die Vorgabe bzw. sonstige Gründe, um das mit einem FPGA zu 
machen? Sonst wäre das doch wohl etwas simpler mit einem Mikrocontroller 
zu lösen.

Autor: Marius Wensing (mw1987)
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Ich frage mich, warum du dafür unbedingt einen FPGA einsetzen möchtest?! 
Deiner Beschreibung nach klingt das eher nach einem µC, den du brauchst. 
Schau dich mal in der ARM-Umgebung um. Die Mikrocontroller dort sind 
alle leistungsfähig genug für Ethernet, haben AD-Wandler zur Erfassung 
der Leistung, teilweise ein Smartcard-Interface.

MfG
Marius

Autor: steve_ld (Gast)
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Die Firma für die ich das Projekt mache hatte sich überlegt das ganze 
mit einem FPGA zu machen, aber falls das ganze auch mit einem µC zu 
schaffen ist wäre das perfekt. Wisst ihr vieleicht mit welchen µC das 
gehen würde ohne das ich damit überwiegend probleme habe? Das ganze 
sollte nähmlich natürlich auch so schnell wie möglich fertig sein :)

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> nähmlich
Aua :-/

> Wisst ihr vieleicht mit welchen µC das
> gehen würde ohne das ich damit überwiegend probleme habe?
Welchen uC kennst du schon?

Autor: Anguel S. (anguel)
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Oha, da habt ihr euch aber was vorgenommen :) Als Master-/Doktorarbeit 
wäre das schon realistischer, die entsprechende Erfahrung vorausgesetzt. 
Ich nehme mal an, dass deine Firma noch nie etwas ähnliches gemacht hat, 
oder?

> Das ganze
> sollte nähmlich natürlich auch so schnell wie möglich fertig sein :)

"So schnell wie möglich" in Verbindung mit FPGA und ohne Erfahrungen auf 
dem Gebiet ist schon mal ganz schlecht.

Autor: steve_ld (Gast)
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> nähmlich
Aua :-/

Ich weiß wer nämlich mit h schreibt ist dämlich aber kann ja mal 
passieren :)

Was die µC betrifft die ich bereits kenne, da ist es leider so das ich 
bis jetzt nur mit dem LM4540 arbeiten konnte.

Das ganze mit wenig erfahrung und so weiter ist natürlich ein problem, 
aber was soll ich machen in diesem Fall suche ich mir das Projekt nicht 
aus sondern ich krieg eins zugewiesen und muss es irgendwie lösen. Dabei 
bin ich halt auf die FPGAs gebracht worden, was mir ganz ehrlich einen 
schauer über den Rücken gejagt hat weil ich damit noch nie gearbeitet 
habe.

Mir wäre es also viel lieber wenn ich einen µC benützen könnte da ich 
schon ein paar erfahrungen damit habe.

mfg steve

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Hi ich muss für ein Maturaprojekt (Schulabschluss Prüfung in Öst.), eine
> schlaue Ladestation für e-autos machen. Wenn das ganze fertig ist ...
Ich schätze den Aufwand dafür vom Konzept bis zum funktionstüchtigen 
Prototypen auf locker 2 Mannjahre. Welchen Teil der Aufgabe davon musst 
du machen/untersuchen?

Das ganze muß ja auch über die gesamte Strecke vom entnommenen Strom bis 
zur Abrechnung manipulationssicher sein...

Autor: Anguel S. (anguel)
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steve_ld schrieb:

> Das ganze mit wenig erfahrung und so weiter ist natürlich ein problem,
> aber was soll ich machen in diesem Fall suche ich mir das Projekt nicht
> aus sondern ich krieg eins zugewiesen und muss es irgendwie lösen.

Wenn das so ist, bekommt Dein Projektleiter schon mal die Note 6 (das 
ist glaub ich eine 5 in Österreich). Es sei denn er hat viel Erfahrung 
und Zeit, um Dich beim Projekt wirklich zu unterstützen. Oder das Ziel 
des Projekts ist doch eher, dass Du Dir einige FPGA-Grundkenntnisse 
aneignest und dich damit auseinandersetzt, was mit FPGAs "theoretisch" 
möglich ist, was aber nicht der Aufgabenstellung entsprechen würde, die 
Du am Anfang formuliert hast. Wieviel zeit hast Du für das Projekt?


> Dabei
> bin ich halt auf die FPGAs gebracht worden, was mir ganz ehrlich einen
> schauer über den Rücken gejagt hat weil ich damit noch nie gearbeitet
> habe.

Welche Erfahrungen hat denn Dein Projektleiter mit FPGAs? Mit FPGAs kann 
man fast alles machen, es ist aber kein einfaches Zusammenclicken von 
Mikrocontrollern, Ethernet-Controllern, wie es die Marketing-Leute der 
großen FPGA-Hersteller (die selbst keine Ahnung haben) gerne aussehen 
lassen möchten.

Grüße,
Anguel

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Anguel S. schrieb:
> es ist aber kein einfaches Zusammenclicken von Mikrocontrollern,
> Ethernet-Controllern, wie es die Marketing-Leute der großen
> FPGA-Hersteller (die selbst keine Ahnung haben) gerne aussehen
> lassen möchten.
Siehe dazu auch mal den Beitrag "Ethernet Verbindung zwischen FPGA und PC"

Autor: P. M. (o-o)
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steve_ld schrieb:
> Dabei
> bin ich halt auf die FPGAs gebracht worden, was mir ganz ehrlich einen
> schauer über den Rücken gejagt hat weil ich damit noch nie gearbeitet
> habe.

Was mir noch mehr einen Schauer über den Rücken jagen würde, wäre die 
Tatsache, dass der zuständige Projektbetreuer offenbar keinen Schimmer 
hat von der Materie. Für sowas nimmt man nie und nimmer einen FPGA und 
das ist nicht etwa eine komplexe Expertenentscheidung, sondern eine 
Tatsache, die jeder Benutzer dieses Forums versteht. Einen FPGA für 
diese Aufgabe zu verwenden ist ungefähr, als würde der Quartieritaliener 
von Grund auf ein neues Fahrzeug entwickeln für seine 
Pizzalieferungen...

Sorry, wenn ich mich ereifere, aber ich an deiner Stelle würde 
unbedingt das wegen dem FPGA nochmals intensiv mit der zuständigen 
Person besprechen und evtl. auch mal nachfragen, ob sie überhaupt eine 
Ahnung von dem Thema hat.

Autor: Marius Wensing (mw1987)
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steve_ld schrieb:
> Was die µC betrifft die ich bereits kenne, da ist es leider so das ich
> bis jetzt nur mit dem LM4540 arbeiten konnte.

Das klingt ja mal nicht wirklich optimistisch... Ich hab gerade mal 
gegoogelt... Der LM4540 ist ein AC97-Audio-Codec... Also scheinst du 
auch keine Kenntnisse in der Programmierung von Mikrocontrollern zu 
haben?!

Wenn dem wirklich so ist, dann vergiss das Projekt lieber ganz schnell 
wieder. Das würdest du so allein gar nicht hinbekommen und selbst für 
einen erfahrenen Programmierer wäre das keine leichte Aufgabe, wie 
Lothar ja schon gesagt hat.

Wie lang ist denn die geplante Projektlaufzeit?

MfG
Marius

Autor: A. M. (am85)
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Ich kenne mich mit dem Abschlusssystem in Österreich nicht aus, aber ist 
das ein Abschlussprojekt für die Schule (ähnlich dem Abitur) oder 
handelt es sich um eine berufliche oder universitäre Abschlussarbeit? Im 
ersten Fall würde ich die Aufgabe für einen alleine arg übertrieben 
finden und auch für einen Stundeten ist die Aufgabe viel zu groß. Ich 
selber bin gerade noch in meinem halbjährigen Praxissemester und hier 
haben wir auch eine Aufgabenstellung vereinbart deren Abschnitte und 
umsetzung relativ offen gehalten wird. Eben nach dem Motto: "soweit Sie 
in der Zeit kommen".

Wenn du das da ganz alleine realisieren sollst und das innnerhalb 
weniger Wochen, dann mal viel Spaß. Ich seh das also wie eigentlich alle 
meine Vorredner.

Autor: Anguel S. (anguel)
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P. M. schrieb:

> Sorry, wenn ich mich ereifere, aber ich an deiner Stelle würde
> unbedingt das wegen dem FPGA nochmals intensiv mit der zuständigen
> Person besprechen und evtl. auch mal nachfragen, ob sie überhaupt eine
> Ahnung von dem Thema hat.

Das größere Problem ist, dass Dir diese Person vermutlich auch eine Note 
geben wird. Aber im Notfall kannst Du mal hier auf das Forum verweisen. 
Die Diskussion hier soll Dich natürlich nicht davon abhalten, Dich mit 
dem Projekt zu beschäftigen und nach Lösungen zu suchen, es ist auf 
jeden Fall sehr interessant. Nur sollte Dein Betreuer wissen, dass das 
kein Vorhaben ist, das man als Abitur-Projekt fertigstellen kann, auch 
wenn es ganz nett ist, dass Schüler umsonst (im Sinne von entgeltfrei) 
für die Firma arbeiten. Zudem sollte Dir der Betreuer auch genügend 
Hilfestellung, vor allem am Anfang, bieten.

Autor: Heinrich (Gast)
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Vergessen würde ich das Projekt nicht denn es klingt sehr interessant. 
Jedoch kann ich nur den meisten zustimmten das hier ein µC deutlich 
besser ist als ein FPGA.

Ich kann Dir raten einen ATMEL XMEGA zu verwenden. Muss es wirklich 
schneller gehen, dann kann man einen ARM7 oder CORTEX M3 von ATMEL oder 
NXP verwenden.

Autor: Anguel S. (anguel)
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@ Steve: Bist Du Dir eigentlich 100% sicher, dass Du das Projekt auch 
tatsächlich umsetzen musst und nicht nur eine Art Gesamtkonzept für das 
Projekt erstellen sollst. Das wäre denke ich auch schon mal eine 
anspruchsvolle Aufgabe als Abiturprojekt. Um welches Fach handelt es 
sich eigentlich hier?

Autor: Patrick (Gast)
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Heinrich schrieb:
> Ich kann Dir raten einen ATMEL XMEGA zu verwenden. Muss es wirklich
>
> schneller gehen, dann kann man einen ARM7 oder CORTEX M3 von ATMEL oder
>
> NXP verwenden.

An dieser Stelle bereits Vorschläge für mögliche Mikrocontroller zu 
geben halte ich für grob sinnfrei.

Das einzig sinnvolle Vorgehen:

- Mit dem/den Vorgesetzten/m die Tatsache diskutieren, dass eine 
vollständige Entwicklung für den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen 
wesentlich zu umfangreich ist
- Die Aufgabe sinnvoll beschneiden. Mein Vorschlag: Ziel der Arbeit ist 
es, ein mehr oder weniger detailliertes Konzept des Ganzen auszuarbeiten 
mit Betrachtung der notwendigen Steuerungshardware, Sicherheitsaspekte, 
notwendige Algorithmen usw. Das Ganze erstmal so zu Papier zu bringen, 
ist schon Arbeit genug und sollte die Zeit gut füllen. Falls noch Zeit 
ist, kann man sich mit solchen "Nebensächlichkeiten" wie einer 
Mikrocontroller-Marktanalyse und der Entscheidung für den "richtigen" 
Typen usw. aufhalten.
- Falls dann immer noch Zeit ist, kannste ja schon mal eine 
Test-Hardware zusammenfrickeln.
- Die Implementierung "abschieben" an einen erfahrenen Programmierer. 
Wenn Deine Arbeit gut ist, ist die eigentliche Implementierung in kurzer 
Zeit erledigt.


MfG

Patrick

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