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Forum: HF, Funk und Felder WLAN Leistungsregelung


Autor: funker (Gast)
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Hi,
warum wird eigentlich die Leistung bei hohen Datenraten herunter 
gesetzt?

z.B. bei der NanoStation M5 (5GHz)
von 27 dBm bei MCS0 (BPSK)
auf 21 dBm bei MCS7 (64-QAM)

Ist das vorgeschrieben oder eine (typische?) Verstärkereigenschaft?


Achja,
wenn man von MCS0 auf MCS8 schaltet (von ein auf zwei Streams),
halbiert sich dann die Leistung pro Antenne?


Stefan,
dem die (modernen) WLAN-Grundlagen fehlen..

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Bei Bpsk handelt es sich um eine reine Phasenmudulation, das heist der 
Träger bleibt konstant, bzw in der Amplitude des Trägers steckt keine 
Information. Deswegen kann der Ausgangsverstärker bis in die Sättigung 
betrieben werden.

Bei 64QAM ist auser der Phasenmodulation auch noch eine 
Amplitudenmodulation beteiligt.
Die Endstufe muss in diesem Falle sehr linear arbeiten, damit die 
unterschiedlichen Pegel für die einzelnen Bits genau genug getroffen 
werden. Deswegen kann man die Endstufe nur mit einen Bruchteil der 
Sättigungsleistung betreiben.

Ralph Berres

Autor: Martin Laabs (mla)
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Hallo Ralph,

Ralph Berres schrieb:
> Bei Bpsk handelt es sich um eine reine Phasenmudulation, das heist der
> Träger bleibt konstant, bzw in der Amplitude des Trägers steckt keine
> Information. Deswegen kann der Ausgangsverstärker bis in die Sättigung
> betrieben werden.

In der Theorie schon. In der Praxis hat man durch die Filterung (um die 
Spektrale Maske einzuhalten) auch Amplitudenänderung. Wenn man dann mit 
einem Class-C Verstärker arbeitet, hält man nicht mehr die maximale 
Nachbarkanal(stör)leistung ein.
Bei QAM ist der Crest-Faktor aber noch wesentlich höher als bei B/QPSK, 
so dass man die Leistung weiter reduzieren muss um die spektralen 
Vorgaben noch einzuhalten.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Martin
Der Crestfaktor spielt sicherlich auch eine Rolle.

Aber bei QAM insbesonders bei 64QAM wo sogar mehrere Amplitudenwerte 
vorkommen, muss der Verstärker extrem linear arbeiten. Weil Verstärker 
die erforderliche Linearität nur aufweisen, wenn man sie nur gering 
aussteuert, kann man den Verstärker eben nicht bis zur 1db Grenze 
aussteuern, sondern muss ein ganzes Stück drunter bleiben. Mich wundert 
eigentlich das es bei dem TE nur 6db ausmacht.
Die Nachbarkanalstörleistungen spielen da nur am Rande eine Rolle.

Ralph Berres

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