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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ich kann nicht mehr


Autor: Frustrierter (Gast)
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Hallo,
ich bin total frustriert.
Und zwar: ich arbeiter als freiberuflicher Embedded-Entwickler in einem 
mittelgrossem Unternehmen.
Ich muss vorab sagen, dass ich gerne arbeite, gerne kreativ bin, der 
Beruf ist mehr als eine Verdienstmoeglichkeit.
Aber fuer mich ist es entscheidend, dass ich mich konzentrieren kann, 
dass ich ungestoert bin. Ansonsten bringe ich nichts zusammen.
Vielleicht bin ich empfindlicher als andere. In der Schule/Studium habe 
ich z.B. nie in Bibliotheken oder anderen Geraeuschumgebungen gelernt.
Ich hatte hervorragende Abschlussergebnisse, aber als Arbeitnehmer 
begann mein Stern zu sinken. (vor 15 Jahren).
Ich wusste lange nicht woran es lag, bis ich mal in einem Grossraumbuero 
mit Projektmanagern plaziert wurde.
Da wurde mir mein Problem bewusst.
Deshalb habe ich mich selbstaendig gemacht, weil ich dachte, ich koennte 
z.B. wie ein Anwalt in einem Home-Office arbeiten.
Aber alle Anfragen, die bekam, betrafen Arbeiten vor Ort.
Im Februar habe ich diese Arbeit begonnen. Da 2 Software-Entwickler ein 
paar Monate ausser Haus waren, war ich in einem 2-er Buero.
Alles war super. Habe gute Arbeit geleistet. Die Firma wollte mich 
sofort anstellen.
Dann kamen die anderen Entwickler zurueck. Es war kein Platz fuer mich 
und wurde in ein Konstruktoer Buero gesetzt, noch schlimmer als das 
Grossraumbuero vor ein paar Jahren.
Ich meldete mich und sagte klar, das geht so nicht.
Sie hatten Verstaendnis, aber sagten, dass es keinen Platz gibt. Das 
Gebaeude ist zu klein.
Meine Produktivitaet ist stark gesunken, ich bringe nichts mehr zusammen 
und der Vertrag geht noch bis September.
Am liebster wuerde ich vorschlagen, den Vertrag gleich zu beenden, da es 
so keinen Sinn mehr macht. Was meint Ihr?

Gruss

Autor: Thomas (Gast)
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Du solltest Dein Problem mal auf den Punkt bringen: "Du kannst nicht 
konyentriert arbeiten wenn Nebengeräusche/Ablenkung da sind". Das kann 
man doch in einem Satz schreiben anstatt auf einer halben Seite. Scheint 
dir ja auch so bewusst zu sein. Geht mir übrigens auch so, aber ich 
glaube bei weitem nicht so schlimm wie bei Dir. Zum Thema 
"Konzentration, Arbeit, Ablenkung" lässt sich bestimmt was googeln. 
Aufgeben solltest du nicht, weil du es wohl kaum vermeiden kannst auch 
in Zukunft mit > 1-2 Leuten in einem Büro zu sitzen. Geh die Ursache an.

Autor: User (Gast)
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Gehörschutz

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Geh die Ursache an.

Ich habe schon alles moegliche ausprobiert. Von sonicshop.de alle 
moeglichen Ohrschuetzer bestellt, Buecher gelesen, ...
Ich glaube nicht, dass es ohne Medikamente (Serotonin-Blocker) eine 
greifbare Loesung gibt. Und auf letztere will ich verzichten.

Meine Empfindlichkeit kann auch gesundheitlich bedingt sein.
Ich hatte vor 20 Jahren einen schweren Verkehrsunfall und dadurch ein 
Schaedelhirntraum und Durchgangssyndrom.
Aber von der Arbeitsleistung, Konzentrationsfaehigkeit her, haben mich 
die Verletzungen nicht verschlechtert. Der Unfall war am Anfang meines 
Studiums.

Autor: Thomas Klima (rlyeh_drifter) Benutzerseite
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Gehörschutz allein bringt mir auch nicht viel, ich hab gerne Musik in 
gut schalldämmenden In-Ear Ohrhörern. Nimm am besten Musik die du 
kennst, da ist dann sogar egal ob Klassik oder Metal.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Besorg dir ein Paar Kopfhörer mit Umgebungsgeräuschauslöschung. Kollegen 
benützen das gerne im Flugzeug, auch wenn keine Musik angeschlossen ist 
hat man einfach Ruhe.

Gruß
Tom

Autor: Frustrierter (Gast)
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Das habe ich mal probiert, aber das ist ganz negativ angekommen bei 
anderen.
Ausserdem kann ich bei Dauerberieselung auch nicht.
Ich hoere sehr gerne Musik und spiele auch Instrumente.
ABER Musik geht nur, wenn ich voll dabei bin.

Was ich mir ueberlege:
In unserem Staat gibt es ja fuer viele Behinderungen Verstaendnis.
Fuer jeden Rollstuehlfahrer gibt es Aufzuege, Grossraumtoilette, ...
Ich koennte vielleicht von anderen erwarten, dass sie mir entgegen 
kommen.
Aber das scheint bei mir nicht zu funktionieren.

Wenn die Arbeitsmarkt besser waere und/oder ich ein bisschen juenger, 
wuerde ich mich nur noch auf Home-Office Projekte stuerzen.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Besorg dir ein Paar Kopfhörer mit Umgebungsgeräuschauslöschung. Kollegen
>benützen das gerne im Flugzeug

Damit habe ich mich auch schon interessiert.
Funktioniert super bei gleichmaessigen Geraeuschen, z.B. Flugzeug-Wind, 
wo der Antischall leicht berechnet werden kann, der dann den eigentlich 
Schall minimiert.
Aber bei Gespraechen, Office Laerm funktioniert das nicht.

Im Flugzeug habe ich uebrigens keine Probleme.
Auch nicht neben einer belebten Strasse.
Es sind Gespraeche und/oder Musik, die mich interrupten und im 
Gedankenfluss hemmen.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hast Du es schon mal ausprobiert? gerade für Call-Center gibts Headsets 
mit soclhen Funktionen schon lange.
Tom

Autor: Franz (Gast)
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Sag mir deinen Standort und was das deiner jetzigen Firma Wert ist, wir 
bauen dire eine separate Arbeitskabine, schalldämmend bis ins Letzte.
Nur der Platz und das nötige Kleingeld sollte dafür da sein, Verständnis 
von deinem AG ja wohl auch.
Anders sehe ich keine Chance für dich, in die Besenkammer wirst du ja 
wohl nicht ziehen wollen.

Autor: Cheffe (Gast)
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Frustrierter, du bist nicht allein. Ich denke nicht, daß Deine Probleme 
notwenigerweise unfallbedingt sind. Du hast gfs, so wie ich, eine starke 
Verknüpfung der rechen und linken Hirnhälfte, die dazu führt, daß es 
eine Art "Übersprechen" von Dingen gibt, die man mit rechts wahrnimmt, 
wie z.B. Musik, Sprachklang, gfs auch Farben.

Ich mache auch Musik (auch kommerziell erfolgreich) habe ein extrem 
feines Gehör und fühle mich massivst gestört, wenn ich irgendwo Musik 
hören muss. Auch wenn es ein Radio mit Sprache ist oder nur der leise 
Restschall von MP3-Hörern - es geht nichts zusammen.


>Es sind Gespraeche und/oder Musik,

Exakt! Das Hirn will ständig dekodieren, was es dort hört und wahrnimmt 
und das nimmt Aufmerksamkeit weg. Das ist bei den anderen Menschen zwar 
auch so, nur sie merken es nicht - das ist der Unterschied. (siehe Thema 
Handy im Auto). Und es gibt freilich Leute, die gegenüber Lärm 
abgestumpft sind.

Für mich ist es das größte Problem im Beruf: Daher suche ich mir meine 
Projekte passend aus. Einzelbüros oder ruhige Kollegen. Ich sage das 
vorher bei Projektverhandlungen.

Du brauchst einfach eine andere Umgebung. :-)

Autor: Thomas Klima (rlyeh_drifter) Benutzerseite
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Frustrierter schrieb:
> Was ich mir ueberlege:
> In unserem Staat gibt es ja fuer viele Behinderungen Verstaendnis.
> Fuer jeden Rollstuehlfahrer gibt es Aufzuege, Grossraumtoilette, ...
> Ich koennte vielleicht von anderen erwarten, dass sie mir entgegen
> kommen.

http://www.thelocal.se/7650/20070619/

Selbst wenn das bei uns in Österreich juristisch ginge, gruselt mir vor 
der Musikwelt der Kollegen...

Autor: Frustrierter (Gast)
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Ich bin vor 2 Jahren so aehnlich vorgegangen.
Da durfte ich mir in der Nachbarschaft eine Ferienwohnung anmieten, in 
der ich tagsueber arbeitete.
1-2 mal pro Tag ging ich in die Firma.
Die 20EUR pro Tag waren ein Witz gegenueber den Vorteil, den ich dadurch 
hatte.
Da hatte ich einen direkten Vorgesetzten, der mich haben wollte und der 
mich unterstuetzte. Den hoeheren Vorgesetzten kam das total komisch vor, 
bis sie mich irgendwann gar nicht mehr haben wollten.

Das war vor zwei Jahren, da waren Freiberufler noch gesucht.

An sich gaebe es viele Moeglichkeiten, dass ich gerne und gut arbeiten 
koennte. Aber ich sehe nur Mauern vor mir, wenn ich was sage.
Es muss keine teure Kabine sein. Es muesste nur Menschen geben, die fuer 
Schwachheiten anderen Verstaendnis haetten.
In der jetzigen Arbeitsmarktlage sehe ich da keine Chance.

Ich muss einfach was anderes machen.
Freiberufler wurde ich aus diesem Grund, gebracht hat es wenig.
Dass ich ein paar Monaten frei machen kann, ist schon sehr sehr 
wertvoll.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kannst Du nicht mit einem Kollegen aus demruhigen Büro tauschen, der 
nicht so empfindlich ist?

Autor: Cheffe (Gast)
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>His new boss meanwhile has given him a special dispensation to play
>loud music at work

Das macht dann wieder andere krank! So eine bescheuerte Idee!

Das ist dasselbe Problem, wie fürher mit den Rauchern: Da kann man nur 
kündigen

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Kannst Du nicht mit einem Kollegen aus demruhigen Büro tauschen, der
>nicht so empfindlich ist?
Das ruhige Buero ist Geschichte. Der Kollege/Gruppenleiter macht viel 
administrative Sachen und so ist dort jetzt Fullhouse.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Ähm ja, bei Lärm, Geräuschen, Gequatsche und Musik bekomme ich nichts 
kompliziertes vollbracht. Vielleich eine Leiterplatte routen, das ginge 
noch, aber komplexere Schaltungsentwicklungen - nein, ausgeschlossen.
Bin u.a. deshalb seit etzlicher Zeit selbständiger Alleinunterhalter in 
einem abseits und ruhig gelegenen Büro mit mir als einziger 
Schallquelle.
Ich habe mir auch besonders leise Rechner angeschafft mit passiv 
gekühlten Grakas. Laufende Laserdrucker z.B. gehen mir maßlos auf den 
Keks und werden nur bei absoluter Notwendigkeit eingeschaltet.
Habe deshalb auch keinen Kühlschrank in meinem Büro.

Du bist nicht alleine mit deinem Problem, ich kann dir aber keinen guten 
Tipp geben, was du machen könntest, da der Ausweg sehr schwierig ist 
(Selbständigkeit mit guter Auftragslage).
Ohrstöpsel, Kopfhörer, pharmazeutische Dröhnungen - alles Quatsch, 
funktioniert nicht

Autor: sympas (Gast)
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Da ist der Frustierte micht alleine.
Ich sitze als Programmierer ebenfalls im Großraumbüro.
Als ich anfing gegen die permaneneten Störungen MP3 zu höhren bekam ich 
Kommentare (oder Blicke) wie: "Wie kann während der Arbeit nur Musik 
höhren".
Nach ein paar Wochen hatten dann schon 60% der Kollegen Musikstöpsel in 
den Ohren...

Autor: Franz (Gast)
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Wenn für solche Banlitäten kein Verständnis besteht, dann mach doch 
Dienst nach Plan, nur ebend was unter den Bedingungen geht.
Der Rest ist das Risiko des AG, wenn der das nicht verstehen will oder 
kann , oder dich für eine Mimose hält, oder meint er könnte mit seinen 
Leuten so umgehen, dann pack dort deine Sachen, das ist die Gesundheit 
wohl nicht wert (ruiniert zu werden).
Das gleiche Problem ist mit überhitzten Arbeitsräumen (Bürotätigkeit) 
und lärmenden Rechnern (PCs).
Das sind zwei wesentl. Faktoren für massiven Streß, Hitze und Lärm.
Wenn für beides keine Lösung zu finden ist, dann soll der Laden halt mit 
30% laufen, wenn die Leute trotzdem für wesentl. weniger Leistung ihren 
vollen Lohn erhalten, wird das nicht lange so funktionieren.
Nur als Außenstehender kann man ja auch nicht zur Gewerkschaft gehen, 
und um ordentl. Arbeisbedingungen bitten.
Damit haben wir dann wohl auch den Grund für freiberufl. 
Stellenausschreibungen, zumindest teilws.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ich habe mir in so einer Situation - auch Freiberufler und mußte 
zeitweise in einem Großraumbüro arbeiten - habe ich mir mit einem 
Gehörschutz beholfen. Das ist so ein Kopfhörer ohne Wandler, wie man ihn 
auf Baustellen benutzt. Das hat prima funktioniert.

Mich stört allerdings auch ganz erheblich ein Hintergrund-Geräuschpegel. 
Ich kam darauf, als ich merkte, daß ich zu Hause am produktivsten am 
Wochenende arbeiten kann, wenn der Stadtgeräuschpegel deutlich geringer 
ist, als Wochentags.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Ohrstöpsel, Kopfhörer, pharmazeutische Dröhnungen - alles Quatsch,
>funktioniert nicht

So ist es!
Full achnowledgement

Ich denke mir, dass ich eine unguenstige Sparte erwischt habe mit der 
embedded-Entwicklung in der Gross-/Kleinserien industrie.
Vor 2 Jahren war ich bei einem automotive Zulieferer, da konnte ich mein 
Board in die Ferienwohnung mitnehmen.
Hier geht das nicht, die Teile sind einfach viel zu gross und die 
proprietaeren Compiler viel zu teuer (4-stellig).
Man muesste schon ein Bein brechen, um von zu Hause aus arbeiten zu 
duerfen.

Aber ich bin lernfaehig, ich kann die Sparte wechseln.
Es muss nicht embedded sein.
Das Problem sehe ich, dass ich ohne einschlaegige mehrjaehrige 
nachweisbare Arbeitserfahrungen nie in einen neuen Bereich komme.
Selbst wenn ich das Knowhow super drauf habe.
Die Job-Vermittler sind so.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Gehörschutz beholfen. Das ist so ein Kopfhörer ohne Wandler, wie man ihn
>auf Baustellen benutzt. Das hat prima funktioniert.

Mit einem bestimmten Modell von Sonicshop habe ich gute Erfahrungen 
gemacht.
Allerdings beanspruchte er das Ohr und beim zu schnellen Rausziehen 
hatte ich einen Tinitus bekommen, der mir 3 Wochen lang blieb.
Die Dinger sind gut, aber keine Dauerloesung. Mehr als 3 Stunden pro Tag 
halte ich fuer kritisch.


>Das gleiche Problem ist mit überhitzten Arbeitsräumen (Bürotätigkeit)
>und lärmenden Rechnern (PCs).

Das Problem haben wir hier auch. Aber die Laermquellen sind so stoerend 
fuer mich, dass ich die Temperatur gar nicht mehr wahrnehme.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Mal andersrum gefragt: Bist du dir denn sicher, daß der Lärm das 
eigentliche Problem ist?

Oder geht dir das, was du dort machen sollst einfach nur auf den Senkel?

Ein "einfacher" Wechsel des Arbeisgebietes ist auch keine Garantie 
dafür, daß du in der Firma präsent sein mußt und wenig Einfluß auf die 
äußeren Umstände hast.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Gehörschutz beholfen. Das ist so ein Kopfhörer ohne Wandler, wie man ihn
>auf Baustellen benutzt. Das hat prima funktioniert.

Da war ich auch schon in Nuernberg direkt an der Lorenzkirche bei einem 
Institut fuer Tinitus-Hilfe. (Obwohl Tinitus nicht mein Problem ist)
Aber sie haben viele Hilfen, um Laermquellen abzumindern.
Also das was ich auch will.
Haben z.B. Einmessungen, wo sie Ohrstoepsel ganz genau an das Ohr 
anpassen und kosten ein paar Hundert Euro.
Ihr seht, ich habe schon alles abgerannt und versucht, alles vergeblich.
Meinem Hausarzt auch schon davon erzaehlt.
Wenn ich nicht was anderes mache, lande ich in der Klapsmuehle.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Frustrierter schrieb:
> Allerdings beanspruchte er das Ohr und beim zu schnellen Rausziehen
> hatte ich einen Tinitus bekommen, der mir 3 Wochen lang blieb.

Ich komme mit irgend welchen Gegenständen im Gehörgang nicht über 
längere Zeit zurecht - deswegen war mir das Riesenteil viel lieber. 
Zudem ging davon auch die Botschaft aus: "Laßt mich in Ruhe, wenn es 
keinen wichtigen Grund für Unterbrechungen gibt."

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Mal andersrum gefragt: Bist du dir denn sicher, daß der Lärm das
>eigentliche Problem ist?

Nee bin ich nicht, aber es ist ein sehr grosses Problem.
Wenn ich eine neue Aufgabe habe, die interessant ist, kann ich viel 
Laerm wegfiltern und nehme ihn nicht als stoerend wahr.
Aber das geht nur ein paar Monate.
Das eigentliche Problem koennte sein, was Karl Marx "Entfremdung der 
Arbeit" nennt. Man hat als ausgeliehener automatisch ein schlechteres 
Verhaeltnis zu seiner Arbeit.
Vielleicht so wie der Unterschied freie Liebe und bezahlte Liebe.


Rueckblickend kann ich sagen, dass ich mich in ruhigen Umgebungen IMMER 
besser konzentrieren konnte.
Bei langen Zugfahrten habe ich schon 5x den Platz gewechselt, um ein 
ruhiges Plaetzchen zum lesen zu haben.
Auch scheue ich mich nicht, in Raucherabteile zu gehen, wenn sie leerer 
sind.

Autor: Testfall (Gast)
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Leute schlaft mehr.
Das bringt echt was.
Zumindest bei mir.

Hatte das Problem auch mal und habe dann einfach mal testhalber drei 
Monate drauf geachtet, um 22 Uhr im Bettchen zu liegen und um Pukt sechs 
wieder raus zu springen.
Dann ne halbe Stunde gejoggt und ab zur Arbeit.
Habe mich danach gefühlt wie ein junger Gott und das ganze daher 
beibehalten.

Meiner Ansicht nach braucht das Gehirn einfach seine Zeit zum Abschalten 
und Verarbeiten - in der man sich nicht mit Reizen zuballen lassen 
sollte.

Viel Trinken und sich allgemein wohlfühlen sind natürlich auch noch 
Pflicht.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Gibt's in dem Betrieb keinen Betriebsrat? Mit dem würde ich sonst 
empfehlen, das Thema zu diskutieren.
Tom

Autor: Frustrierter (Gast)
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Ich bin kein Angestellter, sondern Freiberufler durch Hays vermittelt.
Somit ist der B.Rat nicht wirklich fuer mich zustaendig.
Hays interessiert das auch nicht, die wollen nur Provision.
Der Vertrag geht bis Sept. das werde ich irgendwie rumkriegen durch 
Dienst nach Vorschrift.

Es geht mir um eine nachhaltige Loesung.
Wie schon weiter oben beschrieben, ich bin fuer andere Sparten offen.
Einbussen im Geld spielt keine Rolle (mehr).
Ich kann auch mit 1300 netto leben.
Der Leidensdruck ist schon so angewachsen, dass mich Geld marginal 
interessiert.

Autor: Peter (Gast)
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Wenn du Freiberufler bist unterschreibst du mit dem Kunden einen 
Vertrag. Was da drin kannst du anderst als ein normaler AN beinflussen. 
Wenn du gut/billig genug bist kannst du so ein eigenes Zimmer/Heimarbeit 
bekommen. Es liegt an dir was zu machen, da du dein Problem ja kennst. 
Hör auf zu lamentieren und such dir für dein nächstes Projekt einen 
Partner der dir ein Einzelzimmer gibt.

Da du die AN deines Auftraggebers i.d.R. nicht als Freunde im 
privatbereich haben wirst und sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit als 
die angeselletn AN wieder als Kollegen haben wirst sollte dir egal sein 
wie sie auf deineen Gehörschutz reagieren. Oben hast du geschrieben, daß 
du das nur  kurz ausprobiert hast bis die Kollegen was gesagt haben.

Verdammt nochmal: Du bist ein Kerl, der Selbstständig ist, also handle 
danach und mach das was dir gut tut!

Autor: ungestoerter... (Gast)
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wer nicht meckert, dem geht es nicht gut... ihr habt zu viel zeit um 
euch auf der arbeit ueber die geraeusche zu beschweren...

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Es liegt an dir was zu machen, da du dein Problem ja kennst.

Ich weiss auch gar nicht mehr, wie ich meinen Wunsch nach ruhiger 
Arbeitsumgebung ausdruecken soll. Irgendwie schrecke ich alle damit ab.
Wenn ich eine Loesung wuesste, haette ich ja den Thread nicht eroeffnet.
Man kann davon ausgehen, dass jeder, der hier einen Thread eroeffnet, 
irgendwo ein Defizit hat.

>Hör auf zu lamentieren und such dir für dein nächstes Projekt einen
>Partner der dir ein Einzelzimmer gibt.

Da bin ich dann in einer Endlosschleife und habe nie ein Projekt.


Da hatte ich vor knapp einem Jahr ein Projektgespraech in 
Sailauf/Aschaffenburg bei Magna.
Die waren von meinem Profil begeistert, wollten sofort mich persoenlich 
kennenlernen.
Da war ich dort. Ich fragte nur vorsichtig, wie mein zukuenftiger 
Arbeitsort denn aussehen wuerde. Ich koennte naemlich in ruhiger 
Umgebung viel besser arbeiten. Der hat mich ziemlich schnell 
verabschiedet.
Die Projektvermittler hat mir dann auch Vorwuerfe gemacht ...


>euch auf der arbeit ueber die geraeusche zu beschweren...
Das habe ich 6 Monate nicht gemacht.
Heute ist mir der Kragen geplatzt (siehe Thread ueberschrift)

Autor: Frustrierter (Gast)
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> Das habe ich 6 Monate nicht gemacht.

D.h. ich habe mich hier nicht beschwert.
Als ich aus dem Zweierzimmer rauskam, habe ich gesagt, dass mir grosse 
Buero schwer faellt. Sie sagten mir, dass ist nur voruebergehend, da 
alles neu geordnet wird demnaechst. Das ist jetzt 3 Monate her.
Ein zweites Mal habe ich es nochmal erwaehnt, das wars dann

Autor: Lexi (Gast)
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Das ist eine Seuche unserer mordernen Zeit. Ich frage mich, wann 
Unternehmen auch endlich lernen, wie schädlich diese ständige 
Telefoniererei für die Konzentration der Mitarbeiter und letztendlich 
für deren Produktivität ist. Ständig wird man in seinem Arbeitsfluss 
unterbrochen. Oder auch das ständige Zuweisen von neuen "dringenderen" 
Aufgaben. Ich bin auch leidgeprüft. Deswegen habe ich auch mehr als 
zwanzig Jahre an meiner Lexiklopädie geschrieben. :-) Mal ernsthaft: Ich 
bin auch Büromensch, ich muss mich konzentrieren und bekomme wenig auf 
die Reihe, weil ich dauernd gestört werde.

Autor: Frustrierter (Gast)
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Mein Gejammere tut mir leid, aber es scheint mir, dass ich mir dadurch 
(sowohl durch meine Schwaeche der Laerm-Empfindlichkeit als auch durch 
falsches (Nicht-)Reagieren) meine berufliche Laufbahn versaut habe.
Es ist wirklich kein Gejammere um eine Banalitaet sondern dass ich mich 
in einem Teufelskreis befinde. (Mehr Hinweise auf ruhiges Buero => 
weniger Angebote => schlechtere Marktposition => weniger Chancen auf 
ruhiges Buero)

Autor: Olli (Gast)
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@Frustrierter:
Ich weiß nicht, ob es auf Dich zutrifft, aber Du könntest Dich mal im 
Internet nach HSP (Highly Sensitive Person/Hochsensible Person) 
umschauen, auch nach Literatur bzw. Selbsttests.
Man kann von diesem "postulierten psychischen Phänomen" (Wiki) halten 
was man will, aber evtl. hilft es Dir weiter, falls Du Dich in manchen 
Dingen wiederfindest.

Hier noch zwei weiterführende Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilität
http://www.zartbesaitet.net

Autor: Bürovorsteher nochmal (Gast)
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> Ich weiß nicht, ob es auf Dich zutrifft, aber Du könntest Dich mal im
> Internet nach HSP (Highly Sensitive Person/Hochsensible Person)

Frustrierter ist kein verängstigtes hypersensibles Hasilein, sondern 
jemand, dem Lärmdauerberieselung durch Flug- und Straßenverkehr, 
ständige taghelle nächtliche Straßenbeleuchtung, Dauertelefoniererei der 
lieben Kollegen, Ingenieurintensivhaltung in verschissenen 
Großraumbüros, nervige Handyproleten maßlos auf den Sack gehen - wie mir 
und vielen, vielen anderen auch. Er ist keine Ausnahme. Alle anderen 
werden es früher oder später auch merken, dass es an dieser Stelle 
völlig schief läuft.
Leider muss jeder das Problem einstweilen für sich selbst lösen, da es 
keine Lobby für einen vernünftiges Lebensumfeld gibt.
Nein, ich bin kein grüner Ökospinner oder so etwas, aber unser Leben ist 
zu großen Teilen im hochtourigen Leerlauf.
Ich versuche dem entgegenzusteuern, lasse den Fernsprechapparat 
klingeln, wenn ich die Schnauze voll habe - ich kann ja zurückrufen, 
wenn es mir wichtig erscheint. Handy habe ich nicht.
Habe mir eine Wohnung mit garantierten Schalldämmungseigenschaften 
gekauft (ahhhh! - die blanke Erholung!).

Ruhe, verdammt noch mal!

Autor: Testfall (Gast)
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Der werte "Bürovorsteher nochmal (Gast)" macht es richtig.
Kontrast im Sinne ruhiger Freizeit zum lauten und hektischen Büroalltag.

So wird man den Stress in null komma nix los.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Mit dem Thema HSP habe ich mich lange beschaeftigt, war auch bei 
verschiedenen Foren dabei und glaube einfach nicht mehr daran.
Etwa 7% der Menschen sollen anders sein, wie sie Stimuli sensorisch 
verarbeiten.
Bei der Tierwelt soll es das auch geben.
Ich habs geglaubt, jetzt nicht mehr.
Ich habe davon auch meinen damaligen Kollegen erzaehlt. Ha, haben die 
geguckt.

Dadurch, dass man sensorische Verarbeitung nicht objektiv messen kann, 
kann niemand feststellen ob jemand HSP ist oder nicht.
Die Buecher habe ich mir auch durchgelesen, gebracht hat das nichts.
Viele HSP erscheinen mir als leicht verletzliche Personen.

Ich bin z.B. gegenueber Temperatur unempfindlich. Ich schlief bei -9 
Grad (im Zelt, aussen -15) und fuehlte am Morgen super.
Auch der Hitzestau macht mir gar nichts aus.
Gegenueber kratzende Kleidung bin ich unempfindlich (was bei den 
typischen HSP nicht zutrifft)
Ich kann auch Kritik ertragen und ggf. kontern. Ich mag das auch. So 
uebervorsichtiges Rumgerede um den heissen Brei mag ich nicht.



>Lärmdauerberieselung durch Flug- und Straßenverkehr

Stimmt nicht, Laermquellen, die keinen Informationsgehalt beinhalten, 
z.B. Flugverkehr stoeren mich nicht. Im Gegenteil, sie sind fuer mich 
von Vorteil, wenn sie Quellen mit Informationsgehalt (Sprache, Musik) 
ueberdecken.

>taghelle nächtliche Straßenbeleuchtung
Stoert mich auch nicht.


Gruss

Autor: Jürgen W. (lovos)
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>Ruhe, verdammt noch mal!

Im privaten Umfeld setze ich das konsequent um.
Ich aergere mich nicht ueber laermende Urlaubsgaeste in der Pension oder 
Hotel. Ich habe ein Wohnmobil. Wenn irgendwo Musik dudelt, fahre ich 
woanders hin und schlafe gut.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jürgen G. schrieb:
>>Lärmdauerberieselung durch Flug- und Straßenverkehr
>
> Stimmt nicht, Laermquellen, die keinen Informationsgehalt beinhalten,
> z.B. Flugverkehr stoeren mich nicht. Im Gegenteil, sie sind fuer mich
> von Vorteil, wenn sie Quellen mit Informationsgehalt (Sprache, Musik)
> ueberdecken.

Dem muß ich widersprechen. Dauerlärm streßt gewaltig und es ist 
nachgewiesen, daß er zu Bluthochdruck führen kann.

Mich selbst streßt informationsloser Dauerlärm sehr - und der 
Gehörschutz hilft dem spürbar ab.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Dem muß ich widersprechen. Dauerlärm streßt gewaltig und es ist
>nachgewiesen, daß er zu Bluthochdruck führen kann.

Dem will ich nicht widersprechen.
Es ist durchaus moeglich, dass mich das im Unterbewussten reizt und dann 
irgendwann zu Ausfallerscheinungen fuehrt.
Wenn ich schrieb, dass es mich nicht stoert, dann meinte ich, dass es 
mir momentan nichts ausmacht. Aber ich halte es fuer moeglich, dass es 
mich im Unterbewussten dennoch schadet.

Nichtsdestotrotz, ich bin keinen staendigen Laermquellen ausgesetzt, 
habe ein Notebook mit ruhigen kaum hoerbarem Luefter, wohne an einer 
ruhiger Strasse, gehe gerne in die Natur, fuehle mich ausserhalb der 
Arbeit einfach wohl und ausgeruht.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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ich sitze auch in einem "Großraum-Büro". Da quascht da schon mal der 
Kollege nebenan in der Video-Konferenz etwas lauter in SEINEM Headset 
rein, er merkt dann noch nicht mal daß er dei Stimem so erhebt.

für mich sind die Gehörschutz-Stöpsel von pollin (Art Nr. 510315) 
perfekt.

Die schließen so dicht ab, da denkt man fast man wäre taub. Da kann der 
Kollege nebenan so laut plärren wie er will ....

Und meine anderen Kollegen haben sich daran gewöhnt, daß ich ggf. auf 
Ansprache nicht reagiere, dann schubsen sie mich mal kurz an und schon 
bin ich wieder "Auf Sendung", nachdem ich mir ein Ohr frei schalte

Autor: Testfall (Gast)
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Nervende Miturlauber ... Fluglärm ... Leute, Toleranz. Wenn man das 
ganze posotiv sieht geht's einem sofort besser.
Naja, Flugzeuge können wirklichnerven.
Aber bei Leuten, die dann irgendwann auch noch anfangen, spielende 
Kinder für Lärm zu halten, brauchen dringendst einen Psychiater - dessen 
Nutzen sei dahingestellt, aber es bringt mal nen echtes Problem, nämlich 
irre Rechnungen.

Autor: Frustrierter (Gast)
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Und ich habe die:

http://www.sonicshop.de/De/Plugs/Cord-Max.asp

Sollen angeblich die besten sein.
Schon die Signalfarbe die Schnur sind gut, da sieht man gleich, dass man 
nicht ansprechbar ist.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Aber bei Leuten, die dann irgendwann auch noch anfangen, spielende
>Kinder für Lärm zu halten

Auch das ist eine Frage der Intensitaet.
Wohn mal ein paar Monate neben einem Kindergarten oder Grundschule, dann 
denke ueber Deine Aussage nochmal nach.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wenn du eine gute BU-Versicherung hast, kannst du dir erst einmal für 
ein paar Jahre Ruhe verschaffen. Das sollte vielleicht reichen, um sich 
nach einer anderen Betätigung umzuschauen.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Frustrierter schrieb:
> Auch das ist eine Frage der Intensitaet.
> Wohn mal ein paar Monate neben einem Kindergarten oder Grundschule, dann
> denke ueber Deine Aussage nochmal nach.

Och komm, 'ne Schule oder ein Kindergarten sind ja nicht ewig geöffnet.
Das sollte schon ordentlich kompatibel zu normalen Schlafgewohnheiten 
sein.

Wohne mal neben einer Kneipe, die im Sommer noch Biergarten hat und 
eigentlcih um 22:00 schliessen soll. Da ensteht Frust, wenn Vermieter 
und Kneipeneigentümer die gleich sind. Kneipe und Biergarten wurden 
später zur Kinderkrippe umfunktioniert, Erholung pur.
Schön lebt es sich in der Einflugschneise zu einem Flughafen, auch wenn 
Nachtflugverbot gilt.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>gute BU-Versicherung hast
eine von Axa, ob die gut ist weiss ich nicht.
Aber was soll mir das bringen?
Ich braeuchte einen Arzt, der mir meine Laerm-Empfindlichkeit als 
Krankheit ausstellt. Das wird schwierig werden.
Ich hoere schon: Da koennte ja jeder kommen ...
Schon bei einem Tinitus ist das schwierig, da er nicht objektiv 
feststellbar ist. Der Arzt muss mir einfach glauben, dass es so ist.


>anderen Betätigung umzuschauen

Darueber denke ich nach.
Eine Bekannte hat mich gefragt, fuer ihr Schuhgeschaeft einen E-Shop zu 
programmieren. In der Tat kann ich gut PHP, MySQL und JS. Aber von CMS 
null Ahnung.
Wenn man sich auf sowas spezialisiert, ist man weniger in 
Grossraumbueros.
Aber der Aquisationsaufwand ist groesser.
Eigentlich bin ich gar nicht selbstaendig.
Ich arbeite wie ein Arbeitnehmer, schreibe nur meine Rechnungen selbst 
und fuehre meine Ust selbst ab.
Viele Kollegen wissen gar nicht, dass ich nicht angestellt bin.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Frustrierter schrieb:
> Ich braeuchte einen Arzt, der mir meine Laerm-Empfindlichkeit als
> Krankheit ausstellt. Das wird schwierig werden.

Psychische Probleme sind wohl einer der wenigen Möglichkeiten, als 
Ingenieur eine BU in Anspruch zu nehmen. Machbar sollte das schon sein - 
mit dem richtigen Arzt.

Autor: Frustrierter (Gast)
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> Psychische Probleme sind wohl einer der wenigen Möglichkeiten,

Ob ich das ueberhaupt will .... ?
Ich schrieb weiter oben, dass ich sehr schwere psychische Verletzungen 
hatte bedingt durch Schaedelhirntrauma und Durchgangssyndrom.
Ich wurde ein 1/2 Jahr mit Psychopharmaka vollgestopft.
Mein Arzt ermunterte mich, ins normale Leben zurueckzukehren.
Ich kaempfte und ich schaffte es.

Von daher faellt es mir schwer, nachtraeglich den Kampf doch zu 
verlieren.

Ich stelle mir vor, eine neue Taetigkeitssparte innerhalb ET zu finden, 
wo ich in Ruhe arbeiten kann.
Mit Embedded ist es einfach schlecht.
Da stimmt zwar die Auftragslage und mein Profil ist optimal dafuer, aber 
da werde ich immer in die Grossraumbueros haengen bleiben.

Ich wuerde jemandan fuer unflexibel halten, der seinen Beruf nicht mehr 
ausfuehren kann, aber sich sich nicht nach etwas neuem umsieht.
Das habe ich gelernt, (nur) das kann ich, was anderes will ich nicht 
machen, also arbeite ich gar nicht mehr aufgrund von psychischer 
Verletzung ...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Dauerlärm streßt gewaltig und es ist
>nachgewiesen, daß er zu Bluthochdruck führen kann.

So ist es. Ich gehöre auch zu den Menschen, die zum konzentrierten 
Arbeiten überhaupt keine Geräusche vertragen, egal welcher Art. Es gibt 
auch Artikel darüber, daß Geräusche, egal aus welcher Quelle, die 
Arbeitsqualität negativ beeinflussen. Da müßte man mal suchen.

Der Begriff "Lärmgesellschaft" ist doch aber bekannt, oder? Und es soll 
in den nächsten Jahren noch mehr werden. Zunahme des Straßenverkehrs. Es 
ist bereits nachgewiesen, daß durch den alltäglichen Lärm unser Gehör 
degradiert. Man muß dafür also gar nicht mehr in die Disco.

Wenn du in einem verkehrsreichen Wohngebiet wohnst, so gelangt der 
Körper niemals in den Tiefschlaf, und genau das erzeugt auf Dauer 
Bluthochdruck, durchgehende Gereiztheit, und bei etwas älteren Menschen 
Schlaganfälle und Herzinfarkte. Und die täglichen Ärgernisse über 
Lärmquellen erhöhen den Streß nochmal.

Auf einer früheren Arbeitsstelle, erlebte ich mal, daß mein Kollege 
einem anderen Kollegen auf der Schreibtischkante das Radio zu Kleinholz 
verarbeitete. ;-) Das war der Augenblick, als das Faß überlief. Im 
Vorfeld halfen keinerlei Bitten, das Ding gelegentlich mal leiser zu 
stellen. Das nervt umso mehr, wenn es nicht die persönliche 
Lieblingsradiosendung ist. Der Kollege, hatte auf jeden Fall meinen 
inneren stillen Beifall. Und ich glaube, nicht nur von mir alleine. Es 
gab einen betriebsinternen Vergleich, und er mußte das Radio zur Hälfte 
bezahlen. Aber von da an war Ruhe.

Auf einer anderen Arbeitsstelle arbeitete ich fast neben einem 
Besprechungstisch. Und der war mindestens den halben Tag besetzt. Auf 
die Bitte, etwas leiser zu sein, erntete man schwere Aggressionen.

Und wenn beim Vorstellungsgespräch dir einer erzählt, in 3 Monaten 
würden die Büros sowieso umstrukturiert, das ist genau so witzig, als 
wenn ein Vermieter dir bei der Wohnungsbesichtigung erzählt, daß 
irgendwelche 100 Jahre alten gammeligen Konstruktionen in 3 Monaten 
erneuert werden sollen.

Autor: Hallo (Gast)
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..hatte vor über 30 Jahren das selbe Problem: Kollegen, die laut 
Dauermusikberieselung brauchten etc. etc.
Das war der letzte Kick dann zur Selbständigkeit in den eigenen 4 Wänden 
und RUHE, ohne Kollegen oder Mitarbeiter. Wenn Dir der jetzige 
Auftraggeber kein stilles Kämmerlein oder Arbeit zu Hause anbieten kann, 
wirf einfach hin !!

Autor: mhh (Gast)
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Aber mein Gedanke wäre: ist eine 
Arbeitszeitverlagerung mgl.? 2-3h Überlappung für Absprachen, die 
restlichen Stunden sind die anderen nicht mehr störend - weil nicht mehr 
da.

Autor: Wolfgang Schmidt (wsm)
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Auch das Arbeiten im eigenen Labor erfordert Selbstdisziplin um die 
geeignete Arbeitsumgebung zu schaffen.

Ablenkungen jeder Art müssen vermieden werden.

Lieber gezielte Pausen einbauen.

w.

Autor: Frustrierter (Gast)
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> wirf einfach hin !!

Ok, ich habe einen Vertrag bis Ende September. Eine Verlaengerung wird 
es nicht geben von seiten der Firma. Die wollten mich fest anstellen, 
das wollte ich nicht, und so gabs nur eine Verlaengerung.
Ich habe ein freiberufliches Projekt noch nie abgekuerzt. Und koennte 
mir denken, dass das Schwierigkeiten geben wird (Vertragsverletzung).

> die Bitte, etwas leiser zu sein, erntete man schwere Aggressionen.

Ich finde es interessant, dass unterschiedliche Laster total 
unterschiedlich eingestuft werden.
Rauchen z.B.: da muss nur sagen, dass das stoert und schon muss der 
Kollege aufhoeren oder man hat ein anderes Buero. Da wird SOFORT 
Verstaendnis gezeigt.
Fuer Laerm, was mich WESENTLICH mehr stoert als Rauch, wird null 
Verstaendnis gezeigt.

Autor: Moneyrulestheworld (Gast)
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Hallo,

ich kann das auch nicht abhaben, wenn der umliegende Geräuschepegel 
recht hoch ist.Aber was will man machen. Anpassen oder gehen.

Es ist schon seltsam, in der Schule oder im Studium legte man Wert auf 
ruhige Atmosphäre im Raum. Störer wurden vor die Türe gesetzt. Das hatte 
seinen Grund.

In den Unternehmen können sich die hyperaktiven Kinder wieder richtig 
ausleben. Die setzen ihr Organ richtig ein, um sich hervorzutun. Teils 
in beruflichen, teils in privaten Gesprächen.

Ich möchte auch von mir behaupten, dass ich zuhause oder bei leerem Büro 
50% leistungsfähiger bin. Den „Labertaschen“ fällt ihr eigenes Gerede 
nicht störend auf. Wenn ich telefoniere, oder mich unterhalte, dann 
verschwindet in der Regel der Umgebungslärm von alleine.  Aber wehe, man 
muss sich konzentrieren.

Die Personaler blicken das aber nicht, da die nicht grosartig 
konzentriert arbeiten müssen.
Die leben vom Gespräch und dem profilieren. Da ist schwafeln wichtig. 
Und deshalb gibt es Großraumbüros, weil auch billiger.

In einer Entwicklungsabteilung sollte Ruhe herrschen oder man hat 2-3 
Mann Zimmer.
Das verstehen die Herren aber net.

Was soll’s. Dann gibt es halt nur 50% anstatt der 100%.

Mich stört aber, dass wir in eine Welt driften, in der die bevorteilt 
sind,  die nur sich und ihre Schnauze kennen. Rücksicht,  Fehlanzeige. 
Berufswelt ist eine Konkurrenzwelt. Lautsein, selbstbewusstes Lautsein 
ist eine Waffe.
Auf manchem Bau geht es kommunikationstechnisch gesitteter zu als in 
manchem Büro.

Das Laut sein müssen, ist scheinbar ein Problem derer, die eine gewisse 
Intelligenz gepaart mit sozialem Dachschaden haben. In den Pausenräumen 
sind die aus den Entwicklungsbüros mit abstand die lautesten. Die 
normalen Arbeiter sind da etwas leiser. Da müssen sich halt manche 
hervortun.

Lege dir einen sozialen Dachschaden zu und nehme ebenfalls keine 
Rücksicht ist leichter gesagt wie getan. Die stupiden sind auf dem 
Vormarsch.

Versuch dich gedanklich abzuschotten. Die anderen verzapfen eh nur 
gequirlte Sch…e.
Da lohnt sich das zuhören nicht und verpassen tut man in der Regel auch 
nichts.

Arbeite daran, stumpfsinniger zu werden und pass dich der Welt an.

Schade aber der Mensch wird dem Gelde zuliebe stupider, und es werden 
die asozialen gefördert. In der Bank, im Büro. Lege die Scheuklappen zu 
und werde Kurzsichtig. Bei Pferden hilft es auch.

Autor: Lehrer (Gast)
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Frustrierter, wahrscheinlich bist du nur superschlau, ansonsten kann ich 
mir dein mieses Deutsch nicht erklären.
Nicht dass dies der Grund für dein Dilemma ist...

Lehrer

Autor: Mikado (Gast)
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Wie sieht es bei dir mit einer Familie aus?
Eine Frau, die du liebst, die dich liebt?
Ein Kind?

Wenn man dies hast, dann hat man in der Regel einen robusten Rückhalt 
und einen stabilen platz in der Gesellschaft.
Dann ist das Geschwätz der anderen nur Geschwätz und man ist gedanklich 
bei der Arbeit oder bei der Familie.

Hat man keinen Zuneigungszufluß von der Familieoder sonst, dann hat man 
keinen Ruhepol und dann kann einen das kleinste pip rausbringen aus der 
Arbeit weil man nicht weiß, für wen man die ganze Schufterei macht.

Millimeterchen für Millimeterchen bringen wir gemeinsam sie alle hoch 
oder runter. Oben strahlen sie. Unten gehört ihnen der Medienrummel für 
ein paar Wochen.

Autor: p-man (Gast)
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Der Kollege gegenüber (Dreierbüro) hat jetzt auch Lautsprecher besorgt, 
um Internetradio (Metal und Classic-Rock) bei der Arbeit zu hören. Das 
ist eigentlich ganz okay, solange ich nicht über manche Dinge genauer 
nachdenken oder planen muss (Softwareentwicklung), dann schnappe ich mir 
nen Block und einen Stift und gehe in eine ruhige Ecke. Drucke auch mal 
kurze Quellcode oder SQL-Queries aus, wenn ich volle Konzentration 
benötige. Hole mir vielleicht noch nen Kaffee auf dem Weg oder quatsche 
mit der netten und hübschen Kollegin im Nachbarbüro. Oft setze ich mich 
auch nach draußen kurz. (Natürlich buche ich das nicht alles als 
Arbeitszeit, sondern zum Teil auch als Pause).

Andere Dinge, die einfach nur stumpf runtergetippt werden wollen 
(Copy/Cut N'Paste und Anpassungen), da ist mir der Lärm egal.

Viel schlimmer waren die hohen Temperaturen der letzten Wochen! Mit über 
30°C im Büro am Nachmittag arbeitet es sich nicht besonders gut. 
Kopfschmerzen, kalte Fußbäder, öfter mal ein Eis - aber die 
Produktivität sinkt und damit auch unbezahlte Überstunden. (da ja die 
Leistung nicht stimmt ;-) ).

Manche Kollegen haben Kopfhörer. Aber ich kann mir nicht vorstellen, den 
ganzen Tag über Kopfhörer zu tragen. Zu unbequem.

Schlimm finde ich Admins, Projektmanager und sonstige Menschen, die den 
ganzen Tag lang telefonieren müssen oder wie blöde auf die Tastatur 
hämmern. Mann kann auch leise tippen.

zugegeben, ich bin auch nicht immer der leiseste. Ab und zu mal ein 
Selbstgespräch hilft mir beim Nachdenken. ;-)

Autor: Gelangweilter (Gast)
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Frustrierter schrieb:
> Meine Produktivitaet ist stark gesunken, ich bringe nichts mehr zusammen
> und der Vertrag geht noch bis September.
> Am liebster wuerde ich vorschlagen, den Vertrag gleich zu beenden, da es
> so keinen Sinn mehr macht. Was meint Ihr?

Geht mir ähnlich, sitze quasi innem 7 Mann-Büro und aufm Flur rennen 
immer Leute rum, die Tür steht immer offen.

Mir hat auch keiner im Studium gesagt, dass die meisten realen 
Ingenieurarbeitsplätze wie Schweineställe aussehen, über die jede 
Sekretärin lacht.

Aber naja, so ist es nun mal das ist jetzt mein Los und ich muss es 
irgendwie akzeptieren oder halt noch mal umschulen...

MfG!

Autor: Lexi (Gast)
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Vernünftige Arbeitgeber versuchen, durch klare Verbote es gar nicht erst 
zum Streit unter Mitarbeitern kommen zu lassen.  Gibt es ein klares 
Rauchverbot, klares Radioverbot, klares Fernsehverbot, klares Essverbot 
am Schreibtisch, dann erspart den Mitarbeitern eigentlich Diskussionen. 
Wenn es heißt, die Mitarbeiter sollen sich untereinander einigen, dann 
drückt der eine dem anderen Gestank, Lärm, China-Fraß-Gerüche und 
ähnliches auf, weil der Nichtraucher, Nichtradiohörer, 
Nichtfünfminutenterrineesser viel zu zivilisiert ist, um sich 
vorzustellen, dass jemand auf andere keinerlei Rücksicht zu nehmen.

Beim Rauchverbot hat ja der Gesetzgeber bereits gehandelt. Mir gehen 
auch offene Türen auf die Nerven, wenn ich jedes Telefongeklingel in 
jedem anderen Raum mitbekomme.

Auch ein interessanter Aspekt, aber über Fußball und Elfmeterschießen. 
Trainer, die die Elfmeterschützen bestimmen, nehmen den Schützen ein 
Stück Verantwortung, sodass diese befreiter schießen können. Ob das die 
BWL noch kennt? Natürlich ist es gut für Mitarbeiter, wenn sie 
Verantwortung haben, aber auch das hat seine Grenzen.

Zum Fernsehverbot: Welcher AG erlaubt das denn, wird sich mancher 
fragen. Die Bundeswehr! Ich habe gelitten, weil in meiner Stube immer 
ein Fernseher lief und auch beim Wachdienst... Ich war der einzige 
Zeitungsleser in der Wachmannschaft.

Autor: Lexi (Gast)
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Frustrierter schrieb:
> Fuer Laerm, was mich WESENTLICH mehr stoert als Rauch, wird null
> Verstaendnis gezeigt.

Das ist rein subjektiv. Ich empfinde beides als äußerst störend. Selbst 
wenn jemand mit Kopfhörern Musik hört, nervt es. Ich hatte mal einen 
Kollegen, der dauernd Musik gehört hat (über Kopfhörer) und das war so 
laut, dass wir nicht mal ein Radio auf diese Lautstärke einstellen 
würden.

Autor: Verwöhnt (Gast)
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Nach dem Lesen Eurer Beiträge wurde mir erst so richtig bewusst dass 
gute Arbeitsverhältnisse nicht überall selbstverständlich sind. Was man 
da von Euch so liest ist der wahre Horror!

Bei mir im Betrieb mit 40 Angestellten ist allgemeines auferlegtes 
Rauchverbot. Wer Rauchen will muss auf den Parkplatz gehen. Dafür sind 
aber Kaffee und kalte Getränke frei erhältlich.

Laute Unterhaltungen oder dienstliche Besprechungen zwischen Kollegen 
sind im Büro nicht gestattet und müssen in eigen hergerichteten 
Besprechungsräumen stattfinden. Das Lautsprecher Hören von Musik ist 
nicht erlaubt und wer neben der Arbeit Musik hören will muss Kopfhörer 
verwenden (Aber nicht so laut dass sie auch stören). Außer dem Rauschen 
der Klimaanlage und den Ventilatoren des PCs hört man im Büro nichts. 
Dafür kann man sich also wirklich wunderbar auf die Arbeit konzentrieren 
und die Produktivität bezeugt das auch. Wir haben das Glück dass 
betrieblich nicht viele Telefongespräche notwendig sind. Es schadet auch 
nicht sich mal ab und zu die Füße zu vertreten und mit einen Kollegen 
anstatt mit dem Telefon persönlich zu sprechen. Wir rügen uns übrigens 
auch gegenseitig in freundlicher Weise wenn man mal aus "Versehen" gegen 
die Regeln verstößt. Das finde ich auch durchaus in Ordnung. Wer noch 
mehr Ruhe haben will findet noch etliche Gastbüros wo man sich von 
Störungen total freihalten kann.

Zwei große LCD Monitore sind bei den Entwicklern Standard und erspart 
viel unnötiges Drucken von Datenblätter und Handbücher. 
Internetanschluss ist auch super schnell. Trotz der Kleinheit der Firma 
wird bei den PCs nicht gespart.

Saustall am Schreibtisch wird übrigens auch nicht gerne gesehen aber 
einigermaßen toleriert. Bis auf ein zwei Kollegen sieht es bei uns 
relativ manierlich aus. Wer will kann auch ab und zu von Zuhause via VPN 
Anschluss arbeiten. Das ist auch bei schlechten Wetter sehr von Vorteil 
wenn sich das Auto wegen der großen Kälte im Winter nicht gut starten 
lässt.

Wahrscheinlich findet man in jeder Suppe ein Haar. Ich kann nur dazu 
bemerken dass ich in der Früh gerne aufstehe und ich mich im Betrieb 
trotz vieler Arbeit und Projekte recht wohlfühle. Wenn ich von der 
Arbeit heimkehre bin ich zwar etwas müde aber fühle mich aber durchaus 
nicht im Stress.

Außer der immer größer werdenden Bürokratie habe ich recht wenig 
auszusetzen. Ich hoffe von ganzen Herzen dass mehr Firmen die 
Wichtigkeit von einem ruhigen Arbeitsplatz erkennen und die notwendigen 
Verbesserungsmaßnahmen ergreifen um vernünftigere Arbeitsbedingungen 
schaffen und das mehr von Euch angenehmere Arbeitsbedingungen finden.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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O ja das thema sollte Lärmschutz bei der Arbeit heißen.

Meinem Hobby Elektronik gehe ich am liebsten nachts nach wenn auch Ruhe 
in der Wohnung ist und niemand zum Essen ruft oder sonst mich 
unterbricht.

Die Gedanken müssen frei fließen sonst ist essig mit Kreativität ich 
benötige minimum 20 min Ruhe bevor ich überhaupt anfangen kann. Da stört 
mich schon das Fernsehen im Wohnzimer nebenan.

Ganz verrückt wird es bei Inbetriebnahmen von Liften. Prompt erscheint 
einer neben mir mit Flex oder Hilti, wenn ich das in der 
Normalarbeitszeit anfange. da Hilft nur alles einpacken und heimfahren. 
Aber auch das mache ich jetz meist nachts oder am WE wenn ich allein auf 
der Baustelle bin. Hier ist die Selbständigkeit ein großes plus für 
mich.

Radio oder auch lautes durch die Baustelle Geschrei junger Kollegen 
unterbinde ich neuerdings in dem ich ihnen das Radio leise stelle und 
sage das brauche ich nicht zu hören. Beim Rumgeschrei diagonal durch die 
Baustelle werde ich noch radikaler und und rufe in die Kommunikation der 
anderen hinnein, dass ich gern mitbrüllen kann und das lauter als beide. 
Befindet man sich zwischen beiden Schreihälsen verstehen beide nichts 
mehr und Ruhe ist.

MfG Winne

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Aber mein Gedanke wäre: ist eine
>Arbeitszeitverlagerung mgl.? 2-3h Überlappung für Absprachen, die
>restlichen Stunden sind die anderen nicht mehr störend - weil nicht mehr
>da.

Die beiden Lehrlinge kommen um 7:00 und bleiben zischen 15:00 und 16:00.
Dafuer bleibt der Dauerredner und Telefonierer bis 18:00.
Ziemlich schlechte Karten ...


>Laute Unterhaltungen oder dienstliche Besprechungen zwischen Kollegen
>sind im Büro nicht gestattet

Das haengt von den Chefs ab. Wenn dieser auch nur bei Ruhe konzentriert 
arbeiten kann, dann ermoeglicht er das bei den Untergebenen.
Ist er jemand, dem der Geraeuschpegel nichts ausmacht, wird er keinen 
Grund sehen, irgendwelche neue Regeln und Einschraenkungen 
aufzuerlegungen.

Autor: Sebstundständig (Gast)
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Was für eine Kranke Arbeitswelt wir doch haben!

Ich selber habe in einem kleinem Büro in der nähe von Frankfurt zusammen 
mit 2 Kolegen meine Arbeit verrichten dürfen. Natürlich waren 
Telefongespräche Notwendig, aber noch erträglich. Musik gab es keine und 
das war auch gut so!

Dann aber wurden die gleichen Verhältnisse wie beim Mutterkonzern in 
England eingeführt. Der Geschäftsführer des Mutterkonzern hatte 
Jahrelang
herumgenörgelt " I hate those Wall's" und meinte die kleinen Büro's 
damit.

Nun ist es ein riesen Büro in der man nicht mal für Sekunden 
"Unbeobachtet"
in der Nase Bohren kann wenn's einem juckt! Ich glaube ich bin nicht der 
einzige den sowas stört und zu allgemeinen Unwohlsein führt, vom Lärm 
und
ständigem Telefon hintergrund gequatsche mal ganz abgesehen.

Ich fage mich nur welchen "Vorteil" so eine Form von Büro für den AG 
hat?
Meiner Meinung nach macht genau so ein Büro die Menschen Krank.
Wenn es Notwendig ist mit Kolegen ständig zu komunizieren dann gehören
diese und nur diese zusammen in ein Büro.

In England habe ich auch 2 Kolegen die mit einem Gehörschutz Marke
Baumeister Bob herumlaufen und sich so zum Gespöt und Ausgegrentze
Einzelgänger gemacht haben. So wollte ich nicht enden!

Aber so ist es in Deutschland KVP, Kaizen, Kanban und alles was andere
Länder wieder Abschaffen wird hier als "neuste" Inovation gepriesen.

Da kann man nur bei einem Einstellungsgespräch / Vermittlungsgespräch
darauf Hinweisen das man mit max 2 -4 Personen in einem Büro arbeiten
kann und sich auf nichts Einlassen!

Ich habe dieses Problem nun nicht mehr, da ich in meinem Büro als
Selbstständiger ausser dem Telefon keine Störquellen mehr habe.

Ich geniesse es ab und zu beim Kunden die "Zustände" zu betrachten
und meine Notwendigen arbeiten Vorort zu Erledigen um dann zurück
in "meine" Welt zu kommen.

Geld ist nicht das wichtigste, nur eun Notwendiges Übel.

Autor: Wolfgang Bengfort (et-tutorials) Benutzerseite
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" I hate those Wall's "
Wahrscheinlich hatte er selbst ein Einzelbüro, oder ?

Autor: Sebstundständig (Gast)
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@Wolfgang,

nein, hatte er nicht. Er saß mit dem Rücken zur Wand an der Seite des
Raumes mit einem Seitlichen Fenster. Leider war er kaum da, meistens
Unterwegs oder im Meetingroom. Ich selber habe ihn in 5 Jahren nur
2 mal am Arbeitsplatz "Erwischt".

Meine Kolegen hatten einen Spruch: wenn er dich nicht leiden kann, dann
sitzt du in der Mitte des Raumes. (Schrecklich)

Wie diese Leute überhaupt eine annähernd Funktionierende Software
zustande gebracht haben ist mir bis heute ein Rätsel.
Seit dem ich diese Verhältnisse kannte hatte ich für offensichtliche
Softwarefehler die mir im Feld sofort Auffiehlen wesentlich mehr
Verständniss!

Es gab nur einen Programmierer der mit mir an die Maschine gegangen ist
um Arbeiten in Ruhe (Maschinenlärm mal abgesehen) zu Erledigen.
Und über diesen wurde immer hergezogen, er sei nicht Teamfähig.
Dieser Man war der für mich der beste Programmierer den diese Firma
hatte, er konnte Zuhören und Verstehen was wir/ich von ihm wollten.
Dieser Man war nicht nur Team fähig sondern auch ein "Global Player"
da er sich schließlich mit allen Europäischen Niederlassungen 
Unterhalten mußte sowie deren Ideen umsetzen.

Heute sitzt Peter in einem Grossraumbüro und muss Nachdokumentieren was 
andere dahin gehuddelt haben und ist völlig Frustiert.

Autor: Frustrierter (Gast)
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Ich hatte 1995 meine erste Anstellung bei einem grossen 
Automotive-Zulieferer in Frankfurt/M.
Da waren 2-er Buero die Norm. Ich war mit meinem Chef 
(Kleinst-Gruppenleiter) zusammen, auch Entwickler. Wenig Stoerung.

2 Jahre spaeter wurde gebaut. Grossraum-Bueros.
Ich denke so Mitte/Ende der 90er hat dieser Trend der 
Ingenieur-Massen-Haltung begonnen.
Warum?
- Die Ueberwachungsmoeglichkeit ist besser gegeben.
- Oder will man Raum/Miete sparen? Bei Freilandhuehner gibt es den 
Grenzwert 10 Huehner pro qm, wo man einen Betrieb als Freiland 
bezeichnen darf.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sebstundständig schrieb:
> Ich fage mich nur welchen "Vorteil" so eine Form von Büro für den AG
> hat?

Der Vorteil ist die verschärfte soziale Kontrolle. Dafür nimmt man den 
Nachteil der geringeren Produktivität in Kauf.

Ganz besonders schlimm scheint es in "zertifizierten" Betrieben zu sein: 
da wird der gesunde Menschenverstand durch festgeschriebene Routine 
ersetzt, der einzelne Mitarbeiter - er ist ja außer zu 
Gehorsamsleistungen zu nicht gefordert - ist von jetzt auf nacher 
ersetztbar und irgendwelche nicht vorgesehenen Sonderfälle stellen den 
Betrieb vor unlösbare Probleme, die aber nicht registriert werden, weil 
es dafür eine Generalroutine gibt: Aussitzen. (Das erklärt nebenbei so 
einige Verhaltensweisen z.B. der Bahnführung.)

Die Routine wird in regelmäßigen "Schulungen" gefestigt, die nach 
psychologisch durchdachten Prinzipien organisiert sind. Jeder denkende 
Mensch wird systematisch in den Wahnsinn, oder in die Resignation 
getrieben.

Das ganze System ist von einer Menschenverachtung geprägt, die dem 
Stalinismus nur wenig nachsteht.

Und das Schlimmste: Es handelt sich nicht um Ausrutscher einzelner 
verquerer Betonköpfe, sondern die Sache hat System und wurde von langer 
Hand geplant. Die Multiplikatoren dafür sind "Beratungsfirmen", wie 
McKinsey, Berger etc. pp.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Ein Grossraumbüro ist doch letzlich die Grenzwertbetrachtung des 
Dauermmeetings. Und da sehen mahce Leute den grossen Vorteil, man kann 
mit jedem Kollegen sofort was besprechen.

Aber ich hasse die Dinger auch. Allerdings kann ich Lärm recht gut 
ausblenden.

Dagegen finde ich da das amerikanische System mit den Cubicals richtig 
angenehm. Da gibt es zumindest Wände und der Lärm wird durch diese auch 
deutlich reduziert.

Die Deutschen mussten es aber natürlich perfektionieren und diese Wände 
dann auch noch wegrationalisieren.

Gruss
Axel

Autor: Frustrierter (Gast)
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> I hate those walls.

Das scheint auch im privaten Wohnungsbau einzufliessen.
Ich habe vor einem Jahr Freitag abends auf 1-Plus (??) die Serie 
"Wohntraeume" angeschaut. (d.h. bevor CT-TV kam mit Herrn Schnurer)
Da wurde von verschiedensten Bau-/Renovierungsprojekten berichtet.

Und ein paar Mal wurden 1-Zimmer-Haeuser vorgestellt (Toilette nicht mit 
eingerechnet)
Zuerst kam mir das ganz pervers vor. Fuer mich haette sowas NUR 
Nachteile. Aber es scheint viele Begeisterte zu geben, die auch noch 
viel Geld dafuer ausgeben.

Autor: Michael Hirsekorn (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich gehöre auch zu den Menschen, die zum konzentrierten
> Arbeiten überhaupt keine Geräusche vertragen, egal welcher Art.

Nein.
Du gehörst zu den Menschen die nie gelernt haben sich richtig zu 
konzentrieren. Wenn man das einmal gelernt hat nimmt man nichts mehr um 
sich herum wahr. Konzentration kann man lernen und trainieren.

Autor: Frustrierter (Gast)
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> Wenn man das einmal gelernt hat nimmt man nichts mehr um
> sich herum wahr. Konzentration kann man lernen und trainieren.

So was schreibt jemand, der von sich gleich auf andere schliesst.
Was ich kann, muss ein anderer auch koennen und das erwarte ich auch von 
ihm.

Genau so gut kann man sagen: Jeder muss musikalisch sind, jeder 
Mathematik begreifen, jeder sportlich sein, ...
Klar, weil ALLES kan man ja lernen und trainieren.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Michael Hirsekorn schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ich gehöre auch zu den Menschen, die zum konzentrierten
>> Arbeiten überhaupt keine Geräusche vertragen, egal welcher Art.
>
> Nein.
> Du gehörst zu den Menschen die nie gelernt haben sich richtig zu
> konzentrieren. Wenn man das einmal gelernt hat nimmt man nichts mehr um
> sich herum wahr. Konzentration kann man lernen und trainieren.

In jungen Jahren ist man in solchen Dingen toleranter. Warte noch 20 
Jahre, dann wirst dus auch merken, daß Krach tierisch nervt.

Autor: Michael Hirsekorn (Gast)
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Frustrierter schrieb:
> Genau so gut kann man sagen: Jeder muss musikalisch sind, jeder
> Mathematik begreifen, jeder sportlich sein, ...
> Klar, weil ALLES kan man ja lernen und trainieren.

Genau. Denn letztendlich ist es alles eine Frage des Willens und der 
Einstellung. Jeder kann mathematische Grundlagen erlernen, ein 
Instrument spielen oder Sport treiben. Natürlich wird nicht jeder ein 
Konzertpianist oder ein Mathematikgenie werden, aber wer schon von 
Anfang an mit der Einstellung "Das kann ich nicht, das schaff ich nicht" 
an die Sache herangeht, der hat von Anfang an verloren. Mann kann sich 
nämlich das eigene Versagen auch einreden.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Michael Hirsekorn schrieb:
> Mann kann sich nämlich das eigene Versagen auch einreden.

Na dann können Männer auch Kinder kriegen. Endlich kommts raus, daß wir 
die ganze Zeit einer dreckigen Lüge aufgesessen sind...

Autor: Frustrierter (Gast)
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> ein Instrument spielen
Vielleicht kannst auch du "Alle meine Entchen" am Klavier spielen?!
Wir wuerden uns ueber eine angehaengte MIDI-Datei sehr freuen!
Oder schicks gleich zu RTL!

Autor: IGBT (Gast)
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Michael Hirsekorn schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ich gehöre auch zu den Menschen, die zum konzentrierten
>> Arbeiten überhaupt keine Geräusche vertragen, egal welcher Art.
>
> Nein.
> Du gehörst zu den Menschen die nie gelernt haben sich richtig zu
> konzentrieren. Wenn man das einmal gelernt hat nimmt man nichts mehr um
> sich herum wahr. Konzentration kann man lernen und trainieren.

So Leute, bin zurück aus England und da war es nicht so heiß...dafür 
durfte ich ein paar Statistiken in der englischen Tagespresse über 
Unfallzahlen und Temperaturen lesen - diese steigen mit der Temperatur 
exponentiell.
(Temperatur stört genauso die Konzentration wie Lärm - das ist auch 
physiologisch nachweisbar, also durchaus nicht 'subjektiv')

Die Aussage das man Konzentration lernen kann ist richtig - dann 
benötigt man aber viele Pausen und schafft seine Arbeit nicht in 8 h.

Der Maler der die Frauenkirche in Dresden im Innenraum neu gestaltet 
hat, hat nur nachts gearbeitet - daraufhin angesprochen sagte er: Diese 
Art der Arbeit duldet keine Störungen!

Aha - da ist das also anerkannt! Bei der Häflte meiner Arbeit ist das 
auch so, nur nicht anerkannt.

Ich löse das so, das ich mir diese Köpfhörer mit digitaler 
Schall-Gegenkopplung von Sony gekauft habe - geht 3 h am Tag je nach 
Störquelle, wie auch schon berichtet bei Sprache eher schlecht.
Und Arbeitzzeitverlagerung - mache jeden Tag von 1-3 Pause und dafür 
etwas länger.

Eigentlich müsste man es ansprechen! Und wie beim Rauchen sollte es 
selbstverständlich sein ANDERE nicht mit Krach zu belästigen.

In meiner letzten Firma hab ich das Problem massiv und sofort 
angesprochen und die Leute auch in Besprechungsräume geschickt (ohne 
Ansehen der Person)   - ihr könnt euch denken was dabei raus kam: Ich 
wäre ja sehr empfindlich (nein, bin ich gar nicht, nur ich habe mich 
getraut es zu sagen - weil es alle stört) und ich wäre auch nicht 
Teamfähig - bei solchen Bedingungen, wenn das Team sich nicht benehmen 
kann tatsächlich nicht.

Ich sehe das Problem so das es zwei Arten von Arbeit gibt:
Diese man abarbeiten kann und solche wo man sich konzentrieren muss.

Ich habe noch nie gesehen das ein 'Konzentrierter' sinnlos Krach macht.

Jemand der ständig selbst Krach macht, wird von Krach auch nicht gestört 
und diese Leute verstehen auch das Problem nicht, da sie unsensibel 
sind.

Jetzt noch ein Vergleich den ich mir ausgedacht habe um 'tumben' Leuten 
das Bild nur Ansatzweise zu zeigen:

Stell dir vor du bist Uhrmacher und hast zwei Pinzetten je eine in jeder 
Hand und eine Lupe auf dem Auge und platzierst ein Rad nach dem Anderen.
Nach je einer Stunde machst du eine Sicherungsklammer ins System und es 
ist fixiert. Wendet man für einen Augenblick die Lupensicht ab und/oder 
nimmt das falsche nächste Zahnrad ist eine Stunde Arbeit vernichtet.
So ist meine Arbeit.
Und jetzt stell dir vor alle 30 min kommt Jemand von hinten und klopft 
dir spontan auf die Schulter und fragt wie es mit der Arbeit so läuft 
und ob du bis Morgen damit fertig bist?

Antwort: Ich wäre schon Vorgestern damit fertig gewesen, hätte man mich 
daran in Ruhe arbeiten lassen...

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Die Aussage das man Konzentration lernen kann ist richtig - dann
>benötigt man aber viele Pausen und schafft seine Arbeit nicht in 8 h.

Hmmm, ich denke jeder braucht im taeglichen Leben eine 
Mindest-Konzentrationsfaehigkeit.
Z.B. im Strassenverkehr an einer lauten Baustelle mit Presslufthaemmern 
muss volle Konzentration da sein, um den Radfahrer xy nicht zu 
verletzen.
Hat man die nicht, dann bitte Lappen abgeben.

Das ist was ganz ganz anderes, wie wenn ich 8h pro Tag 5Tage pro Woche 
schwierigste Arbeit machen muss, mit der die Firma im ueberfuellten 
Markt noch richtig Kohle verdienen will.
Mit ein bisschen Grundlagenkenntnisse zahlt mir niemand was.

Ich haette gedacht, dass Konzentrationsfaehigkeit mit den Genen 
vorgegeben ist, so wie Intelliganz, aber ich kann mich auch anders 
ueberzeugen lassen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Frustrierter schrieb:
> Ich haette gedacht, dass Konzentrationsfaehigkeit mit den Genen
> vorgegeben ist, so wie Intelliganz, aber ich kann mich auch anders
> ueberzeugen lassen.

Weder Intelligenz, noch Konzentrationsfähigkeit sind ausschließlich 
genetisch determiniert. Bei der Intelligenz macht der Umwelteinfluß - 
organische Gesundheit vorausgesetzt - etwa 50% aus. Ohne geistige 
Anregung wird das beste Gehirn nicht intelligen.

Konzentrationsfähigkeit ist in der Tat trainierbar. Sie wird aber auch 
leicht durch anderweitige physische oder psychische Probleme 
beeinträchtigt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Pause macht produktiv
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,7...

Noch wirksamer, als Pause ist ein 10-15 Minuten Schläfchen. Aber in 
welcher Firma ist sowas möglich, außer der eigenen?

Autor: Frustrierter (Gast)
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> Konzentrationsfähigkeit ist in der Tat trainierbar.

Ich habe nicht die blasseste Ahnung wie sowas geht.
Durch Schulbildung, Studium, taegliche Arbeit, Kopfrechnen, 
Buecherlesen, Fremdsprachen, Fernsehschauen ..., wird ja auch 
Konzentration praktiziert und dadurch trainiert.
Das meine ich nicht. Wie koennte man Konzentration sonst noch 
trainieren?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Frustrierter schrieb:
> Ich habe nicht die blasseste Ahnung wie sowas geht.

Schonmal Meditation, oder autogenes Training probiert?

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich muss jetzt doch einmal ein bisschen einen Gegenpol darstellen:

Ich persönlich finde Großraumbüros gar nicht so schlecht. In einem 
Einzelbüro würde ich wahrscheinlich überhaupt nicht klarkommen, weil mir 
dann einfach die Kommunikation fehlt. Ok, manchmal verliert man dadurch 
die Konzentration, aber man lernt auch eine ganze Menge, wenn man ein 
bisschen mitbekommt, was andere machen. Und häufig ist es auch so, dass 
man anderen helfen kann, weil man gerade zufällig etwas weiß, was andere 
gerade suchen und man das eben auf dem halben Ohr mitbekommt.

Andererseits, wenn ich wirklich konzentriert arbeite, bekomme ich von 
der Außenwelt auch fast nichts mehr mit, ich kann da relativ gut 
abschalten. Telefongespräche und Gespräche in normaler Lautstärke stören 
mich überhaupt nicht.

Es gibt natürlich dann auch grenzen. Mit lauter Musik hätte ich auch 
massive Probleme; besonders wenn ich die Musik nicht mag. Die Leute 
können sich ja mit Ohrstöpsel hinsetzen. Und einen richtigen Schreihals 
am Telefon könnte ich auch nicht gebrauchen.

Von daher kann ich die Ansicht, dass ein Großraumbüro generell schlecht 
ist, nicht teilen. Es kommt doch sehr stark auf den einzelnen Typen an. 
Vermutlich kommt mir hier zugute, dass ich direkt an einer Hauptstraße 
und einer auch nachts stark frequentierten Zuglinie aufgewachsen bin. So 
etwas trainiert womöglich die Lärmresistenz.

Autor: Arc Net (arc)
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Michael Hirsekorn schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ich gehöre auch zu den Menschen, die zum konzentrierten
>> Arbeiten überhaupt keine Geräusche vertragen, egal welcher Art.
>
> Nein.
> Du gehörst zu den Menschen die nie gelernt haben sich richtig zu
> konzentrieren. Wenn man das einmal gelernt hat nimmt man nichts mehr um
> sich herum wahr. Konzentration kann man lernen und trainieren.

Schwachsinn. Natürlich kann man das in gewissen Grenzen lernen/ertragen, 
optimal zum Arbeiten ist das noch lange nicht.
Oder um beim Thema Mikrocontroller zu bleiben: Einfach nur mal den 
Umfang der Dokumentation eines heutigen Controller (inkl. Libs, Tools 
etc.) ansehen und mit der vor zehn Jahren vergleichen...
Die Zeit in der das gelesen und angewandt sein soll, hat sich weder 
verlängert, noch ist die zu erfüllende Funktionalität gesunken, noch 
sind weniger Vorschriften/Normen etc. einzuhalten.

http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/683044/...
Empfehlungen:
optimal: <30 dB(A)
sehr gut: 30 - <40 dB(A)
Sind einzelne Geräuschquellen um 4 dB(A) lauter als der Hintergrund, ist 
die Einstufung: ungünstig.

Sehenswert
http://channel9.msdn.com/posts/Glucose/Hanselminut...
Joel Spolsky (Fog Creek, joelonsoftware.com, stackoverflow.com)
Lesenswert
http://www.fogcreek.com/About.html

Autor: selbstundständig (Gast)
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Ja, sowas gibt es auch in Deutschland!

Leider kenne ich nur eine Firma (in NRW / Viersen) die genau so 
Ausgestattet ist. Die einzige Firma bei der ich mir nochmal vorstellen
könnte als Angestellter zu arbeiten. Ist nur leider schlappe 600 Km
entfernt...

Ich habe davon auch einen Film gemacht um es mal jemanden zeigen zu 
können,
nicht so Professionel, war für ein paar Freunde und meine Frau gedacht.
Sonst glauben die es ja nicht...

Habe aber auch mal in Rumänien Arbeiterinen beim Falten der DSL-Splitter
Bedienungsanleitungen für die T-Kom fotografiert, das hätte mir sonst
auch keiner geglaubt das dies von Hand geschieht!

Autor: earplug (Gast)
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Interessant, geräuschempfindliche Leute scheinen verbreiteter zu sein, 
als ich dachte. Ich weiss nicht, wie viele es tatsächlich betrifft, aber 
der Bedarf nach guten Lösungen und Unterstützung wäre offensichtlich 
vorhanden. Wenn man sieht, wie viel in diverse Massnahmen zur Steigerung 
der Arbeitsplatzqualität (Sicherheit, Ergonomie, Rauchverbote, 
Wasserspender, benutzerfreundliche Software, ...) investiert wird, so 
erstaunt es, wie wenig an der Lärmfront geschieht.

Den krassesten Gesundheitsstuhl oder 5 Liter vom seltsamsten Fitnesstee 
pro Tag zu brauchen, ist heute ganz normal. Wer hingegen Ruhe braucht, 
gilt schnell als seltsam, nerdig oder eigenbrötlerisch. Besonders, da 
gewisse Leute absolut nicht verstehen können, wie man sich an 
Hintergrundmusik- oder geräuschen stören kann.

Autor: Nils (Gast)
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@earplug:
> Interessant, geräuschempfindliche Leute scheinen verbreiteter zu sein,
> als ich dachte.
Das hat noch ganz andere Dimensionen: Wenn Du die von der EU ausgehenden 
Aktivitäten ansiehst, siehst Du, dass überall Lärmkarten erstellt 
werden. Man fragt sich warum.
Andrerseits etabliert sich in der medizinischen Forschung zunehmend ein 
Zweig, der Lärm als wesentlichen Einfluss für 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert.

Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang sieht...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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earplug schrieb:
> Interessant, geräuschempfindliche Leute scheinen verbreiteter zu sein,
> als ich dachte.

Das nimmt mit dem Alter zu. Wenn du brav bist, wirst du das auch noch 
merken ;-)

Autor: jetz ma ... (Gast)
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wenn der TE mehr verdient als ich übernehme ich den job gern ..


manche leute denken echt sie sind nicht ersetzbar ...

Autor: Nils (Gast)
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> Das nimmt mit dem Alter zu. ...
Das kann ich bestätigen. Das merkt man beizeiten auch ohne brav zu sein.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nils schrieb:
> Das merkt man beizeiten auch ohne brav zu sein.

Wenn man nicht brav ist, holt einen der Teufel, bevor mans merken kann 
;-)

Autor: Nils (Gast)
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> Wenn man nicht brav ist, holt einen der Teufel, bevor mans merken kann
... und zwar von Hinten!

Autor: Nils (Gast)
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@jetz ma ...
> manche leute denken echt sie sind nicht ersetzbar ...
Klar, jeder ist ersetzbar - fragt sich nur zu welchem Preis und wer den 
Preis zu zahlen hat.
Auch klar - wenn der TE Montag kündigt, geht die Sonne am Montag 
trotzdem auf - die Frage ist nur, ob das für den Arbeitgeber relevant 
ist. Aber so ist das eben, wenn man sich auf Allgemeinplätzen rumtreibt.

Autor: Gastino G. (gastino)
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Sebstundständig schrieb:
> Dann aber wurden die gleichen Verhältnisse wie beim Mutterkonzern in
> England eingeführt. Der Geschäftsführer des Mutterkonzern hatte
> Jahrelang
> herumgenörgelt " I hate those Wall's" und meinte die kleinen Büro's
> damit.

Bei solchen dummen Sprüchen würde ich den Kerl am liebsten den Hals 
umdrehen.

> Ich fage mich nur welchen "Vorteil" so eine Form von Büro für den AG
> hat?

Ganz einfach: Es ist für den AG scheinbar billig: Man spart am Bau 
(Wände, Türen, Malerarbeiten, Installation) und benötigt weniger Platz 
für die Leute. Es ist die billigste und primitivste Form, 
Entwicklerarbeitsplätze zu schaffen. Ob die Produktivität dadurch 
abnimmt, kann und will keiner wirklich messen.

Mich stören diese "Schweineställe für Ingenieure" auch sehr. Aber es 
gibt kaum noch Einzelbüros oder Büros mit weniger als 4 Leuten, sofern 
man nicht mindestens Teamleiter ist. Oder man ist Sekretärin (halb- oder 
ganztags). Dann hat man in der Regel auch einen vernünftigen 
Arbeitsplatz in einem Einzelbüro.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Hallo,

Ich denke dass ein Teil des Problems die unterschiedlichen 
Toleranzschwellen sind. Manche Leute sind eben schnell abgelenkt.
Mir geht es ähnlich. Ich sitze mit nem Kollegen in einem 
Durchgangszimmer, das nervt massiv. Tagsüber fällt mir daher das 
Arbeiten sehr schwer. Ich habe aber eine individuelle Lösung gefunden, 
die ganz gut funktioniert: Ich komme sehr spät! Ich schneie so gegen 11 
Uhr rein und bleibe dann bis nachts um drei. Hat den Vorteil, dass ich 
tagsüber noch mit da bin um mich mit Kollegen zu besprechen, und nachts 
habe ich meine Ruhe und die Arbeit flutscht. Zudem sind nachmittags, 
wenn ich da bin, die Kollegen schon nicht mehr so fit wie früh und daher 
ist es auch nicht mehr so unruhig. Und Doppelplus: nachts sind alle 
Geräte frei und Tine kann schalten udn walten wie sie will. Hihi.

Autor: p-man (Gast)
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Tine Schwerzel schrieb:
> Ich schneie so gegen 11
> Uhr rein und bleibe dann bis nachts um drei

Das ist aber ein ganz schön langer Arbeitstag!

Wäre bei uns nicht möglich, da Kernarbeitszeit von 9 bis 17 Uhr in der 
jeder da sein muss. Natürlich nicht besonders toll, um Überstunden 
abzubauen. Das ginge nur über verlängerte Mittagspausen.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Ist lang, aber so ist es halt. Dafür ist die Bezahlung fürstlich. Naja. 
Nicht ganz... Dafür hat man aber auch sehr viele Freiheiten.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Das hat noch ganz andere Dimensionen: Wenn Du die von der EU ausgehenden
>Aktivitäten ansiehst, siehst Du, dass überall Lärmkarten erstellt
>werden. Man fragt sich warum.
>Andrerseits etabliert sich in der medizinischen Forschung zunehmend ein
>Zweig, der Lärm als wesentlichen Einfluss für
>Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert.

Die Methoden der Dauerbeschallung werden gezielt eingesetzt. Von 
Guantanomo habe das schon ein paar Mal gehoert.
Ich will natuerlich nicht ein Grossraumbuero mit Guantanomo vergleichen, 
aber fuer mich ist eine permanente Gespraechsumgebung eine Tortur, da 
ich nie zu einer (gedanklichen) Ruhe kommen kann.

In Verkehrsbetrieben wird Dauerbeschallung bewusst eingesetzt, um 
Obdachlose zu vertreiben. Dem Reisenden faellt das kaum auf, empfindet 
es als angenehm ...
Aber war sich in U-Bahn Haltestationen ansiedeln will, dem wird 
repetierende Musik zur Qual. Offensichtlich, sonst wuerde man das ja 
nicht einsetzen.

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Ganz einfach: Es ist für den AG scheinbar billig: Man spart am Bau
>(Wände, Türen, Malerarbeiten, Installation) und benötigt weniger Platz
>für die Leute. Es ist die billigste und primitivste Form,

Glaube ich weniger. Zusaetzliche Waende reinzuziehen ist schnell und 
billig. Das sind sowieso nur Trockenbauwaende. Der Platzbedarf aendert 
sich nicht stark, da eine Wand wenig Grundflaeche einnimmt, aber den 
Vorteil bringt, dass man mehr Regale einsetzen kann.
Der Zusatzaufwand fuer andere Dinge, z.B. Rollstuhlfahrergerechte 
Aufzuege, Toiletten, geschlechter-getrennte Toiletten, Klimaanlagen, 
Einstellen eines zusaetzlichen Ingenieurs/Fachkraft, zusaetzliches 
Stockwerk, Parkhaus ... ist ganze Dimensionen teurer.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Großraumbüros haben nur einen Vorteil: Jeder kann jedem auf die Finger 
schaun und mithören was er tam telefon spricht. Keiner kann sich sicher 
fühlen, ungesehen Dinge zu tun, welche er nicht tun soll.
Es geht um nichts Geringeres als den einsatz sozialdarvinistischer 
Kontrolle des Individuums durch Gruppenzwang.

Im Public-Offis bereich hat man inzwischen die Nachteile erkannt, auch 
wegen der notwendigen Diskretionsgebahren. Hier kann mann nurmehr durch 
die Glastür den Käfigaffen bei der bei der Arbeit auf die Finger sehen 
ohne das der Gesprächsinhalt publik werden muss. für den Kunden gut, 
sieht er doch warum und ob er warten muß. Für den Käfigaffen bestimmt 
nur noch durch ablenkenden Lärm zu übertreffen.

Namaste

Autor: p-man (Gast)
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Ich habe jetzt den Wechsel vom Großraumbüro (mit 25Mann) in kleine Büros 
mit bis zu 3 (bei größeren 5) Personen miterlebt. Es ist ruhiger 
geworden und man ist auch irgendwie produktiver, --- aber auch 
langweiliger und mit weniger Ablenkungen verbunden. Ich vermisse die 
hübschen Damen (As. d. Geschäftsf.) auf ihren Wegen durch das 
Großraumbüro - zum Kopierer, Drucker oder Schredder. ;-) Jetzt muss ich 
mir für Smalltalk öfter mal nen Kaffee holen.

Autor: Dr. G. Reed (Gast)
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Prinzipiell mag ich auch meine Ruhe und kann viel besser arbeiten, wenn 
ich nicht durch Telefonate oder fremde Musik abgelenkt werde.

Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass bei mir auch ganz entscheidend 
die Ernährung mit hineinspielt, und zwar besonders histaminhaltige 
Speisen.

Histamin ist in vielen Lebensmitteln drin und löst, wenn im Übermass 
genossen (oder bei bestehender Unverträglichkeit), diverse Stress und 
Reizsymptome im Körper aus, bis hin zu allergieähnlichen Symptomen  und 
diffusem Unwohlsein, Krankheitssymtome, Konzentrationsstörungen etc.

Seitdem ich mich bewusst histaminarm ernähre, bin ich wesentlich 
konzentrierter, und auch Störungen durch Telefon etc, die mich vorher 
meist genervt haben, stören mich jetzt kaum mehr.

Muss aber jeder für sich selbst rausfinden, ob einem das gut tut. Bei 
mir hats Wunder gewirkt!

Autor: Frustrierter (Gast)
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>Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass bei mir auch ganz entscheidend
>die Ernährung mit hineinspielt, und zwar besonders histaminhaltige
>Speisen.

Das ist richtig, Ernaehrung ist ein wichtiger Faktor.
Am Histamin liegt es bei mir sicherlich nicht, die anderen Symptome 
treten nicht auf, welche waeren:


Mögliche Symptome nach Aufnahme histaminreicher Nahrung sind nach 
Ansicht der o.g. Autoren:
    * Hautrötung, Nesselsucht, Ekzeme, Juckreiz
    * Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Migräne, Schwindel
    * verengte oder rinnende Nase, Atembeschwerden, Asthma bronchiale, 
Halsschmerzen
    * Blähungen (Flatulenz), Durchfall, Verstopfung, Übelkeit/Erbrechen, 
Bauchschmerzen, Magenstechen
    * Bluthochdruck (Hypertonie), Herzrasen (Tachykardie), 
Herzrhythmusstörungen
    * Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe), Blasenentzündung, 
Harnröhrenentzündung und Schleimhautreizungen der weiblichen 
Geschlechtsteile
    * Wassereinlagerungen (Ödeme), Gelenkschmerzen
    * Erschöpfungszustände, Seekrankheit, Müdigkeit, Schlafstörungen
(Quelle: Wikipedia)



Auch esse ich keine Histaminreiche Nahrung


Histamin entsteht in bakteriell fermentierten Nahrungsmitteln, wie:
    * Rotwein
    * geräuchertes Fleisch, Salami, Schinken, Innereien
    * viele Fischprodukte, insbesondere Fischkonserven
    * Meeresfrüchte
    * gereifte Käsesorten („Hartkäse“), je höher der Reifegrad, desto 
höher der Histamingehalt
    * Sauerkraut
    * eingelegte Gemüse
    * Bier
    * Hefe
    * Essig
    * sowie in zahlreichen anderen Nahrungsmitteln (vgl. Liste in [8])
    * Andererseits soll es Nahrungsmittel (wie z. B. Ananas) und 
Medikamente geben, die den Abbau von Histamin verzögern.[8]


Alkohol und Konserven schon ueberhaupt nicht, das einzige waere Kaese 
und Meeresfruechte, aber das wenig.

Autor: Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite
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Kopfhörer mit aktiver Nebengeräuschunterdrückung + Endlosschleife einer 
Aufnahme aus denem Lieblingslesesaal. Oder andere entspannde Aufnahme 
(bei manchen Klassik, bei amderen death Metal)

MfG,

Autor: Frustrierter (Gast)
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> Kopfhörer mit aktiver Nebengeräuschunterdrückung

Funktioniert bei Sprache schlecht. Wurde schon ein paar Mal im Thread 
erwaehnt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Frustrierter schrieb:
> Auch esse ich keine Histaminreiche Nahrung

Daß in den Speisen wirklich Histamin enthalten ist, glaube ich nicht. 
Bestimmte Speisen können den Körper zu Histaminausschüttung anregen - so 
paßt es schon eher.

Bei Allergien ist dieses Hormon auch im Spiel.

Autor: IGBT (Gast)
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Tine Schwerzel schrieb:
> Ist lang, aber so ist es halt. Dafür ist die Bezahlung fürstlich. Naja.
> Nicht ganz... Dafür hat man aber auch sehr viele Freiheiten.

Macht 16 h pro Tag  - kenne ich auch - ich habs abgewählt, weil es keine 
Freiheiten gibt (Welche Freiheiten außer Freizeit?) die das kompensieren 
könnten.
Alle Beziehungen gehen kaputt, keine Zeit für Freunde und Familie, man 
steuert auf einen Herzinfarkt zu und - macht dann was mit dem Geld - 
sich richtige Freunde kaufen?
Heute trete ich bei 9 h auf die Bremse und sage: Morgen ist auch noch 
ein Tag.

Nach 30 Jahren kommt keiner und sagt: Hier, für ihren Einsatz eine halbe 
Million nur so, weil sie so gut waren und immer 16 h am Tag dabei. Das 
mit ihrem Krebs kriegen sie schon selbst hin - immer positiv denken...
Die Realität derzeit sieht eher so aus:
Egal wieso - nach 12 Monaten 'Arbeitslos' ist man auf Hartz 4 Status - 
egal ob NIEMALS oder 40 Jahre bei Siemens gearbeitet - betrifft derzeit 
'nur' 7 Millionen Deutsche.
Dann ist man der letzte Dreck - "Hier ist ein Strick, wollen sie sich 
bitte selbst im nächsten Wald weghängen und den Steuerzahler nicht 
weiter belasten..."

Ich kenne Leute die so leben und auch nicht wissen wohin mit dem Geld - 
ich kenne aber keinen einzigen Fall der mir 'glaubwürdig' damit 
glücklich erscheint.

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