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Forum: Platinen Polyesterlaminat.


Autor: rackandboneman (Gast)
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Ich Wahnsinniger hab mir mal ein paar Reststücke Polyester-Flex-Laminat 
besorgt und es einfach mit Tonertransfer probiert (es geht 
grundsätzlich, aber hat noch Optimierungsbedarf, die Planarität beim 
Transfer ist in der Tat recht diffizil..., also noch nicht 
projektreif)....

Was mich wundert ist ob die trübe Bindeschicht nach dem Ätzen entfernt 
werden darf (Stabilitätsgründe) (man bekommt die mit genug Aceton 
runterpoliert) oder sogar entfernt werden sollte (elektrische Gründe). 
Es sieht ausserdem genial aus wenn man die entfernt, ist papierdünn und 
klar wie eine Overheadfolie.

Was ich schonmal als Erfahrungen beitragen kann:

-Es schmilzt nicht beim Bügeln, wellt sich aber ziemlich wenn man nicht 
achtgibt.

-Man kann darauf löten, aber man braucht Bleilot und eine echte 
temperaturgeregelte Lötstation bei 230 Grad (250 Grad sind schon zuviel, 
dann schwimmt das Pad oder man hat ein Loch im Material).

-Hier liest man oft dass man Flex im Hobbylabor knicken kann. Genau das 
sollte man aber eher vermeiden ;)

Autor: Arno H. (arno_h)
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Wo hast du das Laminat her?

Arno

Autor: rackandboneman (Gast)
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Upps, hab ich Reststücke geschrieben bzw stehen lassen ...? Oh...

HBE. Und hab nicht aufgepasst da ich eigentlich Polyimid wollte ;) Aber 
dem Amateur ist die Herausforderung recht ;)

Autor: Arno H. (arno_h)
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Danke.

Arno

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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rackandboneman schrieb:
> Was mich wundert ist ob die trübe Bindeschicht nach dem Ätzen entfernt
> werden darf (Stabilitätsgründe)

Hallo,

der Grund, warum es Polyester gibt: das Material ist weitgehend immun 
gegen Kriechströme mit Einbrennen, man kommt daher auch bei hohen 
Spannungen mit geringeren Abständen aus als bei FR4.

Ich würde daher den Kleber (auf Polyester kann man nur mit Kleber Cu 
auflaminieren) nicht entfernen. Der im Datenblatt angegebene Wert für 
die Kriechstromfestigkeit bezieht sich sicher auf den Zustand nach dem 
Ätzen, ob er durch Rubbeln besser wird, kannst du nicht beurteilen.

Gruss Reinhard

Autor: rackandboneman (Gast)
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Welche Chemie setzt man denn in der professionellen Verarbeitung von 
solchem Material ein um den Resist zu entfernen - ordinäres Aceton wird 
es ja wohl nicht sein? Da stellt sich die Frage ob das professionell 
eingesetzte Lösungsmittel den Kleber nicht auch ohne Gerubbel wie 
angedacht entfernt...

Ist die Einbrennfestigkeit dann auch ein Argument vs Polyimid (von dem 
man ja sagt dass es spektakulär verkohlt wenn es einmal verkohlt ;), 
oder nur der Preis?

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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rackandboneman schrieb:
> ... Da stellt sich die Frage ob das professionell
> eingesetzte Lösungsmittel den Kleber nicht auch ohne Gerubbel wie
> angedacht entfernt...

und die Leiterbahnen gleich mit - ich würde keinesfalls ein Mittel 
einsetzen, das den Kleber zwischen dem Basismaterial und Cu angreift. 
Die Frage stellt sich in der professionellen Produktion aber kaum, da 
meistens alkalisch entwickel/strippbare Folien eingesetzt werden. Und 
wenn doch Lösemittel, muss man den Prozess eben so abstimmen, dass auf 
keinen Fall die Haftfestigkeit der Cu-Schichten beeinträchtigt wird. 
Polyester ist sowieso ein recht exotisches Material, die meisten 
Hersteller beschäftigen sich garnicht damit.

Das mit dem Kleber gilt aber auch für anderes Material, z.B. 
Kaptonfolien. Wird der Kleber beschädigt, z.B. aufgequollen, fallen 
irgendwann die schmalen Leiterbahnen runter.

Gruss Reinhard

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