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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verständnisfrage zu Spulen


Autor: Bastler (Gast)
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Ich habe eine Verständnisfrage zu Spulen:

Wenn man eine Spule durch einen Strom auflädt wird diese Magnetisch. Was 
passiert wenn man nach dem Ladevorgang die Versorgungsspannung abtrennt. 
Also nicht mit der Spannung runtergeht, wodurch sich die Spule wieder in 
das Netz entladen würde, sondern die Spule einfach "in der Luft" hängen 
lässt.

Bleibt die magnetische Wirkung dann erhalten (ähnlich wie das 
elektrische Feld beim Kondensator), oder verflüchtigt sich der 
Magnetismus sofort in die Umgebung?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Bastler (Gast)

>passiert wenn man nach dem Ladevorgang die Versorgungsspannung abtrennt.

Es passiert Induktion. Die Spule will den Stromfluss aufrecht erhalten 
und erzeugt eine hohe Spannung. Siehe Artikel Spule.

>Bleibt die magnetische Wirkung dann erhalten

Nur, wenn man dem Strom die Möglichkeit zum weiterfliessen gibt. Das 
macht man bei Relais oder Schaltnetzteilen mit einer Freilaufdiode.

MFG
Falk

Autor: Lasse S. (cowz) Benutzerseite
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Für das Magnetfeld der Spule ist nicht die Spannung, sondern der Strom 
verantwortlich.

Auch wird sie nicht aufgeladen. Es gibt keine magnetischen Monopole, mit 
denen man die Spule laden könnte..

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Beim Ausschalten gibt es eine Spannungsanstieg, und dann einen Funken, 
der die Energie an die Umwelt übergibt.

Das Magentfeld kommt ja vom Strom. Es ginge theoretisch nur, die Spule 
kurzzuschliessen, dass der Strom immer weiter fließt. Nur wird sich dann 
nach kurzer Zeit der Strom am Innenwiderstand der Spule aufgerieben 
haben...

Autor: Bastler (Gast)
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> Es passiert Induktion. Die Spule will den Stromfluss aufrecht erhalten
> und erzeugt eine hohe Spannung. Siehe Artikel Spule.

Aber wohin soll der Strom Fliesen wenn die Anschlüsse der Spule 
"geöffnet" sind. Wird die Spannung wie bei einer Idealen Stromquelle so 
groß, dass sich ein Lichtbogen zwischen den Anschlüssen Bildet.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> dass sich ein Lichtbogen zwischen den Anschlüssen Bildet.
Ja.
Allerdings passiert das bei den Spulen, die du so hast, in den ersten 
zehntel mm. Drum siehst du das so schlecht...

Autor: Peter (Gast)
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>dass sich ein Lichtbogen zwischen den Anschlüssen bildet.

=> Ja

Nimm eine grosse Induktivität (z.B. Trafo) und nimm beide Anschlüsse in 
die Hand, während ein Kollege das Kabel zur Speisung ruckartick 
auszieht...

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Dieser Tipp geht ja schon fast in Richtung Totschlag  :-o

Aber für Weicheier: nimm eine normale Klingel (die unterbricht den Strom 
von sich aus immer wieder ein paar mal pro Sekunde) und halte zwei 
Finger über die Anschlussklemmen...

Zuvor jedoch: sieh dir einfach den eigentlichen Klingelkontakt an...

Autor: Bastler (Gast)
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Das bedeutet, würde man eine Ideale Spule (ohen realen Widerstand) im 
"aufgeladenem" Zustand (magnetischer Fluss vorhanden) mit einem 0 Ohm 
Draht kurzschließen, würde der Strom ewig im Kreis laufen ohne 
abzureisen und die Spule würde sozusagen das Magnetische Feld halten 
(äquivalent zum Kondensator im Lehrlauf).

Autor: Peter (Gast)
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>Das bedeutet, würde man eine Ideale Spule (ohen realen Widerstand)...

Ja. Mit Supraleitern bauen Teilchenphysiger auf diese Weise extrem 
starke Elektromagnete für Kernspinn-Tomographen, Teilchenbeschleuniger 
etc...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Bastler (Gast)

>(äquivalent zum Kondensator im Lehrlauf).

Leerlauf.
Und ja, das ist auch so. Macht man mit supraleitenden Spulen in diversen 
Apparaturen.

@  Lasse S. (Firma: Projekt: www.punctr.com) (cowz) Benutzerseite

>Auch wird sie nicht aufgeladen. Es gibt keine magnetischen Monopole, mit
>denen man die Spule laden könnte..

Wer sagt denn, dass der Begriff "aufladen" mit magentischen Monopolen 
verbunden ist? Die Spule wird mit Energie aufgeladen, nicht mehr, nicht 
weniger.

MFG
Falk

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Ja.
Stichworte für Google:  Supraleiter Spule

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Lasse S. schrieb:
> Für das Magnetfeld der Spule ist nicht die Spannung, sondern der Strom
> verantwortlich.
Schreibt er doch selber.
> Auch wird sie nicht aufgeladen. Es gibt keine magnetischen Monopole, mit
> denen man die Spule laden könnte..
Prahlerisches Halbwissen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Aber wohin soll der Strom Fliesen wenn die Anschlüsse der Spule
> "geöffnet" sind.

Was sind 2 nicht miteinander verbundene Drahtenden ?

 +--- ??? ---+
 |           |
 |           |
 +---Spule---+

Genau, ein Kondensator.

 +----| |----+
 |           |
 |           |
 +---Spule---+

Zwar kein guter, aber ein bischen Kapazität hat er schon.

Der Strom, der im Moment des Abtrennens in der Spule floss,
fliesst auf !jeden Fall! weiter und lädt die Enden der
Anschlussdrähte gegeneinander auf wie einen Kondensator.

Es entsteht eine Spannung, die der Energie entsprach, die
in der Spule steckte, dividiert durch die Kapazität der
Leitungsenden. (Der wesentliche Teil der Kapazität ist
übrigens zwischen den Windungen noch innerhalb der Spule).

Wenn die Energie in der Spule so gering wear, daß sie
komplett von der Kapazität dieses Kondensators aufgenommen
werden konnte ohne daß die Spannung zu hoch wurde, dann ist
alles gelaufen (und läuft gleich rückwärts wieder ab, weil
sich dieser nun aufgeladene Kondensator wieder in die Spule
entlädt, es entsteht ein Schwingkreis).

Wurde die Spannung aber so hoch, daß eine Isolation durchschlagen
wurde oder gleich die Funken zwischen den Drahtenden flogen,
wird die Energie eben auf diesem Weg vernichtet.

Autor: Frank Bär (f-baer)
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MaWin schrieb:
> wird die Energie eben auf diesem Weg vernichtet.

tztztztz....

Autor: Floh (Gast)
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Frank Bär schrieb:
>> wird die Energie eben auf diesem Weg vernichtet.
>
> tztztztz....

umgewandelt :-)

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