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Forum: HF, Funk und Felder Rohplatinen als Abschirmung


Autor: Benedikt (Gast)
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Hallo,

mich würde mal interessieren, wie gut ungeätze kupferkaschierte Platinen 
HF-Felder abschirmen.
Da man aus ungeätzten Platinen relativ leicht kleine Gehäuse durch 
verlöten fertigen kann, wäre es naheliegend Schaltungsteile die eine 
Abschirmung benötigen(präzise Analogtechnik, schnelle Digitaltechnik) 
mit kleinen selbstgebauten Gehäusen aus Platinen zu schirmen.

Normal verwendet man ja die käuflichen HF-Blechgehäuse (Reichelt etc.), 
doch die sind relativ teuer und unflexibel. Mit kupferkaschierten 
Rohplatinen könnte man sich so "Maßgehäuse" relativ leicht selbst 
herstellen.

Ist die Kupferschicht (35µm)zu dünn, oder muss es ein magnetischer 
Werkstoff sein?


mfg Benedikt

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Das geht prima. Ich baue seit Jahrzehnten Gehäuse auf diese Art. Was 
auch
eine gute Möglichkeit ist: Konservendosenblech. Das ist vereistes 
Zinken-
blech, äh verzinktes Eisenblech. Damit habe ich UKW-Tuner oder Vorver-
stärker für Frequenzzähler in fliegender Verdrahtung aufgebaut.

MfG Paul

Autor: Hewlett (Gast)
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Vorsicht beim Schneiden von Epoxy-Material
Gefahr durch einatmen der Glasfaser Partikel.Immer absaugen, es reicht 
schon der Staubsauger

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du solltest allerdings durchgehende Lötnähte anbringen, ansonsten
werden die Stoßstellen zu Schlitzstrahler-Antennen (vor allem im
UHF-Bereich).  Das ist naturgemäß besonders beim Anbringen des
Deckels kritisch, falls man den nicht gerade am Ende auch noch
Einlöten will.

Autor: Galenus ein Reisender (Gast)
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Hallo Rohrplatinenantennenbauer,
ich hab da eine Euro Platinenbox mit einem DCF77 Wecker von Aldi Drin. 
Ist eine super Kiste klein und ungefähr 3cm hoch. Es ist ein kleiner 
Server Embedded Linux drin. Nun möchte ist oben Links wenn ich drauf 
schau einen DCF77 Signal empfangen . Im Deckel ist ein TFT 480*272 
vorgesehen. Wie kann ich das Rohrmaterial in der Kiste anordnen und 
welche Schlitzbreite muss ich freilassen bzw nicht zulöten damit ich als 
Laie das DCF77 Signal weiterhin empfangen kann und wie kann ich die 
Schlitz füllen damit innendrin trotzdem die Kiste dicht ist über Jahre 
und sich kein Schwitzwasser bildet.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du müsstest einen Schlitz in der Größenordnung der halben
Wellenlänge freilassen, das macht * tipper, tipper * ungefähr
1935 m.

Autor: Wolfgang M. (womai)
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Spaetestens ab ein paar MHz ist die Skintiefe viel kleiner als die Dicke 
der Kupferschicht - das Feld kommt also nicht durch's Metall. D.h. so 
eine Kuoferschicht schirmt prima.

Wolfgang

Autor: usr (Gast)
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aber  sobald da  irgendwo  Strom fliesst   helfen die  35µ Kupfer nicht 
mehr  weit

zum  Basteln  ok,  aber  für  sinnvolle  Verwendung  nicht  wirklich 
geeignet

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  usr (Gast)

>aber  sobald da  irgendwo  Strom fliesst   helfen die  35µ Kupfer nicht
>mehr  weit

Wenn in deiner ABSCHIRMUNG so hohe Ströme fliessen, dass 35um Kupfer ins 
Schwitzen kommen, hast du ganz andere Probleme ;-)

MFG
Falk

Autor: Peter R. (pnu)
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Die 77,5 kHz sollen wohl von einer Ferrit-Antenne aufgefangen werden.
Aber da ist ein Metallgehäuse schlecht:

Man muss daruf achten, dass sich um die Antenne herum keine geschlossene 
Windung an leitfähigem Material bildet, diese würde als 
Kurzschlusswindung wirken.
Eine in ein Metallrohr gesteckte Ferritantenne ist unwirksam, ein 
Längssschlitz auf ganzer Länge des Rohres ist da notwendig.

Auch eine Metallfläche vor dem Antennenstab wirkt als Abschirmung, denn 
in der Metallfläche fließt ein das Feld schwächender Wirbelstrom.

Autor: usr (Gast)
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>Wenn in deiner ABSCHIRMUNG so hohe Ströme fliessen, dass 35um Kupfer ins
>Schwitzen kommen, hast du ganz andere Probleme ;-)

tja  erst mal  drüber  nachdenken  wäre  da  sinnvoll
es  geht  nicht primär  um  hohe Ströme

Strom -> Magnetfeld ->> 35µ Kupfer  -> Spannung -> Strom


und  was bleibt dann übrig von  dieser  Super  Schirmung ?

warum  sind  wohl kommerzielle Abschirmgehäuse  teilweise  recht dick 
oder  gar  doppelt?

Autor: Peter R. (pnu)
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Bei 77,5 kHz dürfte die Eindringtiefe in Kupfer einige Zehntel mm 
betragen. (Ich rechne das jetzt nicht selbst aus, siehe skin-Effekt, 
Eindringtiefe)

Eine 0,035mm - Schicht Cu hat also noch keine besonders gute 
Schirmwirkung bei DCF.

Die Antenne in der Nähe eines digital arbeitenden TFT Display 
unterzubringen finde ich nicht so besonders gut.
Da entsteht schnell "Eigenempfang"  = Schwingen

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Peter R. (pnu)

>Eine 0,035mm - Schicht Cu hat also noch keine besonders gute
>Schirmwirkung bei DCF.

Das wage ich zu bezweifeln. Und Skintiefe hat nicht direkt was mit 
Schirmwirkung zu tun. Nur indirekt. Bau einfach mal so eine Box, 
rundherum schön verlöten und stell einen DCF77 Empfänger rein.

MFG
Falk

Autor: Peter R. (pnu)
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> geschlossenen Box mit 35u Cu Wandstärke

"keine besonders gute Abschirmung" ist ein schwammiger Begriff, geb ich 
zu.

Bei 77,5 kHz wird die Ferritantenne durch die induktiv angekoppelte 
Kurzschlusswindung "Gehäuse" kräftig in der Resonanzfrequenz verschoben.
Die Feldverdrängung durch den Kurzschlussstrom bringt auch eine 
erhebliche Dämpfung. In den meisten Fällen wirds reichen.

Autor: Galenus ein Reisender (Gast)
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Hallo Rohrplatinenantennenbauer,
danke für die Info. Leider weiss ich nicht so viel über Mikro, 
Nano,Femto Laserschlitze 1935 m Länge und etwas dünner und kleiner aber 
vielleicht gibt es in anderen angrenzenden Bereichen noch Ideen, Der 
Kollege aus Eddystone sagte auf der Kurzwelle er hätte noch Gehäuse die 
das Problem mit dem Display lösen könnten. Er kommt nach Bad Bentheim 
und Weinheim zu den Flohmärkten und das dürte die Lösung sein. Eine 
abgesetzte Einheit am Aussengehäuse wäre möglich aber die Impedanz und 
Witterungsbeständigkeit würde Mutter Natur nicht überleben. Ein Kollege 
auf der Mittelwelle sagte es wäre das Jahr 1982 wo Berichte zu diesem 
Themenkreis besprochen wurden udn da gäb es auch einige gute Ideen. 
Leider bin ich erst seit 1994 tätig und habe die alten UKW Berichte 
nicht mehr und der Clubwasserschaden hat den Rest gemacht. Eine digitale 
Datenbank gibt es wohl nicht und auf einem Flohmarkt mal eben Jahrzehnte 
durchzusuchen ohne die genaue Ausgabe zu kennen grenzt an die Nadel im 
Heuhaufen. Aber gut man hat ja Väterchen Zeit und ehe das neue Iphone 5 
wieder die Probleme mit der Antenne hat schaut man eher nach was Sache 
ist. Viele Wege führen nach Rom. Der Themenkreis des Sternenkalender 
wird es zeigen.

Autor: Friedrich (Gast)
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Hallo Galenus,
ich hab hier noch eine alte Liste auf der steht 1/1984 Seite 42-60. 
Leider hab ich 1990 angefangen. Den alten Jahrgang hab ich leider auch 
nicht.

Autor: Funkamateur (Gast)
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Hallo Galenus,
hier der Artikel.

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