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Forum: Offtopic Gefährlichkeit von Stromschlag - Frequenzabhängigkeit


Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Hallo,

ich wollte mal fragen, wieso Gleichstrom denn überhaupt gefährlich ist?
Bei Wechselstrom (50Hz) wirkt der Strom mit seinen Amplituden auf das 
Herz ein, wodurch Herzkammerflimmern verursacht wird. Bei Gleichstrom 
aber doch nicht?

DC ist zwar weniger gefährlich, aber dennoch liegt die Grenze für die 
Berührungssicherheit bei 120V.

Wie schaut es bei anderen Frequenzen aus? Im kHz Berecih ist Strom nicht 
mehr schlimm (außer Gefahr auf Verbrennungen). Sinkt die Gefährlichkeit 
auch bei Frequenzen unter 50 Hz?

Wie gefährlich sind 25 Hz?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Gleichstrom ist sehr gefaehrlich wegen der Elektrolyse in den Zellen. 
Die Zellen, durch die Gleichstrom floss kannste in die Tonne druecken. 
Die Elktrolyseprodukte sind meist giftig. Zudem gibt es eine 
Muskelverkrapmfung, die man eigentlich nur mit einer Machete loesen 
kann.  Dh. bye, bye, Baby ...

Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Also ich beziehe mich auf ein Zitat aus dem Buch 
"Gefährungsbeurteilungen" von Hannes-Christian Blume. Dort steht

"Bezogen auf die Frequenz liegt eine Gefährdung zwischen 0 Hz 
(Gleichstrom) und 400 Hz vor, wobei das Maximum bei 50 bis 60 Hz liegt."

Schon klar, bei DC spielen andere Effekte eine Rolle als bei AC.
Bei steigender Frequenz sinkt die Gefährlichkeit. Aber wieso liegt das 
Maximum bei 50-60 Hz. Was passiert bei Frequenzen von 0-50 Hz?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Das sind Frequenzen, denen Müskelfasern noch folgen können.

Autor: Jo O. (brause1)
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Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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bei Gleichspannung verkrampfen die Muskeln um den Leiter herum und da 
dein Körper keine Kontrolle mehr über die Muskeln hat, ist das Loslassen 
erschwert. Bei Wechselstrom zieht sich die Hand nicht (so sehr) um den 
leiter zu.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Kevin K. schrieb:
> bei Gleichspannung verkrampfen die Muskeln um den Leiter herum und da
> dein Körper keine Kontrolle mehr über die Muskeln hat, ist das Loslassen
> erschwert. Bei Wechselstrom zieht sich die Hand nicht (so sehr) um den
> leiter zu.

Und mal wieder genau falschrum.

Muskeln und Nerven reagieren ausschliesslich auf eine Änderung des 
Stromflusses, nicht auf einen konstant fliessenden Strom (Elektrolyse 
und thermische Effekte natürlich aussen vor).

Bei Gleichstrom tritt das nur beim Ein- und Ausschalten des Stromes auf, 
da verkrampfen die Muskeln jeweils einmal kurz (und kräftig, das kann im 
Extremfall bis hin zu Knochenbrüchen gehen!), während der Strom aber 
konstant fliesst ist normale Muskelkontrolle möglich, und es ist 
jederzeit möglich, den Leiter loszulassen.

Bei Wechselstrom ändert sich der Strom ständig, deshalb verkrampfen hier 
die Muskeln dauerhaft, und ab einer gewissen Stromstärke ist kein 
loslassen mehr möglich, da die Beugemuskeln i.d.R. erheblich kräftiger 
als die Strecker sind.

Andreas

Autor: Tilo L. (katagia)
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Wobei ab einer gewissen Frequnz nichts mehr passiert, da die Muskeln zu 
träge sind. Deshalb funktioniert auch HF Chirugie.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Ich kann aus leidvoller Erfahrung sagen, daß beides weh tut. Wobei ich 
Gleichstromschläge (Kondensator, Anodenspannung) als wesentlich 
unangenehmer in Erinnerung habe als 50Hz-Netzspannung. Fazit: ACDC 
hören, aber nicht anfassen...

Autor: Juppi J. (juppiii)
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>Bei Gleichstrom tritt das nur beim Ein- und Ausschalten des Stromes auf,
>da verkrampfen die Muskeln jeweils einmal kurz (und kräftig, das kann im
>Extremfall bis hin zu Knochenbrüchen gehen!), während der Strom aber
>konstant fliesst ist normale Muskelkontrolle möglich, und es ist
>jederzeit möglich, den Leiter loszulassen.



Das kenne ich anders,habe nur durch Zufall überlebt.

Beidhändig Anodenspannung ca 350V.
..also Querstrom durch den Körper.
In jeder Hand die Kroko umklammert.
Ich konnte Hände und Arme nicht bewegen.
Mit den Füßen konnte ich mich abstoßen und fiel rückwärts mit dem Stuhl 
um.
Dabei habe ich alles aus der Steckdose gerissen.(Normalstecker)
Hatte danach 2 Jahre Schwierigkeiten.
Eigenartig keine Nachfolgeschäden,wahrscheinlich verträgt man in der 
Jugend mehr.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Juppi J. schrieb:
> Das kenne ich anders,habe nur durch Zufall überlebt.
>
> Beidhändig Anodenspannung ca 350V.
> ..also Querstrom durch den Körper.
> In jeder Hand die Kroko umklammert.
> Ich konnte Hände und Arme nicht bewegen.

Vermutlich kam die Anodenspannung nicht aus einer Batterie. Was du zu 
spüren bekommen hast war der Rippelstrom. Gleich- und Wechselstromanteil 
muss man hier getrennt betrachten.

Die hohe Grund-Gleichspannung macht dabei allerdings in dieser 
Kombination den Wechselstromanteil gefährlicher, da der Hautwiderstand 
dadurch bereits durchbrochen ist. Deshalb reicht ein kleinerer 
Spannungshub aus, um gefährliche Wechselströme fliessen zu lassen, als 
es ohne den Gleichanteil der Fall wäre.

> Hatte danach 2 Jahre Schwierigkeiten.
> Eigenartig keine Nachfolgeschäden,wahrscheinlich verträgt man in der
> Jugend mehr.

Der Trick ist, Erfahrung zu sammeln, bevor einem das Glück ausgeht ;-)

Andreas

Autor: K. A. (e-bastler)
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Ich hab mal von 400V nen Stromschlag bekommen.
Gegenüber Erde war ich sehr gut isoliert aber bei 2 Phasen nützt das 
auch nix mehr.
Das war noch so ne uralte Bude wo es noch keine Vorsicherung außer der 
Panzersicherung an der Hauptverteilung war.
Hab da nen Stromschlag direkt von ner abgesägten Phasenschine bekommen, 
Da war das Kupfer bündig mit dem Plastik abgeschnitten und auch keine 
Kappe drauf.
400V auf 5 mm verschwitze Haut, das zischt ganz schön
Gab ne relativ üble Brandblase die lange zur Heilung gebraucht hat.

Autor: Gustav K. (hanibal)
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Hab heute auch einen gewischt bekommen, bei der Arbeit.
waren 230V, hat aber nur n bissl gekitzelt.

Stand auf der Leiter, und hab bei einer Motorsteuerung, von welcher ich 
dachte, das sie aus ist, eine Steckkarte abgezogen, und natürlich mit 
dem Finger auf die Rückseite der Platine, ist aber wie gesagt nochmal 
gut gegangen.

Autor: Juppi J. (juppiii)
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Andreas Ferber (aferber)

Das war mir damals egal.

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