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Forum: Markt [S]uche Tastköpfe 1:1 + 1:10


Autor: D. K. (lemur)
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Hallo,

ich suche für mein neues Spielzeug noch 1-2 günstige Oszilloskop 
Tastköpfe 1:1 umschaltbar 1:10, (Sicherheitsklasse mind. CAT II und > 
400V Us im 10er Teiler), bis 30 MHz reicht.

Bitte kein China - Müll.

So kleine Kontakthaken um das Ding an nen IC Pin zu hängen wären auch 
noch interessant.

Also falls jemand sowas günstig abzugeben hat, würde ich mich freuen.

Grüße

Autor: A. K. (prx)
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=> Testec (z.B. Reichelt). Sind weder von Tektronix noch von LeCroy, was 
garantiert einige hier sauer aufstossen lässt, aber klar besser als der 
"Chinamüll".

Autor: faustian (Gast)
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Die sind extrem klobig und haben Massekabel an denen ich immer die 
Waesche aufhaenge - sonst recht solide.

Autor: D. K. (lemur)
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Danke für die Info A.K.

Jetzt muss ich aber mal ne doofe Frage dazu stellen, Testec gibt die 
Köpfe an mit: Max. Eingangsspannung 300V CAT II (600V CAT I), DC inkl. 
AC Spitze, abnehmend mit zunehmender Frequenz!

Ist das jetzt für CAT II eine Angabe von Ueff, Us, oder Uss ?

Nicht lachen, hab mir z.B. gestern die Peaktech TK Serie angeguckt, die 
soweit passen würde, bis ich gesehen hab das die max. Uss 600V 
zugelassen sind. Damit kann ich mir ja noch nich tmal nen Netzsignal 
angucken ;(

Autor: mhh (Gast)
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Lemur M. schrieb:
> bis ich gesehen hab das die max. Uss 600V
> zugelassen sind. Damit kann ich mir ja noch nich tmal nen Netzsignal
> angucken ;(


Misst Du Phase gegen Phase bei 180° Phasendrehung oder doch eher gegen 
den Nullleiter?

Autor: Johannes (Gast)
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> Sicherheitsklasse mind. CAT II und >400V Us im 10er Teiler

Hast Du da bestimmte Anforderungen für so eine hohe Spannung? Speziell 
bei Schaltnetzteilen können sehr steile Transienten auftreten, mit denen 
man einen "normalen" Tastkopf ziemlich schnell kaputt machen kann, auch 
wenn die (RMS-)Spannung eigentlich gar nicht so hoch ist.

Die Hersteller von hochwertigen Tastköpfen (z.B. PMK) haben in der Regel 
im Datenblatt eine Derating-Kennlinie, an der man ablesen kann, welche 
Spannung bei hohen Frequenzen noch zulässig ist.

Ich würde Dir empfehlen, für Spannungen > 200V und ganz speziell bei 
Schaltnetzteilen, die an Netzspannung betrieben werden, einen 100x - 
Tastkopf zu verwenden. Der kostet zwar etwas mehr, aber dafür ist er 
wesentlich robuster.

Autor: D. K. (lemur)
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I.d.R. Phase gegen Null, ich kann aber nicht ausschließen, dass auch mal 
Phase gegen Phase benötigt wird.

Ich weis auch, dass die Sicherheitsklassen nach oben großzügig ausgelegt 
sind und es sich primär um Kategorisierungen zum Schutz vor elektrischen 
Schlag handelt.

80% meiner Messungen sind im Bereich von weniger als Uss 50V, der Rest 
ist max. Netzspannung also Uss 650 V.

Spezielle Anforderungen in dem Sinne also nicht, ich hätte eben nur 
gerne etwas "Luft nach oben".

Das Problem mit Messungen bei denen steile Transienten auftreten können 
ist bekannt, Danke trotzdem für den Hinweis. Dafür ist ein fester 100:1 
Tastkopf vorhanden.

Autor: MaWin (Gast)
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> Bitte kein China - Müll.

Was sonst ? Testec ? LOL. Tektronix P6117 ? ROTFL.

Die haben alle dieselbe blöde allerbilligste Masseklemme.

Autor: Johannes (Gast)
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> Ist das jetzt für CAT II eine Angabe von Ueff, Us, oder Uss ?

Die Überspannungskategorie (I, II, ...) bezieht sich immer auf die sog. 
Bemessungsspannung, das ist im Prinzip die Gleichspannung oder RMS-Wert 
bei 50Hz Wechselspannung, die man dauerhaft anlegen kann, und zwar gegen 
PE gemessen. 600 Vss ist also +/- 300V, d.h. 212 Vrms.

Wenn ein Tastkopf z.B. 300 V CAT I hat, dann muss er einen einmaligen 
Spannungsimpuls von 1500 V aushalten. Dabei wird ein genau definierter 
Prüfimpuls verwendet, mit dem Gerät geprüft wird. Bei 300V CAT II sind 
das dann 2500V, genauso bei 600V CAT I.

Damit wird also nicht spezifiziert, welche Spannung man damit messen 
kann; eine höhere Überspannungskategorie bedeutet eher, dass der 
Tastkopf nicht so schnell kaputt geht, wenn mal eine zu hohe 
Spannungsspitze auftritt.

Für Messungen an einer Steckdose ist 300V CAT II in Ordnung.

> dass auch mal Phase gegen Phase benötigt wird.

Das geht aber mit einem "normalen" Tastkopf nicht, da die Masse mit der 
Oszi-Masse verbunden ist. Bei einem Oszi mit Schutzleiter fliegt da 
sofort die Sicherung raus; bei einem tragbaren Oszi funktioniert das im 
prinzip schon, das ist aber extrem gefährlich!!

In diesem Fall solltest du mit 2 Tastköpfen jeweils gegen PE messen und 
dann im Oszi die Differenz berechnen. Oder aber ein Differenz-Tastkopf, 
der ist aber wesentlich teurer.

Autor: Johannes (Gast)
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> Was sonst ? Testec ? LOL. Tektronix P6117 ? ROTFL.
> Die haben alle dieselbe blöde allerbilligste Masseklemme.

Die PMTG - Serie von PMK müsste zum P6117 baugleich sein, dafür gibt es 
recht viel Zubehör, auch unterschiedliche Masseklemmen:

Link:
http://www.pmk-gmbh.com/de/produkte/Tastkoepfe_Sta...

Das ist aber eine andere Preiskategorie als Testec...

Autor: D. K. (lemur)
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So schön hatte ich das bei Google nirgends gefunden. Somit kann ich 
zusammenfassend davon ausgehen, dass CAT II für Netzspannung zugelassen 
ist und die 300V einer dauerhaften max. Effektivspannung entsprechen.

Johannes schrieb:
> Das geht aber mit einem "normalen" Tastkopf nicht, da die Masse mit der
> Oszi-Masse verbunden ist. Bei einem Oszi mit Schutzleiter fliegt da
> sofort die Sicherung raus;

<Off-Topic on>
Was zwar nicht schlimm wäre, weil ich für sowas damals extra getrennte 
FI's für meinen Messplatz verbaut habe. Allerdings hat sich in den 
Jahren gezeigt, dass meine Frau die normalen FI's durch irgendwelche 
Küchengeräte öfters auslöst sodass ich hier immer noch Strom habe, auch 
wenn der Rest des Hauses dunkel ist ;)

Wenn solche Messungen in den seltensten Fällen mal vorkommen hab ich 
dafür 2 Trenntrafos bereit.
<Off-Topic off>

Bzgl. der Tektronix & Co.
Ich hab hier selbst 2 Tektronix liegen, die ich aber nicht benutze weil 
(zugegeben sind schon alt) viel zu unhandlich. Damit kann ich nicht 
"tasten" sondern nur die halbe Schaltung zusammen klemmen, da diese nur 
Haken haben und selbige viel zu groß bemessen sind.
Ich bin auch nicht bereit, für Tektronix & Co. den Namen zu bezahlen, 
auch wenn die Preise mit Sicherheit gerechtfertig sind. Das wäre für 
meine Hobbyzwecke zu überdimensioniert.

Autor: Johannes (Gast)
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> Ich bin auch nicht bereit, für Tektronix & Co. den Namen zu bezahlen,

Die meisten Oszi-Hersteller bauen ihre Tastköpfe nicht selber, sondern 
lassen die von spezialisierten Tastkopf-Herstellern fertigen.
Viele Tastköpfe, die von Lecroy, Tektronix, ... verkauft werden, sind 
"made in Germany". Wenn man etwas sucht, findet man die identischen 
Tastköpfe oft wesentlich preiswerter unter einem andern Namen.

Wenn es auf der Platine eng ist, sind 2,5 mm - Tastköpfe wirklich sehr 
praktisch, die sind dann aber in der Regel nicht umschaltbar, sondern 
fest x10.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Lemur M. schrieb:
> I.d.R. Phase gegen Null, ich kann aber nicht ausschließen, dass auch mal
>
> Phase gegen Phase benötigt wird.

Dann gelegentlich daran denken das Tastkopfmasse identisch mit 
scopemasse ist.

Der Rest der Messung ist dann tödlich.

> Ich hab hier selbst 2 Tektronix liegen, die ich aber nicht benutze weil
> (zugegeben sind schon alt) viel zu unhandlich.

Man kann neuere , angenehm kleine TK für moderates Geld gebraucht 
kaufen. Tektronix oder HP hat das.
So zwischen 20 und 40 euro.

Autor: D. K. (lemur)
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Danke für die Infos.

Ich werd mir mal testweise zwei Testec bestellen, wenn die absolut 
nichts sind kann ich sie ja immernoch zurück schicken.

Autor: susa (Gast)
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>> I.d.R. Phase gegen Null, ich kann aber nicht ausschließen, dass auch mal
>> Phase gegen Phase benötigt wird.

> Dann gelegentlich daran denken das Tastkopfmasse identisch mit
> scopemasse ist.

Da müsste doch dann der FI abgehen ....

Autor: faustian (Gast)
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"Da müsste doch dann der FI abgehen ..."

Davon auszugehen dass in jedem Hobbylabor ein solcher im Spiel ist ist 
leichtsinnig. Wobei es sich empfiehlt in einer Wohnung ohne dann 
wenigstens einen DI-Zwischenstecker anzuschaffen.

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