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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gehalt für Ingenieure vs Gehälter im Bereich IT


Autor: entwickler08 (Gast)
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Hi,

was meint ihr, warum die Ingenieure mehr als die Informatiker im Schnitt 
verdienen? ist es besser, wenn man Maschinenbau als Informatik studiert?
Ist es nicht so, dass wegen IT-Auslagerung die Lohne in die Tiefe 
gehen??
siehe unten:
http://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/g...
http://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/g...

Autor: redeye (Gast)
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Naja, im Allgemeinen macht Deutschland mit der 
Schwerindustrie(Maschinen/Waffen) und der Automobilindustrie eine Menge 
Geld.
Dementsprechend entwickeln sich die Löhne.
Wenn alle Welt ihre Softwareentwicklungen und IT-Dienstleistungen bei 
uns in Auftrag geben würden wäre es entsprechend anders.

"Where does the money go?"

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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redeye schrieb:

>Naja, im Allgemeinen macht Deutschland mit der
>Schwerindustrie(Maschinen/Waffen) und der
>Automobilindustrie eine Menge Geld.

Ja, das Geld machen nur die Unternehmen, nicht die Mitarbeiter. Bei 
Elektrik und Steuergeräten befindet sich auch schon eine Menge im 
billigeren Ausland. Für meinen deutschen Ford, fand ich z.B. mal heraus, 
daß der Bordcomputer aus der Türkei kommt... Ein Entwickler von dort war 
mal in einem Forum...

Autor: entwickler08 (Gast)
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na ja, wie soll ich es interpretieren? Softwareentwicklung ist blee und 
bringt fast kein Geld? oder Softwareentwicklung kann jeder (z.B. Inder) 
machen und Autos oder Maschinen doch nicht?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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entwickler08 schrieb:

>Softwareentwicklung kann jeder (z.B. Inder)
>machen und Autos oder Maschinen doch nicht?

Wieso nicht? Die entwickeln sich auch weiter. Ist nur noch eine Frage 
der Zeit.

Autor: Stefan (Gast)
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Im IT-Bereich tummeln sich viel mehr Leute, vor allem mehr 
unqualifizierte. Zum IT-Bereich zählen auch Web-Designer, etc., deren 
Tätigkeit man wohl kaum mit der eines Ing. vergleichen kann. Für ein 
Großteil der Dipl.-X im IT-Bereich gilt, dass sie gar kein Studium 
gebraucht hätten. Entsprechend gibt es auch eine Menge Autodidakten. 
Arbeit besteht meist nur aus trivialem Programmieren.

Allerdings kann man auch sagen: bereinigt, d.h. lässt man im IT-Bereich 
diejenigen weg, die sowieso nicht Ing.-aequivalent sind, dann ist der 
Gehaltsunterschied nicht mehr da, bzw. kehrt sich ins Gegenteil um.
Stefan

Autor: entwickler08 (Gast)
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@Wilhelm Ferkes: weil man immer nur von IT-Auslagerungen hört. Zweitens, 
weil bei Audi, BMW, VW, Siemens oder Continental Maschinenbau oder 
E-Technik zur Kernkompetenz gehört.
Es ist auch seltsam, dass z.B. SAP keinen Betriebsrat besitzt, oder? das 
ist ein Indiz, dass die IT-Branche nicht so viel fur Arbeitgeber in 
Deutschland bedeutet. Drittens Embedded Software machen trotzdem 
E-Techniker oder Maschinenbauer, da IT-Experte irgendwie nicht 
reingerutsch sind. Viertens weil die Informatier sher schlecht als 
Managers, Vertriebler oder Koordinatoren agieren. Alle diese Merkmale 
besitzt ein deutscher Ingenieur.

so ehrlich, was kann man mit Software (in der Zeit von Open-Source) 
verdienen?? Programme entwickeln im Net kann fast jeder Gymnasialist, 
dafür wollen die Firmen aber nichts mehr zahlen, da Überangebot 
existiert.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan schrieb:

>Für ein Großteil der Dipl.-X im IT-Bereich gilt, dass sie gar
>kein Studium gebraucht hätten. Entsprechend gibt es auch eine
>Menge Autodidakten.

Da hast du vollkommen Recht. Das, was ich an meiner ersten 
Entwicklerposition machte, Embedded HW und SW, hätte ich auch ohne das 
Studium gekonnt. Weil ich mir vieles selbst beibrachte, z.B. als 
Hobby-Elektroniker.

Das Studium hatte mir aber nicht geschadet.

Die Firma hätte mich als nicht studierten aber auch nicht eingestellt. 
Sie behielten sich vor, daß ich auch mit komplexeren Dingen mal umgehen 
müsse, was man eben nur durch das Studium bewältigen kann.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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entwickler08 schrieb:

>das ist ein Indiz, dass die IT-Branche nicht so viel fur
>Arbeitgeber in Deutschland bedeutet.

Mann, jetzt häng dich mal nicht so an der IT auf. Massenhardware wird 
längst in China entwickelt und hergestellt, hier in Deutschland 
verbleiben mal eben ein paar Sondermaschinchen...

Autor: entwickler08 (Gast)
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@Wilhelm Ferkes: Du sagst "ein paar Sondermaschinchen", nein es ist 
nicht so. Warum dann sind die Gehälter im Bereich IT niedriger als z.B. 
im Maschinenbau?

Autor: hanswurst (Gast)
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Stefan schrieb:
> Für ein
> Großteil der Dipl.-X im IT-Bereich gilt, dass sie gar kein Studium
> gebraucht hätten. Entsprechend gibt es auch eine Menge Autodidakten.
> Arbeit besteht meist nur aus trivialem Programmieren.

Naja,...

so trivial würde ich das nicht nennen - da muss man sich Lösungen aus 
den Fingern ziehen und gleichzeitig nicht die Skalierbarkeit, Sicherheit 
und andere "Seiteneffekte" (=Nebenwirkungen) nicht aus den Augen 
verlieren. Meiner Meinung nach macht sich das Studium bei mir 
"unbewusst" und "unterbewusst" bemerkbar; eben weil man sich an diverse 
Veranstaltungen der theoretischen Informatik, Komplexitätstheorie oder 
auch Mathematik erinnert und eben weiß oder zumindest den Hauch einer 
Ahnung hat, wie Compiler geschriebenen Code umsetzen und dieser auf 
Hardware ausgeführt wird.

Die theoretischen Grundlagen halt. Die fehlen meist Autodidakten, welche 
aber im Gegenzeug in der Regel viel praktische Erfahrung mitbringen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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entwickler08 schrieb:

>Warum dann sind die Gehälter im Bereich IT niedriger als
>z.B. im Maschinenbau?

Wieso hat ein Straßenfeger weniger als eine Bäckereiverkäuferin? Sorry, 
das kann ich nicht beantworten. Ich weiß nur, daß im Maschinenbau die 
Arbeitslosigkeit hoch ist, und kaum Absolventen einen Einstieg finden...

Autor: entwickler08 (Gast)
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hanswurst schrieb:
> Meiner Meinung nach macht sich das Studium bei mir
> "unbewusst" und "unterbewusst" bemerkbar; eben weil man sich an diverse
> Veranstaltungen der theoretischen Informatik, Komplexitätstheorie oder
> auch Mathematik erinnert und eben weiß oder zumindest den Hauch einer
> Ahnung hat, wie Compiler geschriebenen Code umsetzen und dieser auf
> Hardware ausgeführt wird.
kannst Du mir sagen wo werden diese  "Kenntnisse" auch "unterbewusst" 
verlangt?
Es ist auch eigentlich egal wie Komplex dein Software ist, es soll 
funktionieren und das machen was der Kunde verlangt.
Im reellen Berufsleben haben sich nur ganz wenige IT-Experte 
hochgearbeitet ich meine damit als Betriebsleiter, Abteilungsleiter oder 
als vorsteandler. Und erst dort wird ein gutes Gehalt gezahlt. Die 
IT-Experten und Informatiker gelten bis heute als Freaks und nicht als 
ernsthaft Wissenschaftler.

Autor: hanswurst (Gast)
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entwickler08 schrieb:
> Im reellen Berufsleben haben sich nur ganz wenige IT-Experte
> hochgearbeitet ich meine damit als Betriebsleiter, Abteilungsleiter oder
> als vorsteandler. Und erst dort wird ein gutes Gehalt gezahlt.

Ja, das sehe ich auch bei uns. Mit den Jahren wird man "Senior 
Entwickler" und das war es dann auch schon. Mehr Möglichkeiten scheint 
es dort nicht zu geben, was natürlich Gehaltssprünge eher 
unwahrscheinlich macht.

> Die
> IT-Experten und Informatiker gelten bis heute als Freaks und nicht als
> ernsthaft Wissenschaftler.

jaja, aber Maschinenbauer sind ernsthafte Wissenschaftler... ;-)

Autor: entwickler08 (Gast)
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hanswurst schrieb:
> Ja, das sehe ich auch bei uns. Mit den Jahren wird man "Senior
> Entwickler" und das war es dann auch schon. Mehr Möglichkeiten scheint
> es dort nicht zu geben, was natürlich Gehaltssprünge eher
> unwahrscheinlich macht.
Es ist doch klar, wie viele IT-Konzerne gibt es? und wie viele im 
Bereich Maschinenbau oder E-Technik. Software wird meistens in kleinen 
Firmen entwickelt und dort kann man nur als "normale" Arbeiter arbeiten.
> jaja, aber Maschinenbauer sind ernsthafte Wissenschaftler... ;-)
Tja, ich meine damit, dass sie eher als Abteilungsleiter avancieren 
können. Es werden eher den Ingenieuren Führungskompetenzen anvertraut 
als den Informatikern und IT-Experten. Es gibt sehr viele Firmen, wo 
Abteilungsleiter von einer IT-Abteilung ein Ingenieur ist. Das Ganze hat 
später die Auswirkung auf das Gehalt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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entwickler08 schrieb:

>Es gibt sehr viele Firmen, wo Abteilungsleiter von einer
>IT-Abteilung ein Ingenieur ist.

Wie viele Ingenieure werden denn tatsächlich in ihrem Leben mal 
Abteilungsleiter?

Autor: entwickler08 (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wie viele Ingenieure werden denn tatsächlich in ihrem Leben mal
> Abteilungsleiter?
genügend viele. Auch viele Ingenieure in den Konzernen haben AT-Verträge 
ohne Personalverantwortung zu haben. Ein IT-Experte wird bei Audi oder 
VW eher schlecht ein AT-Vertrag bekommen können, da er "nur Hilfsarbeit" 
erledigt (kein Kerngeschäft). Es gibt auch nicht viele IT Firme, die das 
gleiche was IG-Metall anbietet, zahlen.

Autor: Heinz (Gast)
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Frage am Rande: Was ist denn ein IT-Leute?
Unter Informatiker oder Ingenieur kann ich mir was vorstellen.
Was ist eigentlich IT? Sind das auch die Admins, und Leute die Router 
aufstellen und installieren... also eher Ausbildungsberufe?

Das wäre natürlich ein Grund warum IT-Leute weniger verdienen?!?

Fragt sich, Heinz

Autor: Warmweiß (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich weiß nur, daß im Maschinenbau die
> Arbeitslosigkeit hoch ist, und kaum Absolventen einen Einstieg finden...

Man hat im IT-Bereich den Vorteil, dass man bei Weitem in Deutschland 
nicht so regional gebunden ist wie Maschbau/Fahrzeugtechnik und wohl 
auch zu Teilen Elektrotechnik. Will man als Maschbauer eine Chance 
haben, bleibt eigentlich nur der Süden und man muss auch Anstellungen 
irgenwo Nähe des Allgäus akzeptieren können. Weiterhin sind die doch im 
Verhältnis zu anderen Berufen recht hohen Einstellungsgehälter ein 
Hindernis, somit werden die nur Guten eingearbeitet. Der Rest ist 
Fallobst. Im IT-Bereich gibt es auch sehr viele Hinterhofklitschen, die 
studierte ITler gerne und viel einstellen, aber für niedrige Gehälter 
und ne Ausbildung im IT-Bereich hätte dafür eigentlich auch gereicht. Im 
Maschinenbau sind kleine Klitschen weniger anzutreffen, Halbzeug und 
Maschinen sind schließlich sehr teuer, und wenn, haben die fast immer 
keine Ingenieure mit Ausnahme des Firmeninhabers selber.
Komischerweise hat sich der IT-Bereich schon Mitte 2009 erstaunlich 
erholt, während im Maschinenbau die Erholung erst nach dem 1. Quartal in 
2010 einsetzte. Der Maschinenbau ist sehr träge. Beim nächsten Rappel, 
dessen Anzeichen sich ganz entfernt am Horizont abzeichenen, kann man 
sich wieder auf ein langes Fiasko dort einstellen.

Autor: IGBT (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wie viele Ingenieure werden denn tatsächlich in ihrem Leben mal
> Abteilungsleiter?

Das passiert automatisch wenn du immer besser bist als die Anderen.

Ich war nach dem Studium 4 Jahre Entwickler (1. und 2. Firma), dann 2 
Jahre Projektleiter (2. und 3. Firma), mittlerweile Abteilungsleiter in 
der 3. Firma.

Aus meiner Sicht ist das eine völlig logische Entwicklung, das man 
sozusagen immer mehr Hüte aufgesetzt bekommt, weil die Anderen in 
Gesprächen merken, das man mehr davon versteht.

Und ich habe das eigentlich gar nicht angestrebt, es hat sich einfach so 
entwickelt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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IGBT schrieb:

>Das passiert automatisch wenn du immer besser bist als die Anderen.

Ich würde eher vorschlagen, daß vieles von der Firmengröße abhängt. Beim 
kleinen Mittelständler, macht der einzige Projektleiter vom Studienende 
bis zur Rente durch. Da gibt es für niemanden nie einen Aufstieg.

Autor: IGBT (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Beim
> kleinen Mittelständler, macht der einzige Projektleiter vom Studienende
> bis zur Rente durch. Da gibt es für niemanden nie einen Aufstieg.

Negativ. Ich war nur bei Mittelständlern.

Und das ist heute eher die Ausnahme, das Jemand bis zur Rente auf einem 
Posten sitzt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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IGBT schrieb:

>Und das ist heute eher die Ausnahme, das Jemand bis zur Rente
>auf einem Posten sitzt.

Sorry. Dann war ich in der falschen Firma. Da saß der PL Jahrzehnte 
fest, und es konnte also auch kein Entwickler je voran kommen, außer 
durch Kündigung. Der Geschäftsführer wurde von einer Konzernmutter alle 
paar Jahre ausgetauscht, da an sowas kam der PL seinerseits also auch 
nicht ran, um sich weiter zu entwickeln.

Autor: Backflow (Gast)
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@IGBT,

>mittlerweile Abteilungsleiter in der 3. Firma.


>Autor: IGBT (Gast)
>Datum: 24.06.2010 20:57

>Halbwegs demoralisiert nüchtern gedacht - meinen alten Professor >angerufen - 
gesagt 'Land unter! - Zurück in der Forschung.

Abteilungsleiter, ja nee, is' klar!

Autor: IGBT (Gast)
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Ja und - wo ist das Problem?

Autor: Thomas (Gast)
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Stefan schrieb:
> Im IT-Bereich tummeln sich viel mehr Leute, vor allem mehr
> unqualifizierte. Zum IT-Bereich zählen auch Web-Designer, etc., deren
> Tätigkeit man wohl kaum mit der eines Ing. vergleichen kann. Für ein
> Großteil der Dipl.-X im IT-Bereich gilt, dass sie gar kein Studium
> gebraucht hätten. Entsprechend gibt es auch eine Menge Autodidakten.
> Arbeit besteht meist nur aus trivialem Programmieren.


Im IT Bereich kommt man nur mit Studienabschluß rein, egal was das für 
ein Job ist. Da ist eben mindestens ein Bachelor gefordert.

Autor: Lalelu (Gast)
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Lustig wie alle Ings gleich wieder auf den Informatikern rumhacken.

Insbesondere lustig für mich, als Jemand der schon während dem 
Inf-Studium begann e-ing Stellen erfolgreich zu besetzen und das immer 
noch tut.


Hört auf gegenseitig auf wem rum zu hacken, das bringt nix.

Arbeitet lieber zusammen, das war bisher meiner Erfahrung nach mehr als 
Konstruktiv. ings können ne menge von informatikern lernen, (auch wenn 
viele das wurmt wie ich erlebt habe), im Gegenzug lernt der inf auch 
viel vom ing was er in der Art nie im Studium gehört hat.

Autor: High Performer (Gast)
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>Komischerweise hat sich der IT-Bereich schon Mitte 2009 erstaunlich
>erholt, während im Maschinenbau die Erholung erst nach dem 1. Quartal in
>2010 einsetzte.

Das ist logisch! Zuerst einmal muss die Industrieproduktion anziehen 
(sonst wird wohl kaum jemand in neue Investitionsgüter investieren). 
Dann muss die Beschaffung neuer Investitionsgüter geplant und die 
Aufträge vergeben werden. Da es sich schnell um zweistellige 
Millionensummen handelt, dauert die ganze Vergabeprozedur entsprechend. 
Dann erst können die Konstruktuere bei den Maschinenbauern loslegen. Bis 
die Maschinen dann wirklich aufgebaut werden, dauert es nochmal eine 
ganze Weile. Deshalb ist der Maschinenbau auch erst verspätet 
eingebrochen: es waren noch Aufträge in der Pipeline (von denen im Zuge 
der Wirtschaftskrise dann allerdings nicht wenige gecancelt oder auf Eis 
gelegt wurden).

Bei größeren Anlagen können von der Planung bis zur Endabnahme schonmal 
zwei Jahre vergehen.

>Der Maschinenbau ist sehr träge. Beim nächsten Rappel,
>dessen Anzeichen sich ganz entfernt am Horizont abzeichenen,

Du willst jetzt hoffentlich nicht eine Abschwächung des Wachstums als 
"Rappel" bezeichnen, oder bist Du Hellseher? Du glaubst doch wohl nicht 
ernsthaft, dass die Konjunkturzyklen sich so langsam dem Quartalsverlauf 
anpassen.

>kann man
>sich wieder auf ein langes Fiasko dort einstellen.

Warten wir's ab. Ich denke, einen Einbruch wie Ende 2008 wird es wohl 
mittelfristig nicht mehr geben. Denn sonst würden einige 
Wirtschaftsräume, z.B. Baden-Württemberg und Bayern, evtl. komplett 
zusammenbrechen. Bereits die Krise von 2008 hat dort einen echten 
Kahlschlag ausgelöst.

Autor: Dirk (Gast)
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High Performer schrieb:
>>kann man
>
>>sich wieder auf ein langes Fiasko dort einstellen.
>
>
>
> Warten wir's ab. Ich denke, einen Einbruch wie Ende 2008 wird es wohl
>
> mittelfristig nicht mehr geben. Denn sonst würden einige
>
> Wirtschaftsräume, z.B. Baden-Württemberg und Bayern, evtl. komplett
>
> zusammenbrechen. Bereits die Krise von 2008 hat dort einen echten
>
> Kahlschlag ausgelöst.

Ich glaube nicht, dass es nochmal einen Einbruch in dieser Großenordnung 
gibt. Allerdings habe ich Sorge, dass jetzt einige Jahre der Stagnation 
in D folgen. Die Anzeichen in den USA deuten darauf hin.
Vor allem ist D viel zu exportabhängig. Vor allem die Abhängigkeit zu 
China ist schon als kritisch zu sehen. Einen Wirtschaftseinbruch in 
China würden einige Branchen sehr deutlich zu spüren bekommen.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Dirk schrieb:
> Vor allem die Abhängigkeit zu
> China ist schon als kritisch zu sehen. Einen Wirtschaftseinbruch in
> China würden einige Branchen sehr deutlich zu spüren bekommen.

2/3 unseren Exports gehen noch in die EU. Und da sind Sparprogramme auf 
dem Weg. Das macht mir Sorgen. In Griechenland herrscht jetzt schon 
durch rigoroses Sparen verbrannte Erde und alle sagen, dass das Land auf 
gutem Weg sei. Selten so gelacht.
Dazu die verlorene Generation (Jugendarbeitslosigkeit weltweit auf 
Rekordhoch). Das wird für alle gravierende, irreversibele Folgen haben, 
aber erst in der Zukunft und nicht unmittelbar.
USA ist auch am Ende, einzig deren globale Militärpräsenz hält das 
Vertrauen in den Dollar noch zusammen.

Autor: Thomas (Gast)
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Dirk schrieb:
> Vor allem ist D viel zu exportabhängig. Vor allem die Abhängigkeit zu
> China ist schon als kritisch zu sehen. Einen Wirtschaftseinbruch in
> China würden einige Branchen sehr deutlich zu spüren bekommen.


D exportiert hauptsächlich in die EU und da ist FRankreich der größte 
Handelspartner. China ist von uns abhängig, denn die wollen ja ihren 
kopierten kram loswerden.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Thomas schrieb:

>China ist von uns abhängig, denn die wollen ja ihren
>kopierten kram loswerden.

Um hier im Forum etwas herum zu sülzen, hab ich zur Zeit Notebook und 
Internet-Stick (Huawei) vom Aldi. Alles aus China. Geht zur Zeit auf 
Grund Arbeitslosigkeit nicht teurer und besser. Ich bin auch deswegen 
nicht so stolz darauf. Aber, Toi Toi Toi, die Dinge sind solide und gut.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Um hier im Forum etwas herum zu sülzen, hab ich zur Zeit Notebook und
> Internet-Stick (Huawei) vom Aldi. Alles aus China.

Macht nix, auch Markenware wird (fast) ausschließlich in China 
produziert.
Kriminell wird es, wenn neudeutsche Firmen hier entwickeln und in China 
dann billigst produzieren lassen. Die Chinesen verarschen dann diese 
Newbies.
Trekstor ist so übelst böse reingefallen und auch Roccat hat mit 
Rückrufen zu kämpfen gehabt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Warmweiß schrieb:

>Die Chinesen verarschen dann diese Newbies.

Ich war mal kurz bei einem der größten Asphaltmaschinenhersteller 
verliehen. Richtig mittelständischer Maschinenbau. Eher aus Not, da 
arbeitslos. Klappte nicht wegen des Anforderungsprofiles (ich bin 
Mikroelektroniker), was von einem Dienstleister falsch kommuniziert 
wurde. Die hatten Angst, weil die Chinesen bereits Anlagen kopieren. 
Wenn auch nicht so gut. In China, steht aber die Erstellung und 
Asphaltierung von 420 neuen Flughäfen auf dem Programm. Und Straßen in 
noch größerem Umfang. Da ist ausreichend Potential.

Autor: Warmweiß (Gast)
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In dem Fall war es so, dass die Chinesen Schrott verbaut hatten, der oft 
noch in der Garantiezeit kaputt ging oder kurz danach. Da war Trekstors 
Ruf ruiniert. Den Chinesen muss man vor Ort auf die Finger schauen und 
auch nicht denken, dass man dort ultrabillig produzieren kann. Die sagen 
zwar zu Vielem Ja und Amen, aber die haben auch keine Bedenken, ihrem 
Auftraggeber dann wirklichen Chinaschrott zu verbauen oder vormals 
zugesicherte Vorgaben des Entwicklers hinsichtlich der Fertigung in 
Wirklichkeit nicht einzuhalten.

Autor: Dirk (Gast)
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Thomas schrieb:
> D exportiert hauptsächlich in die EU und da ist FRankreich der größte
> Handelspartner. China ist von uns abhängig, denn die wollen ja ihren
> kopierten kram loswerden.

Der derzeitige Aufschwung wird aber hautpsächlich von den 
Schwellenländern getragen. Ohne China würde bspsw. die Autoindustrie, 
v.a. die Premiumklasse ziemlich schlecht dastehen.

EU-weit beträgt der Zuwachs des BIP zum Vorquartal nur etwa 1%. Ohne D 
wäre es deutlich weniger. Man sieht, der derzeitige Aufschwung hängt 
nicht so stark von der EU ab.

Autor: Lexi (Gast)
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redeye schrieb:
> Wenn alle Welt ihre Softwareentwicklungen und IT-Dienstleistungen bei
> uns in Auftrag geben würden wäre es entsprechend anders.

Warum nicht? Ich bin selbst in der IT und muss schon sagen und kenne 
nicht nur den deutschen Arbeitsmarkt. Deutschland ist qualitativer bei 
der Softwareentwickler, aber leider nicht gut genug, weil immer noch 
viel herumgepfuscht wird und viele Ingenieure glauben, sie machten 
Informatik, nur weil sie programmieren.

Mir schwebt eigentlich eine Softwareentwicklung mit vielen richtigen 
Nerds vor, die dann wirklich richtig Software entwickeln. Man könnte 
damit punkten, dass die Software statt 100 Fehler pro 10000 Zeilen nur 
noch 20 Fehler pro 10000 Zeilen hat.

Autor: Lexi (Gast)
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Anmerkung dazu: Dazu bedarf es natürlich das richtige Personal, d. h. 
wenig Quereinsteiger, wenig Leute, die Abschluss weniger als Uni haben. 
Was nutzt mir der Ingenieur bzw. der Informatiker von der 
Fachhochschule, der nicht um den Unterschied weiß zwischen Algorithmen 
linearer Laufzeit und quadratischer Laufzeit. Der nicht weiß, wie ein 
Compiler funktioniert und nicht weiß, dass er keine Palindrome in 
regulären Ausdrücken formulieren kann. Viele nutzen Java regex usw., 
aber sie verstehen es nicht.

Autor: Lexi (Gast)
Datum:

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entwickler08 schrieb:
> so ehrlich, was kann man mit Software (in der Zeit von Open-Source)
> verdienen?? Programme entwickeln im Net kann fast jeder Gymnasialist,
> dafür wollen die Firmen aber nichts mehr zahlen, da Überangebot
> existiert.

Du machst ja nicht Geld mit einer Software und so wie Microsoft, die 
vorrangig Software verkaufen. Die meiste Software ist Teil eines 
größeres Systems. Ich graut davor, wenn dann irgendwelche Pfuscher (d.h. 
unqualifizierte Fachfremde) Algorithmen fabrizieren, weil ich vielen 
meiner Informatikerkollegen kaum etwas vernünftiges zutraue. Die 
Créme-de-la-Créme der Diplom-Informatiker macht vielleicht 20 % eines 
Abschlussjahrgangs aus. Ziel der Unternehmen sollte es sein, die 20 % zu 
gewinnen.

Von einem echten Informatiker erwarte ich, dass er die Graphentheorie 
kennt, dass er sich in der Komplexitätstheorie auskennt, dass er 
Software entwerfen und entwickeln kann und nicht nur programmieren. Und 
der Informatiker muss übers Testen und Verizifieren bescheid wissen.

Ich habe einen Informatikerkollegen, der macht eine(!) Stichprobe als 
Test und glaubt, dass das, was er programmiert hat, funktioniert. Ich 
wollte ihm mal was erklären. Da fährt er mich an, dass er bereits zu 
Ende studiert habe. Ich erwarte von einem Akademiker, dass er sich 
zumindest in seiner Disziplin weiter entwickelt. Als Kuli wäre er besser 
aufgehoben.

Autor: entwickler08 (Gast)
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@Lexi: und da ist der Hund begraben. Die meiste Software ist Teil eines
größeres Systems und das System besteht auch aus Hardware und dort 
werden eher die Ingenieure bevorzugt. Ausser, dass man Webentwicklung 
macht aber dort kann man fast kein Geld verdienen.
Was hilft mir die ganze Automatentheorie, Berechenbarkeitstheorie und 
Komplexitätstheorie, wenn der Arbeitgeber es nicht verlangt. Angebot und 
Nachfrage, rein wirtschaftlich gesehen, die meisten Arbeitgebers 
brauchen Programmierer und nicht Leute die Pumping lemma beherrschen, es 
werden Leute gesucht, die SAP, .NET, embedded software und 
Projektmanagements beherrschen....
Komischerweise die meisten Informatiker haben nie von Regelungstechnik 
gehort, was in den meisten Systemen eine sehr große Bedeutung hat.
Betriebswirtschaftliche Kompetenzen sind bei den Informatikern auch noch 
nicht ganz angekommen. Das kann man sehen sogar bei der 
Vorstellungsgesprächen, da den vielen Informatiker egal ist, was sie 
verdienen werden, hauptsächlich sie dürfen Programme entwickeln.

Autor: Luftpumpe (Gast)
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@entwickler08

Bist du mit einer gewissen Abteilungsleiterin verwandt?

Autor: Warmweiß (Gast)
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Dirk schrieb:
> EU-weit beträgt der Zuwachs des BIP zum Vorquartal nur etwa 1%. Ohne D
> wäre es deutlich weniger. Man sieht, der derzeitige Aufschwung hängt
> nicht so stark von der EU ab.

Das stimmt, aber trotzdem hängt der Großteil der Exportbasis an der EU. 
Wenn der durch Sparpakete wegbröselt, müssten dies China und Südamerika 
zusätzlich kompensieren. Ansonsten mehr Arbeitlose oder Kurzarbeit 
reloaded.

Autor: Dirk (Gast)
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Warmweiß schrieb:
> Das stimmt, aber trotzdem hängt der Großteil der Exportbasis an der EU.
> Wenn der durch Sparpakete wegbröselt, müssten dies China und Südamerika
> zusätzlich kompensieren. Ansonsten mehr Arbeitlose oder Kurzarbeit
> reloaded.

Das stimmt auch. Aber ohne China hätte Deutschland bestimmt nicht das 
derzeitige "Aufschwungswunder".

Autor: Lexi (Gast)
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entwickler08 schrieb:
> Betriebswirtschaftliche Kompetenzen sind bei den Informatikern auch noch
> nicht ganz angekommen.

Was sind "betriebswirtschaftliche Kompetenzen"? Ich halte das für eine 
Klischeevorstellung. Man kann noch so viele BWL-Vorlesungen besuchen... 
es heißt einfach, der Informatiker habe keine Ahnung von BWL. Abgesehen 
davon sind BWL-Kenntnisse nichts anderes als gesunder Menschenverstand. 
Rechnen können Informatiker sowieso. BWLer nutzen Hauptschulmathematik.

Arbeitgeber haben keine Ahnung von Informatik und werden die 
Anforderungen nach Automatentheorie nicht stellen. Sie ist aber extrem 
wichtig, es ist halt nicht so offensichtlich. Und so lange da draußen 
Deppen herumlaufen, mit Informatikdiplom, die behaupten, sie bräuchten 
nur 20 % der Studieninhalte, haben ihre eigene Situation, ihre eigene 
Arbeit nie reflektiert und wahrscheinlich während des Studiums nur für 
die Prüfungen gelernt und danach alles vergessen.

Und eh wir es vergessen: Regelungstechnik ist mir halbwegs bekannt und 
habe mir sogar Teile davon selbst aneignen müssen, um einen Regelkreis 
(softwaretechnisch) umzusetzen.

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