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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Allround Controller für Einsteiger: Xplain?


Autor: A. M. (am85)
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Hi

Ich möchte mich aus studienbedingtem Interesse ein wenig mit der 
Mikrocontrollerprogrammierung befassen und bin beim Stöbern auf das 
Xplain von Atmel gestoßen. Das Board macht einen recht guten und 
interessanten Eindruck und ist dabei recht erwschinglich, da ich jetzt 
nicht Unsummen investieren wollte. Konkrete Projekte habe ich bis jetzt 
nicht. Ich würde mich erstmal mit der Arbeitsweise vertraut machen und 
dann später wohl Dinge aus der Messtechnik oder Signalverarbeitung damit 
realisieren wollen. Es soll also eine Allround Lösung sein. Nun die 
obligatorischen Fragen:

- Ich habe hier im Forum etwas nach dem Board gesucht und dabei kamen 
zum Teil Diskussionen auf, dass es nicht ganz einfach sei, das Board zu 
programmieren oder es allgemein in Betrieb zu nehmen. Wie ist da der 
aktuelle Stand? Häufig wurde angemerkt, dass es an veralteten Versioen 
der Software ging und das es nun kein Problem mehr sei.

- Lässt sich der Xmega auf dem Board mit dem AVRISP mk II programmieren 
und debuggen?

- Ich würde später auch zusätzliche Elektronik wie Sensoren, etc. an die 
I/O Pins anschließen wollen. Ist das grundsätzlich mit der passenden 
Beschaltung möglich?

- Und die vielleicht wichtigste Frage: taugt das Board überhaupt was und 
ist es für den Einstieg geeignet?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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Erstmal ist anzumerken, dass das Board noch relativ neu ist, von daher 
gibts vermutlich noch nicht so viel Erfahrung/Threads, die über die 
Inbetriebnahme hinausgehen.

Programmieren geht mit dem ISP MKII relativ sicher, debuggen hundert 
Prozent sicher nicht. Zum Debuggen brauchts ein AVR Dragon oder JTAG ICE 
MKII.

Sensoren anschließen an die Ports ist prinzipiell möglich, das ist auch 
der übliche Weg.

Autor: Werner B. (werner-b)
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Axel Jäger schrieb:
> das Board noch relativ neu

Relativ ist eben auch relativ ;-) Immerhin gibt es schon die Revsion 4 
des Boards und der ATXmega128A1 ist seit ca. zwei Jahren auf dem Markt.

Das Problem mit den wenigen Threads/Erfahrung folgt IMHO aus der 
gesteigerten Komplexität die mit der leistungsfähigeren Peripherie 
einzug gehalten hat. Viele potentielle Anwender steigen lieber gleich 
auf 32Bit Controler um falls sie die speziellen Features der ATXmega 
Familie nicht benötigen.

Autor: A. M. (am85)
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Danke erstmal für deine Antwort

Axel Jäger schrieb:
> Erstmal ist anzumerken, dass das Board noch relativ neu ist, von daher
> gibts vermutlich noch nicht so viel Erfahrung/Threads, die über die
> Inbetriebnahme hinausgehen.

Ich habe hier im Forum bereits einen Thread gefunden, in dem 
Programmbeispiele gepostet wurde. Das sollte für den Anfang vielleicht 
ganz hilfreich sein. Wie schaut es aber generell mit brauchbaren 
Dokumentationen von Atmel zu seinen Produkten aus? Ich habe nur 
Erfahrungen mit Xilinx und da sieht es schrecklich aus, was das Thema 
angeht.

Axel Jäger schrieb:
> Programmieren geht mit dem ISP MKII relativ sicher, debuggen hundert
> Prozent sicher nicht. Zum Debuggen brauchts ein AVR Dragon oder JTAG ICE
> MKII.

Ok, dann müsste also doch der Dragon her. Scheinbar ist damit aber nicht 
einfach "auspacken und los gehts" möglich. Eher wird dafür ein tieferes 
Verständnis vorausgesetzt, ehe man mit dem Dragon glücklich wird, oder 
wie schaut die Realität aus?

Autor: A. M. (am85)
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Werner B. schrieb:
> Das Problem mit den wenigen Threads/Erfahrung folgt IMHO aus der
> gesteigerten Komplexität die mit der leistungsfähigeren Peripherie
> einzug gehalten hat. Viele potentielle Anwender steigen lieber gleich
> auf 32Bit Controler um falls sie die speziellen Features der ATXmega
> Familie nicht benötigen.

In meinem Fall ist es einfach nur so, dass ich gar nicht aus einem 
konkreten Projekt heraus einen passenden Controller gesucht habe sondern 
durch Zufall auf das Board gestoßen bin. Ist der Weg über den ATXMega 
als Einstieg sinnvoll? Wie gesagt, der Funktions- und Leistungsumfang 
wie auch das Preis/Leistungs Verhältnis haben mein Interesse an diesem 
Board geweckt.

Autor: Frank K. (fchk)
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André M. schrieb:

> Ich möchte mich aus studienbedingtem Interesse ein wenig mit der
> Mikrocontrollerprogrammierung befassen und bin beim Stöbern auf das
> Xplain von Atmel gestoßen. Das Board macht einen recht guten und
> interessanten Eindruck und ist dabei recht erwschinglich, da ich jetzt
> nicht Unsummen investieren wollte. Konkrete Projekte habe ich bis jetzt
> nicht. Ich würde mich erstmal mit der Arbeitsweise vertraut machen und
> dann später wohl Dinge aus der Messtechnik oder Signalverarbeitung damit
> realisieren wollen.

Ich würde zu einem ARM Cortex M3 greifen. Du bist nachher nicht auf 
einen Chiphersteller beschränkt (ARM hat viele Lizenznehmer) und hast 
viel größere Chancen, in Job später auf solche Controller zu stoßen, und 
die Chips selber sind nicht teurer, wenn Du nachher selber was bauen 
möchtest.

Die XMegas sind speziell für die Leute interessant, die mehr Leistung 
suchen, aber ihr AVR Knowhow und ihre Tools weiterverwenden wollen.

Das Angebot an Boards ist fast unüberschaubar.
Ein günstiges Board ist das hier
http://www.olimex.com/dev/stm32-p103.html (ca. 50 €)

USB-JTAG Adapter gibts ab 30€.

fchk

Autor: A. M. (am85)
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Frank K. schrieb:
> Ich würde zu einem ARM Cortex M3 greifen. Du bist nachher nicht auf
> einen Chiphersteller beschränkt (ARM hat viele Lizenznehmer) und hast
> viel größere Chancen, in Job später auf solche Controller zu stoßen, und
> die Chips selber sind nicht teurer, wenn Du nachher selber was bauen
> möchtest.
>
> Die XMegas sind speziell für die Leute interessant, die mehr Leistung
> suchen, aber ihr AVR Knowhow und ihre Tools weiterverwenden wollen.

Ich habe hier schon ein Mini2440 von Friendlyarm liegen. Nur leider hat 
es mir die schlechte Dokumentation und mangelnde Software sehr schwer 
gemacht, damit zu arbeiten. Zudem soll das ganze relativ komplex sein, 
weswegen ich den Einstieg über ein weniger komplexes System in einem 
abgeschlossenen Umfeld aus freier Software, wie einer IDE, und 
hilfreichen Dokus versuchen will. Außerdem will ich nicht arm werden und 
dabei nur ein paar LEDs zum leuten gebracht haben. Ich möchte halt 
direkte Hardwareprogrammierung betreiben und da dacht ich mir: keep it 
simple.

Autor: Matthias (Gast)
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Also wenn Du mich fragst, dann rate ich zu einem "normalen" AVR.
(Tiny oder Mega, je nachdem was Du machen möchtest)

Ich würde die genannten Controller in 3 Gruppen einteilen:

1. AVR -> Einsteiger
2. AVR-XMEGA -> Fortgeschrittene
3. ARM -> Profi (Leute die schon einige Erfahrung mit uCs haben)

Der AVR macht keine großen Spielchen im Bereich IRQ Priorisierung,
tausenden Exceptions etc. (wie z.B. ARM und XMEGA). Also für den
Anfänger überschaubarer. Außerdem sind die Tools günstig und er hat sich
quasi als Hobby-Standard etabliert.

Der XMEGA hat mehr Power, aber den Nachteil dass er nur noch 3,3V 
abkann,
und komplexer ist, als ein gewöhnlicher MEGA. Die Tools unterscheiden 
sich
kaum von denen des AVR (muss halt PDI unterstützen).

Bei den ARMs bin ich persönlich von den "OpenSource" Tools nich so 
überzeugt. Höchstens wenn man Raisonance nimmt, die aber schon bei mehr 
als 32k Codegröße mit ca. 700-800 Euro zuschlagen. Bis 32k dafür aber 
kostenlos! Alternativ gibt es noch CodeSourcery und Rawley.
(Ich denke Keil mit > 2000 Euro braucht hier nicht erwähnt zu 
werden....)

Außerdem sind die Teile von ihrer Komplexität her um einiges 
anspruchsvoller als die AVR.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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André M. schrieb:
> - Lässt sich der Xmega auf dem Board mit dem AVRISP mk II programmieren
> und debuggen?

Programmieren: ja. Debuggen: nein. Dazu brauchst z.B. nen JTAG ICE mkII.

> - Ich würde später auch zusätzliche Elektronik wie Sensoren, etc. an die
> I/O Pins anschließen wollen. Ist das grundsätzlich mit der passenden
> Beschaltung möglich?

Warum sollte es nicht moeglich sein? Das XPLAIN bietet recht wenig von 
den eigentlich verfuegbaren I/Os des Xmega128A1 wirklich an.

> - Und die vielleicht wichtigste Frage: taugt das Board überhaupt was und
> ist es für den Einstieg geeignet?
>
> Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Bedingt, fuer den Einstieg eher nicht zu empfehlen, da die Xmegas doch 
eine Steigerung zu den normalen AVRs darstellen und anders 
(komplizierter) zu programmieren sind. Fuer den Anfang braucht man das 
auch nicht wirklich, zumal die packages auch noch schwieriger zu 
verarbeiten sind bzw. halt das Layout auf Platinen dazu entsprechend 
fein sein muss.

Fang erst mal mit den normalen (klassischen) AVRs an z.B. Mega88 oder 
Mega168 (die alten Typen Mega8, Mega16, ... sind veraltet). Wenn Du dann 
aufsteigen willst kannst Dir die Xmegas immer noch ansehen.

Greets,
Michael

Autor: A. M. (am85)
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Danke für eure ausführlichen Antworten und Erklärungen. Das hat mir sehr 
geholfen. Im Endeffekt sollte ich also lieber den Weg z.B. das STK500 + 
ATmega168 + AVRISP mk II oder AVR Dragon gehen? Das Problem ist halt, 
dass ich nicht für jedes neue vorhaben nochmal neu einkaufen möchte.

Autor: Frank K. (fchk)
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André M. schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Ich würde zu einem ARM Cortex M3 greifen. Du bist nachher nicht auf
>> einen Chiphersteller beschränkt (ARM hat viele Lizenznehmer) und hast
>> viel größere Chancen, in Job später auf solche Controller zu stoßen, und
>> die Chips selber sind nicht teurer, wenn Du nachher selber was bauen
>> möchtest.
>>
>> Die XMegas sind speziell für die Leute interessant, die mehr Leistung
>> suchen, aber ihr AVR Knowhow und ihre Tools weiterverwenden wollen.
>
> Ich habe hier schon ein Mini2440 von Friendlyarm liegen. Nur leider hat
> es mir die schlechte Dokumentation und mangelnde Software sehr schwer
> gemacht, damit zu arbeiten. Zudem soll das ganze relativ komplex sein,
> weswegen ich den Einstieg über ein weniger komplexes System in einem
> abgeschlossenen Umfeld aus freier Software, wie einer IDE, und
> hilfreichen Dokus versuchen will.

Ja, ok, das ist ein ARM9 mit recht komplexer Peripherie. Schon klar, daß 
Du damit Probleme hattest. Das Teilchen ist dafür gedacht, daß Du da ein 
Linux draufmachst und Dich dann um die Hardware nicht mehr kümmerst.

Ich habe ja auch extra Cortex M3 gesagt und nicht ARM9 oder ARM7. Das 
hat seinen Grund. Beim ARM7/ARM9 brauchst Du immer auch etwas 
Assembler-Code für Interrupts und Startup-Code. Es geht aus 
Architekturgründen nicht ohne. Die Cortex Cores sind so geändert worden, 
daß alles vom Startup an komplett in C gemacht werden kann, inkl. 
Interrupts.

Und wenn Du mit einem kleinen Cortex M3 nicht klarkommst, wirst Du mit 
einem XMega auch nicht zurechtkommen. Die Komplexität ist etwa die 
gleiche. Wenn Du Sorge hast, nimm normale AVRs.

fchk

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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André M. schrieb:
> Im Endeffekt sollte ich also lieber den Weg z.B. das STK500 +
> ATmega168 + AVRISP mk II oder AVR Dragon gehen?
Entscheiden musst du selbst, aber ich würde dir auch für den Einstieg 
zum STK500 raten. Der AVRISP MKII wäre hier aber überflüssig, weil das 
STK500 von Haus aus einen Programmer onboard hat.


>Das Problem ist halt,
> dass ich nicht für jedes neue vorhaben nochmal neu einkaufen möchte.
Wenn du mal ein wenig googlest und siehst, was die AVR für potential 
haben, dann wirst du sicher erkennen, das es vom Einstieg bis zum "ich 
brauche mehr Power" ein weiter Weg sein kann.

Gruß
Skriptkiddy

Autor: A. M. (am85)
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Frank K. schrieb:
> Ja, ok, das ist ein ARM9 mit recht komplexer Peripherie. Schon klar, daß
> Du damit Probleme hattest. Das Teilchen ist dafür gedacht, daß Du da ein
> Linux draufmachst und Dich dann um die Hardware nicht mehr kümmerst.
>
> Ich habe ja auch extra Cortex M3 gesagt und nicht ARM9 oder ARM7. Das
> hat seinen Grund. Beim ARM7/ARM9 brauchst Du immer auch etwas
> Assembler-Code für Interrupts und Startup-Code. Es geht aus
> Architekturgründen nicht ohne. Die Cortex Cores sind so geändert worden,
> daß alles vom Startup an komplett in C gemacht werden kann, inkl.
> Interrupts.

Ok, dann ist die Cortex Architektur wohl doch deutlich 
einsteigerfreundlicher als die ARM9'er. Das Mini2440 wird wohl wirklich 
erstmal nur für Linux herhalten können/müssen, weil es da schlichtweg 
kaum bis gar keine Hilfen gibt und brauchbare Software teilweise nen 
Kredit voraussetzen.

Skript Kiddy schrieb:
> Entscheiden musst du selbst, aber ich würde dir auch für den Einstieg
> zum STK500 raten. Der AVRISP MKII wäre hier aber überflüssig, weil das
> STK500 von Haus aus einen Programmer onboard hat

Das STK500 hab ich jetzt erstmal so in den Raum geworfen, weil es so 
aussieht, als würde es dem Anfänger eine gute Grundlage bieten, um 
schnell glücklich zu werden (blinkende Lichter, was zum drücken und I/O 
Pins, etc.). Wenn dann auch noch der Programmer wegfällt wirds sogar 
noch interessanter.

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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André M. schrieb:
> Das STK500 hab ich jetzt erstmal so in den Raum geworfen, weil es so
> aussieht, als würde es dem Anfänger eine gute Grundlage bieten, um
> schnell glücklich zu werden (blinkende Lichter, was zum drücken und I/O
> Pins, etc.). Wenn dann auch noch der Programmer wegfällt wirds sogar
> noch interessanter.
Da bei diesem Board auch alle wichtigen µC-Pins auf Pinleisteten 
herausgeführt werden, steht einem Anschluss selbst entwickelter 
Peripherie nichts im Weg, sodass dieses Board für weit mehr als nur 
klicki-blinky-Applikationen geignet ist. Die Peripherie kannst du 
getrost auf Lochraster aufbauen und mit dem Board verbinden. Das STK500 
hat auch die Möglichkeit verfuste AVR mit HV-Prog zu fixen, was beim 
Ausbügeln von Anfängerfehlern beim Setzen der Fusebits klar von Vorteil 
ist. Außerdem wirds für dich recht billig:
http://www.eproo-student.de/index.php?module=artik...
Und wenns noch was zum Debuggen sein soll:
http://www.eproo-student.de/index.php?module=artik...

Durch das AVR-GCC-Tutorial und das AVR-Tutorial wirst du mit der 
AVR Architektur wahrscheinlich schnell in die Materie einsteigen. Danach 
kannst du dich an umfangreichere Microcontroller heranwagen.


Gruß
Skript Kiddy

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Skript Kiddy schrieb:

> ist. Außerdem wirds für dich recht billig:
> http://www.eproo-student.de/index.php?module=artik...
> Und wenns noch was zum Debuggen sein soll:
> http://www.eproo-student.de/index.php?module=artik...

Man sollte nicht unerwaehnt lassen dass so manch einer Monate nach 
Bezahlung auf seine Teile warten musste und Atmel waehlerisch ist, was 
sie als "Student" zulassen. Wenn Du "schnell" (also bald mal) einsteigen 
willst empfehle ich Dir die Endkundenkanaele.

Greets,
Michael

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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Michael G. schrieb:
> Man sollte nicht unerwaehnt lassen dass so manch einer Monate nach
> Bezahlung auf seine Teile warten musste und Atmel waehlerisch ist, was
> sie als "Student" zulassen. Wenn Du "schnell" (also bald mal) einsteigen
> willst empfehle ich Dir die Endkundenkanaele.

Ich kann die lange Wartezeit nicht bestätigen. Nach Verifizierung des 
Studentenstatus (sehr zeitnah geschehen) hat es knapp 1 Woche gedauert, 
bis die Lieferung eintraf. Ich habe mit Bankeinzug bezahlt. Und da 
Studenten ja bekanntlich immer knapp bei Kasse sind, sollte man sich 
überlegen, ob man wirklich fast 50€ für das STK500 und den Dragon mehr 
bezahlen möchte. Man kann außerdem vorher anfragen, ob die Produkte auch 
verfügbar sind, um lange Wartezeiten auszuschließen.

Gruß
Skriptkiddy

Autor: A. M. (am85)
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Skript Kiddy schrieb:
> Und da
> Studenten ja bekanntlich immer knapp bei Kasse sind, sollte man sich
> überlegen, ob man wirklich fast 50€ für das STK500 und den Dragon mehr
> bezahlen möchte. Man kann außerdem vorher anfragen, ob die Produkte auch
> verfügbar sind, um lange Wartezeiten auszuschließen.

So sieht es aus. Wenn ich gut 50% sparen kann, dann nehm ich die 
Wartezeit auch in kauf. Außerdem kann man ja auch Kontakt zum Händler 
aufnehmen, um evtl. Probleme zu klären.

Ich bin heute übrigens über das STM8S-Discovery gestolpert, dass es ja 
schon für unter 8€ + Versand gibt. Hat damit schon jemand Erfahrungen 
gemacht? Das, was ich bis jetzt gelesen habe, klang gar nicht mal so 
schlecht und es schaut aus, als könne man damit als Anfänger schon mal 
ganz glücklich werden. Einige I/O Pins und ein kleines Steckboard gibt 
es aus, so dass man eigene Elektronikschaltungen daran anschließen 
könnte. Das wäre ja dann ganz passend für meine "Anforderungen".

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Für jeden µC-Typ gibts irgendwo ein billiges Evalboard. Wichtiger sind 
meiner Meinung nach eine ordentliche Softwareunterstützung die einem 
nicht 1000 Euro aus der Tasche zieht. Und das ist beim AVR gegeben.

Autor: A. M. (am85)
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Michael X. schrieb:
> Für jeden µC-Typ gibts irgendwo ein billiges Evalboard. Wichtiger sind
> meiner Meinung nach eine ordentliche Softwareunterstützung die einem
> nicht 1000 Euro aus der Tasche zieht. Und das ist beim AVR gegeben.

Der Meinung bin ich auch und deswegen habe ich mich natürlich auch in 
Sachen Software umgeschaut. Wirklich freie Software gibt es nicht, es 
gibt aber eine kostenlose IDE und Compiler, die mit gewissen 
Einschräkungen, ebenfalls kostenlos sind. Für den Anfang und für den 
Erfahrungsgewinn sollte das erstmal reichen, denke ich.

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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André M. schrieb:
> Für den Anfang und für den
> Erfahrungsgewinn sollte das erstmal reichen, denke ich.

Solltest du aber auf Problem in der Prograsmmierungs stoßen, wirst du 
beim STM8 im Internet nicht mal annährend so viel Hilfestellung wie beim 
AVR finden und die Dokumentation von ST zum STM8 lässt zu wünschen 
übrig.

Gruß
Skriptkiddy

Autor: A. M. (am85)
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Skript Kiddy schrieb:
> Solltest du aber auf Problem in der Prograsmmierungs stoßen, wirst du
> beim STM8 im Internet nicht mal annährend so viel Hilfestellung wie beim
> AVR finden und die Dokumentation von ST zum STM8 lässt zu wünschen
> übrig.

Ich denke, dass man das dann auch unter "Erfahrungsgewinn" einordnen 
kann ;-)

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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André M. schrieb:
> Ich denke, dass man das dann auch unter "Erfahrungsgewinn" einordnen
> kann ;-)

Na dann viel Spaß damit. Hab selbst ein Discovery und ich finde diese 
ganze Lib-Geschichte von ST für Anfänger eher nicht geeignet, aber das 
soll jeder für sich selbst entscheiden.


Gruß Skriptkiddy

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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André M. schrieb:

> Ich bin heute übrigens über das STM8S-Discovery gestolpert, dass es ja
> schon für unter 8€ + Versand gibt. Hat damit schon jemand Erfahrungen
> gemacht?

Durchsuche das Forum mal danach.
Mir scheint Du weisst noch immer nicht so recht, wo Du hin willst. Aber 
wenn Du es Dir als Anfaenger besonders schwer machen willst kannst Du 
natuerlich auch mit einem Exoten beginnen. Musst dann halt nur aufpassen 
dass Du den ganzen Mist nicht gefrustet in die Ecke wirfst und Dein 
neues Hobby gleich wieder aufgibst. Ich hab das jetzt schon oft genug 
erlebt, dass anfaengliche Motivation ueber Euphorie in Frust 
umgeschlagen ist und auf einmal hoerst nix mehr von den Probanden ;)

Schau Dir mal die Diskussion um den Propeller an, da wird eigentlich 
klar, was bei der Wahl eines Controllers wichtig ist und warum er sich 
wohl nie durchsetzen wird:

Beitrag "Parallax Propeller"

Und denk immer daran: Zu einem Controller gehoert ne umfangreiche 
Toolchain. Wenn die Guelle ist vergeht Dir oft die Lust an der Sache. 
Mir ging es erst wieder letztlich mit diesem grausamen ISE Webpack so. 
Diese SW ist einfach schlecht, langsam, fehlerbehaftet. Und es gibt 
keine Alternative. Und letzteres ist neben dem "ich brauch das langsam 
mal" der einzige Grund, warum man sich das antut. Spass an der Sache ist 
aber was anderes, und das ist beim Hobby wichtig, sonst bleibt man nicht 
lange dabei.

Michael

Autor: A. M. (am85)
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Michael G. schrieb:
> Durchsuche das Forum mal danach.
> Mir scheint Du weisst noch immer nicht so recht, wo Du hin willst. Aber
> wenn Du es Dir als Anfaenger besonders schwer machen willst kannst Du
> natuerlich auch mit einem Exoten beginnen. Musst dann halt nur aufpassen
> dass Du den ganzen Mist nicht gefrustet in die Ecke wirfst und Dein
> neues Hobby gleich wieder aufgibst. Ich hab das jetzt schon oft genug
> erlebt, dass anfaengliche Motivation ueber Euphorie in Frust
> umgeschlagen ist und auf einmal hoerst nix mehr von den Probanden ;)

Ich will hier ja nicht beratungsresistent sein ;-) Und ich kann eure 
Einwände auch sehr gut nachvollziehen. Der Grund, warum ich jetzt 
einfach mal das STM8S-Discorvery bestellt habe ist einfach der, dass ich 
diese Aktion ja einmal halte und bei dem Preis kann man jetzt nicht 
wirklich viel Falsch machen. Das tut dann nicht so weh, wenns doch nicht 
so prall ist. Keine Sorge, die nächste Investition würde dann eh das 
STK500 werden, also AVR, und damit sollte ich als solide Basis wohl am 
besten Fahren, inkl. passender Software.

Michael G. schrieb:
> Mir
> ging es erst wieder letztlich mit diesem grausamen ISE Webpack so. Diese
> SW ist einfach schlecht, langsam, fehlerbehaftet. Und es gibt keine
> Alternative. Und letzteres ist neben dem "ich brauch das langsam mal"
> der einzige Grund, warum man sich das antut. Spass an der Sache ist aber
> was anderes, und das ist beim Hobby wichtig, sonst bleibt man nicht
> lange dabei.

Ich habe mich jetzt die letzten 6 Monate mit dem Xilinx EDK in 
verschiedenen Versionen abgemüht, um damit und mit einem 3000€ teurem 
Virtex 4 Board zu arbeiten. Die Hölle sag ich nur. Durch diese sch**ß 
s.g. Software blickt kein Mensch, sie ist total verbuggt und 
schweineteuer. Selbst, wenn Xilinx brauchbare Chips baut...die Software 
ist Dreck und ohne die, kann man mit den Chips nicht arbeiten. So, das 
musste jetzt mal sein ;-)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Ich glaub Kosten darf man einfach nicht scheuen wenn man mit Elektronik 
nen bissel in die Poette kommen will, das ist einfach sehr teuer. Wenn 
ich mir ueberlege wieviel Tausender ich da investiert habe... sonst ist 
man auf Dauer auch einfach nicht agil genug.

Greets

Autor: A. M. (am85)
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Michael G. schrieb:
> Ich glaub Kosten darf man einfach nicht scheuen wenn man mit Elektronik
> nen bissel in die Poette kommen will, das ist einfach sehr teuer. Wenn
> ich mir ueberlege wieviel Tausender ich da investiert habe... sonst ist
> man auf Dauer auch einfach nicht agil genug.

Nein, das ist auch richtig. Aber gerade am Anfang, denke ich, muss man 
schauen, dass Kosten und Nutzen ein gutes Verhältnis bilden. In der Uni 
hatte ich letztes Semester das erste Mal Kontakt mit der Programmierung 
von Mikrocontrollern. Das fand ich schon recht interessant, wobei die 
Bedinungen in der Uni im Vergleich zu zu Hause schon andere sind. 
Deswegen will ich das ganze in Ruhe und erstmal im finanziell 
überschaubaren Rahmen angehen. Ich könnte mir jetzt auch das 
"rund-um-sorglos-all-inkl-Packet" kaufen, bin dann über 200€ los und 
weiß dann doch nicht so recht was damit anzufangen. Die Geschichte mit 
dem Discovery wäre ich auch nicht angegangen, wenn eben die Anschaffung 
nicht so günstig und Software vorhanden wäre.

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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@André M.
Und schon Fortschritte gemacht mit dem Discovery?

Autor: Franz (Gast)
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>Schau Dir mal die Diskussion um den Propeller an, da wird eigentlich
>klar, was bei der Wahl eines Controllers wichtig ist und warum er sich
>wohl nie durchsetzen wird:

>Beitrag "Parallax Propeller"

Das Parallax Forum findest Du hier: 
http://forums.parallax.com/forumdisplay.php?f=65

Ich beschäftige mich schon seit einem Jahr mit dem Prozesssor: er ist 
genialer als gedacht! ( Im Sinne von sehr einfacher, gut durchdachter 
Struktur, leicht zu verstehen )

Autor: A. M. (am85)
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Skript Kiddy schrieb:
> @André M.
> Und schon Fortschritte gemacht mit dem Discovery?

Leider hatte ich zuletzt nicht die Zeit, um mich intensiv mit dem 
Controller zu beschäftigen. Nachdem er bei mir vor einigen Wochen ankam, 
habe ich natürlich erstmal ein bisschen rumgespielt, Beispielcode zum 
Laufen gebracht, etc. War alles sehr einsteigerfreundlich bis dahin. 
Jetzt muss ich mir erstmal ein konkretes Vorhaben überlegen und werde 
dann sehen, ob es auch weiterhin so einfach ist, damit zu arbeiten. Bis 
jetzt kann ich das Miniboard aber für Einsteiger auf jeden Fall 
empfehlen. Schade ist halt nur die mangelnde bzw. fehlende Unterstüzung 
für Linux bzw. alle anderen, nicht-Windows Systeme.

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