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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB FT232 Direktverbindung untereinander?


Autor: Arthur (Gast)
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Hallo Allesamt,

ich habe ein Modul das erfolgreich den FT232RL als USB-Chip einsetzt und 
möchte gerne zwei dieser Module nicht nur mit dem PC, sondern auch 
untereinander kommunizieren lassen. Spricht etwas dagegen die Beiden 
über ein USB-Kabel direkt zu verbinden? Ist eine Kommunikation beider 
FT232-Chips untereinander überhaupt technisch einfach möglich?

Danke für eure Meinungen und Erfahrungen dazu.

Arthur

Autor: -Gast_XIV (Gast)
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Nullmodem

Autor: El Jefe (bastihh)
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Arthur schrieb:
> Hallo Allesamt,
>
>Spricht etwas dagegen die Beiden
> über ein USB-Kabel direkt zu verbinden?

Ja. der komplette aufbau.

> Ist eine Kommunikation beider
> FT232-Chips untereinander überhaupt technisch einfach möglich?
Nein, kommt drauf an, was du unter "technisch einfach" verstehst.

> Danke für eure Meinungen und Erfahrungen dazu.

Bitte.


Nullmodem bei USB? Selten sowas ... gelesen....


Sinnvoller wäre es die UARTS der Controller zu verbinden, aber den FTDI 
gänzlich da rauszuhalten.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Arthur schrieb:
> Spricht etwas dagegen die Beiden
> über ein USB-Kabel direkt zu verbinden?
Ja. Es wird nicht funktionieren ^^
Die FTDIs sind USB-Devices und keine Hosts. Wenn du sie untereinander 
auf der USB-Seite verbindest, wird gar nichts passieren.

> Ist eine Kommunikation beider
> FT232-Chips untereinander überhaupt technisch einfach möglich?
Nicht über die USB-Seite.
Die beiden UART-Seiten kannst du (gekreuzt) verbinden und bekommst ein 
USB-UART-UART-USB-Nullmodemkabel - also eine Verbindung zweier USB-Hosts 
(z.B. PCs) über eine serielle Schnittstelle.

Falls das deine Frage nicht beantwortet, musst du noch ein bisschen mehr 
zu deinem Vorhaben rauslassen.

Autor: Devnull F. (devnull_f)
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Wie Michael H. schon sagte USB braucht immer einen Host (in Deinem Fall 
der PC), der die angeschlossenen USB Clients verwaltet.

Wenn Deine Module den USB to UART Chip verwalten können sind es 
USB-Hosts, könnten theoretisch also untereinander direkt kommunizieren, 
das hängt jedoch davon ab was das für Module sind.

Die USB to UART Chips können untereinander nur über UART kommunizieren, 
dazu RX, TX und GND verbinden, direkt also ohne RS232 Konverter der 
zwischen Chip und PC sitz.

Autor: Arthur (Gast)
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Ahja, Danke!

Ich werde nun das eine Modul ohne FT232 aufbauen und die 
Direktverbindung verwenden. D.h. die RXD/TXD vom Modul mit FT232 
herausführen.
Bis zu welcher Länge kann man die Verbindung bei ca. 38400 Baud 
(geschirmt) erfahrungsgemäß betreiben?

Zur Information: Das eine Haupt-Modul mit FT232 möchte ich mit einem 
zweiten Modul optional erweitern. Das Zweite Modul ist ein DOGM-LCD mit 
eigenem Prozessor (ATMEGA 32 TQFP) und Kommunikation/Steuerung per 
UART/Seriell. Dieses soll mit einer recht kurzen Verbindung (ca. 80 cm) 
mit dem anderen Modul gekoppelt werden. Spannungsversorgung und Daten 
bekommt es vom Hauptmodul.

Wie kann ich dazu den FT232 während einer Direktverbindung entkoppeln?
Muss er denn deaktiviert werden oder kann ich einfach an die 
RXD/TXD-Leitungen gehen? Ich dachte an ein entsprechendes Signal am 
Stecker, dass die Verbindung umschaltet wenn das LCD-Modul angeschlossen 
ist. Welchen IC könnte man dafür verwenden?

Gruß, Arthur

Autor: El Jefe (bastihh)
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kannst auf deinem "Hauptmodul" Softwaretechnisch einen UART anlegen.

Google mal nach Soft-UART.


Also so:

FT232 <<----- UART ------->>"Dein Hauptmodul"<<---UART--->>"dein 
Nebenmodul"

Damit bräuchtest du ein "Hauptmodul" mit 2 UARTS; Wenn deines nur eines 
hat (1x RxD - 1x TxD) kannst du wie gesagt, je nach Ressourcenverbrauch 
noch ein Soft-UART dazu setzen.

Grüße

Autor: Arthur (Gast)
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Habe ich auch schon überlegt, leider stehen dafür keine Ressourcen mehr 
zur Verfügung. Das Signal kann dann sicher nur durch einen Mux/demux 
aufgesplittet werden? Theoretisch gingen ja auch winzige Relais, oder 
ist es für die zwei Kanäle einfacher das über 4 kleine Fets selbst 
aufzubauen?

Autor: Sebastian (Gast)
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CD4051 oder andere Analogschalter könnten gehen. Alternativ kann man die 
USB-Seite mit einem VNC1L, ebenfalls von FTDI, koppeln. Dieser 
Hostcontroller kann einen FT232 bedienen. Ist aber ziemlich teuer.

Autor: Arthur (Gast)
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Abschließend nun meine Ergebnisse:

Also die Direktverbindung von Chip zu Chip funktioniert. Verwendet wurde 
ein verdrilltes und geschirmtes Kabel. 2m bis 115200 baud ohne Probleme. 
Die gewünschten 80 cm werden also voraussichtlich bei 38400 Baud keine 
Verbindungsfehler aufweisen.

Aufsplittung des TX/RX-Signals vor dem FT232 ist wichtig, sonst rauchts.

Danke für die Informationen!

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