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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Einzug-Farbmessgerät: welche Hardware?


Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Gruss aus Berlin!


Vorhaben
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Aus einem mobilen Drucker (CANON BJC-50) ein mobiles Gerät für
automatisierte spektrale Farbmessungen (Patch-Matrix) mithilfe von
Gretag MacBeth Spectrolino (Spectrophotometer), das auf den
Druckkopfschlitten platziert wird. Spectrolino kommuniziert via RS232
(RxD,TxD), der Drucker bzw. das zukünftige Einzuggerät soll ebenfalls
über RS232 kommunizieren können, vorzugsweise beide über einen Port.

CANON BJC-50 >
http://piese-imprimanta.ro/pdfs/1249_Canon%20BJC-5...
Spectrolino >
http://www.xrite.com/documents/literature/gmb/en/2...

Obwohl ich bereits ein XY-Messtischbesitze, möchte ich ein Zweitgerät,
das mobil, leise und "endlos" die Farbcharts scannt. Für High-End
Farbprofile (Reproduktion, HDR-Fotograpfie, Art-Print) benötigt man ab
4096 Farbmessungen aufwärts. Mit dem XY-Tisch ist es einfach zu
unbequem, da auf die maximale Fläche von 31x24cm mit einer Patch-Grösse
von min. 6mm höchstens 1750 Farbfelder passen und mitnehmen kann man das
Ding auch nicht.

Funktionen
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Manuelle Funktion: Position via mini Joystik (L,R,U,D, CENTER als enter)
definieren - erstes Farbfeld, 2 Farbfeld, letztes Feld in der 2en Reihe,
anhand dieser Positionswerte wird via Software eine Positionsmatrix für
den Scan errechnet
Nach jeder Farbfeld-Reihe fährt Schlitten mit dem Messgerät in die Home
Position und misst White Point (Keramikbaustein) und fährt weiter zum
ersten Feld der nächsten Reihe (Papiereinzug-Motor>nächste vertikale
Koordinate).

Softwaregesteuert: via RS232 Kommandos an Spetrophotometer senden und
Daten empfangen,  zuvor errechnete Positionskoordinaten an das
Einzugsgerät senden

Problem
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Da ich momentan eher eine Niete bin, was die Microcontroller-Welt
angeht, und durch viele Recherchen schlauer, aber doch nicht schlau
genug geworden bin, die fundamentale Frage ist: welchen Controller für 2
Schrittmotoren, der möglichst kompakt ist (wegen dem Einbau in den
Drucker) und via RS232 kommunizieren kann, zusätzlich per manuelle
Steuerung (L,R,U,D und Enter) am Gerät selbst reagiert?
Habe mir vieles angeschaut: Trinamic, Nanotec, Allegro, Atmel, Conrad*
etc. - für einen Neueinsteiger ist ne Qual einfach das Richtige zu
finden.

Ist es möglich ohne Eval-Boards so etwas auf die Beine zu stellen?
Ich würde möglichst auf die externe Gerätschaften (Controller unit in
der Box, die nebenan steht) vezichten wollen.
Von der Idee her gefällt mir RN-Schritmotorsteuerung
(Commandointerpreter), aber nur das. Die alten 297,298 auf dem
Mamutboard mit überdimenionalem Kühlkörper ist nicht gerade
fortschrittlich (Okay, ist eher für Roboter gedacht...)


Was ich weiss
-----------------------------------------------------
Motorentyp: (siehe Anhang) bi-polar, 6 Pins (werden nur 4 verwendet,
allerdings je nach Motor unterschiedlich kombiniert). Wieviel Volt die
brauchen kann ich nicht sagen (Recherche ergab nichts), was ich aber
weiss, dass IC (Mitsubishi M54676P) 500mA verträgt.

Ich habe die Motoren kurz an 2 Mignon angeschlossen (1+5, 3+4 beim
Carriage Motor und 2+5 und 3+4 beim Paperfeed, die zucken bzw. drehen
sich. Wie Motoren funktionieren weiss ich, das ist nicht das Problem.

Die Originalteile vom Board kann ich sicher nicht verwenden, oder?
Ich poste mal die Infos trotzdem

MITSUBISHI M54676P >
http://www.psychosystems.de/MIKROCONTROLLER/M54676P.pdf
M54676P SCHEMA (CARRIAGE MOTOR DRIVER) >
http://www.psychosystems.de/MIKROCONTROLLER/M54676p.png
ULN2003(G) SCHEMA >
http://www.psychosystems.de/MIKROCONTROLLER/ULN2003.png


So wie ich das sehe brauche ich kein High-End controller/driver, da die
Steuerung sehr linear ist und der Ablauf nicht parallel.

Da ich ziemlich schnell lerne, aber momentan nicht weiss womit ich das
Fundament legen soll brauche ich einen Denkanstoss. Die
Anfängertutorials will ich gleich übergehen und mich mit dem aktuellen
Thema ausseinandersetzen. Programmieren kann ich in vielen Sprachen.

Autor: MaWin (Gast)
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Hmm, du hast den Drucker schon auseinandergebaut.

Sonst hätte ich gesagt: Nutze den Drucker und lass ihn was drucken damit 
er die ganze Seite abfährt, ohne Farbe.

Dabei lese deinen an Stelle der Patronen im Druckkopf montierten Sensor, 
und lass die Software bestimmen, wo er gerade ist.

Das Muster des abtastens ist ja bekannt, und wann er am Rand ist und 
wann über der Seite auch, es wird da schon genug markante 
Sensoreindrücke geben.

Nichts mit Joystick und hin und her, sondern ein mal in einem Rutsch und 
die Software kann ja wohl rausfinden, wo Farbfelder waren.

Meinjanur.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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MaWin schrieb:
> Hmm, du hast den Drucker schon auseinandergebaut.
Ja, schon, ich habe aber noch 2 davon...

> Sonst hätte ich gesagt: Nutze den Drucker und lass ihn was drucken damit
> er die ganze Seite abfährt, ohne Farbe.
> Dabei lese deinen an Stelle der Patronen im Druckkopf montierten Sensor,
> und lass die Software bestimmen, wo er gerade ist.

Ne ne ne... so wird es nicht funktionieren ;-)
Meine Schuld, habe nicht detailiert beschrieben...

Spectrophotometer will ich nicht auseinanderbauen, denn das Gerät nutze 
ich ja auch als Stand-Alone. Scannen in der Druckergeschwindigkeit wird 
nicht funktionieren, da Scanvorgang beim Normalpapier und 
Tageslichtemulation 1 Sek. für 1 Farbfeld braucht. Es ist ein präzises 
Gerät, das das Spektrum zwischen 380 mm - 730 mm, CIE oder XYZ 
Farbkoordinaten zurück sendet. Die von X-Rite EyeOne etc. sind schnell 
und arbeiten mit frequenzieller Messung, dafür sind die Werte ziemlich 
ungenau, da das Prinzip auf Average (also Runden) basiert.
Das Spectrolino ist 3 mal genauer als die aktuellen Modelle, dafür 
langsam.

> Nichts mit Joystick und hin und her, sondern ein mal in einem Rutsch und
> die Software kann ja wohl rausfinden, wo Farbfelder waren.

Joystick ist nur für die Errechnung der Abstände (vertikal und 
horizontal in Schritten), so wie auf dem XY-Tisch oder bei 
Schneideplottern, 3 oder 4-Punkt-Kalibrierung, damit das Gerät später 
auf die Koordinaten fahren kann.

Autor: Frank K. (fchk)
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Du weißt, das es für diesen Drucker einen Scankopf gibt? IS-12 heißt das 
Teil. Der Drucker wird damit zum Einzugsscanner, der komplett über die 
vorhandene parallele oder USB-Schnittstelle gesteuert wird.

Vielleicht kannst Du den Drucker so besser steuern, wenn er denkt, daß 
der Scankopf drin ist.

fchk

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Frank K. schrieb:
> Du weißt, das es für diesen Drucker einen Scankopf gibt? IS-12 heißt das
> Teil. Der Drucker wird damit zum Einzugsscanner, der komplett über die
> vorhandene parallele oder USB-Schnittstelle gesteuert wird.
>
> Vielleicht kannst Du den Drucker so besser steuern, wenn er denkt, daß
> der Scankopf drin ist.

Spectrophotometer ist kein Scanner, Leute! ;-)
Das Gerät hat einen spektralen Sensor drin. Das eigentliche Gerät 
funktioniert so: entweder manuell (Tastendruck am Gerät) oder via RS232 
startet man Messung, der Kopf soll sich auf der Vorlage befinden, egal 
ob Papier, Textil etc. Im Gerät selbst ist eine Linse, dahinter befindet 
sich der Sensor, um die Linse herum ist eine Lampe (die Vorlage wird 
damit beleuchtet), der Sensor misst spektral die Farbe der Vorlage und 
schickt die Werte an den Host. So viel zu den Prozedur und der 
Funktionalität des Gerätes.

Guckt das Video für besseres Verständnis an:
Youtube-Video "The legendary Gretag (XRite) Spectrolino at work..."

Das Gerät, in diesem Fall im Video, wird auf den XY-Tisch eingesteckt. 
Habe ich, will aber Einzug!

Die eigentliche Frage war: womit realisiere ich mein Vorhaben am besten, 
welchen Controller/welche Steuerung eignet sich bei diesen 
Voraussetzungen am besten?
Es sollte möglichst kompakt sein, sprich in den Drucker passen und nicht 
als das exterene Modul rumliegen.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Wie laut der XY-Tisch im Progress ist könnt ihr mal hier hören.
Youtube-Video "Spectrolino"

Arbeiten am PC während das Ding läuft ist auf Dauer einfach unzumutbar. 
Bei 4 Blätter A4 Farbchart dauert dies ne Weile und man muss die Blätter 
nach jedem Scan des Blattes wechseln. Ich will einfach die Prozedur 
einfacher/leiser gestalten.

Autor: Ulrich (Gast)
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Die Drucker Elektronik kann man kaum verwenden, die wird zu schnell sein 
(vor allem beim Druckkopf) und die Ansteurung ist auch nicht ganz 
einfach.
Mit etwas Glück könnte man das Netzteil weiterverwenden.

Die Aufgabe das ganze selbt zu steuern ist aber auch nicht so schwierig. 
Da sollte schon ein realtiv kleiner µC reichen, z.B. ein Atmel Mega88 
könnte schon reichen. Als Reserve könnte man ggf. etwas mehr Platz 
vorsehen.  Man könnte die Steuerung ggf. auch weitgehen einem PC über 
die LPT schnittstelle überlassen. Ich vermute mal das ohnehin ein 
Notebook geplant ist, um die Daten aufzuzeichnen.  Das reine Aufzeichnen 
der Daten könnte ein µC mit z.B. ein SD-Karte auch noch erledigen. Es 
sollte auch gehen die Daten auf eine RS232 verbindung zusammenzufassen. 
Zumindest wenn die Baudrate nicht so hoch ist, brauchtman dazu nichtmal 
einen µC mit einer 2 ten UART.

Wenn es nicht so sehr auf Geschwindigkeit und nicht so sehr auf 
Stromsparen ankommt, ist auch die Steuerung von schrittmotoren nicht 
kompliziert. Für 500 mA, oder auch etwas weniger, damit die Motoren 
nicht so heiß werden sollte ein einfacher Treiber IC wie L293D für einen 
Motor reichen. Den Strom kann man ggf. einfach über Widerstände in Reihe 
zum Motor einstellen.  Ich weiss, das ist nicht mehr modern, aber dafür 
schön einfach, und vor 20 Jahren hat es auch gut funktioniert.

Es ist möglich so etwas ohne ein extas EVAL Board zu erstellen. Die 
Aufgabe ist aber auch nicht so ganz einfach, man sollte sich vorher 
schon ein bischen in die µC Programmierung einarbeiten. Dafür ist dann 
so ein fertiges Board schon eine Hilfe.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Die Links oben funzen nicht, hier die Korrektur:

CANON BJC-50 >
http://piese-imprimanta.ro/pdfs/1249_Canon%20BJC-5...
Spectrolino >
http://www.xrite.com/documents/literature/gmb/en/2...

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Abend Ulrich!

Ulrich schrieb:
> Die Drucker Elektronik kann man kaum verwenden, die wird zu schnell sein
> (vor allem beim Druckkopf) und die Ansteurung ist auch nicht ganz
> einfach.
> Mit etwas Glück könnte man das Netzteil weiterverwenden.
Das Netzteil habe ich vor weiter zu nutzen, stimmt.

> Die Aufgabe das ganze selbt zu steuern ist aber auch nicht so schwierig.
> Da sollte schon ein realtiv kleiner µC reichen, z.B. ein Atmel Mega88
> könnte schon reichen. Als Reserve könnte man ggf. etwas mehr Platz
> vorsehen.  Man könnte die Steuerung ggf. auch weitgehen einem PC über
> die LPT schnittstelle überlassen. Ich vermute mal das ohnehin ein
> Notebook geplant ist, um die Daten aufzuzeichnen.  Das reine Aufzeichnen
> der Daten könnte ein µC mit z.B. ein SD-Karte auch noch erledigen. Es
> sollte auch gehen die Daten auf eine RS232 verbindung zusammenzufassen.
> Zumindest wenn die Baudrate nicht so hoch ist, brauchtman dazu nichtmal
> einen µC mit einer 2 ten UART.
Notiert. (Atmel Mega88)
LPT will ich ungerne nutzen, da es dann 2 gemischte Ports sind. Soll 
einhetlich bleiben, also RS232

> Wenn es nicht so sehr auf Geschwindigkeit und nicht so sehr auf
> Stromsparen ankommt, ist auch die Steuerung von schrittmotoren nicht
> kompliziert. Für 500 mA, oder auch etwas weniger, damit die Motoren
> nicht so heiß werden sollte ein einfacher Treiber IC wie L293D für einen
> Motor reichen. Den Strom kann man ggf. einfach über Widerstände in Reihe
> zum Motor einstellen.  Ich weiss, das ist nicht mehr modern, aber dafür
> schön einfach, und vor 20 Jahren hat es auch gut funktioniert.
Ja, genau. Keine Kraftmotoren, keine komplizierte, schnelle Fahrten.
Braucht man für den 293er eigentlich Kühlkörper? Ich habe es so 
vertanden, je höher die A-Zahl desto mehr Kühlung man braucht. 297/298 
soll bei ungeregeltem Strom über 2A verbrennen, habe ich irgendwo 
aufgeschnappt.

> Es ist möglich so etwas ohne ein extas EVAL Board zu erstellen. Die
> Aufgabe ist aber auch nicht so ganz einfach, man sollte sich vorher
> schon ein bischen in die µC Programmierung einarbeiten. Dafür ist dann
> so ein fertiges Board schon eine Hilfe.

Ja, so dachte ich mir auch. Für die Entwicklung braucht man schon EVAL, 
da es quasi ein Prototyp ist und kein Endergebnis.

Autor: Ulrich (Gast)
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Ein bischen Kühlung wäre vielleicht nicht schlecht, wenn der L293 500 mA 
auf beiden Kanälen Treiben soll. Im Prinzip sollte es auch noch gerade 
ohne gehen. Der Treiber im Original ist ja auch nicht stärker, sondern 
eher etwas kleiner. Es gibt auch noch andere Treiber, der L293 ist 
ziehmlich billig, gut zu bekommen und sollte noch reichen.

So ein Eval board braucht man nicht unbedingt, aber es hilft sehr. Es 
hift einfach wenn man für ersten Versuche eine funktionierende Hardware 
hat. Es sind sonst doch ziehmlich viele neue Dinge auf einmal. Bei den 
Eval Boards ist teils gleich ein µC mit Bootloader mit dabei. Ohne den 
bräuchte man dann noch einen kleine Hardware (Programmer), um das 
Programm zu übertragen.  Später kommt man ohnehin nicht wirklich drum 
rum, sonst hat man nur den einen µC vom Board.

Der Drucker ist schon relativ kleine. Da wird man es vermutlich schon 
selber was zusammenlöten müssen. Ganz viel an Hardware sollte da ja 
nicht gebraucht werden: Die beiden Treiber, der µC mit Quarz, 
Spannunsgregler, ein Pegelumsetzer für die RS232 und dann 
Tasten/Joystick und ggf. ein paar LEDs.

Für die Kommunikation wäre schon interessant wie schnell die Daten vom 
Spektrometer kommen.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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> Der Drucker ist schon relativ kleine. Da wird man es vermutlich schon
> selber was zusammenlöten müssen. Ganz viel an Hardware sollte da ja
> nicht gebraucht werden: Die beiden Treiber, der µC mit Quarz,
> Spannunsgregler, ein Pegelumsetzer für die RS232 und dann
> Tasten/Joystick und ggf. ein paar LEDs.
Ja, der ist ziemlich klein und wiegt kaum. Die Mechanik ist wirklich 
sehr kompakt und allgemein das Innenleben sehr rein vom Konzept. Ich war 
mir zuerst unsicher wegen dem Papiereinzug, da ich ursprünglich den 
Epson Stylus Color im Auge hatte (war mir doch zu klobig), aber der 
Canon ist dank "made in japan" so überraschend präzise.

Ja, selber löten, anders wird kaum gehen, denke ich mal. Die Platine 
werde ich übrigens aus flexiblem Material gestalten, die Kupferbahne 
werde ich wahrscheinlich aus dem Kupferblatt (0.15 mm dick) mit dem 
Schneideplotter auschneiden. Ein wenig unkonventionell, aber habe schon 
gesehen wie es gemacht wird - funktioniert einwandfrei.

> Für die Kommunikation wäre schon interessant wie schnell die Daten vom
> Spektrometer kommen.

Also im Stand-Alone-Betrieb ist die Kommunikation schnell (max. 57600 
baud),
jede Messung, je nach Typ (spektral, Lab, XYZ etc) , "wiegt" auch nicht 
viel. Wird in ASCII übermittelt, besteht aus Errorcode im header und den 
Werten so in etwa (SPECTRUM (nm380-730 in 10 nm Schritten) >

"34 <CR> 0.0464  0.0493  0.0524  0.0574  0.0604  0.0606  0.0599  0.0582 
0.0566  0.0558  0.0546  0.0541  0.0532  0.0518  0.0505  0.0495  0.0488 
0.0468  0.0440  0.0431  0.0446  0.0474  0.0492  0.0498  0.0507  0.0522 
0.0547  0.0579  0.0608  0.0628  0.0653  0.0714  0.0814  0.0942  0.1087 
0.1255"

*34 ist die erfolgreiche Messung == no errors

oder meinst Du, MAX232 "schluckt" die Bandbreite?

Autor: Ulrich (Gast)
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Für den MAX232 sollten die 57 kBaud noch kein Problem sein. Da gäbe es 
auch schnellere, wenn es sein muß. Beim µC hat man da eventuell ein 
Problem. Per hardware UART sind auch 57 kBaud drin, aber oft ist davon 
nur ein Kanal vorhanden. Für eine Software UART sind 57 kBaud dagegen 
schon ziehmlich viel, vor allem zum Empfangen - senden sollte noch 
gehen. Es gibt aber auch µCs mit 2 Hardware UARTs.

So wie ich dsa sehe braucht man wohl die Vernindungen
PC<-> µC
und
µC <-> Spektrometer
Also im Prinzip 2 UART verbindungen.
Die Daten von Spektrometer werden an den PC weitergeleitet und ggf. die 
Position angehängt.

So klein, das man keine normale Platine mehr unterbringt, sollte nicht 
nötig sein. Der µC ist als SMD Version wirklich klein. Bei den Treibern 
braucht man wegen der Kühlung schon etwas Größe, oder man nimmt einen 
der weniger Abwärme produziert.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Ulrich schrieb:
> Für den MAX232 sollten die 57 kBaud noch kein Problem sein. Da gäbe es
> auch schnellere, wenn es sein muß. Beim µC hat man da eventuell ein
> Problem. Per hardware UART sind auch 57 kBaud drin, aber oft ist davon
> nur ein Kanal vorhanden. Für eine Software UART sind 57 kBaud dagegen
> schon ziehmlich viel, vor allem zum Empfangen - senden sollte noch
> gehen. Es gibt aber auch µCs mit 2 Hardware UARTs.

du meinst sicherlich den MAX238? der hat 4/4
kann man nicht, theoretisch gesprochen, auch 2 von MAX232 nehmen oder 
wäre das unsinnig?


> ...oder man nimmt einen
> der weniger Abwärme produziert.
welcher wäre dann in dem Fall?

Autor: Ulrich (Gast)
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Der max232 sollte schon reichen, der hat 2 Treiber und 2 Empfänger. Oder 
werden noch Handshakeleitungen gebraucht ?

Treiber mit weniger Abwärme wären z.B.:  L6201, L6219.
Das problem beim L293 und anderen Bipolaren Treibern ist der relativ 
hohe Spannungsverlust am high side Transistor.
Es ist ohnehin noch zu klären, welche Spannung man bracht und zur 
verfügung hat. Wenn die Motoren nicht so schnell laufen müssen, wäre 
eventuell eine niedriegere Spannung als in der Schaltung im Drucker 
besser.

Ist das Netzteil bei dem Drucker extern ?

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Ulrich schrieb:
> Der max232 sollte schon reichen, der hat 2 Treiber und 2 Empfänger. Oder
> werden noch Handshakeleitungen gebraucht ?

Handshake ist zwar möglich, muss aber nicht sein

> Treiber mit weniger Abwärme wären z.B.:  L6201, L6219.
> Das problem beim L293 und anderen Bipolaren Treibern ist der relativ
> hohe Spannungsverlust am high side Transistor.
> Es ist ohnehin noch zu klären, welche Spannung man bracht und zur
> verfügung hat. Wenn die Motoren nicht so schnell laufen müssen, wäre
> eventuell eine niedriegere Spannung als in der Schaltung im Drucker
> besser.
>
> Ist das Netzteil bei dem Drucker extern ?

Ja, extern... moment, muss schauen... 13V 1.8A
Scheint mir zu viel zu sein... entweder muss ich auf das andere 
ausweichen oder den Strom durch Regler "ausbügeln"

Spectrolino braucht 10-24V / max. 4 Watt  - Originalnetzteil von Gretag 
hat 15V 0.8A

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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SMD LED's vertragen beispielsweise nur
Strom: 20mA
Spannung: 2,0V

da muss ich mich noch mal mit dem Thema auseinandersetzen
Widerstände, gerade jetzt am Anfang, ist für mich noch unerforschtes 
Gebiet, aber ich bin voller Hoffnung ;)

Autor: Ulrich (Gast)
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Bei den LEDs ist das kein Problem. Die muß man ohnehin mit einem 
Vorwiderstand anschließen. Da die LEDs von µC mit wohl 5 V angesprochen 
werden, wird da ein Widerstand von z.B. 470 Ohm passen. Das gibt dann 
etwa 6 mA pro LED, das sollte reichen.
Bei der Frage stellt sich aber Frage, ob das ganze nicht etwas zu viel 
für den Anfang ist.

Der µC und max232 werden wohl 5 V von einem kleinen Regler brauchen, ist 
ja auch nicht viel Strom.

Der Interesante Teil sind die Schrittmotoren. Die werden vermutlich etwa 
500-800 mA gebrauchen. Die Spannung geht nach dem Widerstand der Spulen 
und ggf. dem extra Widerstand den man dazu spendiert. Beim L6219 geht es 
wie beim IC aus dem Drucker auch ohne. Ob und wieviel Widerstand man 
dazu nehemn sollte, hängt von der gewünschten Geschwindigkeit ab.

Autor: Serge Berlin (sergeberlin)
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Tja...muss ich testen. Interessant ist, dass der Motor, der für 
Papiertransport zuständig ist an 2 ULN2003 angeschlossen ist (deswegen 
auch 5 Leitungen, 70 Ohm )

( 
http://piese-imprimanta.ro/pdfs/1249_Canon%20BJC-5...) 
Seite 174, 5-34

es handelt sich anscheinend um solche Schaltung
http://fred.unis.no/StampII3Mx/Default.htm

ich bin gerade etwas irritiert - kann es evtl. doch sein, dass die 
motoren  unipolar sind (wegen 6 pins)?

auf dem Gehäuse der Motoren stehen zwar Kennungen, aber ich fand nichts 
im Web, vermute interne Bezeichnungen... blöd ist, dass im Service 
Manual nichts näheres dazu steht, die Manuals von Epson dagegen sind 
sehr detailiert...

Papiereinzug > QH4-4206 B0420
Schlitten > QH4-4207 B0221

Autor: Ulrich (Gast)
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Mit dem ULN2003 als Treiber wird das dann wohl ein unipolarer Motor 
sein, und dazu auch nichtmal so besonders leistungsstark. Bei 70 Ohm und 
maximal 14 V kommt man ja maximal auf 200 mA. Praktisch wohl noch etwas 
wenger.
Unipolar sind auch mindestens 5 Leitungen nötig. Das paßt also.

Der andere Motor ist wohl bipolar, und mit einem besseren Treiber IC. So 
kriegt man mehr Kraft und Geschwindigkeit aus der gleichen größe Motor.
Die größere Geschwindigkeit wird hier wohl nicht gebraucht. Die Bipolare 
Ansteuerung wird man aber vermutlich beibehalten müssen, schon wegen der 
Kraft.

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