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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Durchschlagsfestigkeitsprüfung


Autor: Darius B. (beddi)
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Ich hab ne Aufgabe bekommen eine Durchschlagsprüfung zu erstellen.
Getestet soll ein Lager, ob es eine Spannung von ca. 1,2kV aushält.
Wie geht man da am besten vor?
Reicht es einen Impuls von 1,2kV zu erzeugen und zu gucken
ob ein Funke entsteht?
Oder muss eine Kontinuierliche Spannung erzeugt werden, z.B. mit
Trafo und Delon-Schaltung ?
Wie könnte man am besten eine Anzeigt für einen Durchschlag
realisieren (LED die anzeigt Durchschlag erfolgt).
Hätte da an einen Trafo gedacht, danach ein paar Kaskaden mit ner 
Delon-Schaltung und als Auswertung dann ein FF mit vorgeschatetem 
Spannungsteiler.
Könnte es so funktionieren ?

gruß,
Darius

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Für solche Prüfungen gibt es spezielle Geräte, z.B. bei

http://www.ea-electronic.eu/

Autor: Ingo W. (Gast)
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Hallo Darius!
Dein Gedankengang, mit einer Kaskadengleichrichtung, langsam die 
Spannung zu erhöhen ist erst einmal richtig. Hierfür eignet sich unter 
Anderem auch Folgendes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Villard-Kaskade
Damit kann die Wechselspannung nicht nur vervierfacht werden, sondern 
beliebig (je nach Anzahl der Elemente) erhöht werden. Ein anderer 
Vorteil ist, das die Masse von Eingang und Ausgang das gleiche Potential 
haben. Allerdings solltest Du den Durchschlagstrom unbedingt durch einen 
geeigneten Widerstand begrenzen, um deine Auswerteschaltung nicht zu 
gefährden, ein Lichtbogen kann sehr niederohmig sein und damit der 
Spannungsabfall am Strommesswiderstand sehr hoch...
mfG ingo

Autor: Darius B. (beddi)
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@Dieter
Die Prüfung wird wohl eine einmalige sache sein und deshalb wollen wir 
uns kein Gerät anschaffen.
@Ingo
Ich habe mir eben gedacht, zum Messobjekt in reihe einen Spannungsteiler 
aufzubauen und diesen auf einen Flipflop (74). Aber das währe, glaube 
ich, quatsch. Würde vielleicht ein Komparator und dann ein FF 
funktionieren?
Oder über ne Z-Diode die Spannung nach dem Messobjekt begrenzen bzw. 
über nen Varsitor oder ähnliches.
Da geht mir irgendwie die Idee aus, wie ich es schaffe da ne LED oder 
ähnliches, zum detektieren anschliessen soll.

Autor: Ingo W. (Gast)
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Hier ein Vorschlag.
Den Strombegrenzungswiderstand würde ich als Reihenschaltung von etwa 5 
Widerständen realisieren, die bestimmen den Entladestrom bei 
Durchschlag, die Zenerdiode sollte die Spannung am FF-Eingang auf unter 
5V begrenzen (ich gehe mal von 5V Betriebsspannung aus), dann müsste es 
eigentlich funktionieren. Der Shuntwiderstand müsste entsprechend der 
gewünschten Empfindlichkeit bemessen werden (Koronaentladung vor dem 
Durchschlag?).
Dann wünsche ich dir viel Erfolg, wenig kaputte Halbleiter und vor Allem 
keine Gesundheitsschäden!
ingo

Autor: Darius B. (beddi)
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Hey unglaublich, genau das schwebte mir so im Kopf ...
Denke mal die notwendige Strombegrenzung hängt von der größe der 
Kondnesatoren und der Frequenz der Wechselspannung ab ?

Schon mal tausend dank, hat mir super geholfen.

Autor: Ingo W. (Gast)
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Die Strombegrenzung ist davon abhängig, was Du deinem Testobjekt und der 
Auswerteschaltung antun möchtest (Soll das Lager hinterher noch genutzt 
werden können?), Die Kondensatoren der Glättungssäule (Wiki) bestimmen, 
wie schnell sich die Spannung aufbaut, wenn die groß (1000/1) gegenüber 
denen der Schubsäule sind, dauert das dann schon eine ganze Weile 
(50Hz). Wenn Du das mit einem Wandler machst, bestimmt der natürlich, 
wie schnell die Säule aufgeladen wird, du wolltest ja auch noch messen, 
wann der überschlag erfolgt.
mfG ingo

Autor: Darius B. (beddi)
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Ok dann ist ja alles klar.
Lager muss nicht unbedingt wiederverwendet werden könnnen.

Schon mal vielen Dank Ingo, hast mir sehr geholfen.

Autor: Michael_ (Gast)
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Frag lieber mal in Rundfunk- oder Elektrowerkstätten. Da gibt es solche 
Geräte. Außerdem brauchst du auch noch eine Reserve, etwa 2KV denke ich.
Da wird es schon ungemütlich für Mensch und Gerät.

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