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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik "Serielles" Gerät (Gigalog S) über Internet ansteuern


Autor: Timo K. (timo_k)
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Hallo zusammen,

ich habe hier in einem Projekt an mehreren Standorten den Gigalog S von 
Controlord als Datenlogger stehen. Dieser zeichnet sekündlich Daten auf 
seine interne SD-Karte auf, die zur Zeit wöchentlich manuell ausgelesen 
werden.

Nun soll das Ganze erweitert werden, so dass die Daten zeitnah 
automatisiert auch auf einem Server zur Verfügung stehen. Die Frage ist 
nun, wie das zu bewerkstelligen ist.

Es wäre toll, wenn ihr mir hierbei zum Einen bei der Art und Weise wie 
das geschehen kann, weiterhelfen könnte und zum Anderen (und das eher 
wichtiger) auch mit welchen Controllern/Gerätschaften das möglich ist.

Die Daten werden zur Zeit min. sekündlich aufgezeichnet.

Ich kann mir momentan einige verschiedene Betriebsarten vorstellen:
- Gigalog S schickt sekündlich die gerade aufgezeichneten Daten raus und 
das Geräte, welches die Verbindung ins Internet herstellt, macht 
irgendwas damit. Da kann man sich vorstellen, dass eine dauerhafte 
Verbindung zum Server besteht und die Daten damit einfach weitergereicht 
werden oder die Daten werden über x Minuten gesammelt und dann in einem 
Rutsch übertragen.

- Die Datenübertragung vom Gigalog S wird von außen getriggert. Es ist 
möglich über ein bestimmtes Kommando die Daten eines bestimmten 
Zeitraumes zu erfragen. Dies kann das gesuchte Gerät machen und die 
Daten dann einfach weiterreichen an den Server oder der Gigalog S ist 
quasi direkt über das Internet erreichbar und der Server triggert die 
Datenübertragung direkt.

Wichtig ist, dass keine Daten verloren gehen sollten. D.h. wenn am 
Standort die Internetverbindung abbricht und auch über einen längeren 
Zeitraum nicht herstellbar ist oder bei einem Stromausfall (der Gigalog 
ist mit einer Batterie ausgestattet, so dass er weiter aufzeichnen 
kann), sollte die Übertragung der Daten, die in diesem Zeitraum 
angefallen sind, nachgeholt werden können.

Die mir idealerweise vorschwebende Lösung wäre ein Gerät, das quasi 
einfach nur den seriellen Anschluss des Gigalog S im Internet erreichbar 
macht und das aber ohne größere Umkonfiguration des bestehenden 
Netzwerks am Standort. Dann könnte man nicht nur Daten vom Gerät 
bekommen, sondern dieses auch bei Bedarf aus der Ferne warten und 
umkonfigurieren.

Ich bin nicht wirklich firm auf diesem Gebiet, das alles sind nur 
Überlegungen und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht vielleicht 
utopisch ist.

Daher wäre ich froh, wenn ihr mir hier unter die Arme greifen könntet. 
Welche Betriebart ist am geeignetsten und mit welchen Geräten kann das 
bewerkstelligen?

Vielen Dank und freundlich Grüße!

Autor: soodokoo (Gast)
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angeblich hat Gigalog S eine FTP-Unterstützung eingebaut ...

Autor: Timo K. (timo_k)
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Ja, die FTP-Unterstützung wäre rein theoretisch möglich, allerdings 
brauche ich dazu ein GSM-Modem... Das ist nicht das, was ich möchte.

Autor: Gerald *. (pyromane)
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XPort von Lantronics macht stellt eine serielle Schnittstelle im 
Ethernet zur Verfügung.
Gibts auch von Ethersex unter dem Namen YPort.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Timo K. schrieb:
> Wichtig ist, dass keine Daten verloren gehen sollten. D.h. wenn am
> Standort die Internetverbindung abbricht und auch über einen längeren
> Zeitraum nicht herstellbar ist oder bei einem Stromausfall (der Gigalog
> ist mit einer Batterie ausgestattet, so dass er weiter aufzeichnen
> kann), sollte die Übertragung der Daten, die in diesem Zeitraum
> angefallen sind, nachgeholt werden können.

Hallo,

das habe ich bei meinen eigenen Geräten via XPort realisiert, allerdings 
setzt das bestimmte Funktionen im Messgerät voraus: bei mir sind die 
Daten sowieso mit Zeitstempel versehen, also unterscheidbar, und das 
Messgerät antwortet, wenn aktuell keine Daten abzuholen sind, mit einem 
Record mit der Zeit, wann die nächsten verfügbar sein werden. Der PC 
ruft die Daten gezielt ab mit der Zeit des gewünschten Datensatzes. 
Dadurch wird immer der nächste noch nicht im PC gespeicherte Datensatz 
angefordert, und das solange immer wieder, bis er tatsächlich in der 
Log-Datei abgespeichert ist.

Also entweder ruft der PC ab, was er noch nicht hat, oder das Messgerät 
sendet, was noch nicht abgespeichert ist, das ist allerdings hochgradig 
unsicher.

Gruss Reinhard

Autor: Timo K. (timo_k)
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Vielen Dank für die Antworten. Wenn ich mir den xport anschaue, dann 
wird ja quasi auf meinem PC ein "virtueller" COM-Port eingerichtet, über 
den ich dann wie üblich kommunizieren kann.
Hierbei sehe ich aber das Problem, dass ich mich nicht im selben 
Netzwerk, wie der xport befinden werde. Ist das dann dennoch möglich?

Am Einfachsten kommt mir vor, dass ich via TCP/IP die Kommandos 
verschicke und auf gleichem Weg diese wieder zurückbekomme, aber das 
kann der xport nicht, oder?

@Reinhard: Das ist mein bisheriger Plan. Der Server merkt sich an Hand 
der übertragenen Messwerte, die alle einen Zeitstempel haben, wann er 
zuletzt einen vollständigen Datensatz erhalten hat und kann dann gezielt 
auslesen. Der Gigalog S stellt ein Kommand bereit mit dem das geht.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Timo K. schrieb:
> Hierbei sehe ich aber das Problem, dass ich mich nicht im selben
> Netzwerk, wie der xport befinden werde. Ist das dann dennoch möglich?

Hallo,

das ist nicht das Problem, es gibt ja Router, im Prinzip kannst du vom 
Strand in Hawaii deine Geräte steuern. Ich weiss nicht, wo du deine 
Geräte hin lieferst, aber ich habe da eher Probleme mit abgeschotteten 
Firmennetzen in Grosskonzernen, da sehen die Admins sowas nicht gern, 
aus Sicherheitsgründen und weil es auch mit Arbeit verbunden ist - in so 
einem Intranet funktioniert der XPort überhaupt erst, wenn der Admin die 
benötigten Ports freischaltet (das gilt nicht nur für den XPort, sondern 
für alle Netzwerklösungen. Ohne Admin kriegst du keine gültige 
IP-Adresse, oder glaubst du, bei Bosch/Daimler/Siemens usw. musst du 
bloss den Stecker einstecken und dein Gerät wird über DHCP konfiguriert 
- eher kriegst du Hausverbot). I.A. sind auch die Mitarbeiter, die das 
Gerät brauchen, nicht befugt Netzwerksoftware zu installieren.

Ob du einen virtuellen Comport benutzt oder direkt TCP/IP, spielt 
weniger eine Rolle. Hier gilt ebenfalls, dass du ohne Firmen-Admin weder 
das eine noch das andere installieren darfst/kannst.

Gruss Reinhard

Autor: Timo K. (timo_k)
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Jop, das vermutete ich schon fast. Ich bin mir dem Problem auch durchaus 
bewusst. Dann ist eine Losung, die aus dem jeweiligen Betrieb nur heraus 
kommuniziert, aber nicht von außen erreicht werden kann wohl besser. Ich 
bin bei Becker IPC über den SC2x gestolpert. Damit könnte ich ja alle x 
Minuten die Daten am Gigalog anfragen und dann z.B. direkt auf einen 
FTP-Server hochladen. Ist sowas empfehlenswert? Gibt es hierfür besser 
geeignetes?

Ich denke es ist jetzt auch erstmal wichtig alle Möglichkeiten 
auszuloten und dann zu schauen, was realistisch umsetzbar ist.

Autor: Timo K. (timo_k)
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Ich möchte diesen Thread nochmal hochholen. Wir haben inzwischen mit den 
betroffenen Systemadministratoren gesprochen und uns auch selbst weiter 
Gedanken gemacht und wollen nun folgende Lösung umsetzen:

Wir haben in den jeweiligen Firmen den Gigalog S stehen, damit verbunden 
ist ein Gerät welches alle x Minuten die Daten vom Gigalog S abfrägt, 
die noch nicht erfolgreich übertragen wurden. Dies erfolgt über das 
Senden eines Kommandos via serieller Schnittstelle über die dann auch 
die Daten wieder zurückkommen. Diese sollen dann auf einen Server 
übertragen werden.
Mit welchem Protokoll sie dahin kommen ist vorerst egal (FTP, HTTP, 
etc.) Es ist auch kein Problem, wenn noch eigene Programmierleistung 
vollbracht werden muss, so lange keine teuren Compiler zusätzlich 
angeschafft werden müssen.

Habt ihr nun zu dieser speziellen Anforderung evtl. schon gute oder 
schlechte Erfahrungen mit Geräten gemacht? Empfehlungen?

Vielen Dank und Grüße.

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